Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Sujet: Politique de développement

Nahrungsmittelkrisen im neuen Jahrtausend

Titre: Nahrungsmittelkrisen im neuen Jahrtausend

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Eichler (Auteur)

Politique - Sujet: Politique de développement
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es, die Nahrungsmittelkrisen des neuen Jahrtausends zu analysieren, dabei wird die Frage, ob zukünftig genügend Nahrung vorhanden sein wird, um alle Menschen zu ernähren in den Fokus gerückt. Zur Beantwortung werden nach einer kurzen Problemdarstellung die Ursachen der Welternährungskrise erläutert. Neben den Agrarrohstoffspekulationen, die in den Medien als Hauptverursacher hoher Lebensmittelpreise hervorgehoben wurden, wirken sich veränderte Konsummuster in Schwellenländern, der stark gestiegene Rohölpreis und die generelle Verflechtung der Nahrungs- und Energiemärkte gravierend aus, denn knapp eine Milliarde Menschen leidet weltweit an Unterernährung. Besonders Frauen und Kinder fehlt die Perspektive, um aus der Spirale von Hunger, Krankheit und mangelnder Bildung zu entkommen. Daraus resultiert letztendlich ein globales Sicherheitsproblem, denn andauernde Armut führt zwangsläufig zu Konflikten.
Regierungen und internationale Hilfsorganisationen konnten bisher die Nahrungsmittelkrise kaum erfolgreich bekämpfen. Es ist notwendig an die lokalen Gegebenheiten angepasste Programme, wie eine neue grüne Revolution, zu etablieren, damit die einheimische Nahrungsindustrie gefördert wird. Da grundsätzlich ein Verteilungs- und kein Versorgungsproblem besteht, gilt es die Lebensmittel dort einzusetzen, wo sie dringend benötigt werden. Des Weiteren hätte die umfassende Bereitstellung sozialer Sicherungsnetze, moderner Technik und Know-how positive Effekte auf die Entwicklungsländer. Nur so kann man auch im neuen Jahrtausend der menschenrechtlichen Verpflichtung gerecht werden und den Hunger nachhaltig bekämpfen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemdarstellung

1.2. Aufbau der Arbeit und methodisches Vorgehen

2. Kennzeichen der Nahrungsmittelkrisen des neuen Jahrtausends

2.1. Ursachen

2.2. Auswirkungen

2.3. Einflüsse auf den Menschen

3. Der Welthunger-Index

4. Maßnahmen zur Krisenbewältigung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen, Auswirkungen und Lösungsansätze der Nahrungsmittelkrisen des neuen Jahrtausends mit dem zentralen Ziel zu klären, warum trotz ausreichender globaler Nahrungsmittelproduktion weiterhin ein signifikanter Teil der Weltbevölkerung an Hunger und Unterernährung leidet.

  • Analyse der Hauptursachen von Nahrungsmittelkrisen (Spekulation, Energiepreise, Klimawandel).
  • Untersuchung der sozialen und ökonomischen Auswirkungen auf betroffene Entwicklungsländer.
  • Bewertung der Hungersituation anhand des Welthunger-Index (WHI).
  • Diskussion von Lösungsansätzen wie sozialer Sicherungssysteme und einer neuen grünen Agrarrevolution.

Auszug aus dem Buch

2.1. Ursachen

In diesem Abschnitt sollen die wichtigsten Ursachen für die Welternährungskrise vorgestellt werden. Begonnen wird dabei mit den Agrarrohstoffspekulationen, die eine vermeintlich ganz entscheidende Rolle spielen. Wie gesagt kann eine starke Preisvolatilität zu höheren Renditen führen, was den Agrarmarkt für Investoren attraktiv macht. Es wurde in den vergangenen Jahren seitens der Medien deshalb besonders stark hervorgehoben, dass Investoren auf den internationalen Kapitalmärkten Druck auf die Nahrungsmittelpreise ausgeübt haben und somit die Hauptverursacher der Nahrungsmittelkrise seien. Man warf den Spekulanten und hier speziell den großen Institutionen vor, sie hätten als Reaktion auf die Finanz- und Immobilienkrise, wodurch der Dollar stark abgewertet wurde, in die Nahrungsmittelmärkte investiert, ohne die Tragweite ihrer Handlungen zu hinterfragen. Halder meint sogar, dass „keine Nahrungsmittelkrise im engeren Sinn bestand, sondern eine Preiskrise, ganz überwiegend verursacht durch das Streben nach hohen Renditen für Finanzanlagen.“ Offenkundig ging es den Anlegern also um Gewinnmitnahmen und nicht um Investitionen in landwirtschaftliche Infrastruktur und Innovationen. Man geht heute davon aus, dass diese Spekulantengeschäfte einen Anteil von 20 bis 30% an den Preissteigerungen hatten, wobei die Meinungen darüber stark differieren. Festhalten kann man jedoch, dass sie allein als Hauptursache für steigende Nahrungsmittelpreise nicht gelten können, da 70 bis 80% durch andere Vorgänge verursacht wurden.

Eng verbunden mit den Agrarrohstoffspekulationen und den extremen Preisschwankungen, waren darüber hinaus überhastete politische Reaktionen vieler Regierungen. So verboten zum Beispiel im Frühjahr 2008 ein Drittel aller Weizenproduzenten den Export dieses Grundnahrungsmittels. Gleiche Maßnahmen gab es auch bei Reis und Mais, was dazu führte, dass ein Großteil der Bauern ihre Überschüsse nicht mehr verkaufen durften und somit den Anreiz verloren ihr Angebot zu erhöhen. Genau das wäre aber nötig gewesen, da die Getreidevorräte weltweit auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der globalen Nahrungsmittelkrisen ein und stellt die Forschungsfrage, warum trotz ausreichender Produktion Hunger herrscht.

2. Kennzeichen der Nahrungsmittelkrisen des neuen Jahrtausends: Hier werden die Ursachen, wie Spekulation und Preisvolatilität, die ökonomischen Auswirkungen sowie die direkten Folgen für die menschliche Gesundheit und Lebenssituation untersucht.

3. Der Welthunger-Index: Das Kapitel erläutert das Konzept des WHI und analysiert anhand der Indexwerte die regionale Hungersituation und deren Entwicklung seit 1990.

4. Maßnahmen zur Krisenbewältigung: Es werden verschiedene Ansätze vorgestellt, darunter soziale Sicherungssysteme, die Förderung von Kleinbauern und eine nachhaltigere Agrarproduktion.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Nahrungsmittelkrise kein Versorgungsproblem ist, sondern ein komplexes, politisch zu lösendes Verteilungsproblem.

Schlüsselwörter

Nahrungsmittelkrise, Welternährung, Hunger, Unterernährung, Getreidepreise, Agrarrohstoffspekulation, Welthunger-Index, Landwirtschaft, Ernährungssicherheit, Biokraftstoffe, Klimawandel, Entwicklungsländer, Armutsbekämpfung, Konsummuster, Preisvolatilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Nahrungsmittelkrisen des neuen Jahrtausends und untersucht, warum trotz theoretisch ausreichender Nahrungsmittelmengen weltweit weiterhin knapp eine Milliarde Menschen unter Hunger leiden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Ursachen (Spekulation, Energiepreise, Klimawandel), die Auswirkungen auf betroffene Bevölkerungen sowie effektive Maßnahmen zur Krisenbewältigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob zukünftig genügend Nahrung vorhanden sein wird, um alle Menschen zu ernähren, und warum die aktuellen Krisen nicht aufgrund von Nahrungsmittelknappheit entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit geht überwiegend deskriptiv, aber auch empirisch vor, indem sie statistische Daten und Forschungsergebnisse internationaler Organisationen wie der FAO und des IFPRI zur Veranschaulichung nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kennzeichen der Krise (Ursachen, Auswirkungen, menschliche Einflüsse), die Bedeutung des Welthunger-Index sowie verschiedene Konzepte zur Krisenbewältigung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Nahrungsmittelkrise, Welternährung, Preisvolatilität, Agrarrohstoffspekulation, Welthunger-Index und Ernährungssicherheit.

Welche Rolle spielt die Gender-Dimension bei Nahrungsmittelkrisen?

Die Arbeit betont, dass Nahrungsmittelkrisen Frauen und Mädchen besonders stark treffen, da sie in vielen Haushalten bei der Nahrungsmittelverteilung benachteiligt werden und oft weniger Zugang zu Ressourcen haben.

Wie beeinflusst der Energiemarkt die Nahrungsmittelpreise?

Durch die steigende Nachfrage nach Biokraftstoffen und die Verflechtung der Energie- mit den Nahrungsmittelmärkten steigen die Kosten für die landwirtschaftliche Produktion und die Getreidepreise, was die Nahrungsmittelversorgung für Arme erschwert.

Warum tragen Spekulationen zur Nahrungsmittelkrise bei?

Spekulanten nutzen die Preisvolatilität an den Terminbörsen aus, um Renditen zu erzielen, was den Druck auf die Preise erhöht und die landwirtschaftliche Planungssicherheit für Produzenten verringert.

Was bedeutet der Ansatz „Purchase for Progress“?

Dieser Ansatz priorisiert die Förderung lokaler Märkte in Krisengebieten innerhalb der Ernährungshilfe, um die Abhängigkeit von Importen zu senken und die lokale Nahrungsmittelproduktion langfristig zu stärken.

Fin de l'extrait de 26 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Nahrungsmittelkrisen im neuen Jahrtausend
Université
University of the Federal Armed Forces München
Cours
Entwicklungspolitik
Note
1,0
Auteur
Alexander Eichler (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
26
N° de catalogue
V200485
ISBN (ebook)
9783656265306
ISBN (Livre)
9783656265801
Langue
allemand
mots-clé
Nahrungsmittelknappheit Nahrungsmittelkrisen neues Jahrtausend
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Eichler (Auteur), 2012, Nahrungsmittelkrisen im neuen Jahrtausend, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200485
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint