In der Hausarbeit geht es um das “Selbstportrait vor der Staffelei” von Jürgen Ovens.
Der Künstler malte dies um 1670/ 1675 in Leningrad.
Zunächst wird das Gemälde beschrieben und Deutungsmöglichkeiten vorgestellt.
Sein Selbstbildnis vor der Staffelei lässt durch seine dunkle Farbgebung und den Schlaglichtern an den Stilmodus Rembrandts denken. Jürgen Ovens wird auch in Werner Sumowskis Band „Gemälde der Rembrandtschüler“ aufgeführt. Doch handelt es sich bei dem Künstler tatsächlich um einen Schüler Rembrandts?
Diese Frage wird anhand des Selbstportraits und anderen Werken von Jürgen Ovens im Vergleich zu anderen Künstlern, sowie durch einen Einblick in seine Biografie, untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bildbeschreibung
3. Jürgen Ovens - Ein Rembrandtschüler?
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Identität von Jürgen Ovens, insbesondere im Hinblick auf seine oft diskutierte Zuschreibung als Schüler Rembrandts. Anhand der detaillierten Analyse seines „Selbstbildnisses vor der Staffelei“ und des Vergleichs mit anderen Werken sowie seiner Biografie wird der Frage nachgegangen, wie stark der Einfluss Rembrandts tatsächlich war und welche weiteren stilistischen Einflüsse sein Werk prägten.
- Analyse des Gemäldes „Selbstbildnis vor der Staffelei“ von Jürgen Ovens.
- Untersuchung der stilistischen Verbindung zu Rembrandt van Rijn.
- Vergleich der Farbpalette und Kompositionsmotive mit zeitgenössischen Künstlern.
- Einordnung in den flämischen Stil und Einflüsse von Anthonis Van Dyck und Govaert Flinck.
- Diskussion des Begriffs „pictor doctus“ in Bezug auf Ovens.
Auszug aus dem Buch
Bildbeschreibung
Das im Hochformat mit Öl auf Leinwand gemalte “Selbstbildnis vor der Staffelei” von Jürgen Ovens um 1679 / 1675 besitzt die Maße 125 x 95 cm. Heute kann man das im Emeritage in St. Petersburg bewundern. Zu sehen ist ein Mann vor einer Staffelei. Er steht der Staffelei zugewant, doch sein Blick gilt dem Betrachter, er wirkt konzentriert. Werner Sumowski sieht in dem Blick das Motiv der aktivierenden Störung, das von Rembrandt der 1630er Jahre stammen soll. Im Prozess wird dieser seinem Spiegelbild gegolten haben. Dies gilt als ikonografischer Kodex eines Künstlerselbstportraits. Durch die Körperdrehung, ein beliebtes Motiv in der Zeit des Barocks, und dem dunklen Raum ist nur seine rechte Gesichtshälfte zu erkennen, in die eine seiner langen, welligen, dunkelbraunen Haarsträhnen fällt. Eine Lichtquelle im eigentlichen Sinne gibt es in diesem Bild nicht, seine Lichtpunkte fallen gezielt auf sein Gesicht, etwas schwächer auf die Staffelei, und stark auf seinen Rücken und die Hände. In seiner linken Hand hält er eine Palette und Pinsel, in der rechten, die er hinter seinem Rücken hält, einen Malstab, die Insignien eines Malers. Zudem trägt er einen braunen eleganten Mantel, der mit einer Schnur an der Taille festgeschnürt ist und einen weißen Schal.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit stellt das Selbstbildnis von Jürgen Ovens vor und formuliert die zentrale Fragestellung, ob Ovens tatsächlich als Rembrandtschüler einzuordnen ist oder ob andere Einflüsse überwogen.
Bildbeschreibung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte formale Analyse des Gemäldes, beleuchtet ikonografische Aspekte und ordnet die Darstellung in den Kontext barocker Porträtmalerei ein.
Jürgen Ovens - Ein Rembrandtschüler?: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Zuschreibung zu Rembrandt, indem Ovens' Stil und Kompositionen mit denen von Rembrandt, Govaert Flinck und Anthonis Van Dyck verglichen werden.
Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert die stilistische Vielfalt des Künstlers und kommt zu dem Ergebnis, dass Ovens ein eigenständiger Maler war, der zwar von Rembrandt inspiriert wurde, jedoch stark flämischen Einflüssen folgte.
Schlüsselwörter
Jürgen Ovens, Rembrandt van Rijn, Selbstbildnis, Barock, Kunstgeschichte, Malerei, Rembrandtschüler, Anthonis Van Dyck, Govaert Flinck, St. Petersburg, Eremitage, Allegorie, Künstleridentität, Porträtmalerei, Bildanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der künstlerischen Einordnung von Jürgen Ovens, speziell seinem Werk „Selbstbildnis vor der Staffelei“, und hinterfragt seine traditionelle Zuschreibung als Schüler Rembrandts.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Das Hauptaugenmerk liegt auf stilistischer Bildanalyse, dem Vergleich von Künstlermerkmalsausprägungen und der Biografie von Ovens im 17. Jahrhundert.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob Jürgen Ovens tatsächlich ein Schüler Rembrandts war oder ob seine stilistische Nähe zu anderen flämischen Künstlern wie Van Dyck stärker zu gewichten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine formale Bildbeschreibung in Kombination mit einem vergleichenden stilistischen Ansatz angewandt, gestützt auf kunsthistorische Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Selbstbildnis analysiert, die Verbindung zu antiken Vorbildern wie Apelles hergestellt und Vergleiche zu anderen bedeutenden Künstlern der Zeit gezogen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jürgen Ovens, Barock, Rembrandt, künstlerische Identität und die flämische Maltradition.
Warum wird im Text der Vergleich mit Apelles gezogen?
Der Verweis auf den antiken Maler Apelles dient dazu, Ovens als gebildeten „pictor doctus“ darzustellen und sein Selbstverständnis als Künstler zu adeln.
Welche Rolle spielt der flämische Stil in den Schlussfolgerungen?
Der flämische Stil gilt als wesentlicher Einflussfaktor, der Ovens' individuelle Entwicklung stärker geprägt haben könnte als die direkte Ausbildung in Rembrandts Werkstatt.
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- Tamara Volgger (Autor), 2011, Jürgen Ovens - Selbstbildnis vor der Staffelei, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204500