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Der Einfluss der Perestroika auf die Protestbewegungen der DDR in den 1980er Jahren

Título: Der Einfluss der Perestroika auf die Protestbewegungen der DDR in den 1980er Jahren

Trabajo , 2012 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jakob Knab (Autor)

Historia de Europa - Historia contemporánea, Unificación europea
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Der Untergang der DDR in den 1980er Jahren wurde bereits vielfach erforscht. Die vorliegende Hauptseminararbeit geht der Frage nach, inwiefern die Perestrojka Einfluss auf die Bürgerrechtsbewegungen in der DDR hatte. Der Aufbau der Arbeit ist chronologisch: Dabei wird zuerst analysiert, wie es dem autoritären System der DDR über mehrere Jahrzehnte zunächst gelungen war, keine nennenswerten Protestbewegungen aufkommen zu lassen; anschließend wird die Situation der Warschauer Pakt Staaten in ihrem letzten Jahrzehnt ausgewertet, um schließlich auf die Perestrojka einzugehen. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei darauf, wie diese von der DDR-Führung einerseits, aber andererseits aber auch vom „gemeinen Volk“ und somit auch von Dissidenten andererseits empfunden wurde. Dabei wird auch die Rolle der Bürgerrechtsbewegungen in anderen ost- und mitteleuropäischen Staaten skizziert und der Frage nachgegangen, inwiefern sich diese von denen in der DDR unterschieden. Der Schlussteil der Arbeit beleuchtet vor allem die Entstehung der Massenproteste in der DDR, wobei auch hier die Rolle Gorbatschows immer wieder zur Sprache gebracht wird. Am Ende steht dabei das Abdanken des SED-Regimes im Zuge der friedlichen Revolution. Der Prozess der Wiedervereinigung wird aufgrund der Fragestellung nicht behandelt.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Die Opposition in der DDR bis 1985

3. Zur politischen Lage in den Warschauer Pakt Staaten in den 1980er Jahren

3.1 Die UdSSR und die Perestrojka

3.1.1 Die Reaktionen in der DDR auf die Perestrojka

3.2 Die Situation in der DDR während der 1980er Jahre

4. Die Entwicklung der DDR-Opposition in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre

4.1 Beweggründe der Oppositionellen

4.2 Opposition und Perestrojka

4.3 Außerkirchliche Protestbewegungen am Beispiel der IFM

5. Das Jahr 1989

5.1 Zur Entstehung von breiteren Protestbewegungen

5.2 Der Sturz des SED-Regimes

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der sowjetischen Perestrojka auf die Entwicklung der Bürgerrechts- und Oppositionsbewegungen in der DDR in den 1980er Jahren und analysiert, wie diese Veränderungen letztlich zum Zusammenbruch des SED-Regimes beitrugen.

  • Historische Analyse der DDR-Opposition bis 1985
  • Einfluss der sowjetischen Reformpolitik auf die DDR-Führung und Bevölkerung
  • Entwicklung kirchennaher und kirchenunabhängiger Protestbewegungen (z.B. IFM)
  • Rolle der Wahlfälschung und Massenproteste im Jahr 1989
  • Mechanismen des Zerfalls der SED-Diktatur

Auszug aus dem Buch

4.3 Außerkirchliche Protestbewegungen am Beispiel der IFM

Zeitgleich mit der Perestrojka verlor die Kirche jedoch ihren Status als einzige Opposition im Staate, was aber nicht nur auf die Veränderungen in der Sowjetunion zurückzuführen ist: Nachdem die Welle der Friedensbewegung in der DDR nach 1983 wieder abgeschwächt war, setzten sich viele der einstigen Aktivisten unter Obhut der Kirche mit dem Scheitern der Friedensbewegung auseinander. Im Sommer 1985 wurde auf der Berliner Friedenswerkstatt ein Menschenrechtsseminar für den Herbst desselben Jahres angekündigt; dabei sollte die Verweigerung der Menschenrechte in der DDR thematisiert werden. Vorbereitet wurde das Seminar hauptsächlich von Ostberliner Gruppen. Ursprünglich hätte das Seminar in den Räumen einer Kirchengemeinde in Treptow stattfinden sollen. Nachdem sich aber auch Mitglieder der westdeutschen Grünen Partei und Westkorrespondenten zum Seminar angekündigt hatten, wurde die Angelegenheit für die Gemeinde zu gefährlich, da sie sich mit einer derartigen politischen Provokation überfordert sah.

