Eignung von Immobilienfonds zur privaten Altersvorsorge


Bachelorarbeit, 2012
33 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung des Themas
1.3 Gang der Untersuchung

2. Altersvorsorge in Deutschland
2.1 Gesetzliche Altersvorsorge - Basisversorgung
2.2 Freiwillige Altersvorsorge

3. Private Altersvorsorge
3.1 Private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung – Riester-Rente
3.1.1 Berechtigter Personenkreis
3.1.2 Zulagenförderung
3.1.3 Bewertung der Privaten Altersvorsorge mit staatlicher Förderung
3.2 Private Altersvorsorge ohne staatliche Förderung
3.2.1 Anlagearten
3.2.2 Direkte Immobilienanlagen
3.2.3 Indirekte Immobilienanlagen
3.2.3.1 Geschlossene Immobilienfonds
3.2.3.2 Offene Immobilienfonds
3.2.3.3 Immobilienaktien
3.2.3.4 Real Estate Investment Trust (REIT)
3.2.4 Zwischenbewertung von Produkten ohne staatliche Förderung

4. Bewertung von Offenen Immobilienfonds zur privaten Altersvorsorge

5. Schlussbetrachtung
5.1. Zusammenfassung
5.2 Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang 1

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Das 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge

Abbildung 2: Generation 65+

Abbildung 3: Vom Drei-Säulen-Modell zum Drei-Schichten-Modell

Abbildung 4: Entwicklung der Riesterrente bis I/12

Abbildung 5: Anforderungen an eine Geldanlage

Abbildung 6: Wertentwicklung Offener Immobilienfonds und des Aktienmarktes

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Durchschnittliches Gesamtvermögen nach Alter

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

„Die Rente ist sicher.“[1] Der berühmt gewordene Satz des damaligen Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung Dr. Norbert Blüm vor dem Deutschen Bundestag scheint heute seine Gültigkeit verloren zu haben. Die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) jedenfalls, weist in ihrer aktuellsten Studie zur Zukunft der Altersvorsorge-Systeme darauf hin, dass die bisherigen Reformen zur Sicherung der Altersvorsorge in den Industrieländern nicht ausreichen, um der Altersarmut vorzubeugen. Sie fordert eine weitere Erhöhung der Lebensarbeitszeit bzw. eine Koppelung des Renten-Eintrittsalters an die Lebenserwartung, wie dies bereits in Dänemark und Italien der Fall ist. In fast allen Ländern, in denen die private Altersvorsorge obligatorisch ist, könnten Rentner Leistungen von rund 60 Prozent ihres Einkommens erwarten. In Ländern, in denen staatliche Renten relativ niedrig und private Altersvorsorge nur freiwillig ist, wie zum Beispiel in Deutschland, müssten große Teile der Bevölkerung allerdings mit starken Einkommenseinbußen im Ruhestand rechnen.[2]

In der Bundesrepublik Deutschland wird es, der Prognose des Statistischen Bundesamts nach, in den nächsten Jahrzehnten zu einem progressiven demographischen Wandel kommen. Resultierend aus den zurückgehenden Geburtenzahlen und der stetig höheren Lebenserwartung altert die Bevölkerung zunehmend; dies bewirkt schließlich einen Rückgang der Gesamtbevölkerung.[3] Infolgedessen wird die Rente von immer weniger Erwerbstätigen für immer mehr Rentenempfänger erwirtschaftet werden müssen. Bei weniger Beitragszahlern und im Gegenzug mehr Rentenempfängern, müssen, um allen Rentenberechtigten auch Rente auszahlen zu können, entweder die Leistungen gekürzt oder die Einzahlphase verlängert werden, im schlimmsten Fall sogar beides.[4]

Durch die Rentenreform des Jahres 2001 mit dem Altersvermögensgesetz (AVmG) und dem Altersvermögensergänzungsgesetz (AVmEG) wurde in der Bundesrepublik Deutschland der Grundstein gelegt, ergänzend zum bisherigen Umlageverfahren in der Altersvorsorge, ein paralleles Standbein durch ein Kapitaldeckungsverfahren zu schaffen. Mit Hilfe von finanziellen Anreizen soll die Eigenverantwortlichkeit in der Altersvorsorge gefördert, die gesetzliche Rentenversicherung durch den Aufbau einer privaten Altersvorsorge ergänzt und die Rentenlücke dadurch geschlossen werden.[5]

