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Die Vater-Tochter-Beziehung im Bürgerlichen Trauerspiel

Wie konstituiert sie sich allgemein und wie unterscheidet sie sich?

Titre: Die Vater-Tochter-Beziehung im Bürgerlichen Trauerspiel

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Zellmann (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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In dieser Arbeit wird die Frage geklärt, wie sich die Vater-Tochter-Beziehung im Bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts konstituiert und anhand der Dramen "Emilia Galotti" und "Kabale und Liebe" gezeigt, wie sie sich unterscheidet.
Aus der Gegenüberstellung der Beziehungen zwischen Vater und Tochter beider Dramen werden die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Vater-Tochter-Beziehung herausgearbeitet und erörtert, wie unterschiedlich sich diese Rollenkonstellation auswirken kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das bürgerliche Trauerspiel und das Vater-Tochter-Verhältnis

2.1 Zeitgeschichtlicher Kontext

2.2 Die Vater-Tochter-Beziehung

3. Zwei Arten der Vater-Tochter-Beziehung

3.1 Odoardo und Emilia Galotti

3.2 Vater und Luise Miller

4. Beide Vater-Tochter-Beziehungen im Vergleich

4.1 Gemeinsamkeiten

4.2 Unterschiede

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Konstitution der Vater-Tochter-Beziehung im bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts und arbeitet anhand der Dramen Emilia Galotti und Kabale und Liebe die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in dieser zentralen Rollenkonstellation heraus, um deren Auswirkungen auf den tragischen Ausgang der Stücke zu analysieren.

  • Analyse des Vater-Tochter-Verhältnisses als zentraler innerfamiliärer Konflikt
  • Gegenüberstellung der Dramen Emilia Galotti und Kabale und Liebe
  • Einfluss der patriarchalischen Ordnung auf die Tochter
  • Rolle des Vaters als Beschützer und moralischer Erzieher
  • Vergleich der unterschiedlichen Ausprägungen von väterlicher Autorität

Auszug aus dem Buch

3.1 Odoardo und Emilia Galotti

Vater Odoardo und Tochter Emilia treffen im Drama nur ein einziges Mal aufeinander und das auch erst im fünften Akt („Wie? Sie hier, mein Vater? Und nur Sie? Und meine Mutter?“, EG 5.Akt, 7.Szene). Beim für Mutter Claudia überraschenden Zusammentreffen mit ihrem Mann Odoardo fällt ein äußeres Symptom einer defizitären Vaterordnung in der Familie Galotti auf. Mutter und Tochter leben zusammen in der Stadt, Vater Galotti auf dem Land (EG 2.Akt, 4.Szene). Mutter Claudia ist in erster Linie für Emilias Erziehung durch die räumliche Trennung der Familie verantwortlich. Odoardo kommt so nicht seiner Pflicht nach, für Emilias Schutz und vor allem für ihre moralischen Erziehung zu sorgen. Das Verhältnis zwischen Ehemann und -frau sowie zwischen Vater und Tochter scheint durch Entfremdung und Misstrauen geprägt zu sein, denn Odoardo zweifelt zunächst an der Kompetenz der Frauen („Wie leicht vergessen sie etwas: fiel mir ein.“, EG 2.Akt, 2.Szene) und fragt danach, ob Emilia mit „dem Putze“ beschäftigt sei (EG 2.Akt, 2.Szene). Letzteres deutet darauf hin, dass er seine Tochter so wenig kennt, dass er annimmt, sie würde Hausarbeiten verrichten. Dafür reagiert er heftig, als er erfährt, Emilia sei alleine zur Kirche gegangen und fürchtet um die Tugend seiner Tochter („Einer ist genug zu einem Fehltritt!“, EG 2.Akt, 2.Szene). Doch anstatt auf Emilia zu warten, reitet er wieder fort, obwohl ihn seine Frau darauf hinweist, dass die Tochter dadurch sicher gekränkt sei („Es würde sie schmerzen, deines Anblicks so zu verfehlen.“, EG 2.Akt, 4.Szene). Für ihn zählt das bevorstehende Treffen mit seinem baldigen Schwiegersohn, dem Grafen Appiani („Ich muss auch bei dem Grafen noch einsprechen. Kaum kann ich's erwarten, diesen würdigen jungen Mann meinen Sohn zu nennen.“, EG 2.Akt, 4.Szene).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Konstitution und Differenzierung der Vater-Tochter-Beziehung im bürgerlichen Trauerspiel anhand der beiden gewählten Primärtexte vor.