Hierbei hatte nicht zuletzt auch Druck von Seiten des Regimes eine entscheidende Rolle gespielt. Einige der Veranstalter wollten diesem Druck des Staates nachgeben, die ursprünglichen Inititiatoren des Seminars wollten jedoch nicht dieses Thema totschweigen. Im November 1985 kam es zum Bruch des Vorbereitungskreises, im Dezember desselben Jahres wurde die „Initiative Frieden und Menschenrechte“ (IFM) gegründet. Sie war die erste kirchenunabhägige Oppositionsbewegung in der DDR. Zu Beginn war die Gruppe mit 20 bis 25 Mitgliedern, die alle in Berlin aktiv waren, relativ klein. Auch wenn die Gruppe sich als kirchenunabhängig sah, so wollte sie dennoch mit den kirchennahen Gruppen zusammenarbeiten. Von Seiten des Staates hatten die Mitglieder, die größtenteils in akademischen Berufen arbeiteten, mit Repressionen zu kämpfen: So verloren viele ihre Arbeitsstelle und konnten ihre einstigen Stellungen nicht mehr regulär ausüben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, welchen Einfluss die sowjetische Perestrojka auf die Bürgerrechtsbewegungen in der DDR hatte.

2. Die Opposition in der DDR bis 1985: Das Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der DDR-Opposition, die lange Zeit eng mit kirchlichen Strukturen verknüpft war.

3. Zur politischen Lage in den Warschauer Pakt Staaten in den 1980er Jahren: Hier werden die wirtschaftliche Stagnation in der UdSSR und Gorbatschows Reformprogramm sowie die ablehnende Haltung der DDR-Führung analysiert.

4. Die Entwicklung der DDR-Opposition in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre: Das Kapitel beschreibt das Erstarken der Opposition, die Rolle von Umwelt- und Friedensgruppen sowie die Gründung der ersten kirchenunabhängigen Initiative (IFM).

5. Das Jahr 1989: Diese Sektion analysiert den Wahlbetrug 1989, die daraus resultierenden Montagsdemonstrationen und den schließlich erfolgten Sturz des SED-Regimes.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, wie Gorbatschows Reformen direkt und indirekt den Zusammenbruch der SED-Diktatur und die deutsche Wiedervereinigung begünstigten.

Schlüsselwörter

DDR, Opposition, Perestrojka, Glasnost, SED, Bürgerrechtsbewegung, IFM, Friedliche Revolution, 1989, Gorbatschow, Stasi, Mauerfall, Sozialismus, Protestbewegung, DDR-Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Michail Gorbatschows Reformpolitik (Perestrojka) und dem Aufkommen oppositioneller Gruppen in der DDR während der 1980er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Reformprozess in der Sowjetunion, die Haltung der DDR-Führung, die Entstehung der Bürgerbewegungen und der politische Zusammenbruch der DDR im Jahr 1989.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Perestrojka auf die politische Opposition auswirkte und warum dies schließlich zur friedlichen Revolution führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer chronologischen Analyse unter Auswertung von Sekundärliteratur, Berichten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Statuten oppositioneller Gruppen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage in den Ostblockstaaten, die Formierung der DDR-Opposition, die Auswirkungen der Reformpolitik auf die Protestbewegung und das entscheidende Jahr 1989.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind DDR, Perestrojka, Bürgerrechtsbewegung, SED, Stasi und die friedliche Revolution von 1989.

Welche Rolle spielte die Kirche für die Opposition in der DDR?

Die Kirche bot über viele Jahre einen Schutzraum für Andersdenkende und bildete die Basis für erste oppositionelle Gruppierungen, bevor sich kirchenunabhängige Organisationen bildeten.

Wie reagierte das SED-Regime auf die Gründung der "IFM"?

Das SED-Regime begegnete der "Initiative Frieden und Menschenrechte" mit Repressionen, Arbeitsplatzverlusten und dem Vorwurf der "subversiven Tätigkeit" durch den Geheimdienst.

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Detalles

Título
Der Einfluss der Perestroika auf die Protestbewegungen der DDR in den 1980er Jahren
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Calificación
1,0
Autor
Jakob Knab (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
20
No. de catálogo
V200149
ISBN (Ebook)
9783656264347
ISBN (Libro)
9783656265139
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR Perestroika Perestrojka Glastnost Reform Reformbewegung Protest Protestbewegung Dissidenten Ostblock Gorbatschow Honecker Mauerfall SED KPDSU Wiedervereinigung Kalter Krieg Opposition Mauer Wende
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jakob Knab (Autor), 2012, Der Einfluss der Perestroika auf die Protestbewegungen der DDR in den 1980er Jahren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200149
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