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Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken des Hochfrequenzhandels

Title: Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken des Hochfrequenzhandels

Project Report , 2012 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Fabian Lassen (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Der Begriff des Hochfrequenzhandels beschreibt einen Prozess an den Börsen, bei dem Wertpapiere in sehr hoher Geschwindigkeit vollautomatisiert von einem Computer gehandelt werden. Im Bereich des Investmentbanking hat diese spezielle Art des Handels schon lange eine größere Bedeutung erlangt. Auch findet sich dieser Bereich immer häufiger in wissenschaftlichen Debatten wieder und ist in den letzten Jahren zudem immer stärker in den Focus der Medien und der Politik geraten. Dies liegt unter anderem daran, dass der Hochfrequenzhandel seit 2005 viele Marktanteile an den Börsen weltweit gewinnen konnte.
Der Vorteil des Hochfrequenzhandels liegt in der Erhöhung des Umsatzes di-verser Wertpapiere und Devisen, was zu einer Verbesserung der Liquidität führt. Großvolumige Handelsaufträge werden vom Hochfrequenzhandel absorbiert und können deshalb besser vom Markt aufgenommen werden. Hierdurch kann die Volatilität der Wertpapiere und Devisen verringert werden. Eine weltweite Vernetzung führt dazu, dass sich die Preise an den Börsen schneller und effektiver bilden können.
Da sich die Investmentbanken im Bereiche des Hochfrequenzhandels sehr intransparent verhalten, berichten viele Medien jedoch lediglich von den riskanten Seiten dieses Instrumentes. Seitens der Aufsichtsbehörden und der Politik sollen Regulierungsmaßnahmen ergriffen werden, welche den Hochfrequenzhandel massiv beeinträchtigen und somit auch seine Vorteile schwächen könnten. Dennoch erwarten Börsenexperten auf langfristige Sicht ein anhaltendes Wachstum des Hochfrequenzhandels.
Die vorliegende Untersuchung zeigt vor diesem Hintergrund die volkswirtschaftlichen Implikationen des Hochfrequenzhandels. Dabei werden die unterschiedlichen Positionen bei der Einschätzung dieses Phänomens kritisch beleuchtet und abschließend bewertend dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wertpapierhandel

2.1 Die Börse als Handelsplatz von Wertpapieren

2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Wertpapierhandels

2.3 Entwicklung und Automatisierung des Wertpapierhandels

3 Der Hochfrequenzhandel

3.1 Definition des Hochfrequenzhandels

3.2 Entwicklung des Hochfrequenzhandels

3.3 Erläuterung der Funktionsweise des Hochfrequenzhandels

3.4 Chancen des Hochfrequenzhandels

3.5 Risiken des Hochfrequenzhandels

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die volkswirtschaftlichen Implikationen des Hochfrequenzhandels vor dem Hintergrund kritischer Berichterstattung in populären Medien. Das primäre Ziel ist es, die unterschiedlichen Positionen bei der Einschätzung dieses Phänomens auf Basis wissenschaftlicher Literatur kritisch zu beleuchten und eine objektive Bewertung der Chancen und Risiken vorzunehmen.

  • Grundlagen des Wertpapierhandels und Bedeutung der Börsen
  • Definition und technische Funktionsweise des Hochfrequenzhandels
  • Analyse der Markteffizienz und Liquiditätseffekte
  • Kritische Untersuchung systemischer Risiken (Flash-Crash-Thematik)
  • Bewertung von Regulierungsmaßnahmen und Marktwirkungen

Auszug aus dem Buch

3.4 Chancen des Hochfrequenzhandels

Der Hochfrequenzhandel hat in den letzten Jahren die Spreads verschmälert und gleichzeitig die Liquidität, gemessen an den abgeschlossenen Geschäften der Handelsplattform XETRA, erhöht. Dabei tragen die verschiedenen Handelsstrategien ebenfalls zur Preisfindung und Markteffizienz bei. Zu jeder Zeit kann gehandelt werden, da die Computer selbstständig arbeiten und Entscheidungen treffen.