Spürbare Auswirkungen werden in Deutschland ab dem Jahr 2020 zu bewältigen sein. Die geburtenstarken Jahrgänge werden in dieser Zeit in das Rentenalter eintreten. Diese demographische Umverteilung wird sich gravierend auf die Altersversorgung auswirken, weshalb das Bundesamt für Arbeit und Soziales eine Veränderung des Vorsorgeverhaltens empfiehlt.[6]

1.2 Abgrenzung des Themas

Auf dem Gebiet der privaten Altersvorsorge existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Anlagemöglichkeiten. Im Gegensatz zur gesetzlichen oder betrieblichen Rentenversicherung hat der Betroffene hierbei individuelle Möglichkeiten. Angefangen von Vorsorgeprodukten mit staatlicher Förderung über sichere Lebensversicherungen bis hin zu risikobehafteteren aber renditestärkeren Anlageinvestments. Es entsteht ein hoher Informationsbedarf für den Einzelnen, um die private Altersvorsorge speziell auf seine individuellen Risiko-Rendite-Erwartungen und Bedürfnisse anzupassen. Für die Altersvorsorge sind solide und wertbeständige Anlagen gefragt. Gerade zu Zeiten hoher Volatilität an den Börsen soll hierzu insbesondere die Eignung von Immobilienfonds zur privaten Altersvorsorge untersucht werden, da diese in der Lage sind, konjunkturelle Schwankungen gut auszugleichen. Dabei soll zunächst die Riester-Rente stellvertretend für die private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung betrachtet werden. Auf die Rürup-Rente, eine anderes Produkt dieser Vorsorgeklasse mit staatlicher Förderung, wird nicht eingegangen, da sie hauptsächlich für Selbstständige mit relativ hoher Steuerbelastung in Frage kommt. Im Bereich der privaten Altersvorsorge ohne staatliche Förderung sollen Vorsorgeprodukte wie Versicherungen und klassische Bankprodukte vernachlässigt werden, da sich mit ihnen auf Grund der stark differenzierenden Risiko-Rendite-Eigenschaften kein sinnvoller Vergleich zu Immobilienfonds anstellen lässt. Im Gegensatz zur Eignung von Immobilienfonds für eine Anlage zur Altersvorsorge, liegen zu Renten- und Aktienfonds ausreichend Informationen vor. Daher sollen diese bei der vorliegenden Untersuchung unberücksichtigt bleiben.

1.3 Gang der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Produkten der privaten Altersvorsorge. Um die Eignung von Immobilienfonds zu analysieren, ist es erforderlich, einen Vergleich im Hinblick zu anderen Produkten der Altersvorsorge anzustellen. Im ersten Kapitel wird auf die aktuelle Relevanz hingewiesen und die zu untersuchenden Produkte eingegrenzt. Das zweite Kapitel gibt in erster Linie einen Überblick über die finanzielle Altersvorsorge in Deutschland. Weiter wird im dritten Kapitel auf die private Altersvorsorge eingegangen. Dazu wird die Riester-Rente dargestellt sowie zwischen Vorsorgeprodukten mit und ohne staatlicher Förderung differenziert. Im Speziellen werden dann die verschiedenen Produkte zur indirekten Immobilienanlage aufgezeigt und miteinander verglichen sowie die Anforderungen an eine privaten Altersvorsorge herausgearbeitet. Nachfolgend wird im vierten Kapitel eine Abwägung der Eignung von Offenen Immobilienfonds zur privaten Altersvorsorge durchgeführt. Zum Schluss sollen im fünften Kapitel noch einmal die essentiellen Ergebnisse der vorliegenden Arbeit sowie ein Ausblick zu weiteren verwandten Themen aufgezeigt werden.

