Die Thesis behandelt die Thematik der Infografiken, speziell einen Teilbereich, die Prinzipiendarstellung oder auch Erklärgrafik genannt. Mit einem deduktiven Ansatz werden zunächst allgemeine theoretische Grundlagen erörtert. Dazu zählt unter anderem eine Begriffsdefinition der Schlüsselworte, eine Übersicht und Kategorisierung von IG, Stärken und Schwächen sowie die Analyse von anerkannten gestalterischen und inhaltl. Richtlinien.
Aufgrund der th. Untersuchungen werden konzeptionelle Richtlinien zur Kreation eigener Erklärgrafiken aufgestellt. Diese Richtlinien sollen den gestalterisch und journalistisch unerfahrenen Rezipienten dieser Arbeit bei der Erstellung eigener Erklärgrafiken nützlich und hilfreich sein. Ihnen wird ein Leitfaden in die Hand gegeben, um Wissen oder Informationen, effektiv und ästhetisch ansprechend, für ein Zielpublikum öffentlich zugänglich zu machen.
Die Arbeit gibt Auskunft über die nötigen Schritte von der Planung bis zur Publikation. Wie gehe ich an ein Thema heran, welche Information sind wichtig und nötig und wie stelle ich diese auf einer Fläche sinnvoll zusammen. Dabei werden auch Grundlagen zur nötigen Software und Eckpunkte von technischen Begriffen verdeutlicht, damit interessierte Laien in der Lage sind,eigene Grafiken mit einer dazu prädestinierten Software zu erstelllen.
Ein weiterer Aspekt dieser Arbeit ist die Analyse vorhandener IG. Welche Gefahren un Schwierigkeiten bei der Interpretation beinhalten IG, welche Verantwortung hat der Ersteller gegenüber seinen Rezipienten?
Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer selbst erstellten Erklärgrafik zu einem bestimmten Thema und deren Validierung mit Hilfe eines Fragebogens. Diese Untersuchung gibt Aufschluss über die Richtigkeit der erworbener Kenntnisse, über die Konzeption und Produktion eigener IG.
Zweck des Projektes ist die Erstellung einer Anleitung, damit gestalterische und journalistische Laien in der Lage sind, im Internet, auf ihrer Webseite,in Netzwerken oder in Printmedien schnell und effektiv und nachhaltig Wissen und Informationen verbreiten zu können. Gerade in unserer heutigen Informationsgesellschaft, in der Informationsquellen und -kanäle üppig vorhanden sind, ist eine qualitativ hochwertige Vermittlung von Wissen entscheidend und sinnvoll. Bei einem immer mehr reduzierten Zeitbudget ist der Bedarf an schneller, nachhaltiger und hochwertiger Informationsaufnahme durchaus vorhanden. Die Arbeit soll einen Beitrag leisten, diesem Bedarf nachzukommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Gegenstand der Untersuchung
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Infografiken, eine Übersicht
2.2.1. Statistische Infografiken
2.2.2. Kartografische Infografiken
2.2.3. Funktionsinfografiken
2.3. Stärken und Schwächen von Infografiken
2.3.1. Stärken
2.3.2. Schwächen
2.4. Qualitätskriterien
2.4.1. Inhaltliche, konzeptionelle Schwerpunkte
2.4.2. Grundlagen der Gestaltung von Infografiken
2.4.3. Kompositionsregeln
3. Rahmenbedingungen zur Erstellung eigener Infografiken
3.1. Grafische Begriffe und Bedeutungen
3.2. Software zur Erstellung und Bearbeitung von Grafiken
3.3. Welche Themen bieten sich zur Darstellung an?
3.4. Planung und Realisierung
4. Infografiken im Einsatz
4.1. Wann ist der Einsatz von Infografiken sinnvoll? Eine Reflexion
4.2. Die Verantwortung des Gestalters
4.3. Anwendungsbeispiele
4.3.1. Beispiel für eine gelungene Infografik
4.3.2. Beispiel für eine weniger gelungene Infografik
4.3.3. Manipulieren mit Infografiken
5. Umsetzung. Die eigene Infografik
5.1. Thema der Prinzipiendarstellung
5.2. Konzeptionelle Erläuterung
5.2.1. Grafiken
5.2.2. Farben
5.2.3. Typografie
5.3. Wurden Qualitätskriterien eingehalten?
6. Validierung
6.1. Forschungsfelder und Forschungstechniken
6.2. Begründung der Forschungsmethode
6.3. Operationalisierung und qualitative Forschungsfragen
6.4. Auswertung des Fragebogens
6.4.1. Inhaltliche Kriterien
6.4.2. Gestalterische Kriterien
6.4.3. Zusammenfassung und Auswertung
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, gestalterischen Prinzipien und Manipulationsmöglichkeiten von Infografiken, um Basisnormen für eine effektive Konzeption und Produktion von Prinzipiendarstellungen zu etablieren.
- Systematische Einordnung und Kategorisierung von Infografiken.
- Analyse von inhaltlichen und gestalterischen Qualitätskriterien.
- Erforschung technischer Rahmenbedingungen und benötigter Software.
- Reflexion über die Verantwortung des Gestalters und Manipulationsrisiken.
- Validierung der erarbeiteten Kriterien durch ein praktisches Beispiel.
Auszug aus dem Buch
2.3. Stärken und Schwächen von Infografiken
Was spricht für einen Einsatz von Infografiken in Medien? Lohnt sich der Aufwand zur Erstellung komplexer Infografiken oder sollte lieber ein gut recherchierter Text verfasst werden? Können hingegen lange und wenig illustrierte Berichte und Texte in unserer schnelllebigen Zeit überhaupt aufgenommen werden? Sollten daher nicht mehr Infografiken in der Presse erscheinen, um sich dennoch umfassend informieren zu können?
Was ist mit didaktischen Aspekten? Inwiefern eignen sich die Erklärgrafiken, um komplizierte Sachverhalte darzustellen und Interessierten den Stoff nachhaltig zu vermitteln? Ist die Vermittlung von Lehrinhalten durch Texte vielleicht effektiver?
Die Vorteile von Infografiken, insbesondere von Erklärgrafiken, ergeben sich aus der Kombination von Bildern, Grafiken und kurzen Texten bzw. Beschriftungen. Dieses Zusammenspiel kann trockene, zu theoretische Themen interessant und anschaulich erläutern. Zum Beispiel würde ein Text, der den persönlichen Wasserverbrauch beschreibt, weniger Aufmerksamkeit bekommen, als eine Grafik, die aufgrund von ästhetischen Gesetzmäßigkeiten den Blick des Lesers fesselt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Infografiken und begründet deren wachsende Bedeutung als unverzichtbarer Informationsträger in modernen Medien.
2. Gegenstand der Untersuchung: Dieses Kapitel definiert Infografiken, kategorisiert sie in statistische, kartografische und funktionale Typen und erörtert zentrale Qualitätskriterien für deren Gestaltung.
3. Rahmenbedingungen zur Erstellung eigener Infografiken: Der Abschnitt erläutert die technischen Voraussetzungen, notwendige grafische Fachbegriffe und die Planungsschritte bei der Erstellung von Infografiken.
4. Infografiken im Einsatz: Hier werden der sinnvolle Einsatz von Infografiken, die ethische Verantwortung des Gestalters sowie Manipulationsmöglichkeiten anhand zahlreicher Praxisbeispiele diskutiert.
5. Umsetzung. Die eigene Infografik: Dieser Teil beschreibt die praktische Konzeption und Gestaltung einer eigenen Infografik zum Thema Webbrowser, inklusive einer Überprüfung der erarbeiteten Qualitätskriterien.
6. Validierung: Dieses Kapitel validiert die theoretischen Kriterien durch eine empirische Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens, um die Rezipientenwahrnehmung zu analysieren.
7. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und einem Ausblick auf zukünftige Einsatzmöglichkeiten von Infografiken in Lehr- und Lernkontexten.
Schlüsselwörter
Infografik, Prinzipiendarstellung, Informationsvermittlung, Gestaltung, Qualitätskriterien, Visualisierung, Medien, Grafikdesign, Web 2.0, Datenpräsentation, Didaktik, Manipulation, Statistik, Wahrnehmung, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Anforderungen an Konzeption und Produktion von Infografiken, speziell von Prinzipiendarstellungen, für Print- und Onlinemedien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Kategorisierung von Infografiken, Gestaltungskriterien, technische Aspekte der Erstellung, ethische Verantwortung bei der Darstellung sowie die Analyse von Manipulationspotenzialen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Basisnormen und Richtlinien für Laien zu definieren, die es ermöglichen, komplexe Informationen durch Infografiken effizient und verständlich aufzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf theoretischen Grundlagen aus der Literatur und einer eigenen praktischen Anwendung, die anschließend mittels einer Online-Umfrage unter 61 Probanden empirisch validiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, technische Rahmenbedingungen (Software/Grafikformate), die Rolle des Gestalters, Manipulationsanalyse und die praktische Umsetzung sowie Validierung einer eigenen Infografik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Infografik, Prinzipiendarstellung, Visualisierung, Gestaltungskriterien, Informationsdichte und die ethische Verantwortung des Gestalters.
Warum sind Infografiken gegenüber reinen Texten oft überlegen?
Infografiken ermöglichen eine schnellere Decodierung von Inhalten, entlasten die kognitiven Kapazitäten der Rezipienten durch duale Kodierung und machen komplexe Zusammenhänge auf einen Blick erfassbar.
Welche Rolle spielt die ethische Verantwortung bei der Gestaltung?
Da Infografiken durch bewusste Gestaltung (Farben, Verzerrung, Perspektive) Meinungen manipulieren können, trägt der Gestalter eine journalistische Sorgfaltspflicht zur korrekten und objektiven Darstellung von Fakten.
- Citar trabajo
- Tom Müller (Autor), 2012, Infografiken. Basisnormen zur Konzeption und Produktion von Prinzipiendarstellungen (Infografiken) zur Publikation von komplexen Informationen in Print- und Onlinemedien., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204548