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Wilhelm Lehmbruck als Marmorbildhauer?

Título: Wilhelm Lehmbruck als Marmorbildhauer?

Estudio Científico , 2012 , 20 Páginas

Autor:in: Dr. Marion Bornscheuer (Autor)

Arte - Historia del Arte
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Wilhelm Lehmbruck als Marmorbildhauer? Diese Frage ist in der Forschung kontrovers diskutiert worden, ohne dass ihr jemals systematisch nachgegangen worden wäre. Erstmals widmet sich die vorliegende Studie dem Thema, ob sich Lehmbruck, der primär als 'Modelleur' der Werkstoffe Gips, Ton und Terrakotta bekannt geworden ist, von denen später Steingüsse und Bronzen abgenommen wurden, auch als 'Skulpteur' in Stein betätigt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Auseinandersetzung mit dem Marmor

3. Marmorarbeiten in der Zeit des Ersten Weltkriegs

4. Zusammenfassende Betrachtung

5. Abbildungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bisher ungeklärte Frage, inwieweit der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck seine Skulpturen eigenhändig in Marmor ausgeführt oder diese Arbeit in Auftrag gegeben hat. Dabei analysiert die Autorin technische Indizien, stilistische Merkmale und historische Dokumente, um Lehmbrucks Vorgehensweise bei der Materialbearbeitung sowie seine Motivation zur Wahl des kostspieligen Marmors zu beleuchten.

  • Untersuchung der eigenhändigen Marmorbearbeitung bei Wilhelm Lehmbruck
  • Analyse der Rolle von Akademietraining und autodidaktischen Prozessen
  • Bewertung von Marmorskulpturen als Auftragsarbeiten versus Studienprojekte
  • Vergleich von Marmor- mit Steinguss- und Bronzeversionen der Werke
  • Kontextualisierung von Lehmbrucks Marmorarbeiten innerhalb der avantgardistischen Kunstszene

Auszug aus dem Buch

Die Auseinandersetzung mit dem Marmor

Am 19. Oktober 1967 schrieb der Direktor des Wilhelm Lehmbruck-Museums in Duisburg, Gerhard Händler, an seinen Vorgänger, August Hoff: „Sehr interessant und wichtig erscheint es mir, darüber Klarheit zu gewinnen, wie weit Lehmbruck selbst in Stein (Marmor) gearbeitet hat.“ Hoff antwortete ihm am 1. November 1967: „Ja, Lehmbruck hat selbst in Marmor gearbeitet, besonders in der Düsseldorfer Zeit. Große Werke wie die ‚Duisburgerin‘ oder den letzten Torso ließ er vorarbeiten und bearbeitete die Oberfläche selbst.“

Dokumente, die diese Auskunft bezüglich der Großskulpturen stützen würden, sind bislang nicht bekannt. Ebenso wenig gibt es Untersuchungen, die ausschließlich Lehmbrucks Marmorarbeiten gewidmet sind. Veronika Wiegartz hat sich 2000 eingehender mit diesem Aspekt beschäftigt, doch kam auch sie zu folgendem Ergebnis: „Ungeklärt ist […] bis heute, ob Lehmbruck den Stein selbst bearbeitete oder das Aushauen der Figur in Auftrag gab, wie es den Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts entsprach.“ Insofern ist Händlers Ansinnen aktuell geblieben. Mit letzterem engstens verknüpft sind außerdem zwei weitere virulente Fragen, die eine Annäherung an Händlers Ausgangsfrage erlauben könnten und im Folgenden zu prüfen sind: Welche Plastiken aus seinem Œuvre hat Lehmbruck in Marmor übertragen (lassen)? Und was könnte ihn motiviert haben, neben dem gleichermaßen avantgardistischen wie günstigen Material des Kunststeins auch das des Marmors einzusetzen, der sicherlich ebenso teuer wie die für Lehmbruck zu Lebzeiten nicht finanzierbare Bronze und überdies schwerer zu beschaffen war?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Ausmaß von Lehmbrucks eigenhändiger Arbeit an seinen Marmorskulpturen und skizziert den aktuellen Forschungsstand.

2. Die Auseinandersetzung mit dem Marmor: Dieses Kapitel untersucht Lehmbrucks frühe Marmorarbeiten und beleuchtet die Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie sowie den Einfluss von Lehrern wie Carl Janssen.

