Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)

Stellt die Vektorkodierung bei der Gesichtserkennung einen Beweis für den Konnektionismus als Grundprinzip des menschlichen Geistes dar?

Titre: Stellt die Vektorkodierung bei der Gesichtserkennung einen Beweis für den Konnektionismus als Grundprinzip des menschlichen Geistes dar?

Dossier / Travail , 2012 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Weber (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Eine Auseinandersetzung mit dem Aufsatz "Sensorische Wahrnehmung: Die unglaubliche Leistungsfähigkeit der Vektorkodierung" von Paul Churchland aus: Grundkurs Philosophie des Geistes, Band 3: Intentionalität und mentale Repräsentation, herausgegeben von: Thomas Metzinger, Paderborn 2010.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Definition des Konnektionismus

2.1 Konnektionismus beim Menschen

3. Gesichtserkennung per Vektorkodierung

3.1 Aufbau und Funktionsweise der Vektorverarbeitung bei der Gesichtserkennung

3.2 Vektorkodierung bei der sensomotorischen Koordination

4. Dualismus zwischen Konnektionismus und der computationalen Theorie des Mentalen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Vektorkodierung bei der Gesichtserkennung als wissenschaftlicher Beweis dafür dienen kann, dass der Konnektionismus das Grundprinzip des menschlichen Geistes darstellt, wobei insbesondere die Funktionsweise neuronaler Netzwerke und deren Abgrenzung zur computationalen Theorie des Mentalen analysiert wird.

  • Grundlagen und Funktionsweise konnektionistischer Netzwerke
  • Mechanismen der Gesichtserkennung mittels Vektorkodierung
  • Die Rolle der Vektorkodierung in der sensomotorischen Koordination
  • Vergleich zwischen Konnektionismus und der computationalen Theorie des Mentalen

Auszug aus dem Buch

3. Gesichtserkennung per Vektorkodierung

Der Mensch scheint geradezu prädestiniert dafür Gesichter zu erkennen, zu unterscheiden und den emotionalen Ausdruck im Antlitz des jeweils anderen zu deuten. Es bedarf lediglich einer Viertelsekunde, damit das Gehirn, egal aus welcher Blickrichtung das zu erkennende Subjekt betrachtet wird, identifizieren kann, wen es vor sich hat. Das visuelle Erkennen einer Person unterscheidet sich vom Erkennen von Gerüchen oder Farben dahingehend, dass ein Gesicht in einzelne Bestandteile, wie beispielsweise die Augen- oder Mundpartie, zerlegt werden kann. Die Gesichtserkennung basiert vermutlich ebenfalls darauf, dass „wir sie (die Gesichter) im Gehirn durch Aktivitätsvektoren repräsentieren, also durch das Aktivierungsmuster einer großen Neuronenpopulation darstellen.“7 Diese Vorgänge finden in der Großhirnrinde, genauer gesagt im Scheitel-Schläfen-Bereich, dem inferior-temporalen Cortex, statt. Das Prinzip der Gesichtserkennung lässt sich mit dem der Geschmackserkennung vergleichen: Auch hier geht man davon aus, dass gewisse Parameter mit regelmäßig auftretenden Merkmalen oder Eigenschaften korrespondieren und so ebenfalls eine Art Aktivierungsraum entsteht, in dem sich jedwedes visuelle Aktivierungsmerkmal der Gesichtserkennung befindet. Mit einem zehndimensionaler Merkmalsraum und lediglich fünf unterschiedlichen Abstufungen der Merkmale wären wir bereits in der Lage zehn Millionen Gesichter zu unterscheiden. Wobei es sich bei diesen Erkennungseigenschaften im Einzelnen handelt und ob sie bei allen Menschen identisch sind, lässt sich allerdings nicht genau bestimmen.

