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Die Unternehmenskrise Enron - Eine Analyse der Krisenursachen

Title: Die Unternehmenskrise Enron - Eine Analyse der Krisenursachen

Term Paper , 2003 , 42 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Lahmann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Das Energieunternehmen Enron Corp. (Enron) beantragte am 2. Dezember 2001 für sich und 14 Tochterunternehmen vor dem Konkursgericht New York Gläubigerschutz nach Chapter 11 des Konkursgesetzes der USA. Viele der einst anerkannten Top Manager von Enron wurden wegen Insolvenzverschleppung, Betrug und Insiderhandel angeklagt.
Die Finanzwelt war schockiert. Die Aktie des Unternehmens notierte zu Börsenschluss an der New York Stock Exchange bei nur 0,40 USD. Viele Mitarbeiter verloren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch die Basis ihrer Pensionen, da diese hauptsächlich in Enronaktien investiert war.
Selbst Vertreter der amerikanischen Regierung blieben von der Unternehmenskrise nicht unbeschadet. Das General Accounting Office des Kongresses erhob Anklage gegen den amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney, weil er Unterlagen über Gespräche mit Vertretern von Enron nicht herausgab.
Anfang 2001 gehörte das Unternehmen noch zu den Top Ten der USA, notierte bei einem Aktienkurs von 85 USD und wies im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von 100 Mrd. USD aus. Das Management stellte zu diesem Zeitpunkt für das Geschäftsjahr 2001 weiter wachsende Gewinne in Aussicht.
Enron galt in der Geschäftswelt, in Falluntersuchungen von Wirtschaftsuniversitäten sowie in der Fachpresse als ein Unternehmen, das es verstanden hatte, die Old Economy hinter sich zu lassen und durch Innovationen seine traditionellen Mitbewerber auszustechen.
Wie konnte es dazu kommen, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens nicht erkannt wurden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte zu Enron

2.1. Der dritte Quartalbericht 2001

2.2. Unternehmensentwicklung und strategische Geschäftsfelder

2.2.1 Die Gashandelsbank

2.2.2 Der Stromhandel

2.2.3 Derivative Geschäfte

2.2.4 Internationale Expansion

2.3. Unternehmensgegenstand

3. Strategien und die ersten Probleme

3.1. Strategische Ausrichtung

3.1.1 Asset-Light Strategie

3.1.2 Strategie Konflikt

3.2. Erste Probleme

4. Enrons Finanzierung durch Special Purpose Entities

4.1. Theoretische Grundlagen von SPEs

4.2. SPE Transaktionen von Enron

4.2.1 Chewco Transaktion

4.2.2 Die LJM Transaktionen

4.2.3 Das Rhythms Absicherungsgeschäft

4.2.4 Die Raptor Zweckgesellschaften

4.3 Die Instabilität dieser Transaktionen

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen der Unternehmenskrise von Enron Corp. mit einem besonderen Fokus auf die Finanzierungsstruktur durch außerbilanzielle Special Purpose Entities (SPEs) und deren maßgeblichen Beitrag zum Zusammenbruch des Konzerns.

  • Analyse der historischen Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Enron-Konzerns.
  • Untersuchung der Bilanzierungspraktiken und des Einsatzes von SPEs zur Verschleierung von Schulden.
  • Darstellung spezifischer Transaktionsmodelle wie Chewco, LJM und Raptor.
  • Beurteilung der Rolle von Wirtschaftsprüfern und Kontrollorganen bei der Entstehung der Krise.

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Das Rhythms Absicherungsgeschäft

Die Rhythms Absicherungsgeschäfte waren Transaktionen, die Enron mit den LJM Gesellschaften einging. Es waren die ersten Transfers eigener Aktien auf SPEs. Sie dienten der Absicherung von in Enrons Beteiligungsportfolio gehaltenen Drittaktien.

Die Transaktion Enrons hatte ihren Ursprung mit dem Kauf von 5,4 Mio. Aktien der Firma Rhythms NetConnections Inc. (Rhythms) zum Preis von 1,85 USD im März 1998. Rhythms war ein bis dato noch in privaten Händen befindlicher Internetservice Provider.

