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Die Räumlichkeit in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" als Spiegel für die Innerlichkeit des erzählenden Ichs

Título: Die Räumlichkeit in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" als Spiegel für die Innerlichkeit des erzählenden Ichs

Trabajo , 2011 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: B.A. Bachelor of Arts Stefanie Zellmann (Autor)

Teatrología, danza
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Diese Arbeit untersucht, inwieweit sich das Seelenleben der Ich-Erzählerin in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" in ihrer
räumlichen Umgebung und ihrer Wahrnehmung der Räume widerspiegelt. Anhand verschiedener Textstellen wird untersucht, wie sich
das Verhalten der Protagonistin im Hinblick auf ihre soziale und häuslich-räumliche Umgebung konstituiert oder gar verändert. Ziel dieser Untersuchung ist es, herauszustellen, wie die Innerlichkeit des erzählenden Ichs in der Räumlichkeit bzw. Wohnsituation ihren Ausdruck findet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krankheitsbild der Agoraphobie

2.1 Was versteht man unter dieser Krankheit?

2.2 Symptome bei der Protagonistin

3. Das Innere und die Räumlichkeit

3.1 Ivan als Tor zur Außenwelt

3.2 Die Ungargasse als eigene Welt

4. Das Telefon, die Unordnung und die Wand

4.1 Das Telefon

4.2 Die Unordnung

4.3 Die Wand

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Seelenleben der Ich-Erzählerin in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" und analysiert, inwiefern sich dieses psychische Befinden in ihrer räumlichen Umgebung und ihrer Wahrnehmung des häuslichen Wohnraums widerspiegelt.

  • Analyse der psychologischen Krankheitsbilder (insb. Agoraphobie) der Protagonistin
  • Untersuchung der Bedeutung von Ivan als Bezugspunkt zur Außenwelt
  • Deutung der räumlichen Isolation und des Rückzugs in die "Ungargasse"
  • Symbolik von Telefon, Unordnung und Wand als Ausdruck der existentiellen Krise
  • Darstellung des Verschwindens des Ichs im Romanverlauf

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Ungargasse als eigene Welt

Die Ungargasse, in der die Ich-Erzählerin wohnt, bezeichnet sie selbst als Schutzraum, den sie verteidigen und bewahren muss. Geradezu patriotisch beschreibt sie ihre Straße als:

[...]mein Ungargassenland, daß ich halten muß, befestigen, mein einziges Land, das ich sichern muß, das ich verteidige, um das ich zittere, um das ich kämpfe, zum Sterben bereit, ich halte es mit meinen sterblichen Händen, umfangen auch hier, atemholend vor dem Café Landmann, mein Land, von der Rache aller Länder bedroht. (S.115)

Ihr Land muss allerdings in einen Umkreis von 2 Häusern eingegrenzt werden: ihres und Ivans gegenüber. Nur in dieser Welt fühlt sie sich wohl und weiß, wie sich zu bewegen hat („[...] und ich weiß auswendig, wieviel Schritte ich machen muß, von mir schräg zu Ivans Haus, ich könnte auch mit verbundenen Augen gehen.“, S.26). Ihre sichere Welt gründet sich in der räumlichen Nähe zu Ivan.8 Die Erzählerin bemerkt für sich in ihrer selbsterschaffenen heilen Welt:

[...] daß hier, in diesem Umkreis, wo ich bin, der Schmerz im Abnehmen ist, zwischen der Ungargasse 6 und 9, daß die Unglücke weniger werden, der Krebs, der Tumor, das Asthma und der Infarkt, die Fieber, Infektionen und Zusammenbrüche, sogar die Kopfschmerzen und die Wetterfühligkeit sind abgeschwächt, und ich frage mich, ob es nicht meine Pflicht sei, die Wissenschaftler zu informieren (S.28)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie sich das Seelenleben der Protagonistin in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" in ihrer räumlichen Umgebung widerspiegelt.

2. Krankheitsbild der Agoraphobie: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen der Agoraphobie und analysiert die spezifischen Symptome der Protagonistin, die sich zunehmend von der Außenwelt isoliert.

3. Das Innere und die Räumlichkeit: Hier wird untersucht, wie die Identifikation mit dem Wohnraum und der Person Ivan als einzigem Bindeglied zur Außenwelt das Weltbild der Erzählerin konstituiert.

4. Das Telefon, die Unordnung und die Wand: Dieses Kapitel analysiert drei zentrale Symbole des Romans, die den fortschreitenden Identitätsverlust und den Rückzug der Protagonistin bis hin zur vollständigen Selbstaufgabe illustrieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Rückzug der Protagonistin in ihren privaten Raum letztlich zum Scheitern führt und das Verschwinden ihrer Existenz besiegelt.

Schlüsselwörter

Ingeborg Bachmann, Malina, Agoraphobie, Isolation, Ungargasse, Räumlichkeit, Identitätsverlust, Ivan, Malina, Telefon, Wand, Innerlichkeit, Literaturanalyse, Seelenleben, Platzangst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die psychische Verfassung der Ich-Erzählerin in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" und deren Bezug zum räumlichen Umfeld.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Themen Agoraphobie, soziale Isolation, die Abhängigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen und die Symbolik des Wohnraums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Seelenleben des erzählenden Ichs durch die Wohnsituation und die räumliche Wahrnehmung ausgedrückt und beeinflusst wird.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Autorin kombiniert eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romantextes mit dem Heranziehen psychologischer Fachbegriffe, um das Verhalten der Protagonistin zu deuten.

Was steht im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Krankheitssymptomen, die Rolle Ivans als Ankerpunkt sowie die Analyse symbolträchtiger Objekte wie dem Telefon und der Wand.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Isolation, "Ungargassenland", Identitätszerstörung und der Kampf um Selbstbehauptung innerhalb einer psychischen Erkrankung prägen die Untersuchung.

Warum spielt die "Ungargasse" eine so zentrale Rolle im Roman?

Die Ungargasse fungiert für die Erzählerin als Schutzraum oder "Festung", die sie benötigt, um ihre instabile psychische Welt aufrechtzuerhalten.

Welche Funktion hat die Wand am Ende des Romans?

Die Wand symbolisiert die letzte Grenze, an der die Protagonistin aus der Welt verschwindet; sie stellt sowohl ein Hindernis als auch den finalen Zufluchtsort dar.

Warum wird die Person Malina als Bedrohung für das Ich wahrgenommen?

Malina tritt als Instanz auf, die die Existenz der Erzählerin auslöscht und Ordnung in einem Sinne schafft, der keinen Platz für die subjektive Identität des Ichs lässt.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Räumlichkeit in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" als Spiegel für die Innerlichkeit des erzählenden Ichs
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft)
Curso
Kunst des Wohnens, Wohnen in der Kunst
Calificación
1,3
Autor
B.A. Bachelor of Arts Stefanie Zellmann (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
15
No. de catálogo
V205175
ISBN (Ebook)
9783656313595
ISBN (Libro)
9783656315698
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ingeborg Bachmann Malina Roman Räumlichkeit Innerlichkeit Erzählendes Ich Wand
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Bachelor of Arts Stefanie Zellmann (Autor), 2011, Die Räumlichkeit in Ingeborg Bachmanns Roman "Malina" als Spiegel für die Innerlichkeit des erzählenden Ichs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205175
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