Vorzüge des Prinzips der Vektorkodierung sind unter anderem, dass die Gesichter von Menschen derselben Familie in besagtem Merkmalsraum häufig nahe beieinanderliegen und, dass die Gesichter von Kindern oft auf dem Mittelpunkt der beiden Kodierungspunkte der Eltern zu finden sind. Ein weiterer Vorzug ist die Tatsache, dass die Phänomene der durchschnittlichen und der übersteigerten Repräsentation völlig einleuchtend durch das Vektorkodierungssystem erklärt werden können. Die durchschnittliche Repräsentation fußt auf der Bestimmung eines Standartgesichtes, dessen Ermittlung durch das Zusammentragen der einzelnen Merkmale von einer festgelegten Anzahl unterschiedlicher Menschen geschieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob der Konnektionismus die Funktionsweise des menschlichen Geistes hinreichend erklären kann und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Allgemeine Definition des Konnektionismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen konnektionistischer Netzwerke, deren Schichtaufbau sowie die Anwendung dieses Prinzips auf menschliche Sinneswahrnehmungen am Beispiel des Geschmackssinns.

3. Gesichtserkennung per Vektorkodierung: Hier wird detailliert analysiert, wie das Gehirn durch Aktivitätsvektoren Gesichter verarbeitet, welche neuronalen Strukturen dabei involviert sind und wie Vektorkodierung bei der sensomotorischen Koordination fungiert.

4. Dualismus zwischen Konnektionismus und der computationalen Theorie des Mentalen: Das Kapitel stellt den Konnektionismus der klassischen computationalen Theorie des Mentalen gegenüber und arbeitet die fundamentalen Unterschiede in der Informationsverarbeitung und Bewusstseinsauffassung heraus.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Stärken und Schwächen des Konnektionismus kritisch und kommt zu dem Schluss, dass dieser zwar ein schlüssiges Erklärungsmodell bietet, jedoch noch keinen abschließenden Beweis für das Grundprinzip des Geistes darstellt.

Schlüsselwörter

Konnektionismus, menschlicher Geist, Vektorkodierung, Gesichtserkennung, neuronale Netzwerke, computationale Theorie des Mentalen, Aktivitätsvektoren, Merkmalsraum, sensomotorische Koordination, Bewusstsein, Informationsverarbeitung, kognitive Aufgaben, biologisches Gehirn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische und wissenschaftliche Hypothese, ob das menschliche Gehirn als ein konnektionistisches Netzwerk betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise künstlicher neuronaler Netze, der Analyse menschlicher Gesichtserkennung und dem Vergleich zum computationalen Modell des Geistes.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob die Vektorkodierung bei der Gesichtserkennung als Beweis für den Konnektionismus als Grundprinzip des menschlichen Geistes herangezogen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf fachwissenschaftlicher Literatur zu Philosophie und Kognitionswissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition des Konnektionismus, der spezifischen Vektorverarbeitung bei Gesichtern und der Abgrenzung zur computationalen Theorie des Mentalen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Konnektionismus, Vektorkodierung, Gesichtserkennung und neuronale Repräsentation sind die prägenden Begriffe.

Was ist eine "Prosopagnosie" und warum wird sie erwähnt?

Die Prosopagnosie bezeichnet den Verlust der Fähigkeit, Gesichter zu erkennen; sie dient im Text als Beleg dafür, dass es spezialisierte Hirnareale für die Gesichtserkennung gibt.

Wie unterscheiden sich Konnektionismus und computationale Theorie?

Der Konnektionismus setzt auf parallele Verarbeitung in Netzwerken, während die computationale Theorie von serieller Verarbeitung und einem zentralen Hauptprozessor ausgeht.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Stellt die Vektorkodierung bei der Gesichtserkennung einen Beweis für den Konnektionismus als Grundprinzip des menschlichen Geistes dar?
Université
University of Trier
Cours
Einführung in die Philosophie des Geistes
Note
1,0
Auteur
Thomas Weber (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
14
N° de catalogue
V201160
ISBN (ebook)
9783656275497
ISBN (Livre)
9783656276913
Langue
allemand
mots-clé
stellt vektorkodierung gesichtserkennung beweis konnektionismus grundprinzip geistes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Weber (Auteur), 2012, Stellt die Vektorkodierung bei der Gesichtserkennung einen Beweis für den Konnektionismus als Grundprinzip des menschlichen Geistes dar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201160
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint