In meinem Konzepte für die Kooperation zwischen Schulischer Heilpädagogin eines Schulhauses und den Eltern von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibeschwäche gehe ich von einer konkreten, zentralen Fragestellung aus. Aufgrund meiner Fragestellung erkunde ich die theoretische und realitätsbezogene Ausgangslage für die weitere Arbeit. Ebenfalls zum Fundament eines Konzeptes gehört für mich die Definition des zentralen Begriffes „Kooperation. Neben bekannten Definitionen versuche ich mich selbst in einer persönlichen. Die Leitideen für das Zusammenarbeitskonzept erschliesse ich aus den erkundeten Ausgangslagen, leite ich die spezifischen Ziele für mein Konzept aus deren ab und liste Massnahmen zur Zielerreichung auf.
Als Abschluss gebe ich mit Hilfe von Qualitätskriterien für eine der spezifische Umsetzungsmassnahme: der Elternstammtisch, einer Konzeptevaluation eine mögliche, ausbaubare Richtung.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Einleitung
2. Fragestellung
3. Theoretischer Ausgangspunkt
4. Kooperation - Definition
5. Realitätsbezogene Ausgangslage
6. Leitideen
7. Das Konzept
7.1. Die Ziele
7.2. Massnahmen
7.2.1 Persönliches Elterngespräch
7.2.2 Elternveranstaltung
7.2.3 Elternstammtisch
7.2.4 Vortragsabende
7.2.5. Konkrete Tipps für die Lernunterstützung zu Hause
8. Qualitätskriterien & Evaluation
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines strukturierten Konzepts zur Optimierung der Zusammenarbeit zwischen der schulischen Heilpädagogin und den Eltern von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibeschwäche, um eine ganzheitliche Förderung der Kinder sowohl in der Schule als auch im familiären Umfeld sicherzustellen.
- Entwicklung eines Kooperationskonzepts für schulische Heilpädagoginnen.
- Erforschung theoretischer Grundlagen und Definitionen von Kooperation.
- Etablierung praktischer Maßnahmen wie Elterngespräche und Stammtische.
- Beratung von Eltern zur häuslichen Lernunterstützung.
- Implementierung von Qualitätskriterien und Evaluationsmethoden.
Auszug aus dem Buch
7.2.3 Elternstammtisch
Der „Stammtisch“ stellt eine Art „Selbsthilfegruppe für Eltern mit Kindern mit einer Lese-Rechtschreibeschwäche“ dar, wobei das Wort „Selbsthilfegruppe“ nur der Erklärung halber in diesem Konzept aufgrund der Stigmatisierung eines solchen Personenkreises genannt wird.
Die Zielgruppe sind Eltern von Kindern, die das Schulhaus M. besuchen und durch mich betreffend Lese-Rechtschreibeschwäche gefördert werden. In einer 1. Phase grenze ich diese Zielgruppe ein, in einer fortgeschrittenen Phase kann ich mir die Öffnung der Gruppe nach aussen für externe, betroffene Eltern vorstellen. Eine Öffnung der Gruppe ist für mich realisierbar, wenn die Kerngruppe stark genug ist und einen gewissen Zusammenhalt zeigt. Der Elternstammtische ist eine Plattform für Informationsaustausch (geringste Hemmschwelle), Erfahrungsaustausch und gegenseitiger Unterstützung. Ich stelle mir das Treffen jeden 2. Monat vor, sollte das Bedürfnis nach öfteren Treffen aufkommen, ist ein Treffen pro Monat realistisch.
