Unterrichtsstunde: Charakterisierung und Vergleich der Romanfiguren „Effi“ und „Geert von Innstetten"

Theodor Fontane: „Effi Briest“ - Planung für den Unterrichtsbesuch im Rahmen des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Gymnasien im Fach Deutsch


Unterrichtsentwurf, 2012

13 Seiten


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Lernvoraussetzungen
1.1 Situationsspezifische Lernvoraussetzungen
1.2 Situationsspezifische Lehrvoraussetzungen
1.3 Besonderheiten der unterrichtlichen Situation

2. Darstellung und Begründung didaktisch-methodischer Entscheidungen
2.1 Sequenzplanung
2.2 Curriculare Einordnung
2.3 Didaktischer Kommentar
2.4 Methodischer Kommentar
2.5 Verlaufsplanung
2.6 Unterrichtsziele

3. Literaturverzeichnis

4. Anhang

1. Lernvoraussetzungen

1.1 Situationsspezifische Lernvoraussetzungen

Bei der zu unterrichtenden Lerngruppe handelt es sich um einen Leistungskurs der Doppeljahrgangsstufe 12/13, welcher mit 22 Schülerinnen und Schüler besetzt ist.

Die Schülerinnen und Schüler sind 18 - 19 Jahre alt und befinden sich somit am Ende der „mittleren Adoleszenz“. In dieser Phase erleben die Jugendlichen viele Veränderungen in körperlichen und psychologischen Bereichen, d.h. es sind verschiedene Entwicklungsaufgaben (auf den Ebenen: Rolle, Peer, Beziehung, Beruf, Werte usw.) zu meistern.[1] Aus diesem Grund ist es vor allem für den Unterricht in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern von enormer Bedeutung, die Inhalte des Unterrichts auf die Interessenlagen der Schülerinnen und Schüler abzustimmen, um sie mit bestimmten Reizen oder Gegenwartsbezügen herauszufordern.

Allgemein kann die Zusammenarbeit zwischen der Klasse und der Lehrkraft als produktiv charakterisiert werden. Die Schüler der Klasse begegnen mir stets offen und freundlich und sind darüber hinaus auch bestrebt, einen durch Respekt und Toleranz geprägten Umgang mit der Lehrkraft zu pflegen. Die Planungen des Unterrichts finden zudem in enger Abstimmung mit dem Ausbildungslehrer statt.

Das Sozialverhalten des Kurses kann als überwiegend positiv beschrieben werden. Einzig die Schüler **** und **** fallen des Öfteren durch kleinere Unterrichtsstörungen in Form des „Dazwischenredens“ oder „Quatschens“ auf. Auf diese Störungen wurden bisher seitens der Lehrkraft mit Ermahnungen reagiert. Weitere Probleme in Bezug auf das Sozialverhalten sind nicht bekannt.

Das allgemeine Lern- und Leistungsniveau des Kurses kann als durchschnittlich gekennzeichnet werden. Im Folgenden soll eine Kategorisierung der Lerngruppe in Abgrenzung des oberen, mittleren und unteren Leistungsniveaus vorgenommen werden:

- oberes Leistungsniveau:
- mittleres Leistungsniveau:
- unteres Leistungsniveau:

Nachfolgend werden einzelne Repräsentanten der verschiedenen Niveaustufen präziser in ihrem Leistungsverhalten beschrieben:

a) ***: Das Leistungsverhalten dieser Schülerin ist gekennzeichnet durch eine stetige und qualitativ hochwertige Teilnahme am Unterrichtsgeschehen. Sie trägt aktiv an der Gestaltung von Unterrichtsgesprächen bei. Darüber hinaus spiegelt sich ihr hohes Kompetenzniveau auch im schriftlichen Sprachgebrauch wider.

b) ***: Diese Schülerin erreicht im Anforderungsbereich I und II ein überwiegend gutes Kompetenzniveau. Es zeigen sich aber auch deutliche Probleme in Bezug auf den Anforderungsbereich III. Hier werden Defizite im Transferieren von Gegenständen auf andere Problembereiche deutlich. Dieser Aspekt zeigt sich auch in der Mitarbeit im Unterricht.

c) ***: Es ist schwer, einen Zugang zu diesem Schüler zu erhalten. Nach eigenen Angaben interessiert ihn Literatur kaum und literarische Werke werden von ihm nur teilweise oder gar nicht gelesen. Eine Mitarbeit dieses Schülers erfolgt unregelmäßig oder gar nicht. Daher ist es seitens der Lehrkraft wichtig, ihm des Öfteren Angebote zur Mitarbeit im Unterricht zu geben.

1.2 Situationsspezifische Lernvoraussetzungen

Die Schülerinnen und Schüler haben speziell im Leistungskurs in den zurückliegenden drei Kurshalbjahren verschiedene Ganzschriften gelesen. Dabei wurden unter anderem auch Kompetenzen hinsichtlich der Erschließung der Charaktere literarischer Figuren vermittelt. Darüber hinaus ist erkennbar, dass die Schüler größtenteils in der Lage sind, Handlungen und Verhaltensweisen literarischer Figuren zu bewerten und Literatur als bewusste Konstruktion des Autors/der Autorin wahrzunehmen. Sie können auf der Grundlage dessen größtenteils eigene Deutungen literarischer Texte vornehmen und sich mit anderen Schülern darüber verständigen. Anhand des Briefromans „Die Leiden des jungen Werthers“ wurde zudem der Vergleich der Charaktere literarischer Figuren im Unterricht problematisiert und durchgeführt.

Durch Hospitationen und selbstständig durchgeführten Unterricht wurde zudem deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch in der Lage sind, strukturiert und zielorientiert zu arbeiten. Des Weiteren sind die Schüler die Arbeit in verschiedenen Sozialformen gewöhnt. In Bezug auf Gruppen- oder Partnerbildungen konnten bis dato keine Arbeitsverweigerungen oder Widerstände festgestellt werden. In Sicherungsphasen oder Unterrichtsgesprächen werden die Regeln des respektvollen Umgangs miteinander stets eingehalten.

1.3 Besonderheiten der unterrichtlichen Situation

Der Unterricht des Leistungskurses findet regulär am Montag, Dienstag und Mittwoch statt. Für den Unterrichtsbesuch wurde die Stunde auf den Freitag verlegt. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler haben zu dieser Zeit keinen Unterricht, nahmen die Unterrichtsverlegung aber trotzdem in Kauf. Eine Aufstellung der Sitzordnung ist ebenfalls nicht möglich, da für den Unterrichtsbesuch nicht der reguläre Kursraum zur Verfügung steht.

2. Darstellung und Begründung didaktisch-methodischer Entscheidungen

2.1 Sequenzplanung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Oerter, Rolf/ Montada, Leo (Hg.): Entwicklungspsychologie. München. 2008, S.278.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Charakterisierung und Vergleich der Romanfiguren „Effi“ und „Geert von Innstetten"
Untertitel
Theodor Fontane: „Effi Briest“ - Planung für den Unterrichtsbesuch im Rahmen des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Gymnasien im Fach Deutsch
Hochschule
Studienseminar Bernau
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V205000
ISBN (eBook)
9783656334071
ISBN (Buch)
9783656334514
Dateigröße
413 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theodor Fontane, Effi Briest, Charakterisierung, Ganzschrift, Romanfiguren, charakterisieren, Innstetten
Arbeit zitieren
Franziska Wiechert (Autor:in), 2012, Unterrichtsstunde: Charakterisierung und Vergleich der Romanfiguren „Effi“ und „Geert von Innstetten", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205000

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