Am 7. April 1999 geht Rhythms an die Börse (Initial Public Offering) mit einem Anfangskurs von 21 USD pro Aktie. Bereits zum Ende des ersten Handelstages erreicht die Aktie einen Kurs von 69 USD. Im Mai 1999 ist das von Enron gehaltene Aktienpaket bereits 290 Mio. USD wert. Aufgrund eines mit Rhythms abgeschlossenen Verkaufverbotes bis Ende 1999, kann Enron den Gewinn nicht realisieren. Die von Enron ausgeübte Bilanzierungsmethode – Mark-to-Market – für die Rhythms Aktien spiegelte jeden Kursanstieg oder –verlust sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung wieder. Skilling war insbesondere um die künftige Volatilität des Aktienpaketes besorgt und wollte die bisher noch nicht realisierten Gewinne der Rhythms Aktie absichern. Er stand vor dem Problem für die Größe des Aktienpaketes eine Absicherung durch Optionen an einer Börse durchzuführen; entweder fehlte ihm der Handelspartner, der Optionsgeschäfte in dieser Größenordnung abschließen konnte oder der Preis für eine Absicherung war viel zu hoch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den plötzlichen Zusammenbruch von Enron ein, umreißt die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Special Purpose Entities bei der Insolvenz zu analysieren.

2. Vorgeschichte zu Enron: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung Enrons vom Energieversorger zum globalen Finanzintermediär nach und beschreibt die strategischen Geschäftsfelder sowie den kritischen Quartalsbericht 2001.

3. Strategien und die ersten Probleme: Hier wird der interne Strategiekonflikt zwischen der Asset-Rich-Investitionspolitik und dem Asset-Light-Handelsansatz beleuchtet sowie die daraus resultierenden Refinanzierungsschwierigkeiten dargelegt.

4. Enrons Finanzierung durch Special Purpose Entities: Dieses zentrale Kapitel erklärt die theoretischen Grundlagen von Zweckgesellschaften und analysiert detailliert die Transaktionen Chewco, LJM und Raptor sowie deren instabile Finanzierungskonstruktionen.

5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ursachen des Enron-Debakels zusammen und kritisiert das Versagen von Kontrollorganen und Wirtschaftsprüfern sowie die zweifelhafte Unternehmenskultur des Managements.

Schlüsselwörter

Enron, Insolvenz, Special Purpose Entities, SPE, Bilanzmanipulation, Finanzierung, Mark-to-Market, Andrew Fastow, Jeffrey Skilling, Off-Balance-Sheet, Kreditwürdigkeit, Arthur Andersen, Zweckgesellschaft, Aktienkurs, Unternehmenskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Hausarbeit untersucht die Ursachen des Zusammenbruchs der Enron Corp. und legt dabei den Schwerpunkt auf die komplexen Finanzierungsmethoden über Special Purpose Entities (SPEs).

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die strategische Entwicklung Enrons, die Einführung riskanter Finanzinstrumente und die Rolle des Managements bei der bewussten Bilanzverschönerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den direkten Zusammenhang zwischen den außerbilanziellen Transaktionen (SPEs) und der daraus resultierenden Insolvenz von Enron wissenschaftlich darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine analytische Aufarbeitung der Unternehmensgeschichte basierend auf Falluntersuchungen, Fachpresse und offiziellen Berichten zur Bilanzierungspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen SPE-Grundlagen und die detaillierte Analyse der Transaktionsgruppen Chewco, LJM und Raptor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bilanzmanipulation, Off-Balance-Sheet-Finanzierung, Interessenkonflikte, Asset-Light-Strategie und Unternehmensführung definieren.

Warum war die SPE „Chewco“ für Enron so problematisch?

Chewco wurde konstruiert, um das Jointventure JEDI nicht konsolidieren zu müssen, obwohl die notwendige Risikobehaftung durch unabhängige Investoren fehlte, was letztlich zu massiven Bilanzkorrekturen zwang.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Round Trip Deals“?

Hierbei handelte es sich um Scheingeschäfte, bei denen identische Werte wiederholt über Drittgesellschaften ge- und verkauft wurden, um Umsatzvolumina künstlich aufzublähen.

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Details

Title
Die Unternehmenskrise Enron - Eine Analyse der Krisenursachen
College
University of Cooperative Education Berlin  (Betriebswirtschaftslehre - Fachrichtung Bank)
Grade
1,0
Author
Alexander Lahmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
42
Catalog Number
V20176
ISBN (eBook)
9783638241342
Language
German
Tags
Unternehmenskrise Enron Eine Analyse Krisenursachen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Lahmann (Author), 2003, Die Unternehmenskrise Enron - Eine Analyse der Krisenursachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20176
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