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Organisations- und Personalentwicklung nach einer Fusion gesetzlicher Krankenkassen

Título: Organisations- und Personalentwicklung nach einer Fusion gesetzlicher Krankenkassen

Tesis , 2012 , 40 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Ringo Pietsch (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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Seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 ist das Thema “Fusion von gesetzlichen Krankenkassen“ stets präsent in den Medien. Selten hat dabei ein Gesetz so epochal in das bestehende GKV-System eingegriffen. Je größer dabei die Partnerkassen sind, desto medienwirksamer wird der Prozess des Zusammenschlusses verfolgt. Oftmals außer Acht gelassen werden dabei die internen Auswirkungen fusionsbedingter Strukturveränderungen auf die Organisations- und Personalentwicklung gesetzlicher Krankenversicherungen.

Die vorliegende Hausarbeit als Teil der Wirtschaftsdiplomprüfung versucht die Frage zu beantworten, ob Fusionen im GKV-System zu einer systematischen Modernisierung einer Kasse beitragen oder ob sich fragile “Verwaltungsungetüme“ formieren, in denen motivationslose Mitarbeiter ausschließlich funktionieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergrund der Fusionen im GKV-System

2.1 Die deutsche Gesundheitspolitik zwischen 1992 und 2008

2.1.1 Wesentliche Gesundheitsreformen zwischen 1992 und 2004

2.1.2 Gesundheitsreform 2007 und ihre Ergänzung 2008

2.2 Die Fusionen gesetzlicher Krankenkassen

2.2.1 Begriffsdefinition der Fusion, ihre Ursachen und Ziele

2.2.2 Statistischer Überblick der Kassenfusionen

3 Organisationsentwicklung

3.1 Grundlagen der Organisationslehre

3.1.1 Begriff der Organisation

3.1.2 Ziel der Organisation

3.1.3 Aufbau- und Ablauforganisation

3.2 Organisationsentwicklung nach einer Krankenkassenfusion

3.2.1 Begriff der Organisationsentwicklung

3.2.2 Ursachen, Ziele und Methoden der Organisationsentwicklung

3.2.3 Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin

4 Personalentwicklung

4.1 Grundlagen der Personalwirtschaftslehre

4.1.1 Begriff des Personals

4.1.2 Aufgaben und Ziele der Personalwirtschaft

4.1.3 Strukturen der Personalwirtschaft

4.2 Personalentwicklung nach einer Krankenkassenfusion

4.2.1 Begriff der Personalentwicklung

4.2.2 Einflüsse, Aufgaben und Methoden der Personalentwicklung

4.2.3 Dualistische Personalarten und Ziele der Personalentwicklung

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Fusionen gesetzlicher Krankenversicherungen auf deren interne Organisations- und Personalstrukturen. Das zentrale Forschungsziel ist die Beantwortung der Frage, ob solche Zusammenschlüsse tatsächlich zu einer modernen, effizienten Organisation führen oder ob sie lediglich fragile Verwaltungsgebilde mit demotivierter Belegschaft erzeugen.

  • Gesundheitspolitische Rahmenbedingungen und Fusionsentwicklung im GKV-System
  • Theoretische Grundlagen der Organisationslehre und Organisationsentwicklung
  • Prozessuale Aspekte der Restrukturierung nach einer Kassenfusion
  • Methoden und Aufgaben der Personalentwicklung in Fusionskassen
  • Herausforderungen durch dualistische Personalarten

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin

Der eigentliche Prozess der Organisationsentwicklung nach einer Krankenkassenfusion vollzieht sich, wie anfangs erörtert, nicht von heute auf morgen, sondern nimmt oftmals Monate und Jahre in Anspruch. Allgemein bekannt ist hier u. a. das Drei-Phasen-Modell des berühmten Sozialwissenschaftlers Kurt Lewin aus dem Jahr 1946, das sich an die prozessuale Entwicklung einer Organisation anlehnt. Sein Paradigma wurde inzwischen mehrfach interpretiert und erweitert und soll nur eines von mehreren Beispielen darstellen.

