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Die Afrikanische Union

Vom panafrikanischen Traum zu einer supranationalen Organisation nach europäischem Vorbild?

Titre: Die Afrikanische Union

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 36 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jean A. Charar (Auteur)

Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es der Frage nachzugehen, ob und in wie fern die AU als eine Weiterentwicklung der OAU gesehen werden kann - oder nicht. Handelt es sich hierbei um eine etappenweise Entwicklung, mit welcher der französische ad hoc Richter am Internationalen Gerichtshof (IGH), Serge Sur, beispielsweise die Entstehung der Westeuropäischen Union (WEU) oder die der Europäischen Union (EU) erklärt? Oder hat andererseits eine „progressive Institutionalisierung“ , wie sie bei der Genesis der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die aus den ad hoc Konferenzen über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) anzutreffen war, stattgefunden?
Im Folgenden sollen die Ziele, Strukturen und Organe der beiden afrikanischen Organisationen aufgezeigt und verglichen werden, um abschließend die These der Kontinuität zu belegen oder diese zu falsifizieren. Hierbei soll auch auf den Vorwurf des mangelnden institutionellen Unterbaus der afrikanischen Organisationen eingegangen werde. Aus naheliegenden Gründen wird die Methodik des Vergleichs herbeigezogen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vom panafrikanischen Traum zur Organisation für Afrikanische Einheit

2.1 Ziele und Strukturen der Satzung der OAU

2.2 Organe der OAU

2.2.1 Die Versammlung der Staats- und Regierungschefs

2.2.2 Der Ministerrat

2.2.3 Das Generalsekretariat

2.2.4 Die Vermittlungs-, Schlichtungs- und Schiedskommission

2.3 Grenzen der OAU

3. Die Afrikanische Union: eine Lösung für den Kontinent?

3.1 Ziele und Strukturen der Satzung der AU

3.2 Organe der AU

3.2.1 Die Unionsversammlung

3.2.2 Der Exekutivrat

3.2.3 Das Panafrikanische Parlament

3.2.4 Der Gerichtshof

3.2.5 Die Kommission

3.2.6 Der Ausschuss der ständigen Vertreter

3.2.7 Der Friedens- und Sicherheitsrat

3.3 Grenzen der AU

4. Die AU: aufgewertete OAU oder angestrebte Supranationalität nach europäischem Vorbild?

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Afrikanische Union (AU) als echte Weiterentwicklung der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) zu verstehen ist oder ob sie lediglich eine institutionelle Neuauflage darstellt. Dabei wird analysiert, ob die Entstehung der AU einem etappenweisen Entwicklungsprozess oder einer progressiven Institutionalisierung folgt, wobei insbesondere der Vergleich zu europäischen Vorbildern im Zentrum steht.

  • Panafrikanische Geschichte und Dekolonisation
  • Vergleichende Analyse der Satzungen und Organe von OAU und AU
  • Rolle der Friedenssicherung und Menschenrechte
  • Institutionalisierung und Souveränitätsverständnis
  • Einfluss europäischer Organisationsmodelle auf afrikanische Strukturen

Auszug aus dem Buch

2.3 Grenzen der OAU

Der OAU kann ‚erfolgreich‘ zugeschrieben werden, dass sie - gemäß ihrer Satzung - die territoriale Integrität der neuen Staaten bewahrte. „Grenzveränderungen oder gar die Entstehung neuer Staaten [wurden] strikt abgelehnt und delegitimiert […], auch wenn sie ökonomisch oder politisch Sinn ergeben hätten.“ Diese klare Einhaltung ihres Prinzips ermöglichte der OAU ein stetiges Ansteigen ihrer Mitgliederzahlen. „Für jeden neu unabhängig werdenden Staat war es eine Selbstverständlichkeit, der OAU beizutreten.“ In internationalen Foren, wie beispielsweise den VN, traten die Staaten Afrikas dadurch des Öfteren geschlossen auf. Dies könnte mit dem Ansatz des „historischen Institutionalismus“ zu erklären sein. Demnach konnte die OAU bis zu ihrem Ende 1999 überdauern, da sie "a pu créer de la part des Etats africains, un sentiment de dépendance qui faisait que ceux-ci y trouvaient un intérêt dans son existence."

Nachdem die in der Charta festgehaltenen Organe beschrieben wurden, soll im Folgenden nun auf die empirischen Schranken der OAU hingewiesen werden. Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit kann an dieser Stelle nur auf zwei wichtige Problemfelder eingegangen werden. Zum einen dem der Finanziellen und personellen Schwierigkeiten (i), die die Umsetzung der OAU erheblich behinderte. Zum anderen die Folgen die das Nichteinmischungsprinzip mit sich brachte (ii).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte der AU im Kontext des 4. OAU-Sondergipfels und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Kontinuität bzw. Weiterentwicklung von der OAU zur AU.

2. Vom panafrikanischen Traum zur Organisation für Afrikanische Einheit: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der OAU aus dem panafrikanischen Gedanken nach dem Zweiten Weltkrieg nach und erläutert ihre satzungsgemäßen Ziele sowie die Schwächen der Gründungsjahre.

3. Die Afrikanische Union: eine Lösung für den Kontinent?: Es werden die Gründe für die Gründung der AU beleuchtet, insbesondere der Bedarf nach einer effizienteren Organisation zur Konfliktlösung und wirtschaftlichen Integration.

4. Die AU: aufgewertete OAU oder angestrebte Supranationalität nach europäischem Vorbild?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der These, ob die AU die EU kopiert hat oder ob hier ein eigenständiger Prozess der Institutionalisierung stattfindet.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die AU als komplementäre Weiterentwicklung zu sehen ist, die sowohl durch politische Prozesse als auch durch eine zunehmende Institutionalisierung gekennzeichnet ist.

Schlüsselwörter

Afrikanische Union, OAU, Panafrikanismus, Institutionen, Supranationalität, Souveränität, Friedenssicherung, Menschenrechte, Entwicklung, Integration, Afrika, Charta, Konfliktlösung, Institutionalisierung, Organisationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische und strukturelle Entwicklung von der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) zur Afrikanischen Union (AU).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Organisationsstrukturen, die satzungsgemäßen Ziele, die Rolle der Organe sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung von Friedensmissionen und politischer Integration.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die AU als eine echte Weiterentwicklung der OAU gesehen werden kann oder ob sie lediglich eine institutionelle Modifikation darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methodik des komparativen Vergleichs von Satzungen, Organen und Arbeitsweisen beider Organisationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Organe beider Organisationen im Detail, bewertet die Probleme der OAU und beleuchtet die neue institutionelle Architektur der AU, inklusive der Rolle des Panafrikanischen Parlaments und der Kommission.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Panafrikanismus, Supranationalität, Institutionenaufbau, Souveränitätsschutz und wirtschaftliche Integration in Afrika.

Inwiefern hat sich das Eingreifen in innerstaatliche Konflikte verändert?

Während die OAU stark auf dem Nichteinmischungsprinzip beharrte, ermöglicht die AU durch den Friedens- und Sicherheitsrat und spezifische Artikel in ihrer Akte explizite militärische Interventionen aus humanitären Gründen.

Wie bewertet der Autor das europäische Vorbild für die Afrikanische Union?

Der Autor stellt fest, dass bei der Gründung der AU zwar Inspiration bei der EU gesucht wurde, es sich jedoch um eine Mischung verschiedener Konzepte handelt, die die junge Organisation institutionell und finanziell stark herausfordert.

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Résumé des informations

Titre
Die Afrikanische Union
Sous-titre
Vom panafrikanischen Traum zu einer supranationalen Organisation nach europäischem Vorbild?
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,0
Auteur
Jean A. Charar (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
36
N° de catalogue
V207188
ISBN (ebook)
9783656342625
ISBN (Livre)
9783656343462
Langue
allemand
mots-clé
afrikanische union traum organisation vorbild
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jean A. Charar (Auteur), 2011, Die Afrikanische Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207188
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Extrait de  36  pages
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