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Die Faszination krimineller Charaktere am Beispiel ausgewählter Fernsehserien

Titre: Die Faszination krimineller Charaktere am Beispiel ausgewählter Fernsehserien

Thèse de Bachelor , 2011 , 44 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Tilman Kahleyss (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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In meiner Bachelor-Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, weshalb es einen Markt für dramatische Serien gibt, deren Handlung auf illegal agierenden Charakteren basiert. Dafür stütze ich mich auf die Beispiele „The Sopranos“ , in der Tony Soprano als Mafiapate von New Jersey fungiert, der Serie „Dexter“ , in der das Leben des Polizeibeamten und heimlichen Serienkillers Dexter Morgan in Miami dargestellt wird sowie „Breaking Bad“ , in der Walter White seine Profession als Chemielehrer zur Herstellung und dem Vertrieb von Chrystal Meth nutzt. Ein weiteres Beispiel findet sich in der Serie „Prison Break“ , in der zwei Brüder zuerst aus dem Gefängnis ausbrechen und später auf der Flucht vor der Justiz sind.
Die konkrete Fragestellung dazu ist, warum man sich als Zuschauer mit diesen Themen auseinandersetzt und vor allem, warum man mit den Kriminellen sympathisiert. Besonders interessiert mich dabei, wie das Handeln der Personen in den Serien gerechtfertigt wird, ob es für sie rechtliche oder gesellschaftlich Konsequenzen gibt, die sie tragen müssen und die Gründe für das Faszinosum, was auf den Zuschauer ausgeübt wird. Dabei kommt des Öfteren die Assoziation zu Robin Hood auf, der von den Reichen stahl um es den Bedürftigen zu geben. Auch dieser Interpretation werde ich auf den Grund gehen.
Ich bearbeite dazu aus medienanalytischer Betrachtungsweise die Charaktere der genannten Serien auf struktur- und inhaltsanalytische Weise, sodass ich die Wertekonzepte der Figuren untersuchen kann. Die Gliederung beinhaltet nach allgemeinen, aber für das Verständnis wichtigen Definitionen und Erläuterungen dann einen kurzen Überblick der Serien bzw. den für diese Arbeit relevanten Geschehnisse und Charaktere. Neben der Analyse der Hauptfiguren werden grundlegendere Sachverhalte zum Aufbau einer Serie behandelt, die dann auf die exemplarischen Beispiele übertragen werden. Dazu ist es unerlässlich, dass ich oberflächlich auf die verschiedenen Inszenierungen und Perspektiven der Darstellungsweise sowie auf theoretische Aspekte der medialen Umsetzung eingehe. Schließlich fasse ich im Fazit alle wichtigen Einzelpunkte zusammen, die bei der Beantwortung der Fragestellung helfen und schaffe ein Gesamtbild aus den einzelnen vorangegangenen Komponenten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Allgemeine Erklärungen

2.1 Wie wird Faszination erzeugt?

2.2 Warum werden Kriminelle in Serien als negativ betrachtet?

3. Kurze Beschreibung der Charaktere in den relevanten Serien

3.1 The Sopranos

3.2 Prison Break

3.3 Dexter

3.4 Breaking Bad

4. Die Faszination krimineller Charaktere für den Zuschauer

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Faszination von Zuschauern für Kriminelle als Protagonisten in modernen Fernsehserien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, warum sich Rezipienten mit illegal agierenden Charakteren identifizieren, wie deren Handlungen moralisch gerechtfertigt werden und welche Rolle das Medium Fernsehen bei der Konstruktion dieser Faszination spielt.

  • Medienanalytische Untersuchung von Serien-Charakteren
  • Die moralische Ambivalenz und Identifikation mit Tätern
  • Strukturanalytische Betrachtung der Erzählweise moderner Dramaserien
  • Rolle des Zuschauers im Spannungsfeld zwischen Faszination und Moral

Auszug aus dem Buch

3.1 The Sopranos

Die Serie beschreibt das Leben von Tony Soprano, einem übergewichtigen, mordenden Mittvierziger, der die Rolle eines Mafiabosses innehat und ständig zwischen seiner leiblichen Familie, die klassisch aus Frau und zwei typischen Teenagern besteht und seiner Funktion als Oberhaupt von Freunden und Geschäftspartnern hin- und hergerissen ist. Neben seiner kriminellen Seite wird seine vorhandene Menschlichkeit dargestellt, wenn er sich um seine sich immerwährend beschwerende Mutter oder um seine Frau und Affären kümmert, wenn er sich mit den emotionalen Schwierigkeiten seiner Kinder auseinandersetzt und nicht zuletzt sogar eine Therapie beginnt, um mit seinen Kindheitstraumata zurecht zu kommen.

Schon im Vorspann kann man beobachten, dass in seinem Heim in New Jersey, einem schmucken Vorort von New York, die eigentliche Kampfarena zu finden ist. Natürlich dient die Einleitung aber genauso dazu darzustellen, dass das organisierte Verbrechen nicht mehr klischeemäßig „downtown“ zu finden ist, sondern inzwischen vornehmer wohnt und sich weiterentwickelt hat.

Tony Soprano besticht nicht durch sein Äußeres, im Gegenteil; objektiv betrachtet ist er übergewichtig, trägt Feinripp-Unterhemd und Halbglatze und befindet sich mitten in der Midlife-crisis. Dieses Erscheinungsbild macht er aber wett durch seine Tatkraft und Vitalität, durch seine Bauernschläue und Führungskompetenz und nicht zuletzt durch die Fürsorglichkeit, die manchmal nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen ist. Tony Soprano ist als Charakter interessant, da er diese zwei Seiten auch dem Zuschauer präsentiert und ihn mit dem Zwiespalt moralischer Entscheidungen konfrontiert, wenn er ganz offensichtlich psychopathische Morde verübt und auf der anderen Seite Liebe und Humor zeigt und sein Schutzinstinkt in Erscheinung tritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung legt das Thema dar, definiert die Forschungsfragen und führt die untersuchten Serien sowie die methodische Herangehensweise ein.

2. Allgemeine Erklärungen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Voraussetzungen für Faszination an kriminellen Darstellungen und analysiert die Gründe für die negative Wahrnehmung von Tätern im Fernsehen.

3. Kurze Beschreibung der Charaktere in den relevanten Serien: Hier werden die Protagonisten der Serien The Sopranos, Prison Break, Dexter und Breaking Bad strukturiert und inhaltlich vorgestellt.

4. Die Faszination krimineller Charaktere für den Zuschauer: Der Hauptteil untersucht die Rezeptionsmechanismen, Identifikationsangebote und die Rolle der Moral in der Zuschauerwahrnehmung.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Ergebnisse und einer Reflexion über die Bedeutung der moralischen Flexibilität des Zuschauers beim Konsum dieser Serien.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Faszination, Kriminelle Charaktere, Fernsehserien, Identifikation, Moral, Gewaltdarstellung, Medienethik, Zuschauer, Protagonisten, Breaking Bad, The Sopranos, Dexter, Prison Break, Narration, Medienpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anziehungskraft, die Kriminelle als Hauptfiguren in modernen US-Fernsehserien auf den Zuschauer ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Medienethik, Identifikationspsychologie beim Fernsehen, die Rolle von moralischen Konflikten in Narrationen sowie die Analyse von Serienfiguren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Warum sympathisieren Zuschauer mit Kriminellen und wie rechtfertigt das Medium bzw. der Zuschauer das moralisch fragwürdige Handeln dieser Personen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine medienanalytische Betrachtungsweise, basierend auf Struktur- und Inhaltsanalyse der gewählten Serienbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der vier Serien, der psychologischen Wirkung von Gewaltdarstellungen und der moralischen Einordnung durch den Rezipienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Faszination, Identifikation, Moral, Gewaltdarstellung sowie die spezifischen Serientitel als Fallbeispiele.

Warum spielt die Familie eine so große Rolle für die Charaktere?

Die Familie dient in den Serien oft als primärer Motivationsgrund für das kriminelle Handeln und bietet dem Zuschauer einen Anknüpfungspunkt für soziale Identifikation.

Wie unterscheidet sich die Serie vom klassischen Krimi?

Im Gegensatz zum klassischen Krimi, der oft auf bürokratische Ermittler fokussiert, rücken diese Serien die Täter als komplexe, ambivalente Charaktere in den Mittelpunkt.

Ist die moralische Ambivalenz ein Schlüssel zum Erfolg dieser Serien?

Ja, laut der Analyse fordert die Unklarheit der moralischen Vorgaben den Zuschauer zur eigenen Reflexion und Urteilsbildung auf, was die Serie fesselnder macht.

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Résumé des informations

Titre
Die Faszination krimineller Charaktere am Beispiel ausgewählter Fernsehserien
Université
University of Kassel  (Fachbereich 02)
Note
1,3
Auteur
Tilman Kahleyss (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
44
N° de catalogue
V200664
ISBN (ebook)
9783656339175
Langue
allemand
mots-clé
Faszination kriminell Charakter Fernsehserien Dexter Sopranos Breaking Bad Prison Break
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tilman Kahleyss (Auteur), 2011, Die Faszination krimineller Charaktere am Beispiel ausgewählter Fernsehserien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200664
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Extrait de  44  pages
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