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Literarische Träumereien im Werk Jean-Jacques Rousseaus

Titre: Literarische Träumereien im Werk Jean-Jacques Rousseaus

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2000 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Karina Liebe-Kreutzner (Auteur)

Philologie française - Littérature
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Résumé Extrait Résumé des informations

2012 wird der 300. Geburtstag Jean-Jacques Rousseaus gefeiert. Seine Träumereien, die sogenannten "Reveries", laden dazu ein, seinen Gedankengang nachzuvollziehen.
Anhand mehrerer Texte aus drei Hauptwerken untersucht die Autorin die Beschaffenheit der Rousseauschen Träumereien und Tagträume. Die "reveries" werden entwicklungsgeschichtlich eingebettet und ihre verschiedenen Typen anhand praktischer Untersuchungen dargelegt. Durch die Textanalysen werden Rousseausche Gedankenmuster und Strukturen, die in den unterschiedlichen Träumerei-betonten Texten systematisch wiederkehren, aufgezeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I Entwicklungsgeschichte der Träumereien

I.1 Vom rêve zur rêverie

I.2 Etymologie der rêverie

I.3 Definition der rêverie

II Biographische Eckdaten Rousseaus

III Die Rêverie im Roman - La Nouvelle Héloïse

IV Die Rêverie als Flucht vor dem Alltag - Les Confessions

V Die Struktur der Tagträumerei - Les rêveries du promeneur solitaire

V.1 Die letzte Stufe: das halbbewußte Traumerlebnis

VI Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die literarische Bedeutung und Funktion der „Rêverie“ (Tagträumerei) im Werk von Jean-Jacques Rousseau. Dabei wird analysiert, wie der Autor subjektive Empfindungen in seine Texte integriert, um die Grenze zwischen Realität und Imagination aufzuheben und die Rêverie als gezielte Methode der Selbstreflexion und Kompensation für den Alltag einzusetzen.

  • Historische Entwicklung und etymologische Herleitung des Begriffs der Rêverie
  • Biographische Kontexte von Rousseaus Leben und seine Auswirkungen auf das Schreiben
  • Analyse der Tagträumerei als literarisches Gestaltungsmittel in „La Nouvelle Héloïse“
  • Die Funktion der Rêverie als utopische Fluchtbewegung in den „Confessions“
  • Strukturelle Untersuchung der „Rêveries du promeneur solitaire“ als Selbstzeugnis

Auszug aus dem Buch

V Die Struktur der Tagträumerei - Les rêveries du promeneur solitaire

Les rêveries du promeneur solitaire von 1777-78 sind eine Fortsetzung der Confessions, die Rousseau in den letzten beiden Jahren seines Lebens verfasste. Im Vergleich mit ihrem Vorgängerwerk besitzen sie keinen klar bestimmbaren Aufbau. Im Sinne der Diderotschen Definition der "Rêverie" vereinen sie unstrukturierte philosophische Abschweifungen, Erinnerungen und Selbstbeschreibungen, die nahtlos in gefühlsbeladene Versenkungen übergehen. Der Autor selbst äußert sich folgendermaßen (premiere promenade):

Ces feuilles ne seront proprement qu'un informe journal de mes rêveries. Il sera beaucoup question de moi parce qu'un solitaire qui réfléchit s'occupe nécessairement beaucoup de lui-meme. Du reste toutes les idées étrangères qui me passent par la tête en me promenant y trouveront également leur place. Je dirai ce j'ai pensé tout comme il m'est venu et avec aussi peu de liaison que les idées de la veille en ont d'ordinaire avec celles du lendemain.

Er erwähnt dabei auch den Spaziergang, der eine Voraussetzungen für das Erlebnis der "Rêverie" darstellt. Wie Huntington erörtert, beginnt Rousseau in jenem Moment zu „träumen“, in dem er loswandert, denn die sich monoton wiederholende Bewegung des einen-Fuß-vor-den-anderen-Stellens befreit den Geist von den bedrückenden Gedanken des Alltags und setzt die Phantasie tranceartig frei.

