Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Law - Public Law / Miscellaneous

Energiewende, aber wie? Die Rechtslage für Energiespeicher nach dem EnWG, EEG und StromStG

Title: Energiewende, aber wie? Die Rechtslage für Energiespeicher nach dem EnWG, EEG und StromStG

Bachelor Thesis , 2012 , 71 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: LL.B. Matthias Laux (Author)

Law - Public Law / Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der politisch forcierte massive Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) wird gem.§ 1 Abs. 2 EEG weiter verstärkt. Das Ziel dieses Gesetzes ist es, den Anteil EE in der Stromversorgung auf mindestens 35 Prozent bis spätestens 2020, 50 Prozent bis spätestens 2030, 65 Prozent bis spätestens 2040 und letztlich 80 Prozent bis zum Jahre 2050 zu erhöhen und diese Strommenge in das Elektrizitätsversorgungssystem zu integrieren. Gerade diese Systemintegration der fluktuierenden Strommengen aus Sonne (solare Strahlungsenergie) und Wind (Windenergie) stellen das Elektrizitätsversorgungssystem vor große Herausforderungen. Zur Systemstabilität muss das Elektrizitätsnetz eine ständig gleichbleibende Frequenz von etwa 50 Hertz aufweisen. Diese Frequenz kann nur gehalten werden, wenn die Summe der Stromeinspeisung der Summe der Stromentnahme aus dem Netz entspricht. Strom wird folglich im selben Moment verbraucht, in dem er erzeugt wird (zeitgleiche Entnahme).

Dieses seit Jahrzehnten bestehende und funktionierende System der Stromversorgung wird durch den weiter fortschreitenden Ausbau der EE vor immense Probleme gestellt. Sonne und Wind orientieren sich nicht an der Stromnachfrage, sondern an den Witterungsverhältnissen, welche in erster Linie von der Natur abhängig sind. Der Netzausbau kann jedoch nur das räumliche Problem der fehlenden Netzkapazitäten lösen, nicht das zeitliche Problem der fehlenden Stromnachfrage. Entgegen diesem zeitlichen Problem erfordert der Ausbau der EE mittelfristig eine entsprechende Menge an Stromspeichern, die Stromüberschüsse aufnehmen und zeitlich verzögert wieder abgeben können. Daneben können kurzfristige Netzschwankungen ausgeglichen werden, um eine ständige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Durch das von der Bundesregierung im September 2010 vorgelegte Energiekonzept und das ergänzende Eckpunktepapier zur Energiewende vom Juni 2011 wird politisch die Erkenntnis anerkannt, dass künftig Stromspeicher eine wichtige Rolle für die Sicherstellung der von Stromimporten möglichst unabhängigen Stromversorgung übernehmen sollen.

Die vorliegende Bachelor-Thesis versucht das teilweise erheblich novellierte „Recht der Energiespeicherung“ näher zu analysieren und die Bedeutung der Stromspeicherung für die Energieversorgung zu verdeutlichen. Dabei konzentriert sich die Analyse besonders auf die Fördermöglichkeiten der Energiespeicher und weitere Anreize zur Errichtung und Betrieb von Speichern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Notwendigkeit von Speichern in der Energieversorgung

