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Inter Arma Silent Leges - Über die großen Sonderkommanden des Cnaeus Pompeius Magnus

Título: Inter Arma Silent Leges - Über die großen Sonderkommanden des Cnaeus Pompeius Magnus

Trabajo , 2003 , 25 Páginas , Calificación: 1 - Sehr Gut

Autor:in: Christian Rollinger (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Cnaeus Pompeius Magnus war und ist eine umstrittene Gestalt. Aus dem Dunkel des
sullanischen Bürgerkrieges stieg dieses “aufgehende Gestirn” 1 empor, überflügelte den
Diktator Sulla und stieg auf zu höchsten Ehren, bis einem kometenhaften Aufstieg ein
ebenso plötzlicher Fall folgte. Theodor Mommsen sah in ihm einen guten Offizier,
“übrigens aber von mittelmäßigen Gaben des Geistes und des Herzens, […] ein
Beispiel falscher Größe[…], wie es die Geschichte kein zweites kennt”2, und dieser
Einschätzung sind viele gefolgt.
Schon die Zeitgenossen Pompeius’ übten schwere Kritik an ihm: die drei wichtigsten
Zeitzeugen, deren Werke auf uns gekommen sind – Caesar, Cicero und Sallust – waren
allesamt keine Bewunderer Pompeius. Cicero blieb auf Distanz zu ihm, buhlte zuweilen
um seine Unterstützung, versuchte gar, ihn auf die Seite der boni zu ziehen, doch
behielt er stets einige Vorbehalte. Daß das Urteil Caesars nicht positiver ausfiel
wundert nicht weiter, und Sallust, der im Bürgerkrieg auf Seiten Caesars kämpfte, wird
ebenso von der Gegnerschaft des Pompeius beeinflußt worden sein.
Trotz der vielfältigen zeitgenössischen Literatur – über keine Periode der Antike sind
wir besser informiert, als über die letzten Jahrzehnte der Republik – ist das Bild, das
uns durch sie vermittelt wird, einseitig: sie ist vor allem von Cicero geprägt. Umso
wichtiger sind daher die Werke späterer Autoren, die sich nicht ausschließlich auf
Caesar, Cicero oder Sallust berufen, und uns so einen Einblick in andere, verlorene
Quellen verschaffen. Am interessantesten sind dabei sicherlich die Biographien
Plutarchs und die noch erhaltenen, im Jahr 68 vor Christus einsetzenden Bücher der
“Römischen Geschichte” von Cassius Dio. Auch Velleius Paterculus ist von einiger
Bedeutung: in seiner “Historia romana” behandelt er unter anderem die Jahre 83 bis
44. Auch die “Annales” des Publius Cornelius Tacitus sind, bei der Frage nach der
Natur des pompeianischen imperiums , von Bedeutung. [...]

1 Plutarch, Vies Parallèles II, Pompée, 14, 4.
2 Theodor Mommsen, Römische Geschichte, Bd. 3, s. 436.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Vorgeschichte: Die Ereignisse bis 83 v. Chr.

3. Das imperium des Pompeius im Seeräuberkrieg

3.1. Die kilikischen Seeräuber

3.2. Die lex Gabinia

4. Das imperium des Pompeius im Dritten Mithridatischen Krieg

4.1. Der Konflikt mit Mithridates VI. Eupator

4.2. Die lex Manilia

5. Schlußbetrachtung

6. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Karriere des Cnaeus Pompeius Magnus, insbesondere die Verleihung außergewöhnlicher Sonderkommanden (imperia) in der späten römischen Republik, und analysiert deren verfassungsrechtliche Bedeutung sowie die Auswirkungen auf den Untergang der traditionellen Senatsherrschaft.

  • Die historische Rolle des Pompeius als „aufgehendes Gestirn“ und umstrittene Gestalt der römischen Geschichte.
  • Die verfassungsrechtlichen Abnormitäten der frühen pompeianischen Kommandogewalten.
  • Die Analyse der lex Gabinia und lex Manilia als Instrumente einer popularen Machtpolitik.
  • Das Spannungsfeld zwischen persönlichem Ehrgeiz des Pompeius und dem mos maiorum des Senats.
  • Der langfristige Prozess der Desintegration des republikanischen Systems bis hin zum Aufstieg Caesars.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die kilikischen Seeräuber

“Früher[…] war die Freibeuterei auf bestimmte Plätze beschränkt, und nur zur guten Jahreszeit traten kleine Banden zu Wasser und zu Lande als Seeräuber in Erscheinung. […]”

Zu Beginn des ersten vorchristlichen Jahrhunderts, hatte die Seeräuberplage im Mittelmeer allerdings besorgniserregende Ausmaße erreicht. Die eigentlichen seefahrenden Staaten (etwa Karthago, Rhodos und die Diadochenreiche) wurden durch die römische Expansion derart geschwächt, daß sie ihre traditionellen Polizeifunktionen nicht mehr wahrnehmen konnten. Kurzsichtigkeiten in der römischen Außenpolitik führten dann dazu, daß zur Zeit der lex Gabinia keine Mittelmeerküste mehr vor dem Zugriff der Piraten sicher war.

“Denn während die Römer mit ihren Gegnern beschäftigt waren, erlebten die Piraten ihren größten Aufstieg; ringsum drangen sie auf ihren Fahrten in viele Richtungen vor und gesellten sich alle gleichgearteten Verbrecher bei, in einem Maße, daß einige von ihnen sogar wie Verbündete vielen anderen Hilfe leisteten.”