2. Altersvorsorge in Deutschland

2.1 Gesetzliche Altersvorsorge - Basisversorgung

Mit der Einführung der Sozialversicherungen durch Otto von Bismarck gibt es in Deutschland seit 1889 die gesetzliche Rentenversicherung. Die Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland wurde 1957 durch Konrad Adenauer fortgeschrieben.[7] Sie bestand aus den drei Säulen der Altersvorsorge (Abb.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge

Quelle: https://www.fidelity.de/static/images/grafik/vorsorge-rentensystem-515x354.png

Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine Pflichtversicherung. Versichert ist jeder, der in einem beruflich unselbstständigen Beschäftigungsverhältnis steht. Beamte sind grundsätzlich nicht gesetzlich versichert.[8] Der Beitragssatz wurde ab 2012 vom Bundeskabinett erneut festgelegt und liegt aktuell bei 19,6%.[9] Obwohl jeder Erwerbstätige für den Ruhestand einzahlt, wird die individuelle Rentenlücke immer größer. Ein Grund für das Wachsen der Rentenlücke ist die Art der Rentenfinanzierung. Sie erfolgt in der gesetzlichen Rentenversicherung durch das Umlageverfahren, den sogenannten Generationenvertrag. Dadurch werden aus den heutigen Beiträgen die Renten für die gestrigen Beitragszahler finanziert. Einnahmen und Ausgaben fallen also in diesem Verfahren zum selben Zeitpunkt an.[10] Problematisch wird diese Art der Finanzierung bei negativem Bevölkerungswachstum. Ein Rückgang der Gesamtbevölkerung findet in der ganzen Europäischen Union statt, jedoch, wie aus Abb. 1.1 ersichtlich, in keinem Land so stark wie in Deutschland, wo prozentual gesehen 2010 bereits 20,7% der Bevölkerung über 65 Jahre alt waren.[11]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Generation 65+

Quelle: Statistisches Bundesamt, Alter im Wandel – Ältere Menschen in Deutschland und der EU (2012), S. 13

Bernd Raffelhüschen und Oliver Ehrentraut verdeutlichen die Brisanz der zukünftigen Finanzierung der Rente sehr gut: „Nach der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wird der Alterslastquotient, welcher das Verhältnis von Rentenempfängern (über 60-jährige) zu Beitragszahlern (20 bis 59-jährige) widerspiegelt, von heute 44 auf 78 im Jahr 2050 steigen. Während heute also noch 44 Rentenempfänger von 100 Beitragszahlern versorgt werden, muss in Zukunft die Rente für fast doppelt so viele Ruheständler von derselben Anzahl Erwerbspersonen erwirtschaftet werden. Damit aber nicht genug, nach der derzeitigen Ausgestaltung des deutschen Rentensystems steigt nicht nur die Zahl der Rentenempfänger dramatisch an, sondern bei verlängerter Lebenserwartung und unverändertem Renteneintritt auch die durchschnittliche Rentenbezugsdauer.“[12]

Neben dem Umlageverfahren gibt es in den Sozialversicherungen mit Pflichtmitgliedschaft Rentenanwartschaften in Form von Kapitaldeckungsverfahren. Dabei zahlt der Beitragszahler in eine Rentenkasse ein. Die eingezahlten Beiträge werden auf dem Kapitalmarkt zum jeweiligen Marktzins bzw. wie bei der Privaten Altersvorsorge in Deutschland, abhängig vom Anlagetyp, angelegt. Ab Erreichen des Renteneintrittsalters wird die Rente aus den verzinsten Beiträgen des Versicherten finanziert. Die Ausgaben werden hierbei durch die verzinsten Einnahmen der vorherigen Periode ausgeglichen.[13] Dieses Verfahren ist für die künftige Rentenhöhe unabhängig von der demografischen Entwicklung. Ursprünglich war das deutsche Rentensystem auch als Kapitaldeckungsverfahren angelegt, wurde dann jedoch auf Grund der Weltkriege und Hyperinflation umlagefinanziert, um die Renten zu erhöhen bzw. an das Lohnniveau anzupassen. Die Renten wurden dynamisiert.[14]

