Theorien der Rechtfertigung von Strafe können zwei Lagern zugeordnet werden: Retributivismus oder Konsequentialismus. Diese Masterarbeit strebt einen Kompromiss zwischen den bestehenden Theorien an.
Dabei wird im Wesentlichen ein konsequentialistischer Ansatz zur Rechtfertigung von Strafe durch retributivistische Einschränkungen modifiziert.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
Strafe
Rechtfertigung der Strafe
Bedingungen der Adäquatheit einer Theorie der Rechtfertigung von Strafe
II. Retributivistische Theorien
Ausgleichender Retributivismus
Die Theorie
Beurteilung
Wiederherstellender Retributivismus
Die Theorie
Beurteilung
Prior-Principle -Ansatz
Intuitionistischer Ansatz
Die Theorie
Beurteilung
III. Konsequentialistische Theorie
Positive Konsequenzen der Strafe
Beurteilung eines konsequentialistischen Ansatzes
Einwand 1: Die Bestrafung von Unschuldigen
Logische Notwendigkeit der Bestrafung der Schuldigen
Die Bedeutung von „Schuld“ in der konsequentialistischen Theorie
Der Nutzen der Regel
Einwand 2: Die exzessive Bestrafung zum Wohl der Allgemeinheit
IV. Gemischte Theorie
Bisherige gemischte Theorien
Verbindung der Thesen
Einwand: Widersprüchlichkeit der gemischten Theorie
Konklusion
V. Referenzen
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Retributivismus und Konsequentialismus?
Retributivismus rechtfertigt Strafe durch Vergeltung für begangenes Unrecht (Schuld). Konsequentialismus sieht Strafe als Mittel, um positive zukünftige Folgen (z.B. Abschreckung) zu erzielen.
Was ist eine "gemischte Theorie" der Strafe?
Eine gemischte Theorie versucht, beide Ansätze zu verbinden, indem sie beispielsweise Strafe konsequentialistisch begründet, aber retributivistische Grenzen (wie das Verbot der Bestrafung Unschuldiger) setzt.
Welche Kritik gibt es am reinen Konsequentialismus?
Ein Hauptkritikpunkt ist, dass er theoretisch die Bestrafung Unschuldiger oder exzessive Strafen zulassen könnte, wenn dies dem Wohl der Allgemeinheit dient.
Was bedeutet "ausgleichender Retributivismus"?
Diese Theorie besagt, dass Strafe dazu dient, den durch die Tat erlangten unfairen Vorteil des Täters gegenüber gesetzestreuen Bürgern wieder auszugleichen.
Warum ist "Schuld" ein zentraler Begriff in der Strafrechtfertigung?
Schuld dient als notwendige Bedingung für Strafe; ohne die Feststellung von individueller Verantwortlichkeit gilt Bestrafung in den meisten modernen Rechtssystemen als ungerechtfertigt.
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- Elias Moser (Autor), 2012, Die Rechtfertigung der Strafe: Eine gemischte Theorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201020