Nach zwei bedeutenden Feldzügen im Jahr 102 und 74 v. Chr. hatte sich die Situation nicht wesentlich gebessert. Das kleinasiatische Kernland der Seeräuber wurde zwar in die römische Provinz Kilikien umgewandelt, doch trieben die Piraten nun ihr Unwesen von anderen Basen aus - und das noch dreister als zuvor. So unterhielten sie unter anderem Beziehungen zum Aufständischen Sertorius in Spanien, schloßen eine Vereinbarung mit dem Sklavenführer Spartacus, ihn und seine Getreuen wieder in ihre Heimat zu überführen und dienten dem großen Gegner Roms, Mithridates VI., in dessen Kriegen gegen die Republik als regelrechte Kriegsflotte. Rom war peinlich berührt, als sie sich erdreisteten zwei Praetoren, mitsamt Liktoren und fasces, von der italienischen Küste weg zu entführen, ohne daß man etwas dagegen hätte tun können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ambivalente historische Bewertung des Pompeius und die Bedeutung zeitgenössischer sowie späterer Quellen für das Verständnis seiner Herrschaftsform.

2. Zur Vorgeschichte: Die Ereignisse bis 83 v. Chr.: Dieses Kapitel analysiert die innenpolitischen Krisen der späten Republik, insbesondere das Wirken der Gracchen und die zunehmende Erosion des mos maiorum.

3. Das imperium des Pompeius im Seeräuberkrieg: Das Kapitel behandelt den Aufstieg des Pompeius und die Dringlichkeit, die durch die Piratenplage für die Verleihung eines ersten außerordentlichen Kommandos entstand.

3.1. Die kilikischen Seeräuber: Hier wird die Eskalation der Seeräuberei und deren Gefährdung der römischen Versorgungslage sowie des staatlichen Prestiges dargestellt.

3.2. Die lex Gabinia: Die Analyse konzentriert sich auf die verfassungsrechtliche Brisanz der lex Gabinia, welche Pompeius weitreichende Vollmachten über das Mittelmeer zusprach.

4. Das imperium des Pompeius im Dritten Mithridatischen Krieg: Dieser Abschnitt beschreibt die Übertragung des Oberbefehls gegen Mithridates VI. an Pompeius und dessen Motivlage.

4.1. Der Konflikt mit Mithridates VI. Eupator: Hier werden die Ursachen des wiederkehrenden Konflikts zwischen Rom und dem pontischen König sowie das Scheitern des Lucullus erörtert.

4.2. Die lex Manilia: Das Kapitel thematisiert die Gesetzgebung zur Übertragung des Kriegskommandos und die Rolle Ciceros als Fürsprecher dieser Maßnahme.

5. Schlußbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst Pompeius' Rolle als Außenseiter innerhalb des Systems zusammen, dessen Handeln den Senat schwächte und den Weg für Caesar ebnete.

6. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten antiken Quellen und wissenschaftlichen Sekundärliteratur zur Thematik.

Schlüsselwörter

Cnaeus Pompeius Magnus, Römische Republik, Imperium, Senat, Volkstribunat, Lex Gabinia, Lex Manilia, Mithridates VI., Seeräuber, Politische Krise, Popularpolitik, Optimaten, Nobilität, Verfassungsgeschichte, Rom.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den außerordentlichen Sonderkommanden des Pompeius in der späten römischen Republik und deren verfassungsrechtlicher sowie politischer Wirkung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erosion traditioneller römischer Institutionen durch die Verleihung von außerordentlichen Vollmachten an Einzelpersonen wie Pompeius.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Ausnahmestellung des Pompeius zu analysieren, wie diese entstand und inwiefern sie zum Untergang der römischen Republik beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die antike Berichte (z.B. Plutarch, Cassius Dio, Cicero) interpretiert und mit moderner Forschungsliteratur abgleicht.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Seeräuberkrieges (lex Gabinia) und des Dritten Mithridatischen Krieges (lex Manilia) sowie deren Auswirkungen auf die römische Machtstruktur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Imperium, Sonderkommando, Republik, Senat und die spezifischen Gesetze wie die lex Gabinia und lex Manilia.

Inwiefern beeinflusste Cicero die Etablierung des pompeianischen Kommandos?

Cicero unterstützte die lex Manilia durch seine Rede „de imperio Cnaeus Pompei“, was er primär aus politischem Kalkül tat, um seine eigene Karriere und die Interessen der Ritterschaft zu fördern.

Warum wird Pompeius als „Außenseiter“ in der Nobilität bezeichnet?

Obwohl er aus einer einflussreichen Familie stammte, brachen seine ausgedehnten Machtbefugnisse mit dem traditionellen Prinzip der Kollegialität und dem mos maiorum, was ihn innerhalb der Senatsaristokratie isolierte.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Inter Arma Silent Leges - Über die großen Sonderkommanden des Cnaeus Pompeius Magnus
Universidad
University of Trier  (Fachbereich III Geschichte)
Curso
Cicero und die Krise der Römischen Republik
Calificación
1 - Sehr Gut
Autor
Christian Rollinger (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
25
No. de catálogo
V20396
ISBN (Ebook)
9783638242783
Idioma
Alemán
Etiqueta
Inter Arma Silent Leges Sonderkommanden Cnaeus Pompeius Magnus Cicero Krise Römischen Republik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Rollinger (Autor), 2003, Inter Arma Silent Leges - Über die großen Sonderkommanden des Cnaeus Pompeius Magnus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20396
Leer eBook
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