Meine Aufgabe sehe ich in der 1. Phase als Initiatorin des Stammtisches, somit auch als Organisatorin und Moderatorin des 1. Treffens. Ich plane eine schriftliche, persönliche Einladung für das erste Informations- und Kennenlerntreffen für alle betroffenen Eltern. Die Räume werde ich dabei gemütlich einrichten, incl. Getränken und Imbiss, damit das gemütliche Beisammensein im Vordergrund steht. Der Stammtisch muss nicht zwingend in den Schulräumlichkeiten, dieser kann auch an einem gemütlicheren Ort stattfinden (z.B. Saal eines Restaurants, abwechselnd bei einer Familie zu Hause).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Einleitung: Die Autorin begründet die Notwendigkeit, ein Konzept für die Zusammenarbeit mit Eltern von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibeschwäche zu entwickeln.
2. Fragestellung: Es wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, wie Eltern effektiv in den Förderprozess bei Lese-Rechtschreibeschwäche einbezogen werden können.
3. Theoretischer Ausgangspunkt: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen und theoretischen Grundlagen, auf denen das Kooperationskonzept aufbaut.
4. Kooperation - Definition: Hier werden verschiedene theoretische Definitionen von Kooperation analysiert und in einen persönlichen Kontext für die heilpädagogische Praxis gesetzt.
5. Realitätsbezogene Ausgangslage: Die aktuelle Situation an der Schule, die durch das Fehlen eines Kooperationskonzepts und bestehende Barrieren zwischen Schule und Elternhaus gekennzeichnet ist, wird beleuchtet.
6. Leitideen: Aus der Ausgangslage werden zentrale Leitlinien abgeleitet, um Kooperation als Chance für beide Seiten zu begreifen.
7. Das Konzept: Dieser Kernbereich definiert konkrete Ziele und Maßnahmen, wie Elterngespräche, Elternveranstaltungen, Stammtische, Vortragsabende und Tipps für die häusliche Förderung.
8. Qualitätskriterien & Evaluation: Es werden Methoden zur Überprüfung und kontinuierlichen Verbesserung des entwickelten Konzepts vorgestellt.
Schlüsselwörter
Lese-Rechtschreibeschwäche, Kooperation, Schulische Heilpädagogik, Elternarbeit, Elternstammtisch, Lernförderung, Elternberatung, Schulentwicklung, Förderplanung, Eltern-Schule-Zusammenarbeit, Bildungsauftrag, Inklusion, Qualitätsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung eines Konzepts zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen schulischen Heilpädagoginnen und Eltern von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibeschwäche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Kooperationsformen, der theoretischen Fundierung der Zusammenarbeit und der praktischen Umsetzung von Beratungsangeboten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, Eltern als Partner in den Förderprozess zu integrieren, um die schulische und persönliche Entwicklung der betroffenen Kinder optimal zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung aus fachlicher Literatur, der Analyse gesetzlicher Rahmenbedingungen und der praktischen Konzepterstellung für ein schulisches Umfeld.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Kooperation, die Analyse der Ausgangslage sowie die konkrete Ausarbeitung von Maßnahmen wie Elterngesprächen, Stammtischen und Vorträgen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lese-Rechtschreibeschwäche, Kooperation, Elternarbeit, Förderplanung und Qualitätsentwicklung in der heilpädagogischen Praxis.
Welchen Zweck verfolgt der im Konzept beschriebene Elternstammtisch?
Der Stammtisch dient als Plattform für den informellen Austausch, die gegenseitige Unterstützung der Eltern und den Abbau von Ängsten in einem nicht-stigmatisierenden Rahmen.
Warum betont die Autorin die Einbeziehung von Migranteneltern?
Die Autorin hebt hervor, dass die Pflege der Muttersprache und ein frühzeitiger Kontakt zur Landessprache für die Entwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung sind.
Wie soll die Evaluation des Konzepts erfolgen?
Die Evaluation ist als fortlaufender Prozess mittels Fragebögen geplant, um nach jedem Stammtischtreffen Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren.
- Arbeit zitieren
- MA in Special Needs of Education Nicole Hofstetter (Autor:in), 2010, Integration, Migration, Familie - Konzept Kooperation Schulische Heilpädagogin mit Eltern von Kindern mit Lese-Rechtschreibeschwäche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201168