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Von Ludwig Börnes: "Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur" (1819)

Titre: Von Ludwig Börnes: "Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur" (1819)

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Magister Artium Michael Dahnke (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der Arbeit werden Ludwig Börnes »Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur» (1819) ausschnittsweise vorgestellt, um damit die Grenzen und Möglichkeiten subversiven Schreibens kurz vor und nach den Karlsbader Beschlüssen 1819 in Deutschland exempplarisch zu verdeutlichen. Dazu wird 1. eine Skizze der pressepolitischen Anarchie zwischen 1815 bis zu den »Karlsbader Beschlüssen» gegeben, bevor 2. die »Denkwürdigkeiten« selbst vorgestellt werden. 3. werden Börnes philosophische Prämissen vorgestellt und seine Konzeption des »Zeitschriftstellers« erläutert. 4. werden die Ergebnisse Börnes Schreibens als Umsetzung seines philosophischen Programmes mit einem subversiven Schreibstil bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Vom Wiener Kongreß zu den Karlsbader Beschlüssen

2.1. Nach der Napoleonischen Zwangsherrschaft

2.2. Karlsbad oder Provisorische Bestimmungen hinsichtlich der Freiheit der Presse

2.3. Was sich für Börne durch die Karlsbader Beschlüsse änderte

3. Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur

3.1. Entstehung und Eingang

3.2. Zweiter Zensurstreich

3.3. Neunter Zensurstreich

3.4. Zehnter Zensurstreich

3.5. Vierzehnter Zensurstreich

4. Philosophische Grundlagen

5. Die Praxis

5.1. Börnes Konzeption des »Zeitschriftstellers« in seiner Ankündigung der Wage

5.2. Programm zur Übernahme der Zeitschwingen (BS I 776–781)

6. Börnes Ästhetik

7. Doppeldeutiges. Zum literarischen Stil Ludwig Börnes

8. Grenzen mehrdeutigen Schreibens

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die publizistische Strategie von Ludwig Börne im Kampf gegen die Zensur im frühen 19. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Börne durch subversive Schreibtechniken und mehrdeutige Rhetorik versuchte, zensierte Inhalte zu umgehen und sein Ideal einer freien Presse und sittlichen Demokratie zu verwirklichen.

  • Pressepolitische Anarchie und die Auswirkungen der Karlsbader Beschlüsse
  • Analyse der „Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur“ als Fallbeispiel subversiven Schreibens
  • Philosophische Grundlagen von Börnes journalistischem Programm
  • Konzeption des „Zeitschriftstellers“ als Vermittler zwischen Wissenschaft, Kunst und bürgerlichem Leben
  • Kritische Bewertung der Grenzen mehrdeutigen Schreibens unter staatlicher Repression

Auszug aus dem Buch

3.1. Entstehung und Eingang

Den Artikel Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur veröffentlichte Börne im April 1819 in zwei Teilen, dem sechsten und siebten Heft Der Wage, die er von 1818–1821 in Frankfurt/M. herausgab (BI II 1018). Das Thema des Artikels ist die Willkür und teilweise Ungesetzlichkeit bei der Ausübung der frankfurter Zeitungszensur. Unsere erste These lautet, daß Börne mit diesem Artikel grundsätzlich für Pressefreiheit stritt.

Zwei als ironische Fragen indirekt verbrämte Thesen im Anfang des Artikels Hauptteils sind als deutliches Plädoyer für die Zensurfreiheit und als Beispiel für »subversives Schreiben« lesbar:

Kann eine freie Stadt [d. h. Frankfurt M. D.] sich besser sichern, als wenn sie überall die Freiheit gegen jeden, der sie verfolgt, in Schutz nimmt? Oder bestünde die Freiheit unserer Verfassung etwa nur darin, daß abwechselnd jeder Bürger dazu kommen kann, diese Freiheit beschränken zu helfen? (Denkwürdigkeiten 883)

Börne fordert indirekt indem er direkt fragt. Börnes subversive Schreibstrategien sind formal wesentlich durch das Mittel der Verstellung gekennzeichnet, die Börne vielfach durch eine uneigentliche Redeweise realisierte. So verstellt sich Börne beispielsweise, wenn er den Zwiespalt beschreibt, in den sich der begebe, der sich zum Zensurthema äußere. Diesem Zwiespalt können mindestens zwei verschiedene rhetorische Funktionen zugewiesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Einführung in die Thematik der Zensur um 1819 und Vorstellung des methodischen Vorgehens anhand von Börnes „Denkwürdigkeiten“.

