Die fortschreitende Vernetzung der globalen Märkte führt dazu, dass nicht nur Großun-ternehmen sondern auch eine steigende Anzahl an mittelständischen Unternehmen ihre Personal- und Organisationsentwicklung an die internationalen und interkulturellen Be-dürfnisse der Zukunft ausrichten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Insbesonde-re der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiter kommt dabei eine entscheidende Be-deutung zu. Denn immer mehr international zusammengesetzte Teams, deren Mitglieder über den gesamten Globus verteilt und in verschiedenen Kulturen verankert sind, arbei-ten bei Projekten eng zusammen. Gelingt es hierbei durch interkulturelle Kompetenz den Beitrag der einzelnen Projektmitglieder optimal zusammenzuführen, so schafft man einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor und führt nicht nur das Projekt sondern ganze Unternehmen zum Erfolg.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung
1.4. Vorgehensweise
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1. Definition wichtiger Fremd- und Fachwörter
2.1.1. Kultur
2.1.2. Interkulturelle Kompetenz
2.1.3. Internationales Projektmanagement
2.2. Kriterienkatalog zur Beschreibung von kulturellen Eigenschaften eines Landes im Wirtschaftskontext
2.2.1. Ausgewählte Kulturdimensionen von Geert Hofstede
2.2.1.1. Machtdistanz
2.2.1.2. Individualismus versus Kollektivismus
2.2.1.3. Maskulinität versus Femininität
2.2.1.4. Unsicherheitsvermeidung
2.2.2. Ausgewählte Kulturdimensionen von Edward Hall
2.2.2.1. Kontextorientierung
2.2.2.1. Zeitorientierung
3. Beschreibung der kulturellen Eigenschaften Deutschlands im Wirtschaftskontext
3.1. Machtdistanz
3.2. Individualismus versus Kollektivismus
3.3. Maskulinität versus Femininität
3.4. Unsicherheitsvermeidung
3.5. Kontextorientierung
3.6. Zeitorientierung
4. Beschreibung der kulturellen Eigenschaften des Libanons im Wirtschaftskontext
4.1. Machtdistanz
4.2. Individualismus versus Kollektivismus
4.3. Maskulinität versus Femininität
4.4. Unsicherheitsvermeidung
4.5. Kontextorientierung
4.6. Zeitorientierung
5. Kulturelle Kompetenzanforderungen und Handlungsempfehlungen
5.1. Kulturelle Kompetenzanforderungen an Mitarbeiter in internationalen Projektteams
5.2. Handlungsempfehlungen für Unternehmen
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie interkulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und dem Libanon die Effektivität in multinationalen Projektteams beeinflussen, um daraus konkrete Kompetenzanforderungen und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte abzuleiten.
- Interkulturelle Kompetenz als Wettbewerbsfaktor in internationalen Teams
- Kulturvergleich basierend auf den Dimensionen von Geert Hofstede und Edward Hall
- Analyse der kulturellen Profile von Deutschland und dem Libanon
- Ableitung von Anforderungen an interkulturelle Sozial- und Methodenkompetenz
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Projekt-Effizienz
Auszug aus dem Buch
1.2. Problemstellung
Im internationalen Projektgeschäft kommt es regelmäßig zur Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Die vorliegende Arbeit hat zur Grundlage der Problemstellung ein internationales Projektteam, das aus deutschen und libanesischen Projektmitgliedern des gleichen Unternehmens besteht. Der Projektleiter kommt aus Deutschland. Durch die Projektzusammenarbeit der deutschen und libanesischen Unternehmensstandorte soll ein Vertriebsprojekt realisiert werden.
Zur erfolgreichen Abwicklung dieser Kooperation ist ein enger Kontakt zwischen dem deutschen Projektleiter und den libanesischen Kollegen notwendig, um bspw. den Fertigungsgegenstand, die Fertigungszeiten oder die Auslieferungsmöglichkeiten abzuklären. Diese bi-nationale Zusammenarbeit in internationalen Projektteams, bei der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur aufeinandertreffen, stellt international tätige Unternehmen vor große Herausforderungen. Denn aufgrund kulturspezifischer Werte, Einstellungen, Gewohnheiten und Kommunikationsweisen der Projektmitarbeiter in Deutschland und im Libanon werden menschliche Unterschiede deutlich, durch die das Risiko von Missverständnissen und Konflikten enorm ansteigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation und Problemstellung der interkulturellen Zusammenarbeit in einem deutsch-libanesischen Projektteam und definiert das Ziel der Untersuchung.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Erarbeitet die theoretischen Grundlagen durch Definitionen und stellt einen Kriterienkatalog basierend auf Hofstede und Hall zur Analyse kultureller Eigenschaften auf.
3. Beschreibung der kulturellen Eigenschaften Deutschlands im Wirtschaftskontext: Analysiert die deutsche Wirtschaftskultur anhand der gewählten Kulturdimensionen hinsichtlich Machtdistanz, Individualismus, Maskulinität, Unsicherheitsvermeidung und Kommunikationsstil.
4. Beschreibung der kulturellen Eigenschaften des Libanons im Wirtschaftskontext: Charakterisiert die libanesische Kultur unter Anwendung desselben Kriterienkatalogs und verdeutlicht die Unterschiede zur deutschen Kultur.
5. Kulturelle Kompetenzanforderungen und Handlungsempfehlungen: Leitet basierend auf den Kulturvergleichen spezifische Kompetenzanforderungen für Projektleiter ab und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
6. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt qualitativ die Relevanz interkultureller Kompetenz für den Projekterfolg.
Schlüsselwörter
Internationales Projektmanagement, Interkulturelle Kompetenz, Kulturdimensionen, Geert Hofstede, Edward Hall, Deutschland, Libanon, Machtdistanz, Individualismus, Kollektivismus, Maskulinität, Unsicherheitsvermeidung, Kontextorientierung, Zeitorientierung, Projektführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und dem Libanon im Kontext multinationaler Projektteams und untersucht deren Auswirkungen auf die Zusammenarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind interkulturelles Management, die Anwendung von Kulturdimensionen zur Analyse von Ländern sowie die daraus resultierende Optimierung von Projektleitung und Teamzusammenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, kulturelle Kompetenzanforderungen für Mitarbeiter in internationalen Projektteams zu definieren und Empfehlungen zu geben, um die Effektivität und Effizienz der Projektarbeit zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein auf der Literatur basierender Kriterienkatalog (nach Hofstede und Hall) erstellt, um Länderprofile induktiv zu analysieren und daraus Anforderungen abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Analyse der deutschen und libanesischen Kultur sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen zählen Projektmanagement, Kulturdimensionen, interkulturelle Kompetenz, Machtdistanz und Risikovermeidung.
Wie unterscheidet sich die deutsche von der libanesischen Kultur hinsichtlich der Zeit?
Deutschland ist eine monochrone Kultur mit linearem Zeitverständnis und hoher Termintreue, während der Libanon eine polychrone Kultur ist, in der Zeit zirkulär betrachtet wird und Termine eine untergeordnete Rolle spielen.
Warum ist das "Wir-Gefühl" im Libanon so wichtig?
Der Libanon ist eine kollektivistische Kultur, in der Gruppenloyalität und ein positives Arbeitsklima für die soziale Sicherheit und das Überleben der Gemeinschaft von zentraler Bedeutung sind.
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- Daniel Schäfer (Author), Dr. Dr. (UCN) Ahmed Abdelmoumene (Author), 2013, International Project Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208291