Die fünfte Erweiterung der Europäischen Union ist gleichzeitig die größte und aufwändigste ihrer Geschichte. Zehn Staaten Mittel- und Osteuropas treten am 1. Mai 2004 der Gemeinschaft bei. Auf Seiten der EU standen bei der Entscheidung über die Osterweiterung1 (stabilitäts- und sicherheits-) politische Motive im Vordergrund, während sich die mittel- und osteuropäischen (MOE) Staaten sicherlich auch den freien Zugang zum EU-Binnenmarkt, Kapitalhilfen und Direktinvestitionen erhoffen. Beide Seiten erhoffen sich langfristig Handelsgewinne und einen Wachstumsschub.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarverlaufsplan
- Texte für die Gruppenarbeit
- Reflexion
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Seminar befasst sich mit den Grundlagen der Europäischen Union und analysiert die Herausforderungen und Chancen der europäischen Integration, insbesondere im Kontext der Osterweiterung.
- Europäische Integration: Analyse der Motive, Chancen und Risiken einer regional begrenzten Integration von Märkten
- Das Institutionelle System der EU: Überblick über die wichtigsten Institutionen und Entscheidungsmechanismen
- Die Auswirkungen der Osterweiterung: Analyse der ökonomischen und politischen Folgen für die EU-15 und die neuen Mitgliedsstaaten
- Die Herausforderungen der Agrarpolitik und Strukturpolitik: Diskussion der Kosten und Folgen der Erweiterung für die EU-Haushalt
Zusammenfassung der Kapitel
Texte für die Gruppenarbeit
Dieser Abschnitt befasst sich mit der Osterweiterung der Europäischen Union, die die Aufnahme von zehn mittel- und osteuropäischen Staaten im Jahr 2004 umfasste.
Es werden die wichtigsten Motive für die Erweiterung, sowohl aus Sicht der EU als auch der neuen Mitgliedsländer, sowie die wirtschaftliche Lage der Beitrittsstaaten und ihre Anpassungsanforderungen analysiert.
Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Erweiterung auf die EU-15, insbesondere die Kosten und die Auswirkungen auf die Agrarpolitik, betrachtet.
Schlüsselwörter
Osterweiterung, Europäische Union, EU-Haushalt, Agrarpolitik, Strukturpolitik, Wirtschaftsleistung, Wirtschaftsintegration, Marktwirtschaft, Binnenmarkt, Direktinvestitionen, Konvergenzkriterien, Arbeitsmarkt, EU-Rechtsgrundlagen, Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Wettbewerbspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Wann fand die große Osterweiterung der EU statt?
Die bisher größte Erweiterung der Europäischen Union erfolgte am 1. Mai 2004, als zehn neue Mitgliedstaaten der Gemeinschaft beitraten.
Welche Motive standen hinter der Osterweiterung?
Für die EU standen stabilitäts- und sicherheitspolitische Motive im Vordergrund, während die Beitrittsstaaten auf Wirtschaftswachstum, Kapitalhilfen und Zugang zum Binnenmarkt hofften.
Welche wirtschaftlichen Herausforderungen brachte die Erweiterung mit sich?
Besonders die Agrarpolitik und die Strukturpolitik standen vor großen Belastungen für den EU-Haushalt, da die neuen Mitglieder oft einen hohen Nachholbedarf hatten.
Was sind die Konvergenzkriterien?
Dies sind wirtschaftliche und fiskalische Bedingungen (wie Preisstabilität und Haushaltsdisziplin), die Staaten erfüllen müssen, um der EU beizutreten oder den Euro einzuführen.
Wie beeinflusst die EU-Erweiterung den Binnenmarkt?
Sie vergrößert den Markt für Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen, was langfristig zu Handelsgewinnen und einem Wachstumsschub für alle Beteiligten führen soll.
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- Jonathan Kern (Author), 2003, Grundlagen der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20166