Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 ist das Thema “Fusion von gesetzlichen Krankenkassen“ stets präsent in den Medien. Selten hat dabei ein Gesetz so epochal in das bestehende GKV-System eingegriffen. Je größer dabei die Partnerkassen sind, desto medienwirksamer wird der Prozess des Zusammenschlusses verfolgt. Oftmals außer Acht gelassen werden dabei die internen Auswirkungen fusionsbedingter Strukturveränderungen auf die Organisations- und Personalentwicklung gesetzlicher Krankenversicherungen.
Die vorliegende Hausarbeit als Teil der Wirtschaftsdiplomprüfung versucht die Frage zu beantworten, ob Fusionen im GKV-System zu einer systematischen Modernisierung einer Kasse beitragen oder ob sich fragile “Verwaltungsungetüme“ formieren, in denen motivationslose Mitarbeiter ausschließlich funktionieren.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hintergrund der Fusionen im GKV-System
2.1 Die deutsche Gesundheitspolitik zwischen 1992 und
2.1.1 Wesentliche Gesundheitsreformen zwischen 1992 und
2.1.2 Gesundheitsreform 2007 und ihre Ergänzung
2.2 Die Fusionen gesetzlicher Krankenkassen
2.2.1 Begriffsdefinition der Fusion, ihre Ursachen und Ziele
2.2.2 Statistischer Überblick der Kassenfusionen
3 Organisationsentwicklung
3.1 Grundlagen der Organisationslehre
3.1.1 Begriff der Organisation
3.1.2 Ziel der Organisation
3.1.3 Aufbau- und Ablauforganisation
3.2 Organisationsentwicklung nach einer Krankenkassenfusion
3.2.1 Begriff der Organisationsentwicklung
3.2.2 Ursachen, Ziele und Methoden der Organisationsentwicklung
3.2.3 Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin
4 Personalentwicklung
4.1 Grundlagen der Personalwirtschaftslehre
4.1.1 Begriff des Personals
4.1.2 Aufgaben und Ziele der Personalwirtschaft
4.1.3 Strukturen der Personalwirtschaft
4.2 Personalentwicklung nach einer Krankenkassenfusion
4.2.1 Begriff der Personalentwicklung
4.2.2 Einflüsse, Aufgaben und Methoden der Personalentwicklung
4.2.3 Dualistische Personalarten und Ziele der Personalentwicklung
5 Schlussbemerkung
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum fusionieren gesetzliche Krankenkassen?
Fusionen werden oft durch Gesundheitsreformen (wie die von 2007) und wirtschaftlichen Druck getrieben, um Synergien zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Was ist das Ziel der Organisationsentwicklung nach einer Fusion?
Ziel ist die systematische Modernisierung der Strukturen und Abläufe, um die Effizienz der neu entstandenen Kasse sicherzustellen.
Welches Modell wird für den Veränderungsprozess herangezogen?
Die Arbeit nutzt unter anderem das Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin, um den Prozess der Organisationsentwicklung zu beschreiben.
Welche Rolle spielt die Personalentwicklung bei Kassenfusionen?
Die Personalentwicklung soll verhindern, dass "Verwaltungsungetüme" mit demotivierten Mitarbeitern entstehen, indem sie Qualifizierung und Motivation fördert.
Wie hat sich die Anzahl der Krankenkassen statistisch entwickelt?
Die Arbeit bietet einen statistischen Überblick, der zeigt, dass die Anzahl der Kassen durch den Fusionsprozess im GKV-System über die Jahre deutlich gesunken ist.
- Quote paper
- Ringo Pietsch (Author), 2012, Organisations- und Personalentwicklung nach einer Fusion gesetzlicher Krankenkassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201978