2.2 Freiwillige Altersvorsorge

Die zweite Säule, die Betriebliche Vorsorge, ist auf freiwilliger Basis und wird tariflich geregelt. Der Arbeitnehmer hat seit 2002 grundsätzlich das Recht auf eine Betriebliche Altersvorsorge, auch wenn diese vom Arbeitgeber förmlich nicht angeboten wird.[15] Die Beiträge können sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer oder Beiden anteilig übernommen werden. Die Betriebliche Altersvorsorge kann in Form einer Pensionskasse, eines Pensionsfonds, einer Lebensversicherung, einer Unterstützungskasse oder als Direktzusage aufgebaut sein.[16]

Die private Vorsorge als dritte Säule obliegt gänzlich dem Arbeitnehmer. Um seine persönliche Rentenlücke auszugleichen und um seinen persönlichem Lebensstandard während der Erwerbsphase auch als Rentner halten zu können, wird die private Altersvorsorge zunehmen wichtiger. Aus dem alten Drei-Säulen-Modell, bei dem die gesetzliche Rente den Löwenanteil stemmte und die Regelsicherungsfunktion inne hatte, wobei der betrieblichen und privaten Altersvorsorge nur eine ergänzende Wirkung zukam, entwickelte sich das so genannte Drei-Schichten-Modell, wie Abb. 1.2 illustriert.[17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Vom Drei-Säulen-Modell zum Drei-Schichten-Modell

Quelle: https://www.vorsorge-know-how.de/uploads/pics/drei_schichten_modell_01.png

Auf dem Gebiet der privaten Altersvorsorge existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Anlagemöglichkeiten. Sie kann, sowohl mit staatlicher Förderung in Form von Riester- oder Rürup-Rente als auch rein selbstfinanziert in Form von Versicherungen, Bankprodukten, Börseninvestments oder Immobilien getätigt werden.

3. Private Altersvorsorge

3.1 Private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung – Riester-Rente

Eine praktische Ausprägung der Rentenreformen ist die Riester-Rente. Hierbei fördert der Staat seit 2002 den Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge durch direkte Zuschüsse und Steuervorteile. Zur Entstehung der Riester-Rente wird auf Anhang 1 verwiesen.

3.1.1 Berechtigter Personenkreis

Grundsätzlich ist jede Person mit Wohnsitz im Inland, die unbeschränkt steuerpflichtig ist, förderberechtigt.[18] Nicht förderberechtigt sind jedoch die nicht rentenversicherungspflichtigen Selbstständigen und Studenten.

Es wird unterschieden zwischen einer unmittelbaren und einer mittelbaren Förderberechtigung.

Zu den unmittelbar Förderberechtigten gehören beispielsweise:

- Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer[19]
- Pflichtversicherte Landwirte und ihre Ehepartner[20]
- Beamte, Richter, Zeitsoldaten[21]

Zu den mittelbar Förderberechtigten gehören beispielsweise:[22]

- Freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung
- Von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreite Personen für die Zeit der Befreiung, wie Ärzte und Rechtsanwälte

Mittelbar Förderberechtigte haben ebenso wie die unmittelbar Förderberechtigten Anspruch auf eine Zulagenförderung. Darüber hinaus haben die unmittelbar Förderberechtigten noch die Möglichkeit einen Sonderausgabenabzug zu beantragen.

3.1.2 Zulagenförderung

Sowohl Anbieter als auch angebotener Riester-Vertrag müssen vom Bundeszentralamt für Steuern (bis 30.06.2010 von der BaFin) zertifiziert sein, um als Sparer in den Genuss staatlicher Zulagen zu kommen. Bei der Riester-Rente erhält der Vertragsinhaber eine Grundzulage in Höhe von maximal 154 Euro pro Jahr.[23] Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird eine zusätzliche Kindergeldzulage von 185 Euro gezahlt. Für Kinder, die ab dem Jahrgang 2008 geboren sind, erhöht sich diese Zulage sogar auf 300 Euro pro Kind.[24] Es reicht schon ein Monat Kindergeldbezug im Jahr, um die Kindergeldzulage zu bekommen.

Um mit dem Maximalbetrag gefördert werden zu können, müssen, inklusive des Förderungsbetrags, seit 2008 4% des Bruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag eingezahlt werden. Der maximale Förderungsbetrag beträgt 2100 Euro. Der Mindestsparbetrag 60 Euro pro Jahr.[25] Dies bedeutet z.B. bei einem kinderlosen Einzahler mit einem Jahreseinkommen von 52.500 Euro:

Mindestbeitrag: 4% ≙ 2100 Euro

Abzug der Grundzulage: 2100 Euro - 154 Euro = 1946 Euro

Der Betrag von 2100 Euro ist generell auch der Maximalbetrag, der im Zuge der Steuererklärung als Sonderausgabenabzug förderungsfähig ist.[26]

3.1.3 Bewertung der Privaten Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Die Zahl der Riester-Verträge wächst seit der Einführung 2001 kontinuierlich an. Die Deutsche Bank geht von 36 Millionen potentiellen Riester-Sparern aus.[27] Für die vorliegende Arbeit sind die verschiedenen Möglichkeiten zum Riester-Sparen unerheblich, weil die maximal mögliche staatliche Förderung davon unabhängig ist. Die Abbildung 1.3 zeigt, dass die Bürger anfänglich nur sehr zögerlich Riester-Verträge abschlossen. Nach zehn Jahren sorgt jedoch schon nahezu jeder Zweite mit Hilfe von Riester privat für sein Alter vor. Die langsame Marktdurchdringung der Riester-Rente deckt sich mit internationalen Erfahrungen in Bezug auf die Einführung von neu geförderten Sparformen (Abb. 4).[28]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Entwicklung der Riesterrente bis I/12

Quelle: http://www.dia-vorsorge.de/180-0-+Die+Entwicklung+bei+den+Abschluessen+von+Riestervertraegen.htm

Ein großer Vorteil der Riester-Rente ist deren Einlagensicherung. Hinzu kommt, dass das Vermögen im Riester-Vertrag nicht auf die Freibeträge angerechnet wird und das Vermögen nicht aufgebraucht werden muss, um zum Beispiel Arbeitslosengeld II zu erhalten.[29]

[...]


[1] Blüm, N. Plenarprotokoll 198/13, S.17872.

[2] Vgl. OECD (2012), S. 16f, S. 102f.

[3] Vgl. Haustein, T. et al. (2011), S. 7-13.

[4] Vgl. Fenge, R. (1997), S. 22f.

[5] Vgl. Ludwig, B. (2008), S. 49f oder Raffelhüschen, B. (2002), S. 319f.

[6] Vgl. Bundesamt für Arbeit und Soziales (2010), S. 22-25.

[7] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2006).

[8] Vgl. SGB IV, § 2.

[9] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2011).

[10] Vgl. Fenge, R. (1997), S. 22f.

[11] Vgl. Haustein, T. et al. (2011), S. 7-13.

[12] Ehrentraut, O. et al. (2003), S. 627.

[13] Vgl. Fenge, R. (1997), S. 21.

[14] Vgl. Schmähl, W. (2007), S. 6-20.

[15] Vgl. BetrAVG, § 1a.

[16] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2006).

[17] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2010), S. 22-25.

[18] Vgl. EStG, § 1 Abs. 1 bis 3.

[19] Vgl. BMF v. 20.01.2009, Anlage 1.

[20] Vgl. EStG, § 10a Abs. 1 S. 3 i.V.m. BMF v 20.01.2009, Anlage 1, Abschnitt B.

[21] Vgl. EStG, § 10a Abs. 1 i.V.m. BMF v. 20.01.2009, Anlage 2.

[22] Vgl. BMF v. 20.01.2009, Anlage 1, Abschnitt C.

[23] Vgl. EStG, § 84.

[24] Vgl. EStG, § 85 Abs. 1.

[25] Vgl. EStG, § 86 Abs. 1 Satz 4.

[26] Vgl. EStG, § 10a Abs. 1.

[27] Vgl. Stolz, U. et al. (2005), S. 410.

[28] Vgl. Ludwig, B. (2008), S. 71.

[29] Vgl. SGB II, §12.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Eignung von Immobilienfonds zur privaten Altersvorsorge
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
33
Katalognummer
V207597
ISBN (eBook)
9783656349266
Dateigröße
1169 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Immobilienfonds, Immobilienwirtschaft, Private Altersvorsorge
Arbeit zitieren
Christian Rotter (Autor), 2012, Eignung von Immobilienfonds zur privaten Altersvorsorge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207597

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