Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Région: Proche-Orient

Konfliktlöser oder weitere Quelle potenzieller Konflikte?

Die Wasserpolitik Israels im Fokus

Titre: Konfliktlöser oder weitere Quelle potenzieller Konflikte?

Dossier / Travail , 2012 , 34 Pages , Note: 2,00

Autor:in: Patrick Wagner (Auteur)

Politique - Région: Proche-Orient
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Ar­beit soll Theorie und Praxis der Wasserversorgung in Israel und den Palästinensi­schen Autonomiegebieten vergleichen und deren Konfliktpotenzial abschätzen. Hierbei gilt es, die Hypothese zu überprüfen, dass die aktuelle Vorgehensweise Israels in der Wasserpo­litik in mehrfacher Hinsicht Konfliktpotenzial für die Zukunft in sich birgt.
Als theoretischer Rahmen dieser Arbeit soll hierbei die Kategorisierung der Konflikt­kategorien in der Wasserpolitik von Kurt R. SPILLMANN dienen, welcher drei Typen von Wasserkonflikten unterscheidet.1 Dem folgt eine geologische Beschreibung der Wasservor­kommen auf israelischem Gebiet2 und deren Nutzung durch Israel und die Palästinensi­schen Autonomiegebiete. Anschließend wird die gültige Rechtslage im Umgang mit den Nachbarstaaten und in Bezug auf das Westjordanland und den Gazastreifen erläutert, um im Folgenden die Kennzeichen israelischer Wasserpolitik aufzuzeigen. Darauf aufbauend werden die Folgen des Wassermangels in den Palästinensischen Autonomiegebieten für beide Seiten aufgezeigt, um Rückschlüsse vom Wasser- auf den Nahostkonflikt zu ziehen. Schlussendlich wird die Gefahr eines Wasserkrieges knapp diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum theoretischen Rahmen dieser Arbeit: Konfliktpotenzial ungleicher Wasserverteilung

2.1 Water crisis vs. water conflict

2.2 Gewaltpotenzial von Wasserkonflikten: Kooperation oder Eskalation?

2.3 Konfliktkategorien nach SPILLMANN

2.3.1 Konflikte um die absolute Wasserverteilung

2.3.2 Konflikte um die relative Wasserverteilung

2.3.3 Konflikte aufgrund grenzüberschreitender Wasserverschmutzung und Degeneration von Flüssen

2.3.4 Konfliktintensität und Kategorisierungen

3 Wasservorkommen auf israelischem Gebiet

3.1 Grundwasserspeicher

3.2 See Genezareth und Jordan

3.3 Meerwasserentsalzung

3.4 Nutzung und Verfügbarkeit des Wassers

3.4.1 Israel

3.4.2 Palästinensische Autonomiegebiete

4 Rechtliche Bestimmungen im Umgang mit den Wasserressourcen

4.1 Internationales Wasserrecht und die Rechtsbeziehungen der involvierten Staaten

4.2 Rechtslage im Umgang mit den Palästinensischen Autonomiegebieten

4.2.1 Das Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen als Status Quo

4.2.2 Das Joint Water Committee als institutionalisierter Versuch einer Zusammenarbeit

5 Kennzeichen israelischer Wasserpolitik

5.1 Bezug von Wasser aus Territorien außerhalb der Grenzen von 1967

5.2 Politik auf kurze Sicht

5.2.1 Übernutzung der natürlichen Ressourcen

5.2.2 Blockade und Umgehung des Joint Water Committee

5.2.3 ungleiche Verteilung des Wassers in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten

5.2.3.1 Israelischer Anteil am Ungleichgewicht

5.2.3.2 Weitere Faktoren

6 Folgen von Wassermangel: düstere Prognose für beide Seiten

6.1 kurz- und mittelfristige Folgen

6.2 langfristige Implikationen der israelischen Wasserpolitik

6.3 Nexus von Wasser- und Nahostkonflikt

6.4 Notwendigkeit politischer Lösungsansätze zur Reduktion von Wasserknappheit

6.5 Gefahr eines Wasserkriegs im Nahen Osten?

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konfliktpotenzial der israelischen Wasserpolitik im Kontext der Wasserversorgung der Palästinensischen Autonomiegebiete. Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen theoretischen Ansprüchen und der praktischen Umsetzung zu analysieren und zu bewerten, inwieweit das aktuelle Vorgehen Israels zu einer Verschärfung regionaler Spannungen beiträgt.

  • Analyse des theoretischen Rahmens von Wasserkonflikten
  • Untersuchung der physischen Wasserverfügbarkeit in der Region
  • Rechtliche Bewertung des Interimsabkommens und des Joint Water Committee
  • Identifikation der Kennzeichen israelischer Wasserpolitik
  • Prognose der Folgen von Wassermangel für die politische Stabilität

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Konflikte um die absolute Wasserverteilung

Die Entstehung von absoluten Verteilungskonflikten ist abhängig vom tatsächlichen Bedarf eines Anrainers an Wasser. Diese Art von Konflikt liegt "der endgültige Konsum [...], der das Wasser jeder weiteren Verwendung endgültig entzieht" zugrunde. Dies bedeutet, dass der Unteranlieger - aufgrund der unveränderlichen Fließrichtung - in jedem Fall benachteiligt ist, da ihm das vom Oberanlieger verbrauchte Wasser fehlt. Je nach Situation kann hierdurch eine existenzielle Bedrohungssituation entstehen, zudem kann der betroffene Staat von einer Absicht des Oberanrainers (Intentionalität) ausgehen. Somit lässt sich aussagen, dass "die grundsätzliche Bereitschaft von Regierungen, gegenüber anderen Staaten militärische Mittel einzusetzen oder mit deren Einsatz zu drohen, [...] in diesem Fall höher sein [dürfte] als bei Problemen, die sich notfalls auch durch alternative Substitutionsstrategien beheben lassen".

Mögliche Gründe sind eine entsprechend dem Bevölkerungswachstum steigende Nachfrage der Ressource Wasser oder eine bewusst herbeigeführte ungleiche Verteilung. Sie sind häufiger in Gegenden zu erwarten, in denen aufgrund der Klimabedingungen und/oder eines hohen Bedarfs Wasserressourcen knapp sind. Ein typischer Indikator ist hierbei die Nutzungsintensität. Eine weitere Eigenschaft dieser Art ist die leichte Vermengbarkeit mit anderen Konflikten politischer Natur, beispielsweise über territoriale Herrschaft.

Da absolute Wasserkonflikte tendenziell als Nullsummenspiel verstanden würden und Wasser nicht anderweitig ersetzt werden kann, seien diese "der am schwierigsten zu lösen[den] Typ von Wassernutzungskonflikten".

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die globale Bedeutung der Ressource Wasser ein und skizziert die spezifische Problematik im Nahen Osten unter Berücksichtigung des israelisch-palästinensischen Verhältnisses.

2 Zum theoretischen Rahmen dieser Arbeit: Konfliktpotenzial ungleicher Wasserverteilung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Water crisis und Water conflict und stellt die Konflikttypologie nach Spillmann als analytisches Werkzeug vor.

3 Wasservorkommen auf israelischem Gebiet: Hier werden die geografischen und hydrologischen Gegebenheiten der Region sowie die Nutzung von Grundwasser, Jordan und Entsalzung dargelegt.

4 Rechtliche Bestimmungen im Umgang mit den Wasserressourcen: Das Kapitel analysiert das internationale Wasserrecht sowie das spezifische Interimsabkommen zwischen Israel und den Palästinensern inklusive des Joint Water Committee.

5 Kennzeichen israelischer Wasserpolitik: Die Analyse zeigt die Praxis der israelischen Wasserpolitik auf, insbesondere hinsichtlich der Übernutzung von Ressourcen und der Blockade politischer Entscheidungsprozesse.

6 Folgen von Wassermangel: düstere Prognose für beide Seiten: Dieses Kapitel bewertet die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Wassermangels und diskutiert die Gefahr von Wasserkriegen sowie mögliche Lösungsansätze.

7 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass eine nachhaltige Lösung nur durch politische Kooperation und eine gerechte Ressourcenverteilung möglich ist.

Schlüsselwörter

Israel, Palästina, Wasserpolitik, Wasserkonflikt, Wasserknappheit, Joint Water Committee, Interimsabkommen, Grundwasser, Nahostkonflikt, Meerwasserentsalzung, Ressourcenverteilung, politische Stabilität, Hydropolitik, Nachhaltigkeit, Westjordanland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Wasserpolitik im israelisch-palästinensischen Kontext und deren Einfluss auf das bestehende Konfliktpotenzial in der Region.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Wasserkonflikten, die rechtliche Situation der Wasserbewirtschaftung sowie die Analyse der israelischen Wasserpolitik gegenüber den Palästinensischen Autonomiegebieten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage, inwiefern die aktuelle israelische Wasserpolitik als konflikttreibend eingestuft werden kann und welche Auswirkungen dies auf eine zukünftige Friedenslösung hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur, Berichten internationaler Organisationen wie der Weltbank und einer Auseinandersetzung mit einschlägigen völkerrechtlichen Verträgen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die geologischen Grundlagen, der rechtliche Status Quo durch das Interimsabkommen und die konkrete Praxis der Wasserverteilung sowie deren politische Folgen intensiv beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Wasserpolitik, Nahostkonflikt, Ressourcenverteilung, Hydropolitik und Israel-Palästina-Konflikt definieren.

Warum spielt das Joint Water Committee eine so wichtige Rolle für die Analyse?

Das Komitee wird als ein institutionalisierter Versuch der Zusammenarbeit betrachtet, dessen Defizite in der praktischen Umsetzung jedoch eine zentrale Quelle für Spannungen zwischen den Konfliktparteien darstellen.

Welche Rolle spielt die Meerwasserentsalzung in der Argumentation des Autors?

Die Entsalzung wird als eine technologische Chance diskutiert, die kurzfristig zwar Abhängigkeiten schafft, langfristig aber den Druck auf natürliche Ressourcen mindern und damit Spielräume für eine politisch konstruktivere Wasserpolitik eröffnen könnte.

Fin de l'extrait de 34 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Konfliktlöser oder weitere Quelle potenzieller Konflikte?
Sous-titre
Die Wasserpolitik Israels im Fokus
Université
University of Passau  (Lehrstuhl für Politikwissenschaft)
Cours
PS Innenpolitik Israels
Note
2,00
Auteur
Patrick Wagner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
34
N° de catalogue
V206083
ISBN (ebook)
9783656332930
ISBN (Livre)
9783656333128
Langue
allemand
mots-clé
Israel Palästinensische Autonomiegebiete Palästina Wasser Wasserkonflikt Wasserverteilung Nahost-Konflikt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Wagner (Auteur), 2012, Konfliktlöser oder weitere Quelle potenzieller Konflikte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206083
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint