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Platons Beweis der Unsterblichkeit der Seele in "Phaidon"

Titre: Platons Beweis der Unsterblichkeit der Seele in "Phaidon"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 12 Pages , Note: 1

Autor:in: Markus Hahn (Auteur)

Philosophie - Philosophie antique
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In der vorliegenden Arbeit gehe ich der Frage nach, wie Platon die Unsterblichkeit der Seele in seinem Werk „Phadion“ beweist. Als Grundlage diente mir das von Ursula Wolf herausgegebene und der von Friedrich Schleiermacher übersetzte Sammelband „Platon – Sämtliche Werke Band II“. In weitere Folge beziehe ich mich, sofern nichts anderes angegeben, immer auf die genannte Ausgabe. Nach einem kurzen historischen Abriss sowie der Abklärung der Hintergrundgeschichte werde ich die im Wesentlichen vier Argumente für die Unsterblichkeit näher beleuchten.
Der Dialog beginnt nach der Hinrichtung des Lehrers Platons, eine Rekonstruktion und Nacherzählung der Ereignisse kurz vor dem Tod Sokrates. Echekrates möchte von Phaidon wissen, wie Sokrates und seine Freunde die letzten Stunden verbracht haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund

3. Philosophen und der Tod

4. Zyklus der Seele

5. Wiedererinnerung als Beweis der Seele

6. Ähnlichkeitsargument

7. Der vierte Beweis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Platon im Dialog „Phaidon“ die Unsterblichkeit der Seele argumentativ begründet. Dabei wird analysiert, wie Sokrates durch verschiedene Beweisführungen die ontologische Trennung von Körper und Seele herleitet, um ein Weiterleben nach dem physischen Tod philosophisch zu rechtfertigen.

  • Die historische und philosophische Kontextualisierung des Todes von Sokrates.
  • Die Analyse des ersten Beweises durch den zyklischen Wandel der Dinge.
  • Die Untersuchung der Wiedererinnerung als Erkenntnistheorie.
  • Die Erläuterung des Ähnlichkeitsarguments basierend auf der Ideenlehre.
  • Der logische vierte Beweis unter Anwendung des Satzes vom Widerspruch.

Auszug aus dem Buch

Zyklus der Seele

Den ersten Beweis für die Unsterblichkeit der Seele entwickelte Platon aus einem zyklischen Widerkehren der Seelen. Die Lebenden werden zu Toten und aus diesen werden neue Lebende geboren. Einzig die Seele überdauert dieses Vergehen und Werden und wandert zwischen den Körpern und dem Reich der Seelen hin und her. Platon ist also überzeugt, dass es zwei Substanzen gibt. Die eine ist nicht schwer zu erklären und bedarf auch keiner strengen Beweisführung, denn jeder sieht den eigenen Körper und kann andere Körper sehen. Die zweite Substanz hingegen lässt sich nicht so einfach erkennen, auch weil empirische Methoden hier versagen. Sie wird schlicht Seele genannt. Dazu später aber mehr.

Wenn man diese beiden Prämissen voraussetzt, dann wird auch die Erklärung Sokrates der Entstehung aus den Gegensätzen, heraus verständlich. Das Leben ist der Weg zum Tod, ein Wandel zwischen Lebendigkeit und Tod. Der Körper stirbt während die Seele aber ins Reich der Toten wandert und aus dieser wieder irgendwann zurückkehrt und so ein neues Leben begründet, zumindest mitbegründet. Es gibt zwischen zwei Extremen, wie Schönheit und Hässlichkeit eine bestimmte Relation, ein Wachstum und eine Abnahme, wie es Sokrates ausdrückte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie das Werk „Phaidon“ als primäre Quelle benennt und die vier zentralen Unsterblichkeitsargumente Platons ankündigt.

Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die historischen Umstände der Verurteilung des Sokrates und die Bedeutung der Wartezeit bis zur Hinrichtung für das Zustandekommen des Dialogs.

Philosophen und der Tod: Der Autor beschreibt hier das philosophische Verständnis des Todes als Befreiung der Seele vom hinderlichen Körper, um eine reine Wahrnehmung der Wahrheit zu ermöglichen.

Zyklus der Seele: Das Kapitel behandelt den ersten Beweisgang, der aus dem ständigen Werden und Vergehen der Gegensätze die notwendige Existenz einer die Zyklen überdauernden Seele ableitet.

Wiedererinnerung als Beweis der Seele: Hier wird der zweite Beweis erörtert, der besagt, dass Erkenntnis in Wahrheit ein Wiedererinnern (Anamnesis) an eine Zeit vor der körperlichen Geburt ist.

Ähnlichkeitsargument: Dieser Abschnitt analysiert den dritten Beweis, welcher die Seele aufgrund ihrer Unteilbarkeit und Ähnlichkeit zum Göttlichen von der vergänglichen, zusammengesetzten Natur des Körpers abgrenzt.

Der vierte Beweis: Das Kapitel legt den abschließenden Beweis dar, der sich auf logische Prinzipien stützt und die Seele als Inbegriff des Lebens definiert, welche daher das Attribut „Tod“ logisch ausschließt.

Schlüsselwörter

Platon, Phaidon, Unsterblichkeit der Seele, Sokrates, Ideenlehre, Wiedererinnerung, Anamnesis, Ontologie, Dualismus, Seelenwanderung, Sterblichkeit, logische Argumentation, antike Philosophie, Gegensätze, Substanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophische Argumentation Platons im Dialog „Phaidon“, um die Unsterblichkeit der Seele zu belegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Ideenlehre, die ontologische Unterscheidung zwischen Körper und Seele sowie die vier Beweise zur Unsterblichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Struktur der vier Unsterblichkeitsbeweise nachzuvollziehen und ihre logische Konsistenz im Kontext des platonischen Denkens zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die philologische Textanalyse der Dialoge sowie die philosophische Rekonstruktion der logischen Argumentationsketten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der historischen Hintergründe und die detaillierte Untersuchung der vier Beweise, vom zyklischen Wandel bis hin zum logischen Widerspruchsbeweis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Anamnesis (Wiedererinnerung), der Dualismus von Leib und Seele sowie die ontologische Unteilbarkeit.

Warum hält der Autor den vierten Beweis für besonders stark?

Der Autor argumentiert, dass dieser Beweis durch die Einbeziehung logischer und sprachphilosophischer Prinzipien weniger von empirischer Anschauung abhängig ist als die vorangegangenen Argumente.

Welche Rolle spielt der Körper in Platons Argumentation laut dieser Arbeit?

Der Körper wird als „Behinderung“ der Seele verstanden, der durch seine Fehlbarkeit und Begierden das reine Erkennen der Wahrheit behindert.

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Résumé des informations

Titre
Platons Beweis der Unsterblichkeit der Seele in "Phaidon"
Université
University of Graz
Note
1
Auteur
Markus Hahn (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
12
N° de catalogue
V208404
ISBN (ebook)
9783656356387
ISBN (Livre)
9783656356790
Langue
allemand
mots-clé
Platon Seele Aristoteles Philosophie Griechenland antike Philosophiegeschichte Phaidon Unsterblichkeit Geschichte deutsch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Hahn (Auteur), 2001, Platons Beweis der Unsterblichkeit der Seele in "Phaidon", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208404
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Extrait de  12  pages
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