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Die Erzähltechniken Leopold Ritter von Sacher-Masochs - am Beispiel der "Venus im Pelz"

Título: Die Erzähltechniken Leopold Ritter von Sacher-Masochs - am Beispiel der "Venus im Pelz"

Trabajo , 2012 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Tina Petersen (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Leopold Ritter von Sacher–Masoch: Der Name des anscheinend unermüdlichen Autors dutzender Romane, Novellen und Kurzgeschichten hat seinen Träger überdauert. Doch bestimmt nicht so, wie es sich der etwas narzisstische, galizische Autor gewünscht hätte, sondern als Namensgeber für die sexuelle Obsession des Masochismus. Urheber dieses Terminus war Richard von Krafft-Ebing, der 1886 in seiner ‚Psychopathia sexualis‘ diese Namensgebung in Anlehnung an den Begriff Sadismus, benannt nach dem Marquis de Sade, vornahm. Das Werk Sacher-Masochs, das Anlass zu dieser Namensgebung war, war unter anderem seine wohl berühmteste Novelle „Venus im Pelz“. So geriet gerade diese Seite von Sacher-Masochs Schaffen in den Fokus; die Despotin und Tyrannin im Pelz wurde Gegenstand der Untersuchung und unzählige Abhandlungen über die Psyche des Masochisten wurden geschrieben; hundertfach der Stoff bis in unsere Zeit adaptiert und interpretiert. Zwar kennen wir Sacher-Masoch auch als Autoren zahlreicher Judengeschichten, unter denen er als einer der wenigen Nicht-Juden heraussticht, doch gab gerade die „Venus im Pelz“ stets Anlass dazu, ihren Verfasser sehr einseitig zu betrachten. Was dabei fast in Vergessenheit geriet, war der Erzähler Sacher-Masoch, von dem Gilles Deleuze sagt: „[…], daß Masoch den Roman mit der Kunst der stillstehenden Bewegung (suspense) um eine erzählerische Technik reinsten Wassers bereichert hat.“ Deshalb soll nach einer kurzen Entstehungs- und Publikationsgeschichte der „Venus im Pelz“ in der vorliegenden Arbeit das Hauptaugenmerk auf den Erzähltechniken Sacher-Masochs liegen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Entstehung und Publikation

III. Sacher-Masochs Erzähltechnik

III.1 suspense

III.1.1 Beschreibung und Beispiele

III.1.2 Zweck und Wirkung des suspense

III.2 Antizipation

III.2.1 Beschreibung und Beispiele

III.2.2 Zweck und Wirkung der Antizipation

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarischen Erzähltechniken von Leopold von Sacher-Masoch, am Beispiel seiner Novelle „Venus im Pelz“, um den Autor jenseits der auf ihn projizierten klinischen Diagnosen als versierten Erzähler zu würdigen und dessen handwerkliche Meisterschaft aufzuzeigen.

  • Analyse der narrativen Technik des „suspense“ zur Erzeugung atmosphärischer Spannung.
  • Untersuchung der „Antizipation“ als Mittel der inhaltlichen Vorausdeutung und Steuerung.
  • Kontextualisierung von Sacher-Masochs Werk im Rahmen seines geplanten Novellenzyklus „Das Vermächtnis Kains“.
  • Betrachtung von Realitäts- und Fiktionsverschiebungen zwischen der Biographie des Autors und seinem Werk.

Auszug aus dem Buch

III.1.1 Beschreibung und Beispiele

Sacher-Masoch findet eine Sprache, die es ihm ermöglicht, ohne Obszönität eine sexuell aufgeladene, schwer-schwüle Stimmung zu erschaffen. Deleuze lobt Sacher-Masoch, „daß nie jemand mit mehr Dezenz so weit gegangen ist.“ Aber wie gelingt Sacher-Masoch das? Er hält das, was geschieht, in der Schwebe und generiert auf diese Weise eine spannungsgeladene Atmosphäre. Bewegungen erstarren und werden so zu Bildern. Dies gelingt ihm auf zweierlei Wegen. Zum einen erstarren seine Figuren tatsächlich, da sie gefesselt werden, zum anderen schafft Sacher-Masoch es durch die detaillierte Beschreibung, die Figuren in einer bestimmten Pose erstarren zu lassen, sie zu suspendieren. Eine wichtige Rolle in diesen Beschreibungen spielt der Fetisch, der den Blick des Fetischisten (und den des Lesers) einfängt und festhält. Neben dem offensichtlichen Fetisch des Pelzes identifiziert Deleuze in „Venus im Pelz“ auch die Peitsche, die Kosakenmütze und die Venusverkleidungen als weitere Fetische.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Sacher-Masoch heute primär als Namensgeber für eine sexuelle Obsession wahrgenommen wird, und postuliert die Notwendigkeit, sein erzählerisches Handwerk neu zu untersuchen.

