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Die Korrelation zwischen Symbolik und der Entwicklung der Hauptfiguren in Christa Wolfs „Der geteilte Himmel"

Titre: Die Korrelation zwischen Symbolik und der Entwicklung der Hauptfiguren in Christa Wolfs „Der geteilte Himmel"

Dossier / Travail , 2011 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Wiebke Hugen (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Wer sich für die Literatur der DDR interessiert (und vor allem für jene, die auch aus heutiger Sicht noch uneingeschränkt lesenswert ist), der kommt an Christa Wolf und ihrem Frühwerk „Der geteilte Himmel“ kaum vorbei. Nicht ohne Grund wurde die Erzählung der jungen Autorin in Ost- wie in Westdeutschland seinerzeit als „außergewöhnliches literarisches Ereignis“ verstanden. Sie ist jedoch nicht nur in Bezug auf ihren Inhalt, sondern auch auf ihre Erzähltechnik und Stilistik durchaus beachtenswert, hatte sie doch wesentliche Bedeutung für die Erschließung formaler Möglichkeiten und stofflicher Freiheiten für die kommende DDR-Literatur. Eines der charakteristischsten stilistischen Mittel der Erzählung ist der Gebrauch zahlreicher Symbole, der sich wohl einerseits auf die Freude der unerfahrenen Schriftstellerin am dichterischen Bild zurückführen lässt, andererseits aber auch die Absicht verfolgt, die von der sozialistisch-realistischen Literatur angestrebte Eindeutigkeit zu relativieren. Beispiele hierfür sind die mannigfaltigen Natursymbole, wozu auch das ständig auftauchende Bild des sich verändernden Himmels zu zählen ist, das gemeinsame Zimmer der Hauptfiguren Manfred und Rita, das wie eine „Gondel“ über der Stadt schwebt, die Testfahrt des neuen Waggonmodells während des Raumflugs von Juri Gagarin, Träume, Straßen, Licht und Farben, Stillstand und Bewegung, Dorf und Stadt (vor allem in der Gegenüberstellung von Ost und West), aber auch Ritas Vorbildfiguren. Befasst man sich näher mit der Symbolik der Erzählung, so fällt auf, dass verschiedene Symbole immer wieder auftauchen, sich ihre Bedeutung von Situation zu Situation jedoch verändert. Und betrachtet man dieses Phänomen nun noch genauer, so kann eine Korrelation zwischen der Bedeutung der Symbole und der Entwicklung der Hauptfiguren festgestellt werden. Dieser Zusammenhang soll Thema der vorliegenden Arbeit sein. Zu untersuchen sind dabei folgende Aspekte: Zu welchem Zweck setzt die Autorin welche Symbole ein, durch welche Symbole werden die Entwicklungsschritte der Protagonisten Rita und Manfred begleitet? Was erreicht der Einsatz von Symbolen in der Beschreibung der jeweiligen Lebenssituationen der Figuren, welche Eindrücke werden für den Leser verstärkt? Wie verändert sich die Bedeutung ein und desselben Symbols im Laufe der Erzählung? Und auch: Wie bewertet die Sekundärliteratur Christa Wolfs Einsatz von Symbolen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Figurenentwicklung

2.1 „Alles im richtigen Gleichgewicht“: Leben im Dorf als Ausgangspunkt

2.2 „Schauplatz zukünftiger Abenteuer“: Manfred, Schwarzenbach und „die Stadt“

2.2.1 Manfred

2.2.2 Schwarzenbach

2.2.3 Die Stadt

2.3 Die „Strenge des Lebens“: Im Waggonwerk und bei den Herrfurths

2.3.1 Arbeitsantritt im Waggonwerk

2.3.2 Meternagel

2.3.3 Streit bei Herrfurths

2.4 Nach dem „Gipfel“ die „Sintflut“: Entwicklung der Beziehung Ritas und Manfreds

2.4.1 Fahrt in den Harz

2.4.2 Der Traum

2.4.3 Beginn der Katastrophe

2.4.4 Probefahrt und „die Nachricht“

2.4.5 Manfreds Flucht und Eindrücke aus Westberlin

2.4.6 Im Sanatorium

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Korrelation zwischen der in Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ verwendeten Symbolik und der inneren Entwicklung der Hauptfiguren Rita Seidel und Manfred Herrfurth. Dabei wird analysiert, wie die Autorin durch Symbole die Lebenssituationen der Protagonisten begleitet und deren Identitätsfindung sowie politische Positionsfindung im Kontext der DDR-Gesellschaft spiegelt.