3. Marmorarbeiten in der Zeit des Ersten Weltkriegs: Hier wird analysiert, wie sich Lehmbrucks Produktion von Marmorwerken unter den erschwerten Bedingungen des Ersten Weltkriegs veränderte und warum Marmor trotz der Materialknappheit weiterhin als wichtiges künstlerisches Medium galt.

4. Zusammenfassende Betrachtung: Das Fazit führt die Argumente zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Lehmbruck insbesondere bei privaten Studienarbeiten selbst zum Meißel griff, während größere Werke häufig Auftragsarbeiten waren, die er in enger Zusammenarbeit mit Gehilfen vollendete.

5. Abbildungsverzeichnis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Abbildungen auf und liefert ergänzende Informationen zu den abgebildeten Kunstwerken.

Schlüsselwörter

Wilhelm Lehmbruck, Marmor, Bildhauerei, Steinbearbeitung, Kunstgeschichte, Düsseldorfer Bildhauerschule, Carl Janssen, Werkverzeichnis, Skulptur, Auftragsarbeit, Moderne, Avantgarde, Materialwahl, Steinguss, Bronzeguss

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die bisher nicht abschließend geklärte Frage, ob der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck seine Marmorwerke eigenhändig meißelte oder ob er diese durch Steinmetze ausführen ließ.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Im Zentrum stehen die handwerkliche Praxis Lehmbrucks, die Bedeutung von Materialwahl in der modernen Plastik sowie die historische Einordnung seiner Marmorarbeiten im Kontext der damaligen Kunstszene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Synthese aus den kontroversen Forschungsmeinungen zu bilden und Lehmbrucks Arbeitsweise durch die Analyse technischer, stilistischer und biografischer Indizien präziser einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Methodik, die Quellenanalyse, den Vergleich von Werk-Dokumentationen, stilistische Bildvergleiche sowie die Auswertung zeitgenössischer Korrespondenz und Ausstellungsnachweise kombiniert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den frühen, teilweise privaten Marmorarbeiten, den Grabmal- und Porträtaufträgen sowie den großen, repräsentativen Marmorskulpturen aus der Pariser Zeit und der Ära des Ersten Weltkriegs.

Was zeichnet die Arbeit in Bezug auf die Schlüsselwörter aus?

Die Arbeit verknüpft technische Begriffe der Bildhauerei (wie Marmor, Steinguss, Modellieren) direkt mit kunsthistorischen Analysen von Lehmbrucks spezifischem Œuvre und seinem Umfeld.

Welche Rolle spielt die Düsseldorfer Akademie für Lehmbrucks Marmorarbeiten?

Die Akademie wird als ambivalenter Ort dargestellt; während Lehmbruck dort Atelierzugang und Rat fand, wird diskutiert, inwiefern die Ausbildung dort tatsächlich das Meißeln in Stein umfasste.

Wie bewertet die Autorin die Bedeutung des Marmors im Vergleich zu Kunststein?

Trotz der praktischen Vorteile von Kunststein (kostengünstig, wetterfest) wird aufgezeigt, dass Lehmbruck den Marmor für seine Ausdruckskraft und zur Steigerung der Wirkung figürlicher Tektonik schätzte.

Was besagt die Schlussfolgerung bezüglich Lehmbrucks Rolle als Bildhauer?

Die Autorin schlussfolgert, dass Lehmbruck Marmorarbeiten zwar konzipierte und finalisierte, die ausführende Arbeit jedoch situativ zwischen eigenhändiger Meißelarbeit bei Studienprojekten und der Zusammenarbeit mit Gehilfen bei kommerziellen Aufträgen schwankte.

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Detalles

Título
Wilhelm Lehmbruck als Marmorbildhauer?
Autor
Dr. Marion Bornscheuer (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
20
No. de catálogo
V205576
ISBN (Ebook)
9783656319566
ISBN (Libro)
9783656322344
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lehmbruck; Bildhauer; Klassische Moderne; Paris; Armory Show; Mamor; Erster Weltkrieg; Hoetger; Janssen; Material;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. Marion Bornscheuer (Autor), 2012, Wilhelm Lehmbruck als Marmorbildhauer?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205576
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