II. Entstehung und Publikation: Das Kapitel beleuchtet das ambitionierte Projekt des geplanten Novellenzyklus „Das Vermächtnis Kains“ und zeigt auf, wie der Autor autobiographische Erfahrungen in seine fiktionalen Texte integrierte.

III. Sacher-Masochs Erzähltechnik: Dieser Hauptteil analysiert das literarische Können Sacher-Masochs und identifiziert gezielte Techniken, die den Autor als Meister der narrativen Konstruktion ausweisen.

III.1 suspense: Es wird dargelegt, wie der Autor durch das gezielte Anhalten von Bewegungen und die Fokussierung auf Fetische eine atmosphärische Spannung erzeugt.

III.1.1 Beschreibung und Beispiele: Dieses Unterkapitel illustriert anhand konkreter Textstellen, wie Sacher-Masoch eine schwebeartige, spannungsgeladene Atmosphäre durch detaillierte Inszenierung schafft.

III.1.2 Zweck und Wirkung des suspense: Die Analyse zeigt auf, dass der „suspense“ dazu dient, den Lustgewinn der Figuren hinauszuzögern und die erzählerische Spannung zu steigern.

III.2 Antizipation: Dieser Teil erörtert die Technik, zukünftige Handlungsverläufe durch Andeutungen, Zitate und Träume innerhalb des Textes vorwegzunehmen.

III.2.1 Beschreibung und Beispiele: Hier werden komplexe Beispiele wie das Deckengemälde von „Simson und Delila“ angeführt, um die strategische Vorausdeutung des narrativen Geschehens zu belegen.

III.2.2 Zweck und Wirkung der Antizipation: Es wird erklärt, wie diese Technik den Leseprozess lenkt und dem Protagonisten das Gefühl einer vorbestimmten „Vorsehung“ verleiht, was ihn von der Verantwortung für sein Handeln entlastet.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sacher-Masoch ein realistischer Autor von hohem erzählerischen Rang war, der zu Unrecht auf eine einseitige Rezeption reduziert wurde.

Schlüsselwörter

Sacher-Masoch, Venus im Pelz, Erzähltechnik, Suspense, Antizipation, Masochismus, Gilles Deleuze, Novellenzyklus, Vermächtnis Kains, Fetischismus, Erzählstruktur, Literaturwissenschaft, Realismus, Inszenierung, Autorenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Analyse der Erzähltechniken von Leopold von Sacher-Masoch und befreit ihn aus der rein klinischen Sichtweise des Masochismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die narrativen Mittel des „suspense“ (Spannungssteigerung durch Erstarrung) und der „Antizipation“ (Vorausdeutung), angewandt auf die Novelle „Venus im Pelz“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Sacher-Masochs Werk als kunstvolle Literatur zu würdigen und aufzuzeigen, wie er durch geschickte Erzählstrategien die Wirkung seiner Texte beim Leser bewusst steuerte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die sich auf zentrale Begriffe wie Fetischismus und Erzähltheorie stützt und dabei aktuelle literaturwissenschaftliche Studien, etwa von Gilles Deleuze, einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von „suspense“ und „Antizipation“, wobei jeweils die Beschreibung der Technik, ihre praktische Anwendung im Text und ihr spezifischer Zweck/Wirkung im Vordergrund stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erzählstruktur, Sacher-Masoch, Venus im Pelz, Antizipation und Suspense charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Novellenzyklus „Das Vermächtnis Kains“ in diesem Text?

Der Zyklus dient als Kontext, um die Entstehungsgeschichte der Novelle zu verstehen und zu zeigen, dass Sacher-Masoch ein systematischer und planvoller Autor war, der seine Texte weit über bloße Gelegenheitsliteratur hinaus konzipierte.

Wie verhält sich der Autor Sacher-Masoch zu seiner eigenen Romanfigur Severin?

Die Arbeit weist auf starke autobiographische Parallelen hin und zeigt, dass Sacher-Masoch sein eigenes Leben als „Steinbruch“ für seine Erzählungen nutzte und die Novelle gar als eine Art Drehbuch für seine realen Italienreisen verwendete.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Erzähltechniken Leopold Ritter von Sacher-Masochs - am Beispiel der "Venus im Pelz"
Universidad
RWTH Aachen University  (Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft)
Curso
Hauptseminar: Ghettoliteratur
Calificación
1,3
Autor
Tina Petersen (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
16
No. de catálogo
V200796
ISBN (Ebook)
9783656278337
ISBN (Libro)
9783656278719
Idioma
Alemán
Etiqueta
Leopold von Sacher-Masoch Erzähltechnik Venus im Pelz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tina Petersen (Autor), 2012, Die Erzähltechniken Leopold Ritter von Sacher-Masochs - am Beispiel der "Venus im Pelz", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/200796
Leer eBook
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