2. Das bürgerliche Trauerspiel und das Vater-Tochter-Verhältnis: Dieses Kapitel erläutert den zeitgeschichtlichen Kontext sowie die zentrale Rolle des Familienkreises und der patriarchalischen Ordnung im bürgerlichen Trauerspiel.

3. Zwei Arten der Vater-Tochter-Beziehung: Es werden die spezifischen Vater-Tochter-Konstellationen in Emilia Galotti (Odoardo/Emilia) und Kabale und Liebe (Miller/Luise) detailliert analysiert.

4. Beide Vater-Tochter-Beziehungen im Vergleich: In diesem Teil werden die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Beziehungsausübung aufzuzeigen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Väter an ihrer Rolle als Schutzbeauftragte scheitern und die patriarchalische bzw. emotionale Argumentation gleichermaßen in den tragischen Tod der Tochter führen.

Schlüsselwörter

Bürgerliches Trauerspiel, Vater-Tochter-Beziehung, Emilia Galotti, Kabale und Liebe, Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Schiller, Patriarchat, Tugend, Familienehre, Liebesheirat, Emanzipation, Rollenerwartung, moralische Erziehung, Schutzbefohlene, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Vater und Tochter im bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts darstellt und welche Rolle die Väter in Bezug auf den Schutz und die Erziehung ihrer Töchter in den Dramen einnehmen.

Welche literarischen Werke bilden das Zentrum der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Dramen Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing und Kabale und Liebe von Friedrich Schiller.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Konstitution der Vater-Tochter-Beziehung zu klären und zu analysieren, wie sich diese trotz ähnlicher Grundvoraussetzungen unterscheidet und zum tragischen Ende der Protagonistinnen beiträgt.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die zunächst Merkmale des Vater-Tochter-Verhältnisses definiert, die Beziehungen in den beiden Werken einzeln untersucht und anschließend vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung der Vater-Tochter-Paare (Odoardo/Emilia und Miller/Luise) sowie dem direkten Vergleich von Gemeinsamkeiten und Unterschieden hinsichtlich der väterlichen Pflichten und Autorität.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am treffendsten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie bürgerliches Trauerspiel, Patriarchat, Tugend, väterliche Autorität und Rollenkonstellation charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die väterliche Kontrolle bei Odoardo Galotti und Miller?

Odoardo Galotti lebt räumlich getrennt von seiner Familie und versucht, die Kontrolle über ein äußeres Überwachungssystem zu wahren, während Miller mit seiner Tochter unter einem Dach lebt und die Kontrolle primär durch eine enge emotionale Bindung und moralische Erpressung ausübt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über das Scheitern der Väter?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass beide Väter – unabhängig davon, ob sie patriarchalisch oder emotional argumentieren – an ihrer Rolle als Schutzbeauftragte und moralische Erzieher scheitern, was maßgeblich zum tödlichen Ausgang der Dramen beiträgt.

Welche Bedeutung hat das Geld im Verhältnis zwischen Miller und Luise?

Für Miller stellt seine Tochter eine Art Kapitalanlage dar; dennoch führt der Anblick von Geld am Ende des Stücks dazu, dass er alle seine väterlichen Ordnungen vergisst und seine Tochter gewissermaßen verkauft, was die Katastrophe besiegelt.

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Résumé des informations

Titre
Die Vater-Tochter-Beziehung im Bürgerlichen Trauerspiel
Sous-titre
Wie konstituiert sie sich allgemein und wie unterscheidet sie sich?
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft)
Cours
Von Blackface bis White Trash – Stereotype in Theater, Film und Fernsehen
Note
1,3
Auteur
Stefanie Zellmann (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
14
N° de catalogue
V205168
ISBN (ebook)
9783656313663
ISBN (Livre)
9783656314585
Langue
allemand
mots-clé
Bürgerliches Trauerspiel Emilia Galotti Kabale und Liebe Lessing Schiller Vater Tochter Vater-Tochter-Beziehung 18.Jahrhundert Rollenkonstellation Beziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefanie Zellmann (Auteur), 2011, Die Vater-Tochter-Beziehung im Bürgerlichen Trauerspiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205168
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Extrait de  14  pages
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