I. Aktueller und künftiger Speicherbedarf

II. Optionen zur Verminderung von Energieschwankungen

1. Speicher als Option

2. Sonstige Optionen

a) Erzeugungsebene

b) Verteilungsebene

c) Verbrauchsebene

C. Speichermethoden

I. Überblick über die Speichermethoden

II. Funktionsweise der Technologien

1. Pumpspeicherkraftwerke

2. Druckluftspeicherkraftwerke

3. Wasserstoff-/Methan-Speicherung

4. Schwungmassenspeicher

5. Supraleitende Spulen

6. Batteriespeicher und weitere Forschungsansätze

7. Analyse und Bewertung der Speichertechnologien

D. Der Rechtsrahmen für die Energiespeicherung

I. Das Energiespeicherungsrecht i.w.S.

1. Energieanlagenrecht und Standortsuche

2. Förderung von Energiespeicheranlagen

a) Forschung und Entwicklung von neuen Technologien zur Energiespeicherung

b) Förderung durch EEG-Vergütung

c) Befreiung von der EEG-Umlage nach § 37 EEG

d) Förderung durch Netzentgeltbefreiung

aa. Befreiung für neu errichtete Stromspeicher

bb. Befreiung für bestehende Pumpspeicherkraftwerke

e) Förderung durch Befreiung von der KWK-Umlage

f) Förderung durch Sonderstellung im Gassektor

g) Bewertung der Förderregime

3. Parität von Stromspeichern und Erzeugungsanlagen

II. Das Energiespeicherungsrecht i.e.S.

1. Die Lastbereiche der Energiespeicher

2. Förderung des Energiespeichers

a) Die Zwischenspeicherung nach den allgemeinen Vergütungsregeln des EEG

b) Die Zwischenspeicherung nach §§ 16 Abs. 2, 3 Nr.1 Satz 2 EEG

aa. Zwischenspeicherung vor der Einspeisung in das Netz der allgemeinen Versorgung

bb. Vergütungsfähige Strommenge

cc. Festlegung der Vergütungshöhe

dd. Gemischter Einsatz von Erneuerbaren Energien und Speichergasen

ee. Zwischenspeicherung von solarer Strahlungsenergie bei der Eigenerzeugung

c) Direktvermarktung

d) Erlöse für den ausgespeicherten Strom

e) Das Stromsteuersonderrecht nach §§ 9 Abs. 1 Nr. 2, 9a Abs. 1 Nr.1 StromStG

E. Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis analysiert das novellierte "Recht der Energiespeicherung" und verdeutlicht die Bedeutung von Stromspeichern für die Energieversorgung. Ziel ist es, Fördermöglichkeiten und Anreize für die Errichtung und den Betrieb von Speichern im Kontext von EEG 2012, EnWG und StromStG kritisch zu beleuchten.

  • Notwendigkeit von Speichern zur Integration erneuerbarer Energien
  • Technologische Ansätze und deren Funktionsweisen
  • Rechtliche Einordnung der Energiespeicherung (i.w.S. und i.e.S.)
  • Förderregime: EEG-Vergütung, EEG-Umlagebefreiung und Netzentgeltbefreiung
  • Stromsteuerrechtliche Aspekte der Zwischenspeicherung

Auszug aus dem Buch

A. Einleitung

Der politisch forcierte massive Ausbau der Erneuerbaren Energien wird gem. § 1 Abs. 2 EEG weiter verstärkt. Das Ziel dieses Gesetzes ist es, den Anteil Erneuerbarer Energien in der Stromversorgung auf mindestens 35 Prozent bis spätestens 2020, 50 Prozent bis spätestens 2030, 65 Prozent bis spätestens 2040 und letztlich 80 Prozent bis zum Jahre 2050 zu erhöhen und diese Strommenge in das Elektrizitätsversorgungssystem zu integrieren. Gerade diese Systemintegration der fluktuierenden Strommengen aus Sonne (solare Strahlungsenergie) und Wind (Windenergie) stellen das Elektrizitätsversorgungssystem vor große Herausforderungen. Zur Systemstabilität muss das Elektrizitätsnetz eine ständig gleichbleibende Frequenz von etwa 50 Hertz aufweisen. Diese Frequenz kann nur gehalten werden, wenn die Summe der Stromeinspeisung der Summe der Stromentnahme aus dem Netz entspricht. Strom wird folglich im selben Moment verbraucht, in dem er erzeugt wird (zeitgleiche Entnahme).

Um eine Über- oder Unterkapazität zu vermeiden, speisen die Energiekraftwerke nach bestimmten Vorhersagen des elektrischen Energieverbrauchs, sog. Lastprognosen, Strom ins Stromnetz ein. Allerdings ist der Stromverbrauch von tages- und jahreszeitlichen Schwankungen abhängig. Nachts wird weniger Strom verbraucht als tagsüber, unter der Woche mehr als am Wochenende und im Winter mehr als im Sommer. Angepasst an die Lastprognosen werden die Kraftwerke gesteuert und bei Bedarf hoch- oder runtergefahren (Fahrplanenergie).