„ ... Unfreezing, Movement, Refreezing. Die im Hintergrund dieser Einteilung stehende Metapher des Übergangs von Eis zu Wasser und dann wieder von Wasser zu Eis beschreibt sehr eindrücklich die Übergänge von verfestigten (kognitiven und betrieblichen) Strukturen hin zu aufgelösten Zuständen in einer Phase der Destrukturierung, die dann über geeignete Interventionen wiederum in einen Zustand der verfestigten Restrukturierung versetzt werden.“

Betrachtet man den Ansatz von Lewin aus Sicht einer Fusionskasse, dann werden zunächst alte Verhaltensmuster und Gewohnheiten, aber auch starre Organisationsformen aufgebrochen. Routinierte Arbeiten und veraltete Sichtweisen erfahren eine kritische Auseinandersetzung (Unfreezing). Durch Fusionen verschiedener Krankenversicherungen eröffnet sich dabei die größte Problematik. Historische Entwicklungen aller gesetzlichen Krankenkassen schufen ein jahrzehntelanges Leitbild. Hierauf bauten folgeorganisatorische Maßnahmen auf und kreierten das öffentliche Bild einer individuellen Krankenkasse. Der Zusammenschluss bedeutet demnach einen direkten Einschnitt in das Systemverhalten der Fusionspartner. Unwirtschaftliche Bereiche, unnötige Stellenbesetzungen, zeitaufwendige Arbeitsprozesse und destruktives Marktverhalten müssen auf dem Prüfstand.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die durch die Gesundheitsreform 2007 ausgelöste Fusionswelle und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf die interne Organisations- und Personalstruktur.

2 Hintergrund der Fusionen im GKV-System: Dieses Kapitel analysiert die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen von 1992 bis 2008 und erläutert die Beweggründe sowie statistischen Entwicklungen bei Krankenkassenfusionen.

3 Organisationsentwicklung: Nach einer Einführung in allgemeine organisationstheoretische Grundlagen wird die spezifische Restrukturierung von Krankenkassen nach Fusionen anhand des Modells von Kurt Lewin betrachtet.

4 Personalentwicklung: Das Kapitel behandelt die personalwirtschaftlichen Grundlagen und widmet sich intensiv den Herausforderungen bei der Integration unterschiedlicher Mitarbeitergruppen sowie den Methoden zur Personalentwicklung nach einem Zusammenschluss.

5 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und einer Diskussion über zukünftige Szenarien und die Zukunftsfähigkeit des GKV-Systems.

Schlüsselwörter

Krankenkassenfusion, GKV-System, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Gesundheitsreform, Strukturwandel, Personalwirtschaft, Kurt Lewin, Drei-Phasen-Modell, Dualistische Personalarten, Dienstordnungsangestellte, Tarifangestellte, Risikostrukturausgleich, Verwaltungsungetüm, Prozessmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Fusionen gesetzlicher Krankenkassen auf deren interne Organisations- und Personalentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der gesundheitspolitischen Entwicklung, den theoretischen Modellen der Organisations- und Personalwirtschaft sowie den spezifischen Herausforderungen bei der Zusammenführung von Kassenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob Fusionen im GKV-System tatsächlich zu einer Modernisierung beitragen oder ob sich ineffiziente "Verwaltungsungetüme" bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse in Verbindung mit einer empirischen Datenerhebung (Befragung von Krankenkassen) zur Beantwortung der Problemstellung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze der Organisations- und Personalwirtschaft als auch deren konkrete Anwendung und Problematik im Kontext von Krankenkassenfusionen detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Krankenkassenfusion, GKV-System, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Strukturwandel und Dualistische Personalarten sind die prägendsten Begriffe.

Warum ist die Integration von Dienstordnungsangestellten und Tarifangestellten besonders problematisch?

Die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen (Reichsversicherungsordnung vs. Tarifverträge) führen bei der Fusion häufig zu Spannungen hinsichtlich Vergütungsstrukturen und Kündigungsschutz.

Welche Rolle spielt das Drei-Phasen-Modell nach Kurt Lewin in diesem Kontext?

Es dient als theoretischer Rahmen, um den komplexen Wandlungsprozess (Unfreezing, Movement, Refreezing) zu strukturieren, der notwendig ist, um eine Fusion erfolgreich in die Organisation zu integrieren.

Final del extracto de 40 páginas  - subir

Detalles

Título
Organisations- und Personalentwicklung nach einer Fusion gesetzlicher Krankenkassen
Universidad
University of Constance  (Zweigstelle VWA Freiburg)
Curso
Wirtschaftsdiplomprüfung
Calificación
1,7
Autor
Ringo Pietsch (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
40
No. de catálogo
V201978
ISBN (Ebook)
9783656279839
ISBN (Libro)
9783656280729
Idioma
Alemán
Etiqueta
Organisationsentwicklung Personalentwicklung Fusion Gesetzliche Krankenkassen Gesundheitsreform Krankenversicherung Aufbauorganisation Ablauforganisation Henry Fayol Erwin Grochla Kurt Lewin Dienstordnungsangestellte SGB RVO GKV Risikostrukturausgleich Morbi-RSA
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ringo Pietsch (Autor), 2012, Organisations- und Personalentwicklung nach einer Fusion gesetzlicher Krankenkassen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/201978
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