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Jagd in der Neuzeit - Wandel von ritterlicher Tugend zum adeligen Vergnügen

Titre: Jagd in der Neuzeit - Wandel von ritterlicher Tugend zum adeligen Vergnügen

Dossier / Travail , 2012 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Farina Otto (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Die Jagd wird von dem Zeitpunkt an, an dem sie nicht mehr als eine lebenserhaltende Notwendigkeit angesehen wird, vor allem von den Privilegierten ausgeübt. Die Auseinandersetzungen und Interessenskonflikte zwischen bäuerlichen Bevölkerung und Adel haben
sich seit dem Mittelalter, im Bezug auf die Jagd, verschärft. Regelungen und Verbote seitens des Adels an die Bauern häuften sich und erschwerten ein friedliches Zusammenleben. Der Themenschwerpunkt, weshalb sich der Adel das Vorrecht zur Jagd sicherte und welche Belastungen die Untertanen dadurch erdulden mussten, sollen in der vorliegenden Arbeit untersucht werden. Ich
versuche einen Überblick zu geben, auf welche Ansprüche sich das Jagdrecht gründete, warum der Adel es für sich in Anspruch nahm und wie es sich in der frühen Neuzeit entwickelte.
Die Bedeutung der Jagd für den Adel und welche Interessen mit der Durchführung verfolgt werden, soll ebenso behandelt werden, wie die mit der Jagd verbundenen Belastungen, wie Frondienste und
Wildschäden. Die verschiedenen Jagdmittel und der genaue Aufbau einer Jagd werden hier nur nebenbei betrachtet. Die verschiedenen Formen und Ausprägungen von Jagdarten werde ich nicht weiter beleuchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Forschungsstand
  • Die Jagdverhältnisse im frühen Mittelalter
    • Das allgemeine Jagdrecht der mittelalterlichen Bevölkerung
  • Jagd in der frühen Neuzeit
    • Der Forstbann
    • Entwicklung der Jagd als herrschaftliches Recht
    • Herrschaftliche Jagd und Konflikte mit den Bauern
    • Landesherrliches Jagdregal
    • Jagdfeste im Absolutismus
  • Jagdverhältnisse der Bürger und Bauern
    • Ausschluss der ländlichen Bevölkerung
    • Die Jagdfone
    • Wildschäden
    • Wilderei
  • Der Wandel der Jagd in der frühen Neuzeit
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Hausarbeit befasst sich mit der Jagd in der frühen Neuzeit und analysiert die Entwicklung des Jagdrechts vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Ziel ist es, die Ansprüche des Adels auf das Jagdrecht, die Gründe für seine Inanspruchnahme und die Auswirkungen auf die ländliche Bevölkerung zu untersuchen. Neben der Bedeutung der Jagd für den Adel sollen auch die damit verbundenen Belastungen, wie Frondienste und Wildschäden, beleuchtet werden.

  • Die Entwicklung des Jagdrechts vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit
  • Die Ansprüche des Adels auf das Jagdrecht
  • Die Auswirkungen des Jagdrechts auf die ländliche Bevölkerung
  • Die Bedeutung der Jagd für den Adel
  • Belastungen durch die Jagd für die ländliche Bevölkerung

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Jagd für die Privilegierten und die daraus entstehenden Konflikte mit der bäuerlichen Bevölkerung. Der Forschungsstand zeigt die einseitige Betrachtung der Jagd in der Literatur und die mangelnde wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Kapitel über die Jagdverhältnisse im frühen Mittelalter beschreibt die Jagd als Lebenserhaltungsmittel der germanischen Stämme und die Entstehung des Forstrechts durch die Merowingerkönige. Die Jagd im frühen Mittelalter wird als Schutz vor Wildtieren, Nahrungsquelle und Erwerbsquelle für Tierhäute und Pelze dargestellt. Das Kapitel zum allgemeinen Jagdrecht der mittelalterlichen Bevölkerung erläutert die Bedeutung der Jagd für die Existenzsicherung der germanischen Stämme und die Abnahme ihrer Bedeutung durch die zunehmende Sesshaftigkeit und den Ackerbau.

Schlüsselwörter

Jagdrecht, Adel, Bauern, Wild, Forst, Mittelalter, Neuzeit, Jagdprivilegien, Wildschäden, Frondienste, Forschungsstand

Häufig gestellte Fragen

Wie wandelte sich die Jagd vom Mittelalter zur frühen Neuzeit?

Die Jagd entwickelte sich von einer lebensnotwendigen Nahrungsquelle für die breite Bevölkerung zu einem exklusiven Vergnügen und herrschaftlichen Recht des Adels.

Was versteht man unter dem Begriff „Forstbann“?

Der Forstbann war ein herrschaftliches Recht, das bestimmte Waldgebiete unter den Schutz des Königs oder Adels stellte und die Jagd für die einfache Bevölkerung verbot.

Welche Belastungen mussten Bauern wegen der Jagd ertragen?

Bauern waren zu Jagdfondiensten verpflichtet und erlitten oft massive Ernteverluste durch Wildschäden, gegen die sie sich aufgrund des Jagdverbots nicht wehren durften.

Warum wurde Wilderei in der frühen Neuzeit zu einem Problem?

Durch den Ausschluss der ländlichen Bevölkerung vom legalen Jagdrecht und die gleichzeitig hohen Wildschäden sahen viele Bauern in der Wilderei die einzige Möglichkeit zur Schadensbegrenzung oder Nahrungsbeschaffung.

Welche Rolle spielten Jagdfeste im Absolutismus?

Im Absolutismus dienten prunkvolle Jagdfeste der Selbstdarstellung der Macht und waren ein zentrales Element des höfischen Lebens und der adligen Identität.

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Résumé des informations

Titre
Jagd in der Neuzeit - Wandel von ritterlicher Tugend zum adeligen Vergnügen
Université
University of Hannover
Cours
Tierhaltung in der frühen Neuzeit
Note
1,3
Auteur
Farina Otto (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V200391
ISBN (ebook)
9783656267133
ISBN (Livre)
9783656269175
Langue
allemand
mots-clé
jagd neuzeit wandel tugend vergnügen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Farina Otto (Auteur), 2012, Jagd in der Neuzeit - Wandel von ritterlicher Tugend zum adeligen Vergnügen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200391
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Extrait de  16  pages
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