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Zur Bedeutung von Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung

Titre: Zur Bedeutung von Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung

Dossier / Travail , 2011 , 13 Pages , Note: 12 Punkte (2+)

Autor:in: Judith Wölfel (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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Laut einer Studie verbringen Kinder täglich bis zu vier Stunden in digitalen Fantasie-welten, 80% von ihnen besitzen einen eigenen Fernseher (Brämer, 2006). Dadurch dass Kinder in einer Konsum- und Medienwirtschaft aufwachsen, fehlen ihnen echte Erfahrungen, sog. „Primärerfahrungen“ (Lang, S. 17). Statt selbst unmittelbare Erleb-nisse zu erfahren, sammeln Kinder ihre Sekundärerfahrungen vor dem Fernseher oder PC. Sie identifizieren sich mit den dargestellten Idealfiguren, jedoch fehlt ihnen hier die Möglichkeit, Einfluss auf die Handlung zu nehmen. Die o.g. Primärerfahrun-gen sind jedoch unabdingbare Voraussetzung für die Ausbildung eines gesundes Ichs und eines starken Selbstwertgefühls. Stattdessen finden sich Kinder von einem voll gepackten Terminkalender völlig überfordert. Was von den Eltern gut gemeint war, verhindert vielmehr, dass sich das Kind spontanen Interessen widmen kann oder sich beim freien Spielen austoben kann. Dies wiederum führt dazu, dass Kinder zusehends weniger in der Lage sind, sich selbstständig zu beschäftigen. Kommt Langeweile auf, wird kurzer Hand der Fernseher eingeschaltet. Doch auf der Suche nach der eigenen Persönlichkeit brauchen Kinder Herausforderungen und Span-nung, um eigene Grenzen kennen zu lernen. Darin liegt die Chance der Abenteuer- und Erlebnispädagogik. Sie schafft intensive Erlebnisse und fördert durch eine Vielzahl an Möglichkeiten das Selbstbewusstsein. Diese haben von sich aus einen ausgeprägten Entdeckersinn. Doch bei Film und Computerspielen fehlen sinnliche Wahrnehmungen und zugleich das Gefühl, selbst etwas leisten zu können (Lang, 1992). [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Erfahrungsbegriff – Ein Defintionsversuch

2.1 Zur Wortbedeutung von „Erfahrung“

2.2 Defintionsansätze von „Erfahrung“

3 Natur und Kinder heute

3.1 Jugendreport Natur 2006

3.2 Das kindliche Bedürfnis nach Abenteuer, Spannung und Risiko

4 Naturerfahrung und die Bedeutung für die kindliche Entwicklung

4.1 Naturerfahrungen mit Hilfe der Abenteuer- und

4.2 Naturerfahrung am Beispiel des Kletterns

4.3 Erfahrung und Bewegung zur Förderung kindlicher Entwicklung

4.3.1 Motorische Entwicklung

4.3.2 Soziale Entwicklung

4.3.3 Psychische Entwicklung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung und analysiert, wie die Abenteuer- und Erlebnispädagogik dazu beitragen kann, Defizite durch zunehmenden Medienkonsum und Bewegungsmangel auszugleichen sowie die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

  • Bedeutung des Erfahrungsbegriffs in der Pädagogik
  • Einfluss von digitalen Medien auf das Naturerleben von Kindern
  • Rolle von Abenteuer und Risiko für die kindliche Autonomie
  • Natur als Lernraum zur Förderung motorischer, sozialer und psychischer Kompetenzen
  • Klettern als praktisches Beispiel für erlebnispädagogische Ansätze

Auszug aus dem Buch

3.2 Das kindliche Bedürfnis nach Abenteuer, Spannung und Risiko

Kinder fallen durch ihre explorative Neugier und ihrem Drang nach Autonomie auf. Ebenso können Abenteuer nicht nur gelesen, sondern auch aktiv erlebt werden. Grundvoraussetzung dafür ist es, die Sicherheit und Routine des Alltags aufzugeben und im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten zukommende Aufgaben zu bewältigen versuchen. Erst durch das Verlassen des Vertrauten kann Neues entstehen. Notwendige Entscheidungen, die eine Krise bewältigen lassen, lassen den Akteur Autonomie erfahren (Becker, 2005).

