Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Strukturelle Probleme des GATT 2
3. Theorie des Regionalismus 6
3.1. Formen regionaler Integration 7
3.2. Statische Wirkungen regionaler Integration 8
4. Politökonomie des Regionalismus 11
4.1. Regionalismus – building, or stumbling blocks? 11
4.2. Empirie des Regionalismus im 21. Jahrhundert und Implikationen für die Welthandelsordnung 15
5. Fazit 17
Anhang IV
Literaturverzeichnis VI
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Strukturelle Probleme des GATT
3. Theorie des Regionalismus
3.1. Formen regionaler Integration
3.2. Statische Wirkungen regionaler Integration
4. Politökonomie des Regionalismus
4.1. Regionalismus – building, or stumbling blocks?
4.2. Empirie des Regionalismus im 21. Jahrhundert und Implikationen für die Welthandelsordnung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die zunehmende Diskrepanz zwischen stagnierenden multilateralen Handelsverhandlungen unter der WTO und der dynamischen Ausbreitung regionaler Handelsabkommen. Das primäre Ziel ist es, politökonomische Ursachen für diese Entwicklung zu identifizieren und zu analysieren, ob regionale Integrationsformen als komplementäre Bausteine oder als Hindernisse für ein globales Welthandelssystem fungieren.
- Strukturelle Defizite und Verhandlungsprobleme des GATT/WTO-Systems.
- Theoretische Grundlagen und wohlfahrtsökonomische Wirkungen regionaler Integration (Handelsschaffung vs. Handelsablenkung).
- Politökonomische Analyse der Interessen von Produzenten-Lobbys und Regierungen.
- Bewertung des "neuen" Regionalismus im 21. Jahrhundert und dessen Auswirkungen auf die Welthandelsordnung.
Auszug aus dem Buch
3.2. Statische Wirkungen regionaler Integration
Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass regionale Integration Freihandel schaffen kann. Zwar entsteht der Freihandel innerhalb einer Integrationsgemeinschafft, es gibt im Vergleich zu einer globalen Liberalisierung immer noch die Diskriminierung gegenüber Dritten. Die statischen Effekte einer regionalen Integration am Beispiel einer Zollunion hat Jacob Viner 1950 in „The Customs Union Issue“ untersucht. Die Gründung einer Staatengemeinschaft mit einem gemeinsamen Außenzoll führt zu zwei Effekten – Handelsschaffung und Handelsablenkung. Diese Effekte können mit Hilfe eines partialanalytischen Modells mit konstanten Kosten untersucht werden.
Angenommen es gibt 3 Länder A, B und C. Die Länder A und B sind potentielle Unionspartner und C repräsentiert den Rest der Welt. Dabei stellt EDa die Importnachfrage des Landes A für ein bestimmtes Produkt und MCb sowie MCc das Exportangebot für dieses Produkt in B und C. Es wird weiterhin angenommen, dass die Preise Pb und Pc konstant sind. Abbildung 2 behandelt den Fall, in dem der Preis von C höher ist als der Preis von B. Eine allgemeine Einführung des spezifischen Zolls t, unter Einhaltung der Nichtdiskriminierungsregel, hat einen handelsschaffenden Effekt zur Folge. Nach Einführung des Zolls fragt das Land A die Menge 0 nach. Alle Güter werden aus B importiert und das Land A fährt die Flächen 1 und 2 als Zolleinnahmen ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Krise multilateraler Handelsverhandlungen, insbesondere das Scheitern der Doha-Runde, und leitet die wissenschaftliche Fragestellung zur Rolle des Regionalismus ein.
2. Strukturelle Probleme des GATT: Dieses Kapitel analysiert die internen Mechanismen und Herausforderungen des GATT-WTO-Systems, wie etwa das Konsensprinzip und die Schwierigkeiten bei der Integration heterogener Mitgliedsinteressen.
3. Theorie des Regionalismus: Hier werden die theoretischen Grundlagen der regionalen Wirtschaftsintegration dargelegt, einschließlich der verschiedenen Integrationsformen sowie der statischen Wohlfahrtseffekte durch Handelsschaffung und Handelsablenkung.
4. Politökonomie des Regionalismus: Dieses Kapitel untersucht die politischen Triebkräfte hinter Handelsabkommen, insbesondere den Einfluss organisierter Lobbys, und bewertet die moderne empirische Evidenz des Regionalismus im 21. Jahrhundert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Reform des Welthandelssystems, um die Koexistenz zwischen regionalen Abkommen und multilateralen Strukturen zu sichern.
Schlüsselwörter
Regionalismus, Multilateralismus, Welthandelsorganisation, GATT, Welthandel, Zollunion, Freihandelszone, Handelsablenkung, Handelsschaffung, Politökonomie, Doha-Runde, Protektionismus, Integrationsformen, Weltwirtschaft, WTO-Regeln
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen den stagnierenden multilateralen Verhandlungen unter der WTO und dem weltweit zunehmenden Trend hin zu regionalen Handelsabkommen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der regionalen Integration, den strukturellen Problemen des Welthandelssystems und der politökonomischen Motivationslage hinter dem Abschluss von Handelsverträgen.
Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?
Die zentrale Frage ist, ob der systematisch ausbreitende Regionalismus eine Gefahr für das multilaterale Handelssystem darstellt oder als notwendige Entwicklung auf dem Weg zu einer tieferen globalen Liberalisierung zu verstehen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Es erfolgt eine Kombination aus wohlfahrtsökonomischen Modellen (wie der Zollunionstheorie nach Viner) und einer politökonomischen Perspektive, welche die Interessen von Produzenten-Lobbys in den Vordergrund stellt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Schwachstellen des GATT/WTO-Systems, erläutert die ökonomische Theorie hinter Freihandelszonen und hinterfragt die politökonomischen Gründe, warum Regierungen von globalen Lösungen abweichen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die wichtigsten Begriffe sind Regionalismus, Multilateralismus, Handelsschaffung, Handelsablenkung, Politökonomie und der sogenannte "Spaghetti Bowl"-Effekt durch komplexe Ursprungsregeln.
Was versteht man in dieser Arbeit unter der "impossible trinity" nach Baldwin?
Richard Baldwin beschreibt damit das Problem der WTO, einen Entscheidungskonsens, universelle Regeln und eine strikte Regeleinhaltung gleichzeitig zu erreichen, während die Mitglieder heterogener werden.
Wie unterscheidet sich der Regionalismus des 21. Jahrhunderts von früheren Abkommen?
Laut Baldwin zeichnet sich der moderne Regionalismus nicht mehr nur durch zolltechnische Liberalisierung aus, sondern durch eine "tiefe Integration", die den "trade-investment-service nexus" und globale Produktionsprozesse umfasst.
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- MSc. Leonid Borin (Author), 2011, Regionalismus vs. Multilateralismus: Eine politökonomische Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207241