Durch den Hochfrequenzhandel können größere Verkäufe besser vom Markt aufgenommen werden, wie der folgende Fall vom 25. August 2011 zeigt. Innerhalb von 17 Minuten fiel der DAX-Future um etwa vier Prozent und erholte sich in den darauf folgenden vier Minuten um zwei Prozent. Durch ein großvolumiges Orderpaket, bestehend aus etwa 6000 Kontrakten, wurde der Kurseinbruch ausgelöst. Dabei stieß diese Order nicht auf einen illiquiden Markt, vielmehr stieg der Umsatz in dem Zeitraum. Am Hochpunkt wurden etwa 4700 Kontrakte in der Minute gehandelt. Zu großen Teilen stellten die Hochfrequenzhändler diese hohe Liquidität zur Verfügung, kauften sogar im fallenden Kurs und konnten die Verkaufsoption gut absorbieren, um diese dann schonend an den Markt weiterzugeben. Die Liquidität soll steigen, wodurch die Volatilität sinkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmend kritische öffentliche Wahrnehmung des Hochfrequenzhandels und definiert das Ziel der Arbeit, diese Sichtweise wissenschaftlich zu hinterfragen.

2 Wertpapierhandel: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Börsenhandels, dessen volkswirtschaftliche Bedeutung sowie die historische Entwicklung hin zur zunehmenden Automatisierung.

3 Der Hochfrequenzhandel: Der Hauptteil definiert den Hochfrequenzhandel, beschreibt seine Funktionsweise, Entwicklung und analysiert detailliert die damit verbundenen Chancen für die Marktliquidität sowie die spezifischen Risiken.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Chancen und Risiken ausgewogen und stellt fest, dass wissenschaftliche Belege für eine negative Beeinflussung der Märkte in Europa bisher weitgehend fehlen.

Schlüsselwörter

Hochfrequenzhandel, Algorithmic Trading, Wertpapierhandel, Börse, Liquidität, Volatilität, Markteffizienz, Flash-Crash, Automatisierung, Finanzmärkte, Preisbildung, Regulierungsmaßnahmen, Transparenz, Investition, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Hochfrequenzhandels auf die Volkswirtschaft und bewertet kritisch, ob die oft negative Darstellung in den Medien durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Funktionsweise moderner Handelsalgorithmen, die Auswirkungen auf die Marktliquidität, die Preisfindung an der Börse und die Analyse potenzieller systemischer Risiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Gegenüberstellung von Chancen und Risiken des Hochfrequenzhandels, um eine objektive Einschätzung jenseits populistischer Darstellungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer umfassenden Auswertung bestehender wissenschaftlicher Literatur, Fachberichten und empirischen Datenmaterialien, insbesondere im Kontext internationaler Börsenereignisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Phänomens, die technische Erläuterung der Handelsstrategien und eine detaillierte Prüfung von Marktvorteilen sowie Gefahrenpotenzialen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Hochfrequenzhandel, Liquidität, Markteffizienz, Automatisierung und systemische Risiken.

Wie bewertet der Autor den Einfluss auf die Marktliquidität?

Der Autor stellt fest, dass der Hochfrequenzhandel in der Fachliteratur überwiegend positiv hinsichtlich der Liquiditätsbereitstellung und Spread-Verengung bewertet wird, wenngleich punktuelle Ausnahmen existieren.

Welche Bedeutung kommt dem Flash-Crash-Beispiel zu?

Der Flash-Crash dient als zentrales Fallbeispiel zur Illustration der Risiken, wobei der Autor differenziert zwischen US-marktspezifischen Problemen und der generellen Eignung des Hochfrequenzhandels unterscheidet.

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Details

Title
Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken des Hochfrequenzhandels
College
University of Cooperative Education Mannheim
Grade
1,7
Author
Fabian Lassen (Author)
Publication Year
2012
Pages
34
Catalog Number
V203188
ISBN (eBook)
9783656297505
ISBN (Book)
9783656298007
Language
German
Tags
Hochfrequenzhandel Chancen Risiken Highfrequency Trading Börse Aktien Aktienhandel Crash flash crash
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Lassen (Author), 2012, Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken des Hochfrequenzhandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203188
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