Ab einem Alter von etwa sechs Jahren beginnen Kinder, zu erkunden, wie die Welt funktioniert. Dabei kann man verschiedene Grundthemen unterscheiden, die mit Abenteuerwelten verknüpft sind und für die Kinder im Grundschulalter besonders wichtig sind. Ein zentrales Thema in dieser Altersgruppe ist das der „Jäger und Sammler“. Kinder fangen beispielsweise kleine Tiere zu fangen oder Gegenständen mit Gleichaltrigen zu tauschen. Im Wald äußert sich dies im Versuch, einer Tierfährte zu folgen oder in der Beliebtheit von Schnitzeljagden, bei denen verschiedene Hinweise gesammelt werden müssen. Hinzu kommt der Wunsch, ein „Haus“ zu bauen, was im Wald durch umfangreich vorhandenes Baumaterial leicht möglich ist. Angetrieben von ihrem Wissensdurst und dem Interesse am Funktionieren von Dingen, können sich Kinder dafür begeistern, diese auseinanderzubauen oder selbst zu konstruieren. Damit eng verbunden ist die Faszination am Sägen, Schnitzen oder Töpfern. Diese vier Grundthemen werden oftmals in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen durchlebt (Lang, 1992).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den zunehmenden Medienkonsum von Kindern und die daraus resultierenden Defizite an Primärerfahrungen, die eine gesunde Ich-Entwicklung behindern könnten.

2 Der Erfahrungsbegriff – Ein Defintionsversuch: Hier wird der Begriff der Erfahrung theoretisch hergeleitet und als ein reflexiver Prozess definiert, der nicht planbar ist und oft durch das Enttäuschen von Erwartungen entsteht.

3 Natur und Kinder heute: Das Kapitel analysiert aktuelle Studien zum Naturbezug von Kindern und identifiziert das kindliche Bedürfnis nach Risiko und Abenteuer als essenziellen Bestandteil ihrer Entwicklung.

4 Naturerfahrung und die Bedeutung für die kindliche Entwicklung: Dieser Hauptteil zeigt auf, wie erlebnispädagogische Ansätze und Naturräume gezielt zur Förderung der motorischen, sozialen und psychischen Entwicklung beitragen können.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Naturerfahrungen für die ganzheitliche Kompetenzentwicklung von Kindern unverzichtbar sind und durch Pädagogik sinnvoll begleitet werden sollten.

Schlüsselwörter

Naturerfahrung, kindliche Entwicklung, Abenteuerpädagogik, Erlebnispädagogik, Primärerfahrungen, Bewegungsmangel, Medienkonsum, Autonomie, Sozialentwicklung, Psychische Entwicklung, Motorik, Selbstbewusstsein, Lernprozess, Kindheit, Wald

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle direkte Naturerfahrungen bei der gesunden Entwicklung von Kindern spielen und wie diese in einer zunehmend mediatisierten Welt gefördert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen den theoretischen Erfahrungsbegriff, die Auswirkungen von Medien auf das Kind, das natürliche Bedürfnis nach Abenteuer sowie die erlebnispädagogische Förderung im Naturraum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Naturerfahrungen essenziell für die Ausbildung eines starken Selbstwertgefühls und die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Basis erziehungswissenschaftlicher und psychologischer Konzepte sowie empirischer Studien argumentiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Möglichkeiten der Erlebnispädagogik (z.B. Klettern) und deren konkreten Nutzen für die motorische, soziale und psychische Entwicklung von Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Naturerfahrung, Erlebnispädagogik, Kindliche Entwicklung, Primärerfahrungen und Bewegung.

Warum spielt das Klettern eine besondere Rolle im Text?

Das Klettern dient als praktisches Fallbeispiel, da es Kindern reale Herausforderungen bietet, Vertrauen und Kommunikation mit einem Seilpartner erfordert und somit die Selbstwirksamkeit stärkt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen „Erfahrung“ und „Erlebnis“?

Die Autorin stützt sich auf theoretische Ansätze, nach denen „Erfahrung“ einen Lernprozess durch Überraschung oder Schmerzhaftigkeit impliziert, während „Erlebnis“ eher eine (oft positive) Situation beschreibt.

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Résumé des informations

Titre
Zur Bedeutung von Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung
Université
University of Marburg
Note
12 Punkte (2+)
Auteur
Judith Wölfel (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
13
N° de catalogue
V207604
ISBN (ebook)
9783656350484
ISBN (Livre)
9783656351566
Langue
allemand
mots-clé
Natur Kinder Entwicklung Erlebnispädagogik Erfahrung Klettern Abenteuer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Judith Wölfel (Auteur), 2011, Zur Bedeutung von Naturerfahrungen für die kindliche Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207604
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Extrait de  13  pages
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