Dieses seit Jahrzehnten bestehende und funktionierende System der Stromversorgung wird durch den weiter fortschreitenden Ausbau der Erneuerbaren Energien vor immense Probleme gestellt. Sonne und Wind orientieren sich nicht an der Stromnachfrage, sondern an den Witterungsverhältnissen, welche in erster Linie von der Natur abhängig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen bei der Integration fluktuierender erneuerbarer Energien in das Stromnetz und die Notwendigkeit von Speichersystemen.

B. Notwendigkeit von Speichern in der Energieversorgung: Analysiert den steigenden Speicherbedarf infolge des Atomausstiegs und der verstärkten Nutzung von Wind- und Solarenergie.

C. Speichermethoden: Bietet einen Überblick und eine Bewertung gängiger Technologien wie Pumpspeicher, Druckluft, Power-to-Gas und Batterien.

D. Der Rechtsrahmen für die Energiespeicherung: Untersucht differenziert die rechtliche Behandlung von Speichern unter dem Aspekt des Förder- und Steuerrechts (EEG, EnWG, StromStG).

E. Fazit / Ausblick: Bewertet den aktuellen Rechtsrahmen als unzureichend für einen effizienten Speicherausbau und fordert ein einheitliches Speichergesetz.

Schlüsselwörter

Energiespeicherung, Erneuerbare Energien, EEG 2012, EnWG, Netzentgeltbefreiung, EEG-Umlage, Stromsteuer, Pumpspeicherkraftwerke, Power-to-Gas, Versorgungssicherheit, Systemstabilität, Stromspeicher, Regelenergie, Lastmanagement, Energiewende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe und teilweise novellierte "Recht der Energiespeicherung" in Deutschland im Kontext der Energiewende.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Notwendigkeit von Speichern, einer technischen Übersicht der Methoden sowie einer detaillierten juristischen Analyse der Förderanreize.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Es soll verdeutlicht werden, wie das geltende Recht (insb. EEG und EnWG) Speicher fördert oder durch Hemmnisse den Ausbau bremst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die Gesetzesbegründungen, Rechtsprechung und energierechtliche Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Systematisierung der Speicher und eine tiefgehende Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderregime.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Energiespeicherung, Erneuerbare Energien, EEG, EnWG, Stromsteuerbefreiung und Systemintegration sind die Kernbegriffe.

Wie werden Pumpspeicherkraftwerke rechtlich gefördert?

Sie sind zwar weitgehend von der EEG-Vergütung ausgenommen, profitieren jedoch teilweise von speziellen Netzentgeltbefreiungen und Ausnahmeregelungen im Stromsteuerrecht.

Welche Bedeutung hat das "Power-to-Gas"-Verfahren rechtlich?

Es wird zunehmend in das EnWG integriert, wobei Wasserstoff und Methan in speziellen Anwendungsfällen als Biogas privilegiert werden können.

Warum ist das Thema "räumlicher Zusammenhang" für Speicher wichtig?

Der Begriff ist entscheidend für die Befreiung von der EEG-Umlage bei Eigenerzeugung und Speicherbetrieb, wobei die Auslegung oft zu Rechtsunsicherheiten führt.

Was ist das Fazit zur aktuellen Rechtslage?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der aktuelle Rechtsrahmen nur Ansätze bietet und ein einheitliches Speichergesetz dringend erforderlich wäre.

Excerpt out of 71 pages  - scroll top

Details

Title
Energiewende, aber wie? Die Rechtslage für Energiespeicher nach dem EnWG, EEG und StromStG
College
University of Applied Sciences Trier; Environment - Campus
Course
Jura - Öffentliches Recht / Energierecht / Steuerrecht
Grade
1,3
Author
LL.B. Matthias Laux (Author)
Publication Year
2012
Pages
71
Catalog Number
V207362
ISBN (eBook)
9783656349365
ISBN (Book)
9783656349815
Language
German
Tags
Energiespeicher Stromspeicher Energiewende Energiemarkt Stromsteuer EEG EnWG Speicher Energie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
LL.B. Matthias Laux (Author), 2012, Energiewende, aber wie? Die Rechtslage für Energiespeicher nach dem EnWG, EEG und StromStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207362
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  71  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint