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Der Honor Imperii zur Regierungszeit Friedrichs II.

Título: Der Honor Imperii zur Regierungszeit Friedrichs II.

Trabajo , 2011 , 12 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stephan Budde (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem honor imperii, der Ehre des Reichs zur Regierungszeit von Kaiser Friedrich II. Die zentrale These der Hausarbeit ist, dass die Formel vom honor imperii eine universal einsetzbare, aber auch die Handlungsfähigkeit des Kaisers einschränkende, Kriegsrechtfertigung ist. Zunächst wird betrachtet, was honor überhaupt für einen Adeligen im Mittelalter bedeutet. In diesem Zusammenhang muss ebenfalls erwähnt werden, dass Ehrverletzungen Kon-sequenzen hatten. Denn Ehre war einer der zentralen Ordnungsfaktoren im Mittelal-ter. Nachdem die Bedeutung des persönlichen honor geklärt ist, wird auf den honor imperii eingegangen. Hierbei muss zunächst geklärt werden was dieses imperium, dieses Reich, überhaupt ist. Es ist allgemein bekannt, dass das Heilige Römische Reich kein Nationalstaat war und schon gar keinen zentralistischen Charakter hatte. Im dritten Kapitel wird folglich kurz dargestellt wie dieses Reich aussah, um darauf-hin aufzuzeigen was honor imperii bedeutet. Im darauf folgenden Kapitel wird diese Bedeutung anhand des Konflikts Friedrichs II. mit dem Lombardenbund genauer erläutert. In diesem Kapitel wird verdeutlicht wie der Kaiser den honor imperii als Rechtfertigung benutzte, um sich schließlich in einen schwer lösbaren Konflikt zu begeben, da seine Handlungsfähigkeit durch den honor imperii beschränkt war. Zur Quellenlage lässt sich sagen, dass Friedrich II. in seinen Briefen oft über die erlitte-nen Beleidigungen durch die Lombarden eingeht. Zu finden sind einige Briefe Fried-richs bei Jean-Louis-Alphonse Huillard-Bréholles in dessen „Historia diplomatica Friderici secundi“. Übersetzt findet man einige dieser Briefe in Klaus Heinschs Werk „Kaiser Friedrich II. in Briefen und Berichten seiner Zeit“. Desweiteren sind in der „Monumenta Germanicae Historica“ ebenfalls Briefe Friedrichs zu finden. In den 1960er Jahren hat sich Peter Rassow als erster mit dem honor imperii auseinandergesetzt, honor aber mit Recht übersetzt. Beschäftigt man sich mit der mittelalterlichen Auffassung von Ehre, kommt man zu dem Schluss, dass honor mit Ehre übersetzt werden muss. Mit dem honor imperii hat sich vor allem Knut Görich in zahlreichen Aufsätzen und im Fall Friedrichs I. auch in einem Buch auseinandergesetzt. Zur mit-telalterlichen Auffassung von Ehre haben vor allem Gerd Althoff und Knut Görich publiziert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Adelige Ehre und Ehrverletzungen im Mittelalter

3. Die Bedeutung des Honor Imperii

4. Der Honor Imperii am Beispiel des Konflikts mit dem Lombardenbund

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle des "honor imperii" (der Ehre des Reichs) zur Regierungszeit von Kaiser Friedrich II. und analysiert, inwieweit dieses Konzept als Instrument zur Kriegsrechtfertigung diente, das zugleich die politische Handlungsfähigkeit des Kaisers innerhalb der mittelalterlichen Herrschaftsordnung einschränkte.

  • Bedeutung von Ehre und Ehrverletzungen im mittelalterlichen Adel
  • Konzeptualisierung des "honor imperii" als politischer Ordnungsfaktor
  • Wechselwirkung zwischen kaiserlicher Macht und fürstlicher Teilhabe
  • Analyse des Konflikts zwischen Friedrich II. und dem Lombardenbund
  • Die Einschränkung kaiserlicher Kompromissbereitschaft durch den Ehrenkodex

