Im Gesundheitssystem ist durch die stetige wissenschaftliche Weiterentwicklung der Medizin und Pflege und aufgrund des technischen Fortschritts ein so großer Fort- und Weiterbildungsbedarf wie in kaum einem anderen Bereich vorhanden (Erbe, 2010; Boucsein, 2010; Renken-Olthoff, 2010; Großkopf 2010).
Die Einführung der mit dem Gesundheitsreformgesetz 2000 initiierten DRGs als reines Vergütungs- und Entgeltsystem führte zwangsläufig zu einer Verstärkung des innerbetrieblichen Controllings und zu einer multiprofessionellen Prozesssteuerung durch Einführung von Clinical Pathways und Case Management. Um als Krankenhausbetrieb überleben zu können, müssen sektorenübergreifende Kooperationen und Versorgungsstrukturen eingerichtet sein, was bei Pflegekräften zu einer umfassenden Veränderung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit einschließlich der Arbeitsabläufe und der organisatorischen Strukturen führt (Reinhardt, 2006, S. 34f.; Bohnes et al., 2008, S. 218; Westermann, 2008, S. 244f.).
Die zentralen Herausforderungen für eine aktivierende Gesundheitspolitik bestehen deshalb darin, sowohl Qualität als auch Effizienz zu erhöhen (MFJFG, 2000, S. 66 ff.; Stempel, 2010).
Aus diesen Gründen entsteht nicht nur ein hoher Bedarf an gut aus-, fort- und weitergebildeten Ärzten, sondern auch an entsprechend gut ausgebildeten Pflegekräften, welche diese Strukturveränderungen und Kostenreduzierungen umsetzen müssen. Der Bedarf an einer kostengünstigen, effizienten und effektiven Weiter-bildung spielt in diesem Kontext eine große Rolle (Pflege heute, 2007, S. 47 f.).
In dieser Hausarbeit möchte ich die Möglichkeiten des Qualitätsmanagements und der Evaluation von Lernerfolg von Corporate E-Learning in der Fort- und Weiterbildung im Krankenhaus aufzeigen und anhand der Maßnahme zur Weiterbildung von Gesundheits- und Krankenpfleger zum Praxisanleiter in der Pflege am Bildungszentrum im Kreis Ahrweiler verdeutlichen. In diesem Kontext werde ich ein passendes Evaluationskonzept vorstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Analyse der Ausgangslage im Gesundheitssystem, an Krankenhäusern und in der Weiterbildung von Pflegefachkräften
3. Ausgangslage E-Learning in Krankenhäusern
4. Qualitätsmanagement
4.1 Definition des Begriffs Qualität
4.2 QM im Krankenhaus nach EFQM® und KTQ®
4.2.1 EFQM®
4.2.2 KTQ®
4.3 QM von Bildungsmaßnahmen
4.4 QM von E-Learning
5. Evaluation der Lernqualität von Bildungsmaßnahmen
6. Evaluation des Blended Learning Konzeptes am Bildungszentrum im Kreis Ahrweiler
7. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten des Qualitätsmanagements und der Evaluation von Lernerfolg im Rahmen von Corporate E-Learning in der pflegerischen Fort- und Weiterbildung. Anhand eines konkreten Praxisbeispiels wird ein geeignetes Evaluationskonzept vorgestellt, das den veränderten Anforderungen im Gesundheitswesen Rechnung trägt.
- Qualitätsmanagement im Krankenhaus (EFQM® und KTQ®)
- Evaluation der Lernqualität bei Blended Learning
- Herausforderungen der pflegerischen Weiterbildung
- Wissensmanagement und E-Learning
- Kompetenzorientierung in Lernprozessen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Im Gesundheitssystem ist durch die stetige wissenschaftliche Weiterentwicklung der Medizin und Pflege und aufgrund des technischen Fortschritts ein so großer Fort- und Weiterbildungsbedarf wie in kaum einem anderen Bereich vorhanden (Erbe, 2010; Boucsein, 2010; Renken-Olthoff, 2010; Großkopf 2010).
Die Einführung der mit dem Gesundheitsreformgesetz 2000 initiierten DRGs als reines Vergütungs- und Entgeltsystem führte zwangsläufig zu einer Verstärkung des innerbetrieblichen Controllings und zu einer multiprofessionellen Prozesssteuerung durch Einführung von Clinical Pathways und Case Management. Um als Krankenhausbetrieb überleben zu können, müssen sektorenübergreifende Kooperationen und Versorgungsstrukturen eingerichtet sein, was bei Pflegekräften zu einer umfassenden Veränderung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit einschließlich der Arbeitsabläufe und der organisatorischen Strukturen führt (Reinhardt, 2006, S. 34f.; Bohnes et al., 2008, S. 218; Westermann, 2008, S. 244f.).
Die zentralen Herausforderungen für eine aktivierende Gesundheitspolitik bestehen deshalb darin, sowohl Qualität als auch Effizienz zu erhöhen (MFJFG, 2000, S. 66 ff.; Stempel, 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den hohen Fortbildungsbedarf im Gesundheitswesen durch strukturelle Reformen und leitet zur Fragestellung des Qualitätsmanagements in der Pflege-Weiterbildung über.
2. Allgemeine Analyse der Ausgangslage im Gesundheitssystem, an Krankenhäusern und in der Weiterbildung von Pflegefachkräften: Dieses Kapitel analysiert die demografischen und ökonomischen Herausforderungen im Krankenhaussektor und deren Auswirkungen auf die Pflegearbeit.
3. Ausgangslage E-Learning in Krankenhäusern: Hier wird der Einzug von Informationssystemen thematisiert und der Bedarf an wissensfördernden Unternehmenskulturen durch E-Learning abgeleitet.
4. Qualitätsmanagement: Das Kapitel definiert den Qualitätsbegriff und vergleicht etablierte Systeme wie EFQM® und KTQ® hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf Bildungsmaßnahmen.
5. Evaluation der Lernqualität von Bildungsmaßnahmen: Es werden Methoden und Zielsetzungen der formativen sowie summativen Evaluation erläutert, wobei ein Fokus auf die Lernerzentrierung gelegt wird.
6. Evaluation des Blended Learning Konzeptes am Bildungszentrum im Kreis Ahrweiler: Eine praxisbezogene Fallstudie über die Implementierung und Evaluation eines Blended-Learning-Curriculums für Praxisanleiter.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit prozesshafter Evaluation zusammen und ordnet das Projekt in den Kontext moderner Qualifikationsansätze ein.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, E-Learning, Blended Learning, Krankenhaus, Pflegeausbildung, Evaluation, Kompetenzentwicklung, Wissensmanagement, Praxisanleiter, EFQM, KTQ, Lernqualität, Handlungsorientierung, Prozesssteuerung, Gesundheitswesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung und Evaluation von E-Learning-Maßnahmen in der pflegerischen Weiterbildung innerhalb von Krankenhäusern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen Qualitätsmanagement-Systeme, Instrumente der Evaluation sowie die didaktische Gestaltung von Blended-Learning-Angeboten für Pflegefachkräfte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein passendes Evaluationskonzept für eine Weiterbildungsmaßnahme aufzuzeigen, das den spezifischen Anforderungen des Krankenhausbetriebs gerecht wird.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es erfolgt eine Literaturanalyse kombiniert mit einer Fallstudienanalyse (Evaluation des Blended-Learning-Konzeptes am Bildungszentrum im Kreis Ahrweiler).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements (EFQM, KTQ), die Besonderheiten der Lernqualität und die praktische Umsetzung einer Blended-Learning-Maßnahme.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, E-Learning, Evaluation, Pflegebildung und Kompetenzorientierung gekennzeichnet.
Warum wird KTQ® kritisch hinterfragt?
Die Autorin merkt kritisch an, dass KTQ primär prozess- und ergebnisorientiert auf die Patientenversorgung ausgerichtet ist und Bildungsprozesse nur rein formal berücksichtigt.
Warum wird die summative Evaluation als weniger geeignet angesehen?
Im Kontext Neuer Medien verschiebt sich der Fokus, da Lernerfolg in einem ko-konstruktiven Prozess entsteht, der eine formative, begleitende Evaluation erfordert.
- Quote paper
- Karsten Hartdegen (Author), 2010, Evaluationskonzept für E-Learning-Maßnahmen im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205112