Corporate Blogs – Unternehmen in der Blogosphäre


Seminararbeit, 2012
31 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

I Abbildungsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Definition der Begriffe „Weblog“ und „Blogosphäre“
2.2 Typologien von Weblogs

3 Arten und Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs
3.1 Kommunikationsziel Information
3.2 Kommunikationsziel Persuasion
3.3 Kommunikationsziel Argumentation

4 Der Fragebogen
4.1 Rekrutierungsstrategie und Stichprobe
4.2 Aufbau und Inhalte des Fragebogens

5 Auswertung der Befragung
5.1 Stichprobe
5.2 Internetnutzung
5.3 Lese- und Kommentierverhalten
5.4 Corporate Blogs im Allgemeinen
5.5 Detaillierte Untersuchung des Aspekts Glaubwürdigkeit
5.5.1 Der Einfluss der formalen Aspekte auf die Glaubwürdigkeit
5.5.2 Der Einfluss der inhaltlichen Aspekte auf die Glaubwürdigkeit
5.5.3 Der Einfluss des Autors auf die Glaubwürdigkeit

6 SWOT-Analyse
6.1 Theoretisches Modell der SWOT-Analyse
6.1.1 Stärken-Schwächen-Analyse
6.1.2 Chancen-Risiken-Analyse
6.1.3 Zusammenfassung der Analysen in einer Matrix
6.1.4 Kritik
6.2 Anwendung der SWOT-Analyse
6.2.1 Stärken-Schwächen-Analyse
6.2.2 Chancen-Risiken-Analyse
6.2.3 Zusammenfassung der Analysen in einer Matrix

7 Zusammenfassung und kritische Würdigung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Kritische Würdigung

III Literaturverzeichnis

IV Internetquellenverzeichnis

V Anhang

A Fragebogen

I Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs nach Zerfaß

Abbildung 2: Ergebnisse zur Frage „Über welche der folgenden Kanäle kommen Sie mit Unternehmen in Kontakt?“

Abbildung 3: Ergebnisse zur Frage „Aus welchen Gründen lesen Sie Corporate Blogs?“

Abbildung 4: Der Einfluss der formalen Aspekte auf die Glaubwürdigkeit

Abbildung 5: Der Einfluss der inhaltlichen Aspekte auf die Glaubwürdigkeit

Abbildung 6: Der Einfluss des Autors auf die Glaubwürdigkeit

Abbildung 7: SWOT-Matrix. Eigene Darstellung in Anlehnung an Gabler Wirtschaftslexikon

Abbildung 8: SWOT-Matrix mit Handlungsempfehlungen (eigene Darstellung)

II Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

173 Millionen. Dies war laut Messung von NM Incite, ein Unternehmen von Nielsen und McKinsey, die Anzahl an registrierten Weblogs im Oktober 2011 weltweit, Tendenz steigend.[1] Wie viele davon Corporate Blogs sind, lässt sich aufgrund der Schnelllebigkeit des Internets nur schätzen. Unter der vereinfachten Annahme, dass jeder Blog von einem Blogger geführt wird und acht Prozent aller Blogger weltweit Corporate Blogger sind, ergeben sich insgesamt 13,84 Millionen Corporate Blogs.[2]

Und auch in Deutschland sind Corporate Blogs ein wichtiges Thema: Laut einer Studie des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. liegen Blogs mit 36 Prozent im Ranking der meistgenutzten Anwendungen von Unternehmen auf Platz 2 hinter den sozialen Netzwerken.[3] Allerdings übersehen auch viele Unternehmen mögliche Risiken und Gefahren, die Weblogs mit sich bringen können.

Ziel dieser Arbeit ist den Einsatz von Corporate Blogs als Instrument der Unternehmenskommunikation in Bezug auf die möglichen Chancen und Risiken zu betrachten und einen umfassenden Überblick zu erlangen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Aspekt der Glaubwürdigkeit.

Der Leser wird durch einen kurzen Abriss der Begriffe „Blogosphäre“ und „Weblogs“ an das Thema herangeführt. In den nachstehenden Abschnitten werden dann das Thema Corporate Blogs und insbesondere der Aspekt der Glaubwürdigkeit dargestellt. Im Schlussteil findet die Bewertung der oben aufgeführten Aufgabenstellung statt.

2 Grundlagen

2.1 Definition der Begriffe „Weblog“ und „Blogosphäre“

Die Zahl der Weblogs steigt immer weiter an, trotzdem gibt es bisher keine einheitliche, allgemeingültige Definition des Begriffs „Weblog“.[4] Der Begriff ist ein Kunstwort aus den zwei englischen Begriffen „web“ und „log“, der erstmals 1997 von dem Programmierer und Online-Journalisten Jan Barger verwendet wurde. Er hatte seine, einem Tagebuch ähnliche Seite, als Weblog bezeichnet.[5] Abgekürzt wird der Begriff Weblog auch mit dem umgangssprachlich häufiger verwendeten Begriff „Blog“.[6]

Zu den am zahlreichsten genannten Definitionen gehört die von Przepiorka: „Ein Weblog ist eine häufig aktualisierte Website, auf der Inhalte jeglicher Art in chronologisch absteigender Form angezeigt werden. […] Der Autor ist dabei entweder eine einzelne Person oder auch eine Gruppe. Alle Inhalte sind in der Regel durch Links mit anderen Websites verlinkt und können unmittelbar durch den Leser kommentiert werden.“[7] Durch die zusätzlichen Möglichkeiten wie Kommentarfunktionen und Verlinkungen zu anderen Blogs oder Internetquellen unterscheiden sich Weblogs von herkömmlichen Websites.[8]

Das Pflegen und Füllen eines Blogs mit Inhalten durch eine Person, dem Blogger, wird dabei „bloggen“ genannt. Die Ganzheit aller Blogs und der beteiligten Personen wird als Blogosphäre bezeichnet.[9]

2.2 Typologien von Weblogs

Weblogs können nach ihrer Funktion unterschieden werden. Auch hier gibt es eine Vielzahl an Definitionen, die sich im Kern zwar ähneln, aber in den Begrifflichkeiten teilweise stark unterscheiden. Systematisiert werden die Blogs mithilfe von verschiedenen Typologien. Dazu gehören:

Zweier-Typologien: Rebecca Blood (2000)

Dreier-Typologien: beispielsweise von Klaus Beck (2008), Thomas Pleil (2004 und 2005) und Susan C. Herring (2004)

Vierer-Typologien: Sandeep Krishnamurthy (2002)

Beispielhaft wird in dieser Arbeit die Definition nach Thomas Pleil und seinen Begrifflichkeiten dargestellt. Dieser unterscheidet grob drei Typen von Weblogs: private Weblogs, J-Blogs bzw. Media Blogs und PR-Blogs.[10]

Private Weblogs

Private Weblogs werden auch als persönliche Online-Journale bezeichnet und machen die Mehrheit aller existierenden Weblogs aus. In ihrer Art gleichen sie digitalen Tagebüchern und thematisieren das Privatleben der Blogger oder beziehen sich auf ein bestimmtes Hobby oder Interessensgebiet. Häufig stellen sie den Bezug zu anderen Beiträgen im Internet, meist auf anderen Blogs, her.[11] Seit einiger Zeit kann im Bereich der privaten Weblogs der Trend zum mobilen Bloggen vom Handy – den sogenannten Moblogs – beobachtet werden.[12]

J-Blogs oder Media Blogs

Bei J-Blogs handelt es sich um Weblogs, die von Journalisten geführt werden und meist einen thematischen Bezug zu dem Fachgebiet des Journalisten haben. Bekanntes Beispiel hierfür ist der ehemalige Associated Press-Journalist Christopher Allbritton, der als einer der ersten Journalisten dieses Medium nutze.[13] Media Blogs werden hingegen von klassischen Medien, wie Tageszeitungen oder Fernsehsendern, betrieben. Ein Beispiel für diese Kategorie ist der in Deutschland bekannte und durch den Grimme Online Award INFORMATION ausgezeichnete[14] Blog der Tagesschau.[15]

Beide Formen sind oftmals professioneller als private Weblogs und können als eine neue Form der journalistischen Berichterstattung angesehen werden.

PR-Blogs

Hierbei handelt es sich um Blogs, die gezielt in der (internen und/oder externen) Organisationskommunikation eingesetzt werden. Sie gliedern sich wiederum in drei Untergruppen:[16]

Blogs von Unternehmen, auch Corporate Blogs genannt. Dieser Art von Blogs wird im nächsten Kapitel nähergehend erläutert.

Watchblogs oder Activists Blogs, wie beispielsweise der BildBlog[17], der insbesondere die Artikel der Bild Zeitung hinterfragt[18]

Personality Blogs, die von Prominenten mit Inhalt gefüllt werden[19]

3 Arten und Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs

Corporate Blogs können in zwei Dimensionen verortet werden. Sie werden in die Bereiche der internen Kommunikation, der Marktkommunikation und Public Relations unterteilt. Zudem können sie drei Kommunikationsziele unterstützen: Information, Beeinflussung (englisch: Persuasion) und Argumentation. Die folgende Grafik zeigt die Einordnung verschiedener Blog-Typen in diese zwei Dimensionen.[20]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs nach Zerfaß[21]

3.1 Kommunikationsziel Information

Dem Kommunikationsziel Information dienen Knowledge und Service Blogs.

Knowledge Blogs werden insbesondere im nicht-öffentlichen Intranet eingesetzt, um eine Unterstützung für die Mitarbeiter im Unternehmen zu sein. Sie sind als Erfahrungsspeicher gedacht, in dem die Mitarbeiter sich austauschen, Wissen teilen und sich gegenseitig über Kommentare helfen können.[22]

Service Blogs werden dagegen für die externe Kommunikation mit dem Kunden eingerichtet. Diese können über diese Art von Weblogs zusätzliche Informationen zu den Produkten abrufen und Verbesserungsvorschläge über Kommentare einreichen. Häufig werden sie auch als Ersatz oder Ergänzung zu Newslettern verstanden. Neben der Information steht an nachrangiger Stelle auch die Überzeugung.[23]

[...]