Auszug aus dem Buch

4. Der Honor Imperii am Beispiel des Konflikts mit dem Lombardenbund

Das Verhältnis zwischen Friedrich II. und der lombardischen Stadt Mailand war seit dem Jahr 1212 von Misstrauen geprägt. Als der junge Friedrich 1212 auf den Weg nach Deutschland machte, um seinen Erbanspruch geltend zu machen, wurde er von den Mailändern, Anhänger seines Kontrahenten Otto IV., verfolgt. Schließlich konnte er sich nach Cremona retten, was die Stadt von Beginn an zu einem Verbündeten Friedrichs machte. Diese, durch die Mailänder erlittene, Beleidigung warf von Beginn an einen Schatten auf die Beziehungen zwischen Mailand und dem Kaiser, denn erlittene Beleidigungen vergaß der Staufer nicht. Für Mailand hingegen war das Bündnis zwischen Cremona und dem Kaiser bedrohlich, denn im Falle eines Konflikts der beiden Städte, hatten die Cremonesen den Kaiser auf ihrer Seite, außerdem zog der Kaiser seine Getreuen oft zu Beratungen heran. Als der Kaiser schließlich zum Hoftag nach Cremona rief, befürchtete Mailand eine zu große Königsherrschaft, worauf der lombardische Städtebund im März 1226 erneut gegründet wurde. Um den Hoftag zu verhindern, blockierte die Stadt Verona die Alpenpässe, so dass die deutschen Fürsten Cremona nicht erreichen konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale These ein, dass der "honor imperii" eine für Friedrich II. sowohl nutzbringende als auch handlungsbeschränkende Kriegsrechtfertigung darstellte.

2. Adelige Ehre und Ehrverletzungen im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Ehre als zentralen Ordnungsfaktor und zeigt auf, wie Ehrverletzungen Fehden auslösten und durch Genugtuung (satisfactio) beigelegt wurden.

3. Die Bedeutung des Honor Imperii: Das Kapitel definiert den "honor imperii" als ehrenvolle Gemeinschaft von Kaiser und Fürsten und beleuchtet dessen Funktion als symbolisches Identifikationsmittel für das Reich.

4. Der Honor Imperii am Beispiel des Konflikts mit dem Lombardenbund: Anhand des langjährigen Konflikts zwischen Friedrich II. und Mailand wird verdeutlicht, wie das Streben nach Wiederherstellung der Reichsehre kaiserliche Kompromisse verhinderte und zur Eskalation führte.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die "honor imperii"-Formel zwar die Einigung der Fürsten förderte, den Kaiser jedoch in eine starre Logik der Ehre zwang, die eine friedliche Lösung des Lombardei-Konflikts unmöglich machte.

Schlüsselwörter

Honor imperii, Friedrich II., Mittelalter, Ehre, Lombardenbund, Reichsgeschichte, Ehrverletzung, Satisfactio, Kriegsrechtfertigung, Heiliges Römisches Reich, politische Kommunikation, Staufer, Konfliktlösung, Herrschaftsordnung, Majestätsverbrechen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Funktion des Begriffs "honor imperii" (Ehre des Reichs) während der Regierungszeit Kaiser Friedrichs II. und dessen Auswirkungen auf die kaiserliche Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Der Fokus liegt auf der mittelalterlichen Auffassung von Ehre, der Bedeutung von symbolischen Konfliktlösungen sowie der politischen Rolle des Kaisers im Heiligen Römischen Reich.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Formel vom "honor imperii" als Rechtfertigung für Kriege genutzt wurde und inwieweit sie die politische Handlungsfreiheit des Kaisers im Konflikt mit dem Lombardenbund einschränkte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen (Briefe, Berichte) sowie auf moderner Forschungsliteratur (u.a. von Knut Görich und Gerd Althoff) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept der adeligen Ehre, die Bedeutung des "honor imperii" als identitätsstiftendes Symbol für das Reich und der konkrete Konfliktverlauf mit dem Lombardenbund detailliert dargestellt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie "honor imperii", "Friedrich II.", "Ehrverletzung", "Lombardenbund" und "mittelalterliche Herrschaftsordnung" beschreiben.

Warum lehnte Friedrich II. päpstliche Schiedssprüche im Konflikt mit den lombardischen Städten ab?

Friedrich II. empfand die Vorschläge als unzureichend, da sie keine öffentliche symbolische Genugtuung (satisfactio) für die aus seiner Sicht erlittenen Ehrverletzungen vorsahen, was seinem Pflichtverständnis widersprach.

Welche Rolle spielten die deutschen Fürsten bei der Durchsetzung des "honor imperii"?

Die Fürsten traten als Verteidiger der Reichsehre auf und unterstützten den Kaiser in seinem Wunsch nach Genugtuung, wodurch sie den Druck auf eine kompromisslose Haltung gegenüber dem Lombardenbund verstärkten.

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Detalles

Título
Der Honor Imperii zur Regierungszeit Friedrichs II.
Universidad
Technical University of Braunschweig
Calificación
1,3
Autor
Stephan Budde (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
12
No. de catálogo
V200420
ISBN (Ebook)
9783656265450
ISBN (Libro)
9783656265634
Idioma
Alemán
Etiqueta
Friedrich II. Friedrich 2. Heiliges Römisches Reich Honor Honor Imperii Ehre des Reiches Oberitalien Lombardei Mailand Staufer Kaiser Ehre Ordnungsfaktor
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Budde (Autor), 2011, Der Honor Imperii zur Regierungszeit Friedrichs II., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200420
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