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Willy Brandt und der amerikanisierte Wahlkampf

Titre: Willy Brandt und der amerikanisierte Wahlkampf

Dossier / Travail , 2012 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christl Hinte (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Histoire moderne
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Im vergangenen Jahrhundert hat sich weltweit und ganz besonders in Deutschland politisch viel gewandelt. Die Deutschen sind aus einer konstitutionellen Monarchie über den Versuch einer letztlich instabilen Demokratie in eine menschenverachtende Gewaltdiktatur gestolpert, um sich danach sowohl geographisch als auch politisch in zwei Lager zu teilen, wobei sich jedes Lager gemäß seiner Vorstellung von demokratischer Herrschaft neu strukturierte. Während der östliche Teil Deutschlands, die DDR, sich stark an der Politik der UdSSR orientierte, suchte der Westteil, die BRD, die Integration in den Westen. Mit Beginn der 60er Jahre „schwappen“ immer größere Teile der politischen Kultur der USA in die BRD über – ein neues Verständnis von Politikvermittlung entsteht. Moderne Wahlkampfkampagnen und politische Generationswechsel haben mit John F. Kennedy ein neues Gesicht erhalten – ein lachendes überdies, welches in die ganze Welt ausstrahlt.
Die vorliegende Hausarbeit stellt nun die Frage nach dem Ausmaß des Einflusses politischer
Kommunikationsstrategien aus den USA auf die BRD – wie weit reicht der Einfluss Kennedys?
Welche methodischen Neuerungen sind es, die in die Wahlkämpfe der BRD Einzug halten? Ist eine zu starke Orientierung an der Wahlkampagne Kennedys dafür verantwortlich, dass Willy Brandt bei
zwei Bundeskanzlerkandidaturen den jeweiligen Gegnern aus CDU/CSU unterliegt? Zur Beantwortung dieser aufgeworfenen Fragen habe ich mich auf Literatur aus dem Bereich der Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaft, sowie auf aktuelle und zeitgenössische
Zeitungsartikel gestützt und versucht, anhand dieser Themengebiete logische und nachvollziehbare Erklärungen zu finden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Amerikanisierung oder Modernisierung?

3. Willy Brandt und John F. Kennedy – eine deutsch-amerikanische Freundschaft

3.1. Willy Brandt

3.2. John F. Kennedy

3.3. Brandt – Kennedy

4. Die Wahlkampagnen 1960 und 1961

4.1. Kennedys Wahlkampagne 1960

4.2. Brandts Wahlkampagne 1961

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss politischer Kommunikationsstrategien aus den USA auf die Bundesrepublik Deutschland in den frühen 1960er Jahren, insbesondere mit Blick auf die Wahlkampagnen von Willy Brandt und John F. Kennedy. Ziel ist es, die Mechanismen der sogenannten „Amerikanisierung“ von Wahlkämpfen zu analysieren und zu prüfen, ob es sich dabei um eine bewusste Übernahme von Strategien oder um eine parallele Modernisierung handelte.

  • Analyse der Übertragbarkeit US-amerikanischer Wahlkampfmethoden auf das deutsche politische System.
  • Untersuchung der Bedeutung von Personalisierung, Imagebildung und Medienpräsenz in politischen Kampagnen.
  • Vergleichende Biografie und politische Inszenierung von Willy Brandt und John F. Kennedy.
  • Bewertung des Einflusses der Massenmedien auf die öffentliche Wahrnehmung politischer Symbole.

Auszug aus dem Buch

Die Wahlkampagnen 1960 und 1961

Die beginnenden 60er Jahre stellen sowohl im Leben Kennedys, als auch im Leben Brandts wahre Meilensteine dar. Während John F. Kennedy 1960 zum ersten irisch-stämmigen, katholischen Präsidenten der USA gewählt wird, bewirbt sich Willy Brandt nur ein Jahr später zum ersten Mal als SPD-Spitzenkandidat um das Amt des Bundeskanzlers der BRD.