2. Vom Wiener Kongreß zu den Karlsbader Beschlüssen: Darstellung der pressepolitischen Anarchie zwischen 1815 und 1819 sowie der restriktiven Maßnahmen durch die Karlsbader Beschlüsse.

3. Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur: Analyse der von Börne publizierten Artikelserie als Strategie, Zensur durch subversive und mehrdeutige Schreibweisen transparent zu machen.

4. Philosophische Grundlagen: Erläuterung der philosophischen Prämissen hinter Börnes Denken, insbesondere die Einheit von Idee und Wirklichkeit sowie Wissenschaft und Praxis.

5. Die Praxis: Untersuchung von Börnes Rollenverständnis als „Zeitschriftsteller“ und dessen Umsetzung in seinen Publikationen „Die Wage“ und „Zeitschwingen“.

6. Börnes Ästhetik: Analyse der ästhetischen Prinzipien Börnes, insbesondere die Verknüpfung von ethischen und ästhetischen Maßstäben bei der Literaturkritik.

7. Doppeldeutiges. Zum literarischen Stil Ludwig Börnes: Auseinandersetzung mit der Mehrdeutigkeit als stilistisches Kernmerkmal zur Umgehung zensorischer Eingriffe.

8. Grenzen mehrdeutigen Schreibens: Zusammenfassende Bewertung der Grenzen des subversiven Stils angesichts der institutionellen Willkür der Zensurbehörden.

Schlüsselwörter

Ludwig Börne, Zensur, Pressefreiheit, Karlsbader Beschlüsse, Subversives Schreiben, Mehrdeutigkeit, Die Wage, Zeitschwingen, Zeitschriftsteller, Journalismus, Vormärz, Politische Publizistik, Zensurbehörde, Stilmittel, Öffentliche Meinung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die publizistischen Strategien Ludwig Börnes, um unter den repressiven Zensurbedingungen der Restaurationszeit (insbesondere nach 1819) politisch kritisch zu schreiben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Geschichte der deutschen Pressepolitik, die Analyse von Börnes „Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur“, seine journalistische Theorie sowie sein spezifischer, als „subversiv“ bezeichneter Schreibstil.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Börne durch das Mittel der Mehrdeutigkeit und ironischen Verstellung versuchte, zensierte Themen im öffentlichen Diskurs zu halten und die Willkür der Zensurbehörden offenzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse von Börnes Schriften, ergänzt durch eine historische Einordnung in den Kontext der Karlsbader Beschlüsse und die Einbeziehung zeitgenössischer sowie moderner literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkret Börnes programmatische Ankündigungen seiner Zeitschriften, seine ästhetischen Prinzipien und die detaillierte Untersuchung einzelner „Zensurstreiche“ analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pressefreiheit, Subversion, Mehrdeutigkeit, Zensur und der „Zeitschriftsteller“ als Vermittlungsinstanz zwischen Politik und Gesellschaft.

Welche Rolle spielt die „heilige Einheit“ in Börnes Programm?

Diese Einheit zwischen bürgerlichem Leben, Wissenschaft und Kunst ist für Börne das Leitmotiv eines engagierten Journalismus, der Theorie und Praxis wieder zusammenführen soll.

Warum wird Börnes Stil als „subversiv“ bezeichnet?

Weil er die Sprache als Mittel nutzt, um zensierte Inhalte „durch die Hintertür“ zu transportieren, indem Begriffe bewusst mehrdeutig gehalten werden, sodass der Zensor sie nicht eindeutig als politisch angreifbar markieren konnte.

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Résumé des informations

Titre
Von Ludwig Börnes: "Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur" (1819)
Université
University of Hamburg  (Institut für Germanistik II )
Note
1,3
Auteur
Magister Artium Michael Dahnke (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
29
N° de catalogue
V201458
ISBN (ebook)
9783656275138
ISBN (Livre)
9783656276586
Langue
allemand
mots-clé
Ludwig Börne Ludwig Börne Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur Denkwürdigkeiten Frankfurter Zensur Zensur Subversives Schreiben Zeitschwingen Zeitschriftsteller Karlsbader Beschlüsse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Artium Michael Dahnke (Auteur), 2003, Von Ludwig Börnes: "Denkwürdigkeiten der Frankfurter Zensur" (1819), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201458
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Extrait de  29  pages
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