  • Analyse der Natursymbolik und ihre Bedeutung für die emotionale Befindlichkeit der Figuren.
  • Untersuchung der Entwicklung von Rita vom unbedarften Mädchen zur gefestigten Sozialistin.
  • Gegenüberstellung der Lebensentwürfe von Rita und Manfred anhand symbolischer Leitmotive.
  • Bewertung des symbolischen Einsatzes im Kontext des sozialistischen Realismus und des „Bitterfelder Weges“.
  • Deutung der „geteilten“ Symbolik (z.B. Himmel) als Ausdruck weltanschaulicher Trennung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Manfred

Rita begegnet Manfred zum ersten Mal auf dem Weg zur Arbeit bei „blaue[m] Himmel“ und „klare[m] Morgenlicht“ (W: 11) – der Himmel über den beiden ist also harm- und wolkenlos, die Atmosphäre ungetrübt – auf dem Heimweg, „[w]o der Pfad in ihr eigenes Dorf abzweigte“, „an der einzigen windzerrupften Weide weit und breit“ (W: 11). Symbolisch ist an dieser Stelle nicht nur, dass Rita die zuvor befahrene „schnurgerade Straße“ aus der Kleinstadt kommend verlässt, um auf Manfred zu treffen (ein Vorausgriff auf Ritas Neuorientierung für ihren zukünftigen Lebensweg aufgrund ihres Partners), sondern auch, dass dieses Treffen durch eine gemeinsame Sehnsucht an diesem Ort stattfindet, die sich jedoch auf unterschiedliche Ziele richtet: „Die gleiche Sehnsucht trieb sie in ihr Dorf und ihn an diese Chaussee, die zur Autobahn und, wenn man will, zu allen Straßen der Welt führte“ (W: 11).

Rita hat der Leser bereits als dörflichen Menschen kennengelernt; nun wird auch deutlich, dass ihr zukünftiger Partner für ein Leben fernab dieses Dorfes steht. Dass sie Manfred dort trifft, wo der der Weg sich in verschiedene Richtungen hin teilt, könnte nach Ansicht KLASSONs andeuten, dass „die gleiche Sehnsucht“ die beiden zwar an einen gemeinsamen Punkt führen kann, dass aber von hier aus auch ein Auseinandergehen möglich ist. Nach einem gemeinsamen Tanzabend werden Rita und Manfred ein Paar. Das anfängliche Glück und harmonische Beisammensein der beiden spiegelt sich zur Weihnachtszeit wiederum in den Bildern der Natur wider; alles ist zu dieser Zeit, wie es sein soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfragen bezüglich der Korrelation zwischen Symbolik und Figurenentwicklung bei Christa Wolf.

2 Figurenentwicklung: Detaillierte Analyse der Lebensphasen der Protagonisten und deren Spiegelung in spezifischen Symbolen wie dem Dorf, der Stadt und dem Waggonwerk.

3 Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, wobei die Symbole in Kategorien eingeteilt und als Ausdruck der lebensweltlichen Differenzen zwischen Rita und Manfred gedeutet werden.

Schlüsselwörter

Christa Wolf, Der geteilte Himmel, DDR-Literatur, Figurenentwicklung, Symbolik, Natursymbole, Sozialismus, Identität, Liebesbeziehung, Bitterfelder Weg, Manfred Herrfurth, Rita Seidel, Entfremdung, Ideologie, literarische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Symbolik in Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“ und setzt diese in direkten Bezug zur Entwicklung der beiden Hauptfiguren Rita und Manfred.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Themenbereiche Natursymbolik, politische Identitätsfindung im Sozialismus, die Dynamik einer Liebesbeziehung unter gesellschaftlichem Druck und der „Bitterfelder Weg“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu zeigen, wie die Autorin durch Symbole (z.B. den Himmel, Straßen, Arbeit) die psychologische Entwicklung und die schleichende Entfremdung der beiden Hauptfiguren darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Analyse der Erzählung, bei der jede Lebensstation der Protagonisten auf ihren spezifischen Symbolgebrauch hin untersucht wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von Ritas Jugend im Dorf über die Zeit im Waggonwerk bis hin zu Manfreds Flucht und Ritas seelischem Zusammenbruch im Sanatorium.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe „Symbolik“, „Figurenentwicklung“, „DDR-Literatur“ und „sozialistischer Realismus“ definieren.

Warum spielt das Symbol des „Leuchtturms“ für Manfred eine so wichtige Rolle?

Das Leuchtturm-Symbol wird von Rita als Hilfe für Menschen in Not eingeführt; Manfreds Unfähigkeit, diesen „Leuchtturm“ zu sehen oder zu nutzen, verdeutlicht seine moralische Schwäche und seinen Zynismus.

Inwiefern beeinflusst das „Eisenbahnsymbol“ Ritas Entwicklung?

Das Eisenbahnmotiv steht für Ritas Fernweh und Sehnsucht nach einer Welt außerhalb des Dorfes, wird jedoch im Verlauf ihrer Arbeit im Waggonwerk zu einem Symbol für ihre Integration in das gesellschaftliche Kollektiv.

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Résumé des informations

Titre
Die Korrelation zwischen Symbolik und der Entwicklung der Hauptfiguren in Christa Wolfs „Der geteilte Himmel"
Université
Free University of Berlin  (Deutsche und Niederländische Philologie)
Cours
DDR-Literatur der 60er und 70er Jahre
Note
1,0
Auteur
Wiebke Hugen (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
27
N° de catalogue
V205719
ISBN (ebook)
9783656323624
ISBN (Livre)
9783656325925
Langue
allemand
mots-clé
DDR Ostdeutschland Symbol Christa Wolf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wiebke Hugen (Auteur), 2011, Die Korrelation zwischen Symbolik und der Entwicklung der Hauptfiguren in Christa Wolfs „Der geteilte Himmel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205719
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Extrait de  27  pages
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