E-Plattformen als Implementierungstool für Bildungsdienstleistungen


Seminararbeit, 2012
29 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Lernformen
1.1 Blended Learning
1.2 E-Learning
1.2.1 CBT
1.2.2 WBT

2 Elektronische Plattformen und Instrumente
2.1 Lernplattformen
2.2 Lerninstrumente
2.2.1 Virtual Classroom
2.2.1.1 Funktionsweise
2.2.1.2 Vor- und Nachteile
2.2.1.3 Anbieter und Kosten
2.2.2 Learning Communities
2.2.2.1 Funktionsweise
2.2.2.2 Vor- und Nachteile
2.2.2.3 Anbieter und Kosten
2.2.3 Diskussionsgruppen, Foren, Text-Chats, Email
2.2.3.1 Funktionsweise
2.2.3.2 Vor- und Nachteile
2.2.3.3 Anbieter und Kosten
2.2.4 Whiteboard
2.2.4.1 Funktionsweise
2.2.4.2 Vor- und Nachteile
2.2.4.3 Anbieter und Kosten
2.2.5 Podcast/ Vodcast/ Streaming
2.2.5.1 Funktionsweise
2.2.5.2 Vor- und Nachteile
2.2.5.3 Anbieter und Kosten
2.2.6 E-Coaching
2.2.6.1 Funktionsweise
2.2.6.2 Vor- und Nachteile
2.2.6.3 Anbieter und Kosten

3 Resümee
3.1 Zusammenfassung
3.2 Empfehlungen

Anhang

Quellenverzeichnis

1 Lernformen

Bei der Auseinandersetzung mit Bildungsdienstleistungen, und des damit zusammenhängenden Grundlagenstudiums kommt man schnell mit den verschiedensten Lernformen in Berührung. Die hier vorliegende Seminararbeit soll sich im Speziellen mit der Lernform des elektronikunterstützten Lernens beschäftigen, einer Unterform beziehungsweise einem Teilaspekt des so genannten „Blended Learning“:

1.1 Blended Learning

Mit „Blended Learning“ oder „Integriertem Lernen“ wird im Allgemeinen eine Lernform beschrieben, die eine dem Lernzweck geeignete Verknüpfung von althergebrachten Vor-Ort-Veranstaltungen und postmodernen am Computerbildschirm abgehaltenen Veranstaltungen darstellt. (Die Einordnung und Unterteilung des Blended Learning sind in den Anhängen 1 und 2 ausführlicher dargestellt.)

Bei dieser Lernform wird einerseits die ökonomisch und zeitlich sinnvolle Effektivität mit dem Aspekt des sozialen Miteinanders der mündlichen Kommunikation kombiniert. Weiterhin werden praktische Tätigkeiten im direkten Kontakt erlernt. Das Blended Learning kombiniert zu diesem Zweck verschiedene Methoden, Medien und Instrumente. (Die Vorteile und Nachteile von Präsenzlernen und E-Learning, die das Blended Learning versucht zu maximieren/ minimieren sind in Anhang 3 zu sehen.)

Das Hauptziel des Blended Learning ist die geeignete Kombination eines Lernportfolios um Vorteile zu stärken und Nachteile zu minimieren. Zu diesem Zweck bedarf es einer funktionalen Abstimmung der Präsenz-und Online-Phasen aufeinander. Eine „bedarfsgerechte [Aus]nutzung des optimalen Mediums im jeweiligen Schritt des Lernprozesses stellt Blended Learning die universellste Lernorganisationsform dar.“[1] „Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensmanagement, losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen im klassischen Präsenztraining.“[2]

Neben der Methodik zielt die Bedeutung von integriertem Lernen auch auf die Verwertung des Wissens ab. "Integriertes Lernen" kann hierbei so verstanden werden, dass Wissen in speziell miteinander verbundenen Systemen erlernt wird, verschiedene Wissensbereiche also integriert angelegt werden können. Durch Integriertes Lernen kann Wissen schneller aufgenommen, tiefer verstanden, effektiver angewendet und selbstständiger erweitert werden. Die Methode des Integrierten Lernens wird als grundlegendes Gegenkonzept zum "Auswendiglernen" verstanden. Beim Integrierten Lernen steht vor allem das Verständnis im Fokus.[3]

1.2 E-Learning

Das so genannte E-Learning ist nun der Teil des Blended Learning, der wie der Name bereits aussagt, vor dem Computerbildschirm exerziert wird, mithilfe von PC und Internet. Bei dieser Form des Lernens wird dem Lernenden die zum effektiven Lernen notwendige technische Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Der Lernende ist lediglich Nutzer der vorhandenen Struktur, und kann diese nicht direkt selbst mitgestalten.[4]