[1] Vgl. Anzahl der Blogs weltweit von 2006 bis 2011 (in Mio., jeweils Oktober), in: Website der Statista GmbH, 22.08.2012, 14:58 Uhr, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/220178/umfrage/anzahl-der-blogs-weltweit/

[2] Vgl. State of the Blogosphere 2011: Introduction and Methodology, in: Technorati, 22.08.2012, 15:45 Uhr, http://technorati.com/social-media/article/state-of-the-blogosphere-2011-introduction/

[3] Vgl. Die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt soziale Medien ein, in: Homepage des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 22.08.2012, 16:32 Uhr, http://www.bitkom.org/de/presse/8477_72123.aspx

[4] Vgl. Anzahl der Blogs weltweit von 2006 bis 2011 (in Mio., jeweils Oktober), in: Website der Statista GmbH, 22.08.2012, 14:58 Uhr, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/220178/umfrage/anzahl-der-blogs-weltweit/

[5] Vgl. Moschovitis, Christos J.P., The Internet – A Historical Encyclopedia, Denver 2005, S. 145

[6] Vgl. Kollmann, Prof. Dr. Tobias, Stichwort: Blog, in Homepage des Gabler Wirtschaftslexikon, 22.08.2012, 17:18 Uhr,http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/80687/blog-v9.html

[7] Przepiorka, Sven, Weblogs, Wikis und die dritte Dimension, in: Picot, Arnold / Fischer, Tim (Hrsg.), Weblogs professionell. Grundlagen, Konzepte und Praxis im unternehmerischen Umfeld, Heidelberg 2006, S. 14

[8] Vgl. Holtz, Shel / Demopoulos, Ted, Blogging for Business: Everything You Need to Know and Why You Should Care, United States of America 2006, S. 1

[9] Vgl. Hettler, Uwe, Social Media Marketing – Marketing mit Blogs, Sozialen Netzwerken und weiteren Anwendungen des Web 2.0, München 2010, S. 43

[10] Vgl. Pleil, Thomas, Meinung machen im Internet? Personal Web Publishing und Online-PR, erschienen in: PR-Guide / Ausgabe 9/04, S. 4 f.

[11] Vgl. Schmidt, Jan, Weblogs – Eine kommunikationssoziologische Studie, Konstanz 2006, S. 69

[12] Vgl. Schmidt, Jan, Weblogs – Eine kommunikationssoziologische Studie, Konstanz 2006, S. 153

[13] Vgl. Armborst, Matthias, Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde?: Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten, Berlin 2006, S. 60

[14] Vgl. Preisträger des Grimme Online Award INFORMATION, in: Website des Grimme Instituts, 23.08.2012, 16:48 Uhr, http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=613

[15] Zu finden unter http://blog.tagesschau.de/

[16] Vgl. Pleil, Thomas, Meinung machen im Internet? Personal Web Publishing und Online-PR, erschienen in: PR-Guide / Ausgabe 9/04, S. 5 f.

[17] Zu finden unter http://www.bildblog.de/

[18] Vgl. Hämmerlein, Moritz, Marketing 2.0: Neue Strategien, Chancen Und Risiken Der Digitalen Mundpropaganda, Hamburg 2009, S. 34

[19] Vgl. Pepels, Werner, Handbuch des Marketing, 6. Auflage, München 2012, S. 844

[20] Vgl. Zerfaß, Ansgar, Corporate Blogs: Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen, S. 3 f. in: Homepage von Angsar Zerfaß, 26.08.2012, 13:53 Uhr, http://www.zerfass.de/CorporateBlogs-AZ-270105.pdf

[21] Vgl. Zerfaß, Ansgar, Corporate Blogs: Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen, S. 4, in: Homepage von Angsar Zerfaß, 26.08.2012, 13:53 Uhr,http://www.zerfass.de/CorporateBlogs-AZ-270105.pdf

[22] Vgl. Srikantaiah, T. Kanti / Koenig, Michael E. D., Knowledge Management in Practice: Connections and Context, New Jersey 2008,S. 307 f.

[23] Vgl. Demopoulos, Ted / Holtz, Shel, Blogging for Business: Everything You Need to Know and Why You Should Care, United States of America 2006, S. 35

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Corporate Blogs – Unternehmen in der Blogosphäre
Hochschule
Hochschule Wismar
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V206068
ISBN (eBook)
9783656329718
ISBN (Buch)
9783656331421
Dateigröße
594 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Seminararbeit enthält eine exklusiv für diese Arbeit durchgeführte Befragung.
Schlagworte
Marketing, Corporate Blogs, Blogs, Unternehmen, Blogosphäre, Social Media, Semesterarbeit, BWL, Unternehmenskommunikation, Kommunikation, PR, Public Relations
Arbeit zitieren
Denise Weeber (Autor), 2012, Corporate Blogs – Unternehmen in der Blogosphäre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206068

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