Im Zentrum dieser Arbeit steht die Anwendbarkeit des Konzepts der ‚Persönlichen Beziehung’ von Karl Lenz auf die Beziehung zwischen einer Pflegekraft und einem pflegebedürftigen alten Menschen in stationären Altenpflegeeinrichtungen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Persönliche Beziehungen als Forschungsgegenstand der Soziologie
- 3. Alte Menschen und persönliche Beziehungen
- 4. Phasen einer Pflegekraft-Patienten-Beziehung
- 4.1 Modell nach Peplau
- 4.2 Modell nach Oehmen
- 4.3 Modell nach Travelbee
- 5. Die (harmonisierte?) Pflegebeziehungen – normative Ansprüche an das Gelingen aus der Literatur
- 6. Die Pflegekraft-Bewohner-Beziehung in stationären Einrichtungen der Altenpflege - eine persönliche Beziehung?
- 6.1 Institutionelle Besonderheiten der stationären Altenpflege bei der Beziehungsarbeit
- 6.2 Beziehungsgestaltung zwischen Pflegepersonal und Bewohner – ein Balanceakt
- 7. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die professionelle Pflegebeziehung in stationären Altenpflegeeinrichtungen als eine persönliche Beziehung betrachtet werden kann. Sie untersucht die Anwendbarkeit des soziologischen Konzepts der „Persönlichen Beziehung“ auf die Interaktion zwischen Pflegekraft und pflegebedürftigen alten Menschen.
- Soziologisches Konzept der Persönlichen Beziehung
- Persönliche Beziehungen im Kontext der Altenpflege
- Phasenmodelle der Pflegekraft-Patienten-Beziehung
- Institutionelle Besonderheiten der stationären Altenpflege
- Herausforderungen und Chancen der Beziehungsgestaltung in der Pflege
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und den methodischen Ansatz der Arbeit vor. Kapitel 2 erläutert das soziologische Konzept der Persönlichen Beziehungen und seinen Stellenwert in der Mikrosoziologie. Kapitel 3 beleuchtet die Bedeutung von persönlichen Beziehungen für alte Menschen und ihre Lebensqualität. Kapitel 4 analysiert verschiedene Phasenmodelle des Aufbaus einer Pflegekraft-Patienten-Beziehung. Kapitel 5 widmet sich den normativen Ansprüchen an gelingende professionelle Pflegebeziehungen. In Kapitel 6 wird das Konzept der Persönlichen Beziehungen auf die Pflegekraft-Bewohner-Beziehung in stationären Altenpflegeeinrichtungen übertragen und die institutionellen Besonderheiten sowie die Herausforderungen der Beziehungsgestaltung untersucht.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe dieser Arbeit sind die „Persönliche Beziehung“, die „professionelle Pflegebeziehung“, die „Pflegekraft-Patienten-Beziehung“ und die „stationäre Altenpflege“. Die Arbeit befasst sich mit den soziologischen und pflegerischen Aspekten der Beziehungsgestaltung im Kontext der Altersversorgung.
Häufig gestellte Fragen
Kann eine professionelle Pflegebeziehung auch eine persönliche Beziehung sein?
Die Arbeit untersucht dies kritisch anhand des Konzepts von Karl Lenz und zeigt, dass Pflegekräfte oft einen Balanceakt zwischen professioneller Distanz und emotionaler Nähe vollführen.
Welche Phasenmodelle beschreiben die Pflegebeziehung?
Es werden die Modelle nach Peplau, Oehmen und Travelbee analysiert, die den Aufbau von Vertrauen und die Interaktion zwischen Pflegekraft und Patient gliedern.
Welche institutionellen Besonderheiten gibt es in der stationären Altenpflege?
Zeitdruck, Personalmangel und bürokratische Vorgaben erschweren oft die Beziehungsarbeit und den Aufbau einer tieferen persönlichen Bindung.
Warum sind persönliche Beziehungen für alte Menschen so wichtig?
Sie sind ein zentraler Faktor für die Lebensqualität und psychische Gesundheit, besonders wenn familiäre Kontakte im Alter abnehmen.
Was versteht die Soziologie unter einer „Persönlichen Beziehung“?
Nach Lenz zeichnet sich eine persönliche Beziehung durch Einzigartigkeit, Intimität und eine gegenseitige Ausrichtung auf die ganze Person aus, was im professionellen Kontext oft an Grenzen stößt.
- Quote paper
- Christian Matysik (Author), 2012, Die professionelle Pflegebeziehung – eine persönliche Beziehung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/202189