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Minijobs - Eine Erfolgsgeschichte?

Título: Minijobs - Eine Erfolgsgeschichte?

Trabajo Escrito , 2012 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jasmin Brands (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Bereits seit den sechziger Jahren existiert das Konzept der geringfügigen Beschäftigung. Um die Jahrhundertwende, in den Jahren 1999 und 2003, wurde diese innerhalb kürzester Zeit durch zwei Reformen jeweils komplett neu geregelt. Anfang dieses Jahres hat der Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes, aufgrund der großen Relevanz für Arbeitnehmer/innen in Deutschland, beschlossen eine weitere Neuordnung der sogenannten Minijobs vorzuschlagen. Gemäß der Zahlen des Berichts der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung für das erste Quartal 2012 würde eine Änderung in diesem Bereich derzeit 6.916.978 Arbeitnehmer/innen im gewerblichen Bereich und 242.743 in Privathaushalten betreffen, bei einer gesamten Erwerbsbevölkerung von 41,579 Millionen in Deutschland. Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Minijobber innerhalb einer Dekade, ausgehend von 4.183.791 im Dezember 2002, fast verdoppelt hat und nun etwa 17 Prozent der Erwerbstätigenquote ausmacht. Angesichts dieser Zahlen und kontinuierlicher Reformbestrebungen wird deutlich, dass es sich bei dieser Beschäftigungsform weder um eine Randerscheinung handelt, noch eine allen Anforderungen entsprechende Regelung besteht; aus diesem Grund soll das politische Instrument ‚Minijob‘ hier genauer betrachtet werden.
Minijobs werden kontrovers diskutiert und je nach Perspektive unterschiedlich bewertet. So wurde auch in einer Augustausgabe des Spiegels ein sich vom oben genannten deutlich unterscheidender Reformvorschlag der CDU und FDP diskutiert. In dieser Hausarbeit sollen daher das bisherige politische Konzept und dessen Umsetzung analysiert werden, um abschließend zu beurteilen, inwiefern die mit der Reform 2003 angestrebten Ziele erreicht worden sind und, ob weiterer Reformbedarf besteht. Zu diesem Zweck wird zunächst die geschichtliche Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung an Hand der bis 1999 durchgeführten Reformen aufgezeigt. Anschließend wird die Reform des Jahres 1999 dargestellt. Im zweiten Teil wird auf die Rechtsgrundlage und die aktuelle Gestaltung des Konzepts eingegangen, um anschließend die Ziele der Reform 2003 darzulegen. Eine Erfolgsbilanz, ob die zuvor definierten Ziele erreicht oder verfehlt worden sind, wird im dritten Teil gezogen. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse [...] in einem Fazit zusammengefasst und der Erfolg dieser Beschäftigungsform sowie deren Reformbedarf beurteilt. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Geschichtliche Entwicklung

1.1 Reformen bis 1999

1.2 Reform 1999

2 Reform von 2003

2.1 Rechtsgrundlage

2.2 Änderungen

2.3 Ziele und Anreize

3 Erfolgsbilanz

3.1 Reduktion der Arbeitslosigkeit durch Ausweitung der Minijobs

3.2 Brückenfunktion in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

3.3 Legalisierung geringfügiger Beschäftigung in Privathaushalten

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das politische Konzept der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die Reformen um die Jahrtausendwende, um deren Erfolg bei der Reduktion der Arbeitslosigkeit und der Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu bewerten.

  • Entwicklung des Konzepts der geringfügigen Beschäftigung seit den 1960er Jahren
  • Analyse der gesetzlichen Änderungen durch die Reform 2003 (Hartz-Reformen)
  • Untersuchung der Arbeitsmarkt-Effekte und der Brückenfunktion von Minijobs
  • Bewertung der Legalisierungsanreize für Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten

Auszug aus dem Buch

1 Geschichtliche Entwicklung

Aufgrund eines Arbeitskräftemangels wurde in den sechziger Jahren das Konzept der geringfügigen Beschäftigung eingeführt, um Anreize zur Mehrarbeit zu setzen. Verdienste, die monatlich 630 DM (Westdeutschland) bzw. 530 DM (Ostdeutschland) nicht überstiegen und bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von weniger als 15 Stunden, erzielt wurden waren abgabenfrei, lediglich vom Arbeitgeber wurde eine Pauschalbesteuerung mit einem Satz von 20 Prozent erhoben. Es konnte sich hierbei auch um einen Nebenjob zusätzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung handeln. Sobald diese Grenze überschritten wurde, wurden die kompletten Einkünfte arbeitnehmer- und arbeitgeberseitig mit etwa 40 Prozent sozialversicherungspflichtig. Bemerkenswert ist hierbei ein starker Anstieg der Zahl geringfügig beschäftigter Arbeitnehmer/inner in den neunziger Jahren, der, laut einer Faustformel des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG), in der Zeit zwischen 1987 und 1999 um ungefähr eine Million je fünf Jahre betrug, sodass sich die Gesamtzahl Anfang 1999 auf etwa 6,5 Mio. belief.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz der geringfügigen Beschäftigung und die kontinuierlichen Reformbemühungen, um das politische Instrument Minijob einzuordnen.

1 Geschichtliche Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der geringfügigen Beschäftigung in den 1960er Jahren sowie die spezifischen Reformen von 1999 nach.

2 Reform von 2003: Hier werden die Rechtsgrundlagen und die wesentlichen Änderungen durch das Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz-Reformen) detailliert dargestellt.

3 Erfolgsbilanz: Dieses Kapitel prüft kritisch, inwieweit die angestrebten Ziele wie Arbeitslosenreduktion, Brückenfunktion und Legalisierung von Privathaushaltsjobs erreicht wurden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Reformziele nur teilweise erreicht wurden, was den Reformbedarf unterstreicht.

Schlüsselwörter

Minijobs, geringfügige Beschäftigung, Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Reformen, Sozialversicherung, Arbeitslosigkeit, Nebenverdienst, Brückenfunktion, Privathaushalte, Schwarzarbeit, Reformbedarf, Erwerbstätigkeit, Gleitzone, Midijobs, Beschäftigungsstatistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Konzept der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) in Deutschland und bewertet dessen Umsetzung und Wirkung anhand der Reformen von 1999 und 2003.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der geschichtlichen Entwicklung, den Rechtsgrundlagen der Reform 2003, der Arbeitsmarkt-Bilanz und der Wirksamkeit der Minijobs als arbeitsmarktpolitisches Instrument.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beurteilen, inwiefern die mit der Reform 2003 angestrebten Ziele – Reduktion der Arbeitslosigkeit, Brückenfunktion und Legalisierung von Privathaushaltsjobs – tatsächlich erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von offiziellen Statistiken, Regierungsberichten und wissenschaftlichen Evaluierungen, um die Erfolgsbilanz des Minijob-Konzepts kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesetzlichen Grundlagen und Änderungen (2003) dargelegt, gefolgt von einer empirischen Überprüfung der versprochenen Arbeitsmarkteffekte und der Brückenfunktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Minijobs, Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Reformen, Sozialversicherung und Beschäftigungsstatistik definieren.

Wie bewertet die Autorin die Brückenfunktion von Minijobs?

Die Autorin kommt zu einem uneindeutigen Ergebnis; während offizielle Stellen von einer bedeutsamen Funktion sprechen, zeigen Evaluierungen und Statistiken, dass kaum ein Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stattfindet.

Warum ist die Erfolgsbilanz der Reform 2003 eher negativ?

Da die definierten Hauptziele wie die effektive Senkung der Arbeitslosigkeit durch Minijobs oder der Übergang in reguläre Beschäftigung nur in geringem Umfang oder nicht nachweislich erreicht wurden, fällt das Gesamtfazit skeptisch aus.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Minijobs - Eine Erfolgsgeschichte?
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Curso
Arbeitsmarktpolitik
Calificación
1,3
Autor
Jasmin Brands (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
18
No. de catálogo
V207879
ISBN (Ebook)
9783656351009
ISBN (Libro)
9783656351818
Idioma
Alemán
Etiqueta
Minijob Arbeitslosigkeit Hartz IV Hartz 4 Brückenfunktion geringfügige Beschäftigung Reform 1999 Reform 2003 Privathaushalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jasmin Brands (Autor), 2012, Minijobs - Eine Erfolgsgeschichte?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207879
Leer eBook
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