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Unisex-Tarife in der Lebensversicherung

Título: Unisex-Tarife in der Lebensversicherung

Tesis (Bachelor) , 2011 , 58 Páginas

Autor:in: Daniel Oberer (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Die deutsche Lebensversicherung (LV) ist ein sehr beliebtes Altersvorsorge- und Hinterbliebenenabsicherungsprodukt. Sie dient dazu, dass biometrische Risiko, in Form von Todesfall oder Langlebigkeit, der versicherten Person (VP) wirtschaftlich abzusichern. Bislang werden die Versicherungstarife nach dem statistischen Risiko kalkuliert. Diese Kalkulation beinhaltet mehrere Risikofaktoren, u.a. auch das Geschlecht. Durch das Urteil vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache C-236/09, welches am 01.03.2011 verkündet wurde, dürfen die Versicherer (VR) ab dem 21.12.2012 nur noch Versicherungsprodukte mit einer geschlechtsunabhängigen Tarifierung anbieten, sogenannte Unisex-Tarife.

Dadurch wird eines der zentralen Prinzipien der privaten Versicherungswirtschaft, das Prinzip der Äquivalenz von Beitrag und Leistung, in Frage gestellt. Nach dem Urteil des EuGH zählt beim Abschluss eines Versicherungsvertrages der Unterschied zwischen Mann und Frau bald nicht mehr. Das Urteil wird von der Versicherungsbranche und dem Verbraucherschutz unterschiedlich bewertet. Während Experten der Versicherungsgesellschaften wenig erfreut über das Urteil sind, feiern Verfechter der Gleichberechtigung das Urteil. Wer von dem Urteil profitiert und welche Auswirkungen es sowohl auf die Versicherten als auch auf die Versicherungsgesellschaften hat, soll mit Hilfe dieser Arbeit erläutert werden.

Zunächst werden im zweiten Kapitel einige ausgewählte Arten der Lebensversicherung beschrieben. Anschließend geht es im dritten Kapitel um die Anforderungen und die zugrunde liegenden Prinzipien der Prämienkalkulation, sowie einen Vergleich von Rentenversicherungen und Kapitalverzehrplänen. Im vierten Kapitel geht es um die Grundlagen und Auswirkungen von Unisex-Tarifen in der Lebensversicherung. Hier geht es darum, wie es zum Urteilspruch durch den EuGH gekommen ist und was für Aufgaben der deutsche Gesetzgeber bis zum 21.12.2012 hat, um einen gemeinschaftskonformen Zustand herzustellen. Des Weiteren werden die versicherungstechnischen und ökonomischen Auswirkungen, die das Urteil mit sich bringt, dargestellt. Anschließend werden Möglichkeiten beschrieben, wie man Unisex-Tarife umgehen kann, bevor im fünften und letzten Kapitel ein Resümee der wichtigsten Erkenntnisse folgt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Methodik

2. Arten und Ausgestaltung der Lebensversicherung

2.1 Risikolebensversicherung

2.2 Kapitallebensversicherung

2.3 Private Rentenversicherung

2.4 Direktversicherung

2.5 Riester-Rente

3. Prämienkalkulation

3.1 Kalkulation allgemein

3.2 Nettoprämienberechnung und Bruttoprämienberechnung

3.3 Äquivalenzprinzip der Prämienkalkulation

3.4 Vergleich von Rentenversicherungen und Kapitalverzehrplänen

4. Unisex-Tarife: Grundlagen und Auswirkungen

4.1 Entstehungsgeschichte des EuGH-Urteils

4.2 Geschlecht als Faktor der Risikobewertung

4.3 Risikomerkmale

4.4 Versicherungstechnische Auswirkungen

4.5 Ökonomische Konsequenzen durch Unisex-Tarife

4.6 Umgehung von Unisex-Tarifen

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 01.03.2011 zur Einführung von Unisex-Tarifen in der Lebensversicherung. Ziel ist es, die ökonomischen und versicherungstechnischen Konsequenzen für Versicherungsunternehmen sowie Versicherungsnehmer zu analysieren und zu erläutern, wie die Branche auf den Wegfall des Geschlechts als Risikomerkmal reagiert.

  • Grundlagen und Arten der Lebensversicherung
  • Methoden der Prämienkalkulation und das Äquivalenzprinzip
  • Entstehung und Hintergründe des EuGH-Urteils
  • Versicherungstechnische und ökonomische Folgen von Unisex-Tarifen
  • Strategien zur Umgehung von Unisex-Tarifen

Auszug aus dem Buch

3.1 Kalkulation allgemein

Zu einer der wichtigsten Tätigkeiten in der Versicherungsbranche gehört traditionell die Prämienkalkulation. Im weiteren Verlauf wird zuerst auf die Bedeutung der Prämien eingegangen, anschließend werden die Rechnungsgrundlagen der LV beschrieben. Im Marktverkehr ist unter der Versicherungsprämie der Preis für das Wirtschaftsgut Versicherungsschutz mit Risikogeschäft zu verstehen. Durch die Gegenüberstellung des Nutzens der Versicherungsnahme und des Missnutzens der zu zahlenden Prämie beim VN sowie der Gegenüberstellung der Risiko- bzw. Kostenwirkung des zugesagten Versicherungsschutzes beim VR, ist die Prämie bezüglich der Versicherung auch eine Größe im Nettonutzenkalkül. Deshalb werden aus der Sicht des VN diese Kalküle als Preis-Leistungs-Relation und aus der Sichtweise des VR als Kosten-Nutzen-Relation bezeichnet. Die Rechenregeln welche Prämien bzw. Prämientarife mit Hilfe von Kosteninformationen des Rechnungswesens bestimmen können, werden in den meisten Fällen als Prämienkalkulation bezeichnet.

