Ziel der Arbeit ist es, die Stellung und die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Global Governance beschrieben. Daher wird erst die Entstehung des Ansatzes erläutert und anschließend der Zusammenhang mit NRO erklärt. Die Schwierigkeiten der NRO-Arbeit werden gefolgt von einer kritischen Würdigung derselben dargelegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Global Governance als Kind der Globalisierung
2. NRO als Akteure der Global Governance
3. Kritische Würdigung der NRO-Arbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Stellung von Nichtregierungsorganisationen (NRO) innerhalb des Global Governance-Prozesses, analysiert deren Entstehung sowie Funktionsweise und bewertet kritisch die mit ihrem Wirken verbundenen demokratischen Hoffnungen und praktischen Herausforderungen.
- Entwicklung und theoretische Einordnung des Global Governance-Ansatzes
- Funktionen und Einflussmöglichkeiten von NRO als zivilgesellschaftliche Akteure
- Das Spannungsfeld zwischen Effektivität und demokratischer Legitimation
- Herausforderungen der Interessensabstimmung in einer globalisierten Welt
- Strukturelle Defizite und Machtasymmetrien innerhalb des NRO-Feldes
Auszug aus dem Buch
NRO als Akteure der Global Governance
Diese Idee findet im kleinen – jedenfalls nicht weltgesellschaftlichen – Rahmen bereits in Form von NRO statt. Diese bilden eine Plattform des Zusammenschlusses von Menschen mit gleichen Interessen. NRO „spielen für die Herausbildung und Förderung transnationaler kollektiver Identitäten eine entscheidende Rolle, weil sie Menschen mit gleichen Interessen und zumindest partiell geteilten Identitäten über Grenzen hinweg in Kontakt bringen, um ihre Interessen gemeinsam zu artikulieren.“
Roth beschreibt die Herausbildung von NRO aus sozialen Bewegungen, woraus ersichtlich wird dass es sich dabei um die organisierte Stimme aus Teilen der Gesellschaft handelt. Diese Form des zivilgesellschaftlichen Zusammenschlusses hat sich in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, mit der oben beschriebenen Veränderung der Staatenwelt im Zuge der Globalisierung, vervielfacht. Trotzdem, oder gerade deshalb, gibt es nach wie vor Definitionsprobleme für nichtstaatliche Akteure und NRO.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Global Governance als Kind der Globalisierung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden politischen Steuerung angesichts der zunehmenden Interdependenz und Entgrenzung des Nationalstaates.
2. NRO als Akteure der Global Governance: Hier wird die Rolle von NRO als organisierte zivilgesellschaftliche Stimme analysiert, die durch Spezialwissen und bottom-up-Strukturen eine Brücke in den globalen Entscheidungsprozess schlägt.
3. Kritische Würdigung der NRO-Arbeit: Der Abschnitt beleuchtet die Schwachstellen von NRO, insbesondere die mangelnde Repräsentativität, das Problem der internen Demokratie und das Dilemma zwischen Effektivitätsanspruch und demokratischer Legitimation.
Schlüsselwörter
Global Governance, Nichtregierungsorganisationen, NRO, Globalisierung, Transnationale Zivilgesellschaft, Demokratische Legitimation, politische Steuerung, Interessensabstimmung, Weltgesellschaft, Weltpolitik, internationale Kooperation, Korrekturinstanz, Partizipation, Machtverhältnisse, Zivilgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wachsenden Bedeutung von Nichtregierungsorganisationen (NRO) als Akteure im Rahmen globaler politischer Steuerungsprozesse.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind der Wandel von Nationalstaaten in der Globalisierung, die Funktionsweise von Global Governance und die Rolle der Zivilgesellschaft als notwendiges Korrektiv.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Stellung von NRO innerhalb des Global Governance-Prozesses darzustellen und zu hinterfragen, ob sie die in sie gesetzten demokratischen Hoffnungen tatsächlich erfüllen können.
Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine analytische Aufarbeitung des Forschungsstandes, die auf gängigen politikwissenschaftlichen Theorien zur Globalisierung und zivilgesellschaftlichen Organisationen basiert.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Global Governance-Ansatzes, die Untersuchung der spezifischen Rolle von NRO und eine kritische Auseinandersetzung mit ihren strukturellen Schwächen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Global Governance, NRO, Demokratisierung, transnationale Zivilgesellschaft und Legitimation.
Inwiefern sind NRO für die Demokratisierung internationaler Politik relevant?
NRO können als Interessensvertreter des Volkes fungieren und durch ihre Informationspolitik die Transparenz politischer Entscheidungsprozesse erhöhen, was den Top-Down-Charakter internationaler Politik aufbrechen kann.
Welche Probleme sieht der Autor bei der Interessensabstimmung?
Der Autor weist darauf hin, dass eine globale Interessensabstimmung kontrafaktorische Prämissen voraussetzt und es schwierig ist, universale Menschheitsinteressen in einer kulturell diversen Welt zu definieren.
Warum sind NRO laut der Arbeit nicht zwangsläufig repräsentativ?
Es besteht ein Ungleichgewicht zwischen NRO aus entwickelten Ländern und Entwicklungsländern, wodurch ganze Weltregionen marginalisiert werden und die angestrebte demokratische Legitimation oft nicht gegeben ist.
Was meint der Autor mit der "Fünften Säule der Demokratie"?
Dieser Begriff, aufgegriffen von Roth, beschreibt das Potenzial von NRO, politische Gegenentwürfe zu den etablierten staatlichen Wegen zu formulieren und somit den demokratischen Diskurs zu erweitern.
- Citar trabajo
- MA Sandra Filzmoser (Autor), 2011, Die Rolle von NRO im Global Governance Prozess, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200333