Man unterscheidet nun noch tiefergehend zwischen den Begrifflichkeiten „E-Learning“ und „E-Learning 2.0“. Mit E-Learning wurde vor allem elektronisches Lernen unter Nutzung von stationären Computerprogrammen genannt. Man bezeichnet dies auch als „computer-based-learning“.[5] E-Learning 2.0 dagegen wird auch „web-based-learning“[6] genannt, also elektronisches Lernen über Angebote, die nicht auf dem PC gespeichert sind, sondern im Internet zur Verfügung gestellt werden. Dem E-Learning 2.0 wird eine große Bedeutung in der Zukunft beigemessen.[7]

1.2.1 CBT

Der Ausdruck CBT (Computer Based Training) bezeichnet wie beschrieben die Arbeit mit Lernprogrammen (Lernsoftware), die vom Lernenden zeitlich und räumlich flexibel genutzt werden können und bei dem der Lernende nicht in direktem Kontakt mit dem Lehrenden und anderen Lernenden steht.

Die Programme beinhalten teilweise multimediale Lerninhalte (wie z.B.: Animationen oder Videos). Sie stehen dem Lernenden meist in Form von CD-ROMs oder DVDs vor. Beim CBT handelt es sich um eine nicht angeleitete Form des E-Learning, bei dem vor allem das Selbststudium im Vordergrund steht und die Kommunikation, wenn überhaupt, asynchron erfolgt.[8]

1.2.2 WBT

Den fundamentalen Baustein moderner elektronikbasierter Lernangebote bildet das so genannte WBT (Web Based Training) – eine technologische Weiterentwicklung des CBT. Hierbei werden Lerninhalte nicht auf einem Datenträger vertrieben, sondern auf einem Webserver online mittels des Internets oder eines Intranets zur Verfügung gestellt. Die Verortung im WWW bietet mannigfaltige weiterführende Chancen der Kommunikation und erweitert die Interaktionsmöglichkeiten des Lernenden mit dem Lehrer bzw. seinen Mitlernenden. Mails und Diskussionsforen können mit dem WBT verkettet und Audio- und Videosignale live übertragen werden. Eine Weiterentwicklung des WBT hin zu einer kommunikativeren Nutzung ist die Lernplattform. Diese unterstützt unterschiedliche Kommunikationsarten, wie z.B. Chat und Foren, um somit die Nutzer der Lernplattform beim direkten Austausch und Anwenden des gelernten zu fördern.[9]

Der generelle Vorteil dieses Lernangebotes liegt unter anderem in der leichteren Verfügbarkeit und der Möglichkeit Aktualisierungen vorzunehmen, die bei stationären Lernangeboten nur aufwendig und/ oder kostenintensiv realisierbar sind.[10] Im Folgenden sollen nun einige Elemente des E-Learning 2.0, und deren Funktionsweisen, Vor- und Nachteile sowie Kosten und Anbieter näher beleuchtet werden.

2 Elektronische Plattformen und Instrumente

2.1 Lernplattformen

Unter dem Begriff Lernplattform oder auch Learning Management System (LMS) wird ein Softwaresystem verstanden, das unter einem zentralen Interface mehrere aufgabenspezifische Teilprogramme integriert, mit denen verschiedene Lernszenarien unterstützt werden. Fortentwickelt vom ursprünglichen E-Learning-Ansatz haben Experten mittlerweile Einigkeit darüber erzielt, dass der so genannte Blended Learning Ansatz die Lernbemühungen einer Mehrzahl der Anwender am besten unterstützt, weswegen aktuell die meisten LMS diesen Ansatz verfolgen. Allen Lernplattformen gemein ist, dass Werkzeuge zur Erstellung, Kommunikation und Verwaltung von Lerninhalten, sowie zur Koordination von webbasierten Lernangeboten und zur Beurteilung der Lernenden enthalten sind.[11]

Nicht zu verwechseln sind LMS mit Bildungsinhalte, die über das Internet angeboten werden wie normale Webpräsenzen oder -portale. Der hauptsächliche Vorteil eines LMS ist die Entlastung des Lernbetriebs, die klare Regelung des Informationsflusses, die Vereinfachung des Lernens und die Übernahme zahlreicher Verwaltungsaufgaben. Lernplattformen zählen aufgrund der Vielzahl integrierter Anwendungsprogramme und Medienformaten zu den komplexesten Softwarearchitekturen auf dem Markt für E-Lösungen. Der Bereich E-Learning und damit auch der Markt der Lernplattformen expandiert, denn das Internet stellt eine optimale wissenschaftliche Lern- und Austauschplattform dar. Zusätzlich zeigen Unternehmen eine hohe Bereitschaft zur Investition in Aus- und Weiterbildung.[12]

