Die vorliegende Arbeit wird das aktuelle Frauen- und Männerbild von Krimiermittlern und Krimiermittlerinnen in TV-Krimiserien aufspüren und entschlüsseln.
Es soll geklärt werden, inwieweit es gelungen ist eine Gleichstellung der Geschlechter umzusetzen. Indikatoren dafür sind unter anderem die Rollen (Verteilung weiblicher und männlicher Rollen) die äußerlichen Merkmale (Entspricht sie/er immer noch der/des typischen Fernsehfrau/mann?), die Lebenssituation der Figuren und die Darstellung der Geschlechter im Beruf (Wo steht die Frau im Gegensatz zum Mann?)
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG
2. KRIMI IM DEUTSCHEN FERNSEHEN
3. BEGRIFFSDEFINITONEN
4. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
5. METHODE DER UNTERSUCHUNG
6. ERGEBNISSE
6.1. RESULTAT: DIE DEUTSCHE TV-KRIMIERMITTLERIN
6.2. RESULTAT: DER DEUTSCHE TV-KRIMIERMITTLER
7. FAZIT
8. LITERATUR
9. TABELLENVERZEICHNIS
10. KATEGORIENSYSTEM UND VARIABLEN
11. AUFLISTUNG ALLER SERIEN
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das aktuelle Frauen- und Männerbild von Krimiermittlern und Krimiermittlerinnen in deutschen TV-Krimiserien des Jahres 2008 zu analysieren und zu entschlüsseln, um festzustellen, inwieweit eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in diesen Formaten umgesetzt wurde.
- Analyse der äußerlichen Merkmale und des Erscheinungsbildes von Ermittlerfiguren
- Untersuchung der Lebenssituation und Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern
- Erforschung der beruflichen Positionierung, Hierarchien und Verhaltensweisen am Arbeitsplatz
- Vergleich der Darstellung von weiblichen und männlichen Ermittlern im Kontext von Karriere und Erfolg
Auszug aus dem Buch
6.1. Resultat: Die deutsche TV-Krimiermittlerin
Es ist erfreulich festzustellen, dass ermittelnde Frauen offenbar in deutschen TV-Krimiserien gut vertreten sind. Mann kann noch nicht ganz von einer absoluten Gleichberechtigung sprechen, dennoch ist eine von 3 Ermittlern mittlerweile eine Frau.
Die Rolleninhaberinnen sind meist im Alter zwischen 26 und 35 Jahren, also jung. Sie sind sehr schlank bis schlank und haben ein gepflegtes Äußeres. Meist haben die Frauen braunes, schulterlanges Haar und tragen legere/sportliche Kleidung. Ihre Erscheinung ist als sehr hübsch bis hübsch zu beurteilen. Durch die Frisur, Haarfarbe und Kleidung hebt sich die Krimiermittlerin vom Einheitsbild der deutschen Fernsehfrau ab, dennoch ist sie jung und hübsch.
Die Ermittlerin ist der Mittelschicht zuzuordnen. Sie ist in 78 Prozent der Fälle ledig und Single. Bei den Frauen ist nur in zwei Fällen zu erkennen, wie sie lebt. Eine lebt alleine, die andere bei ihrer Herkunftsfamilie. Bei allen anderen (77,8 Prozent) ist die Wohnsituation nicht ersichtlich. Die weiblichen Charaktere von Krimiserien haben keine Kinder. Sollten sie welche haben, so ist dies in den untersuchten Folgen nicht ersichtlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG DER UNTERSUCHUNG: Vorstellung der Forschungsfrage zur Geschlechterpräsentation in Krimis sowie Erläuterung der Motivation und des methodischen Vorgehens.
2. KRIMI IM DEUTSCHEN FERNSEHEN: Analyse der Beliebtheit, Nutzung und Struktur des Krimigenres im deutschen Fernsehen mit Fokus auf relevante Sendeformate des Jahres 2004.
3. BEGRIFFSDEFINITONEN: Definition der für die Analyse zentralen Begriffe wie Ermittler, verschiedene Serienformate, Gender, Sex und Geschlechterstereotype.
4. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Darstellung des theoretischen Rahmens zur Medienforschung und der Entwicklung von Frauen- und Männerbildern im Fernsehen.
5. METHODE DER UNTERSUCHUNG: Beschreibung der quantitativen Inhaltsanalyse als Methode, der Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands auf das Jahr 2008 und der Stichprobenziehung.
6. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der Analyseergebnisse bezüglich Aussehen, Lebenssituation und beruflichem Kontext der 27 untersuchten Ermittlerinnen und Ermittler.
7. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die aufzeigt, dass trotz einer Präsenz von Frauen weiterhin Ungleichheiten in der Rollen- und Karrieredarstellung bestehen.
8. LITERATUR: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
9. TABELLENVERZEICHNIS: Aufstellung aller in der Untersuchung verwendeten Tabellen mit Seitenangaben.
10. KATEGORIENSYSTEM UND VARIABLEN: Detaillierte Übersicht der für die Codierung genutzten Kategorien und Ausprägungen in den Bereichen Erscheinung, Lebenssituation und Beruf.
11. AUFLISTUNG ALLER SERIEN: Komplette Liste der 352 Folgen, die die Grundgesamtheit für die Untersuchung bildeten.
Schlüsselwörter
Geschlechterrollen, TV-Krimiserien, Medienanalyse, Frauenbild, Männerbild, Gleichberechtigung, Krimiermittler, Rollenklischees, Geschlechterstereotype, Inhaltsanalyse, Berufsalltag, Fernsehforschung, Karrieremuster, Sozialisation, Fernsehunterhaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie weibliche und männliche Krimiermittler in deutschen TV-Krimiserien dargestellt werden und ob sich eine Tendenz zur Gleichstellung der Geschlechter in den Rollenbildern abzeichnet.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Untersuchung umfasst das äußere Erscheinungsbild, die private Lebenssituation sowie die berufliche Rolle und das Verhalten am Arbeitsplatz der ermittelnden Charaktere.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?
Die zentrale Frage lautet, wie die Geschlechter von Krimiermittlern und Krimiermittlerinnen in deutschen TV-Krimiserien präsentiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine quantitative Inhaltsanalyse, bei der 10 Folgen aus einer Grundgesamtheit von 352 Episoden aus dem Jahr 2008 systematisch ausgewertet wurden.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der demografischen und optischen Merkmale, die Untersuchung der privaten Lebensumstände sowie eine intensive Betrachtung der beruflichen Hierarchien und Verhaltensmuster.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Geschlechterstereotype, Rollenklischees, Medienkontext, berufliche Gleichstellung und die Inszenierung von Geschlechterverhältnissen.
Welches zentrale Ergebnis liefert die Studie bezüglich der Karriere?
Die Untersuchung zeigt, dass Männer deutlich häufiger in höheren beruflichen Positionen und Führungsebenen dargestellt werden als Frauen.
Wie unterscheidet sich die Darstellung von Privatleben bei den Geschlechtern?
Es zeigt sich, dass weibliche Ermittlerinnen auffallend häufig als Single dargestellt werden und familiäre Aspekte oder Kinder im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen fast vollständig ausgeklammert werden.
- Citation du texte
- Alexandra Streitfelder (Auteur), 2009, Darstellung der Geschlechter von Krimiermittlern/Innen in TV-Krimiserien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200197