Ziel dieser Arbeit ist es, die unterschiedliche Bilanzierung und Bewertung immaterieller Vermögenswerte im Speziellen selbsterstellter Filmproduktionen nach deutschem Handelsrecht und den Regelungen nach IAS darzustellen und wesentliche Unterschiede zu erläutern. Im Anschluss an die Einführung werden im zweiten Kapitel zunächst immaterielle Vermögensgegenstände näher betrachtet und definiert. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird im dritten Kapitel auf die Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach HGB und IAS eingegangen und gegenübergestellt. Den Abschluss der Arbeit bildet das vierte Kapitel, in dem die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt und kritisch gewürdigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2 Erschließung begrifflicher Grundlagen
2.1 Grundkonzeption: HGB versus IAS
2.2.1 Der Begriff des Vermögensgegenstandes
2.2.2 Definition von immateriellen Vermögensgegenstände
2.3 Vermögensgegenstände nach IAS
2.3.1 Der Begriff des assets
2.3.2 Definition von intangible assets
2.4 Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände
3 Bilanzierung und Bewertung selbsterstellter Filmproduktionen nach HGB und IAS
3.1 Bilanzierung von immateriellen Wirtschaftsgütern im Allgemeinen und selbsterstellten Filmproduktionen im Speziellen nach HGB
3.2 Bilanzierung nach IAS
3.2.1 Ansatz und Ausweis
3.2.2 Bewertung
3.3 Zusammenfassende Gegenüberstellung der Bilanzierung selbsterstellter Filmproduktionen nach HGB und IAS
4 Fazit und kritische Würdigung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für selbsterstellte Filmproduktionen im Vergleich zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Accounting Standards (IAS), um die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Unternehmensdarstellung kritisch zu analysieren.
- Grundlagen und Definitionen immaterieller Vermögensgegenstände
- Vergleich der Bilanzierungsphilosophien (HGB vs. IAS/Case Law)
- Ansatz- und Bewertungsvorschriften für selbsterstellte Filmproduktionen
- Bedeutung der Umsatzrealisierung und Werthaltigkeitstests
- Kritische Analyse der Informationsqualität und Standardunterschiede
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Ansatz und Ausweis
Intangible assets dürfen nach IAS 38 nur aktiviert werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Der Sachverhalt muss zuverlässig bewertbar sein.
Der Nutzen des assets für das Unternehmen muss vorhanden bzw. für die Zukunft erkennbar sein.
Der Nutzen muss dem asset eindeutig zugeordnet werden können.33
Diese Vorraussetzungen gelten unabhängig davon, ob ein intangible asset erworben oder selbsthergestellt wurde. Das intangible asset muss selbständig bewertungsfähig, nicht aber wie im Handelsrecht selbständig verkehrsfähig sein.34
Eine weitere Voraussetzung für ein asset ist die tatsächliche Verfügungsmacht über das immaterielle Wirtschaftsgut.35 Diese liegt vor, wenn das Unternehmen mit Gewissheit auf die künftigen Rückflüsse zurückgreifen kann.36
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Das Kapitel erläutert die zunehmende Globalisierung der Rechnungslegung und definiert das Ziel der Arbeit, die Unterschiede zwischen HGB und IAS bei Filmproduktionen aufzuzeigen.
2 Erschließung begrifflicher Grundlagen: Es werden die begrifflichen Voraussetzungen und Unterschiede von Vermögensgegenständen nach HGB und IAS definiert.
3 Bilanzierung und Bewertung selbsterstellter Filmproduktionen nach HGB und IAS: Dieses Kernkapitel analysiert detailliert die Ansatz- und Bewertungsregeln, inklusive der Besonderheiten bei Herstellungskosten und Abschreibungsmethoden in beiden Systemen.
4 Fazit und kritische Würdigung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und übt Kritik an der mangelnden Flexibilität der HGB-Vorschriften im Kontext moderner Medienunternehmen.
Schlüsselwörter
Bilanzierung, HGB, IAS, Filmproduktionen, immaterielle Vermögenswerte, Aktivierung, Bewertung, Herstellungskosten, Abschreibung, Fair Value, Umsatzrealisierung, Rechnungslegung, Medienbranche, intangible assets, Bilanzanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die Bilanzierung und Bewertung von selbsterstellten Filmproduktionen nach deutschem Handelsrecht (HGB) und internationalen Standards (IAS).
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition immaterieller Wirtschaftsgüter, die unterschiedlichen Aktivierungskriterien sowie die methodischen Ansätze der Bewertung und Abschreibung in der Medienbranche.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Darstellung und kritische Erläuterung der wesentlichen Unterschiede in der Behandlung selbsterstellter Filmproduktionen, um aufzuzeigen, wie sich diese auf die Bilanzierung auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf einer Auswertung der einschlägigen Fachliteratur, Gesetze (HGB), Frameworks und relevanter Rechnungslegungsstandards basiert.
Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil behandelt die abstrakte Aktivierungsfähigkeit, den Ansatz von Forschung und Entwicklung, die spezifischen Kostenkomponenten (SOP 00-2) sowie leistungsbedingte Abschreibungsmodelle bei Filmrechten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Bilanzierung, HGB, IAS, Filmproduktionen, immaterielle Vermögenswerte sowie Herstellungskosten.
Warum ist die Bilanzierung nach HGB für Filmproduktionen problematisch?
Das HGB sieht ein Aktivierungsverbot für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte vor, wodurch alle Kosten sofort als Aufwand gebucht werden müssen, was zu einer verzerrten Ertragslage führt.
Wie gehen die IAS mit dem Problem der Messbarkeit bei Filmkosten um?
IAS erlauben die Aktivierung unter strengen Voraussetzungen (Entwicklungskosten) und nutzen für die Folgebewertung leistungsbezogene Abschreibungsformeln, die auf erwarteten Umsatzerlösen basieren.
- Quote paper
- Diplom-Kaufmann (FH) Andreas Jung (Author), 2004, Ansatz, Ausweis und Bewertung selbsterstellter Filmproduktionen nach HGB und IAS im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20835