Zwischen den im Marktverkehr anwendbaren Prämien und den im Rechnungswesen ermittelten Plan-Kosten der Zukunft oder Ist-Kosten der Vergangenheit, wird in der Praxis häufig ein mechanischer Zusammenhang unterstellt. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine zweckmäßige betriebswirtschaftliche Regel: Denn die Kalkulation liefert nur Informationen für individuelle und generelle Prämienentscheidungen des Versicherers, die als Prämienpolitik bezeichnet werden. Die Kalkulation ist eine auf die Leistungseinheit bezogene Ist- oder Plankostenrechnung, wobei als Leistungseinheit der Versicherungsschutz zu verstehen ist. Ob die Prämienforderungen des VR mit den Ist- und Plankosten übereinstimmten oder von diesen abweichen, ist abhängig vom Ziel des Versicherungsunternehmens und von der Zahlungsbereitschaft der VN.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Methodik: Einführung in das Thema Unisex-Tarife, Darlegung der Forschungsziele und Beschreibung der explorativen methodischen Vorgehensweise inklusive Experteninterviews.

2. Arten und Ausgestaltung der Lebensversicherung: Detaillierte Vorstellung verschiedener Produkte wie Risikolebens-, Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie der Direktversicherung und Riester-Rente.

3. Prämienkalkulation: Erklärung der versicherungsmathematischen Grundlagen, des Äquivalenzprinzips und ein Vergleich von Rentenversicherungen mit Kapitalverzehrplänen.

4. Unisex-Tarife: Grundlagen und Auswirkungen: Analyse des EuGH-Urteils, der Bedeutung des Geschlechts als Risikomerkmal, der versicherungstechnischen Folgen sowie möglicher Umgehungsstrategien.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der wichtigsten Ergebnisse bezüglich des EuGH-Urteils und Einschätzung der zukünftigen Marktentwicklungen im Bereich Lebensversicherung.

Schlüsselwörter

Unisex-Tarife, Lebensversicherung, Prämienkalkulation, EuGH-Urteil, Geschlecht, Risikomerkmal, Äquivalenzprinzip, Risikolebensversicherung, Rentenversicherung, Altersvorsorge, Versicherungsmathematik, Beitrag, Leistung, Versicherungswirtschaft, Kapitalverzehrplan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Umstellung der privaten Lebensversicherung auf geschlechtsneutrale Tarife (Unisex-Tarife) infolge eines EuGH-Urteils.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Prämienkalkulation, die rechtlichen Hintergründe des EuGH-Urteils, versicherungstechnische Auswirkungen und mögliche Strategien der Branche auf diese Änderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erläuterung der ökonomischen und versicherungstechnischen Konsequenzen für Versicherte und Unternehmen sowie die Klärung, wer von der Umstellung profitiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein exploratives Vorgehen mit Literaturanalyse und qualitativen Experteninterviews angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Arten der Lebensversicherung, die Grundlagen der Kalkulation, das EuGH-Urteil im Detail sowie die Auswirkungen und Umgehungsmöglichkeiten von Unisex-Tarifen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unisex-Tarife, Äquivalenzprinzip, Risikomerkmal, Lebensversicherung und versicherungsmathematische Kalkulation.

Wie beeinflusst das Urteil die Prämien für Männer und Frauen konkret?

Die Tendenz geht bei Unisex-Tarifen zu einer Preiserhöhung, da das bisherige Differenzierungsmerkmal "Geschlecht" entfällt und Sicherheitszuschläge zur Kompensation der Unsicherheit über den Versichertenmix erhöht werden.

Gibt es Möglichkeiten, Unisex-Tarife zu umgehen?

Ja, laut Arbeit werden sowohl von Versicherern (über indirekte Selektionsmethoden) als auch von Kunden (durch alternative Produkte oder Abschlüsse im Ausland) verschiedene Ansätze diskutiert, wenngleich deren Wirksamkeit und Legalität oft strittig sind.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Unisex-Tarife in der Lebensversicherung
Universidad
University of Hohenheim
Autor
Daniel Oberer (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
58
No. de catálogo
V205028
ISBN (Ebook)
9783656321859
ISBN (Libro)
9783656325765
Idioma
Alemán
Etiqueta
unisex-tarife lebensversicherung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Oberer (Autor), 2011, Unisex-Tarife in der Lebensversicherung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205028
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