Zusammenfassung der Kapitel

I Entwicklungsgeschichte der Träumereien: Dieses Kapitel zeichnet die historische Wandlung des Traumbegriffs nach, von einer bloßen Allegorie hin zu einem Mittel der subjektiven Selbstbetrachtung in der Aufklärung.

II Biographische Eckdaten Rousseaus: Hier werden die prägenden Lebensstationen Jean-Jacques Rousseaus dargelegt, die maßgeblich sein Bedürfnis nach literarischer Flucht und Subjektivierung beeinflussten.

III Die Rêverie im Roman - La Nouvelle Héloïse: Die Untersuchung zeigt auf, wie Rousseau das Phänomen der Tagträumerei diskret in die Landschaftsschilderungen seines Romans einbettet, um die emotionale Verfassung seiner Protagonisten zu spiegeln.

IV Die Rêverie als Flucht vor dem Alltag - Les Confessions: Das Kapitel analysiert, wie der Autor in seiner Autobiographie gezielt in eine idealisierte Traumwelt flieht, um sein Leiden an der realen Gesellschaft zu kompensieren.

V Die Struktur der Tagträumerei - Les rêveries du promeneur solitaire: Diese Sektion befasst sich mit der formalen Unstrukturiertheit des Spätwerks und der systematischen Bedeutung des Spaziergangs für den Eintritt in das meditative Tagtraumerlebnis.

VI Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Rousseau durch die Rêverie den Übergang vom aufklärerischen Rationalismus zur romantischen Gefühlskultur vollzieht und die Tagträumerei als methodisch gesteuertes Instrument seiner Selbstdarstellung etabliert.

Schlüsselwörter

Jean-Jacques Rousseau, Rêverie, Tagträumerei, Literatur des 18. Jahrhunderts, La Nouvelle Héloïse, Les Confessions, Les rêveries du promeneur solitaire, Autobiographie, Subjektivität, Empfindsamkeit, Aufklärung, Vorromantik, Selbstreflexion, Naturerfahrung, Spaziergang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die literarische Funktion und die strukturelle Bedeutung des Tagtraums (Rêverie) im Werk von Jean-Jacques Rousseau.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Traumbegriffs, der Einfluss biographischer Erfahrungen auf Rousseaus Schreiben sowie die Analyse spezifischer Textpassagen aus seinen Hauptwerken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Rousseau die Rêverie nicht als zufälliges Phänomen, sondern als gezieltes literarisches und methodisches Instrument zur Selbstreflexion und Realitätsflucht einsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten durchgeführt, die durch etymologische Herleitungen und biographische Kontextualisierungen unterstützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rêverie in „La Nouvelle Héloïse“, „Les Confessions“ sowie in das Spätwerk „Les rêveries du promeneur solitaire“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Rousseau, Rêverie, Subjektivität, Tagträumerei, literarische Flucht, Selbstzeugnis und Empfindsamkeit.

Wie unterscheidet sich Rousseaus Verständnis von „Rêve“ und „Rêverie“?

Während der „Rêve“ traditionell mit nächtlichem Schlaf und Irrationalität assoziiert wird, bezeichnet die „Rêverie“ bei Rousseau eine bewusste Versenkung im wachen Zustand, die der Selbstbetrachtung dient.

Welche Rolle spielt der Spaziergang in Rousseaus Rêverie?

Der Spaziergang fungiert als methodischer Auslöser; durch die monotone körperliche Bewegung wird der Geist von Alltagszwängen befreit und die Phantasie für den Prozess des Tagträumens geöffnet.

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Résumé des informations

Titre
Literarische Träumereien im Werk Jean-Jacques Rousseaus
Université
University of Graz  (Institut für Romanistik)
Cours
Seminar
Note
1,0
Auteur
Dr. Karina Liebe-Kreutzner (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
26
N° de catalogue
V200308
ISBN (ebook)
9783656264613
ISBN (Livre)
9783656265054
Langue
allemand
mots-clé
Rousseau Literatur Aufklärung Romantik Textanalyse Romanistik Traum Träumereien Reve Reverie Reveries Jean-Jacques Rousseau Traumdeutung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Karina Liebe-Kreutzner (Auteur), 2000, Literarische Träumereien im Werk Jean-Jacques Rousseaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200308
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Extrait de  26  pages
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