Willy Brandts Aufstieg zum Kanzlerkandidaten ist in der SPD nicht unumstritten: Viele halten ihn für einen Dandy, dem das „angestrengt Sozialdemokratische“ fehlt, und der für viele SPD-Aktivisten einfach zu bürgerlich und amerikafreundlich ist. Herbert Wehner, der die Partei diszipliniert, und Fritz Erler, der die Bundestagsfraktion dirigiert, sehen in ihm aber den gleichen Siegertypen wie Kennedy ihn verkörpert, und bilden mit Brandt sozusagen ein SPD-Dreier-Gespann, mit Willy Brandt als „Kanzlerkandidat fürs Volk“ an der Spitze. Da Willy Brandt aber nun für einen Generationswechsel stehen soll und in Amerika wesentlich dynamischere Wahlkämpfe geführt werden, muss es sich also lohnen einen Blick auf deren Strategien zu werfen, um dann die Wahlkampagne Willy Brandts neu und frischer zu strukturieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, inwieweit US-amerikanische Wahlkampfstrategien die politische Kultur und Wahlkämpfe in der Bundesrepublik der 1960er Jahre beeinflusst haben.

2. Amerikanisierung oder Modernisierung?: Das Kapitel diskutiert, ob die sichtbaren Veränderungen in der politischen Kommunikation eher als direkte „Amerikanisierung“ oder als eine notwendige „Modernisierung“ im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung zu bewerten sind.

3. Willy Brandt und John F. Kennedy – eine deutsch-amerikanische Freundschaft: Hier werden die Biografien beider Politiker verglichen und die Dynamik ihrer politischen Beziehung sowie ihr gegenseitiges öffentliches Auftreten analysiert.

4. Die Wahlkampagnen 1960 und 1961: Dieses Kapitel untersucht detailliert die technisierten und medienorientierten Strategien Kennedys 1960 sowie den Versuch Brandts, diese Methoden auf den deutschen Wahlkampf 1961 zu übertragen.

5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die „Amerikanisierung“ der Wahlkämpfe primär eine mediale Inszenierung darstellte, während der Wahlerfolg in Deutschland weiterhin stark von historischen und strukturellen Faktoren abhing.

Schlüsselwörter

Amerikanisierung, Modernisierung, Willy Brandt, John F. Kennedy, Wahlkampf, Politische Kommunikation, Medien, PR, Kanzlerkandidat, BRD, USA, Personalisierung, Propaganda, Politikberatung, Transatlantische Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss US-amerikanischer politischer Kommunikations- und Wahlkampfstrategien auf die Bundesrepublik Deutschland Anfang der 1960er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Themenfelder politische Inszenierung, Wahlkampfmanagement, Mediennutzung (insbesondere Fernsehen) und die Rolle von Imagebildung für Politiker.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die beobachteten Neuerungen in deutschen Wahlkämpfen der 60er Jahre als gezielte „Amerikanisierung“ zu werten sind oder ob sie eine eigenständige Modernisierung der politischen Kommunikation widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse aus dem Bereich der Politik- und Kommunikationswissenschaften sowie auf die Auswertung zeitgenössischer Zeitungsartikel und Primärquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Karrieren und die gegenseitige Wahrnehmung von Willy Brandt und John F. Kennedy sowie die spezifischen Wahlkampagnen von 1960 in den USA und 1961 in Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Modernisierung, Amerikanisierung, Personalisierung, medienorientierter Politiktyp und politische Imagebildung.

Warum wird Willy Brandt in der Arbeit mit dem Begriff „Krisen-Willy“ in Verbindung gebracht?

Der Begriff spiegelt das damalige Stigma wider, dass für den westdeutschen Wähler der Name Brandt im Kontext der Berlin-Krise untrennbar mit politischen Spannungen und Krisensituationen assoziiert wurde.

Welche Rolle spielte das Fernsehen in den Wahlkämpfen der 60er Jahre?

Das Fernsehen fungierte als neues, machtvolles Medium, das durch die „Politik der Sichtbarkeit“ die Inszenierung politischer Symbole und die persönliche Ausstrahlung der Kandidaten für die Masse entscheidend verstärkte.

Wie unterscheidet sich die Ausgangslage von Kennedy und Brandt bezüglich ihrer Wahlkampfstrategien?

Während Kennedy in den USA bereits auf ein hochentwickeltes mediales und marktorientiertes System zugreifen konnte, musste Brandt versuchen, diese Techniken in einem parlamentarischen System der BRD zu adaptieren, das noch sehr auf Parteistrukturen ausgerichtet war.

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Résumé des informations

Titre
Willy Brandt und der amerikanisierte Wahlkampf
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Instotute of History)
Note
2,0
Auteur
Christl Hinte (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V201446
ISBN (ebook)
9783656273776
ISBN (Livre)
9783656277101
Langue
allemand
mots-clé
willy brandt wahlkampf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christl Hinte (Auteur), 2012, Willy Brandt und der amerikanisierte Wahlkampf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201446
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Extrait de  16  pages
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