Die aktuelle Anzahl aller existierenden Lernplattformen ist schwer zu schätzen. Der Deutsche Bildungsserver geht mit Stand vom Juli 2007 von 120 bis 200 derzeit auf dem Markt befindlichen Lernplattformen aus, andere Quellen nennen eine Anzahl von etwa 250 LMS, von denen etwa 180 bis 200 proprietäre Systeme und 50 bis 70 Open-Source-Systeme darstellen. Das preisliche Spektrum reicht von kommerziellen LMS, über diejenigen, bei denen nur der Support oder die Einrichtung bezahlt werden müssen, bis hin zu kostenlosen Systemen. Diese können sowohl in die IT-Infrastruktur integriert werden als auch in Form einer ASP-Lösung (Application Service Providing) extern eingekauft werden.[13] (Die wichtigsten Merkmale von Lernplattformen finden sich noch einmal komprimiert in Anhang 4.)

2.2 Lerninstrumente

Lernplattformen bestehen wie gesehen also aus mehreren Lerninstrumenten, die im Folgenden näher vorgestellt werden sollen:

2.2.1 Virtual Classroom

Eines der bekanntesten und wichtigsten Elemente des „web-based-learning“ ist der virtuelle Klassenraum bzw. anglo-amerikanisch: „Virtual Classroom“. Seine Funktionsweise ähnelt stark der eines realen Klassenraums in einer Schule. Im Folgenden soll auf die Funktionalität näher eingegangen werden.

2.2.1.1 Funktionsweise

Beim Virtual Classroom handelt es sich um eine Lernressource, bei der mehrere Personen unabhängig von ihrer räumlichen Distanz an einer Vorlesung oder Unterrichteinheit teilnehmen können. Notwendige Voraussetzung dafür ist ein Personal Computer mit Internetanschluss sowie ein Webbrowser oder ein auf den PC installiertes Portalprogramm, das den Zugang in den virtuellen Klassenraum erleichtert. Nach dem Einloggen des Teilnehmers über den Webbrowser oder das Portalprogramm, betritt dieser den virtuellen Klassenraum. Er sieht dort, welche weiteren Teilnehmer und Lehrkräfte gerade online sind.[14] Nach Beginn der Veranstaltung agieren bzw. kommunizieren Trainer und Teilnehmer über die dafür benötigten Peripheriegeräte Mikrofon und Webcam.[15] Texteingabe-Funktionen sowie Moderations- und Interaktionstools können die Kommunikation der Teilnehmer untereinander oder mit dem Trainer erleichtern. Es ist oft auch möglich über File-Sharing-Applikationen, also dem wechselseitige Austausch von Dateien (beispielsweise PDF- oder Word-Dokumente), den Wirkungsumfang der Teilnehmer noch sinnvoll zu erweitern.[16] (In Anhang 5 kann ein optischer Eindruck eines Virtual Classroom gewonnen werden.)

[...]


[1] inforapid (2012)

[2] Sauter/ Bender, (2004), S.68.

[3] Vgl. e-teaching, (2012)

[4] Vgl. Uni Hannover, (2012)

[5] Küpper, C., (2004), S.31.

[6] Pachner, A., (2009), S.58f.

[7] Vgl. Paprotny, C. (2007), S.139.

[8] Vgl. e-teaching, (2012)

[9] Vgl. Skillsoft, (2012)

[10] Vgl. Pohl, V. (2007), S.51f.

[11] Vgl. e-teaching, (2012)

[12] Vgl. Newmedia, (2012)

[13] Vgl. e-learning-tools.net, (2012)

[14] Vgl. Biedermann, C. et al. (2004), S.57.

[15] Vgl. Pachner, A. (2009), S.58.

[16] Vgl. Pohl, V. (2007), S.103ff.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
E-Plattformen als Implementierungstool für Bildungsdienstleistungen
Hochschule
Universität Leipzig  (Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Dienstleistungsmanagement)
Veranstaltung
Aktuelle Fragestellungen in der Dienstleistungsforschung
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V201964
ISBN (eBook)
9783656284550
ISBN (Buch)
9783656285540
Dateigröße
1133 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Coaching, Web 2.0, Blended Learning, Podcast, Vodcast, Whiteboard, Virtual Classroom, Email, Streaming, Bildungsdienstleistungen, E-Plattform, CBT, WBT
Arbeit zitieren
Christian Rau (Autor), 2012, E-Plattformen als Implementierungstool für Bildungsdienstleistungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201964

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