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Organisation und Struktur des Bundesverfassungsgerichts

Título: Organisation und Struktur des Bundesverfassungsgerichts

Trabajo , 2004 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Magister Artium Sebastian Lucius (Autor)

Política - Principios básicos y general
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Das Grundgesetz vom 23.05.1949 bildet die verfassungsrechtliche Grundlage für unser heutiges politische System und betont die freiheitlich demokratische Grundordnung. Es werden die Zuständigkeiten, Aufgaben und Funktionen der Verfassungsorgane geregelt, das Verhältnis des Bundes und der Länder zueinander festgeschrieben und die Grundrechte der Bürger und aller anderen Personen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland genannt. Zur Sicherung dieser Rechtsordnung wurde ein weiteres Verfassungsorgan geschaffen, das Bundesverfassungsgericht. Besonders bei politisch umstrittenen Entscheidungen soll das Gericht eine Klärung zur Verfassungskonformität geben. Gerade in diesen Verfahren wird der Öffentlichkeit die große Bedeutung dieses Organs deutlich gemacht. In dieser Arbeit wird zunächst die historische Entwicklung zur heutigen Verfassungsgerichtsbarkeit beschrieben, anschließend erfolgt die Einordnung in das politische System Deutschlands, eine Erläuterung der Organisationsstruktur und die Darlegung der Aufgabenfelder.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Staatsgerichtsbarkeit zum Bundesverfassungsgericht

3. Gesetzesgrundlagen und Stellung im politischen System Deutschland

4. Organisation und Struktur des Bundesverfassungsgericht

5. Beschlussfassung und Sondervotum

6. Verfahrensarten

6.1. Organstreit- und Bund- Länderverfahren

6.2. Verfassungsbeschwerde

6.3. Normenkontrollverfahren

6.3.1. Abstrakte Normenkontrolle

6.3.2. Konkrete Normenkontrolle

7. Weitere Aufgaben des Bundesverfassungsgerichts

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung und Einordnung des Bundesverfassungsgerichts in das politische System der Bundesrepublik Deutschland, wobei insbesondere die historische Genese, die Organisationsstruktur sowie die zentralen Verfahrensarten zur Sicherung der verfassungsmäßigen Ordnung analysiert werden.

  • Historische Entwicklung der Verfassungsgerichtsbarkeit
  • Rechtliche Grundlagen und Stellung im politischen System
  • Organisation, Struktur und Entscheidungsprozesse des Gerichts
  • Detaillierte Analyse der Verfahrensarten (Organstreit, Verfassungsbeschwerde, Normenkontrolle)
  • Wahrnehmung weiterer verfassungsschützender Aufgaben

Auszug aus dem Buch

6.2. Verfassungsbeschwerde

Die Verfassungsbeschwerde gibt es nicht schon seit Gründung des Bundesverfassungsgerichts, sondern sie wurde erst mit dem 19. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes am 29.01.1969 eingeführt und dort verfassungsgesetzlich verankert. Dies kommt in Artikel 93, I, 4a f GG zum Ausdruck. Sie kann von jedem eingereicht werden, wenn er der Ansicht ist, in seinen Grundrechten verletzt worden zu sein. Mit jedem ist einerseits jeder Deutsche nach Art. 116, I GG gemeint, andererseits schließt dies auch alle Ausländer ein, soweit sich die Beschwerde nicht auf nur Deutschen zustehende Grundrechte bezieht. Antragsteller können ebenfalls Religionsgesellschaften, Gemeinden oder auch Einrichtungen, die Träger der Grundrechte sind, also Einrichtungen, die der freien Persönlichkeitsentwicklung und Bildung dienen, z. B. Universitäten und Hochschulen, sein.

Ausgenommen sind hingegen Organisationen, die in ihrem Namen eine Beschwerde für ihre Mitglieder einlegen wollen, sie dürfen allerdings Rechtshilfe und Unterstützung geben. Eine Beschwerde kann sich gegen eine Behörde, gegen das Urteil eines Gerichts oder gegen ein Gesetz richten. Beschwerden über Gesetze kann der Antragsteller direkt vom Verfassungsgericht prüfen lassen, ohne den Umweg über niedere Instanzen gegangen zu sein. Dabei kann es zu einer Nichtigkeitserklärung des Gesetzes durch das Gericht kommen. Die verletzten Rechte des Antragstellers müssen die in Art. 93, I, 4.a GG bzw. § 90, I BVerfGG sein. Hierbei handelt es sich um die Grundrechte und die weiteren Rechte, „bezüglich derer man zum Teil allerdings auch von ‚Grundrechten’ spricht“.

Der Beschwerdeführer muss selbst, unmittelbar und gegenwärtig in seinen genannten Rechten verletzt sein; selbst betroffen bedeutet, er kann die Beschwerde auf keinen anderen übertragen und keiner kann die Beschwerde für einen anderen übernehmen. Auch muss die Grundrechtsverletzung bei der Antragsstellung gegenwärtig sein, sie darf also beispielsweise nicht erst durch ein Gesetz oder Urteil gegeben sein, welches noch nicht erlassen worden ist. Als drittes ist die unmittelbare Betroffenheit von Bedeutung, dies findet allerdings nur bei Verfassungsbeschwerden gegen Gesetze und Rechtsnormen praktische Anwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Bedeutung des Bundesverfassungsgerichts als Hüter der verfassungsmäßigen Ordnung.

2. Die Entwicklung der Staatsgerichtsbarkeit zum Bundesverfassungsgericht: Das Kapitel skizziert die historischen Vorläufer der modernen Verfassungsgerichtsbarkeit von der Zeit des Reichs bis zur Gründung des Bundesverfassungsgerichts 1951.

3. Gesetzesgrundlagen und Stellung im politischen System Deutschland: Hier werden die verfassungsrechtliche Verankerung und die besondere, unabhängige Stellung des Gerichts innerhalb des Staatsgefüges dargelegt.

4. Organisation und Struktur des Bundesverfassungsgericht: Dieses Kapitel behandelt die personelle Zusammensetzung, die Wahl der Richter sowie die interne Organisation in zwei Senaten.

5. Beschlussfassung und Sondervotum: Der Text beschreibt die Voraussetzungen für die Beschlussfähigkeit sowie die Möglichkeit der Richter, ihre abweichende Meinung in einem Sondervotum darzulegen.

6. Verfahrensarten: Dieses umfangreiche Kapitel erläutert die verschiedenen Anrufungsgründe wie Organstreit, Verfassungsbeschwerde und die unterschiedlichen Arten der Normenkontrolle.

6.1. Organstreit- und Bund- Länderverfahren: Dieser Abschnitt erläutert die Zuständigkeit des Gerichts bei Konflikten zwischen Verfassungsorganen sowie bei Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern.

6.2. Verfassungsbeschwerde: Das Kapitel definiert Voraussetzungen, Zulässigkeit und Funktion der Verfassungsbeschwerde als Rechtsschutzinstrument für Bürger.

6.3. Normenkontrollverfahren: Hier werden die verfahrensrechtlichen Wege zur Überprüfung der Vereinbarkeit von Rechtsnormen mit dem Grundgesetz erläutert.

6.3.1. Abstrakte Normenkontrolle: Der Fokus liegt auf der objektiven Klärung der Verfassungsmäßigkeit ohne konkreten Anlassbezug durch befugte staatliche Akteure.

6.3.2. Konkrete Normenkontrolle: Dieser Teil beschreibt die Pflicht der Gerichte, bei Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes das Bundesverfassungsgericht anzurufen.

7. Weitere Aufgaben des Bundesverfassungsgerichts: Das Kapitel schließt mit einer Übersicht über zusätzliche Kompetenzen wie das Wahlprüfungsverfahren, Parteienverbote und Anklageverfahren.

8. Schluss: Die Arbeit endet mit einem Fazit über die Rolle und Bedeutung des Gerichts als integralen Bestandteil der freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Schlüsselwörter

Bundesverfassungsgericht, Grundgesetz, Verfassungsgerichtsbarkeit, Verfassungsbeschwerde, Organstreitverfahren, Normenkontrolle, Rechtsstaat, Grundrechte, Gewaltentrennung, Senat, Sondervotum, Verfassungsrichter, Staatsgerichtsbarkeit, Parteiverbotsverfahren, Wahlprüfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über das Bundesverfassungsgericht, dessen historische Herleitung, seine verfassungsrechtliche Stellung sowie seine vielfältigen Aufgaben und Verfahrensweisen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören der Aufbau und die Organisation des Gerichts, die verschiedenen Verfahrensarten zur Durchsetzung des Verfassungsrechts und die Rolle des Gerichts als Hüter der Grundordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung und die Funktionsweise des Bundesverfassungsgerichts als Kontrollinstanz innerhalb des deutschen politischen Systems verständlich darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristisch-wissenschaftliche Aufarbeitung der verfassungsrechtlichen Grundlagen, ergänzt durch Fachliteratur zur Verfassungsgerichtsbarkeit.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Verfahrensarten (Organstreit, Verfassungsbeschwerde, Normenkontrollverfahren) sowie die internen Entscheidungsmechanismen des Gerichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verfassungsgerichtsbarkeit, Grundrechtsschutz, Normenkontrolle und Rechtsstaatsprinzip geprägt.

Was unterscheidet die konkrete von der abstrakten Normenkontrolle?

Die abstrakte Normenkontrolle dient der objektiven Überprüfung einer Norm ohne konkreten Anlass, während die konkrete Normenkontrolle durch ein Gericht in einem laufenden Rechtsstreit bei Verfassungszweifeln eingeleitet wird.

Welche Bedeutung hat das Sondervotum?

Das Sondervotum ermöglicht es Richtern, ihre abweichende Meinung schriftlich darzulegen, was verdeutlicht, dass das Verfassungsrecht interpretationsfähig ist.

Warum ist die Verfassungsbeschwerde so bedeutend?

Sie dient als wichtiges Instrument für Bürger, um ihre Grundrechte gegen staatliche Eingriffe direkt vom höchsten Gericht prüfen zu lassen.

Welche Aufgabe hat das Gericht bei Anklagen gegen den Bundespräsidenten?

Das Gericht prüft im Rahmen eines speziellen Anklageverfahrens, ob vorsätzliche Verstöße gegen das Grundgesetz oder Bundesgesetze vorliegen, die eine Amtsenthebung rechtfertigen könnten.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Organisation und Struktur des Bundesverfassungsgerichts
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,0
Autor
Magister Artium Sebastian Lucius (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
17
No. de catálogo
V203373
ISBN (Ebook)
9783668714090
ISBN (Libro)
9783668714106
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bundesverfassungsgericht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Sebastian Lucius (Autor), 2004, Organisation und Struktur des Bundesverfassungsgerichts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/203373
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