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Die Regulierung des Wassersektors in England und Wales - Eine netzökonomische Analyse

Titre: Die Regulierung des Wassersektors in England und Wales - Eine netzökonomische Analyse

Mémoire (de fin d'études) , 2011 , 83 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Maria Zayonchkovskaya (Auteur)

Economie politique - Etudes de cas
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Trinkwasser ist ein notwendiges, aber auch ein knappes Gut. Die
Wasserressourcen sind charakterlich für ihre ungleiche Verteilung. Darüber
hinaus erfordert der Zugang zu diesen Ressourcen ein technisches Know-how
und beträchtliche finanzielle Kosten. Diese Tatsachen dienen als eine
Grundlage für die Monopolbildung in der Wasserindustrie. Durch den
Missbrauch ihrer Marktmacht können die Wassermonopolisten sich zur
Geldmagnaten entwickeln, in dem sie Wasserversorgung als ein kommerzielles
Geschäft gestalten.
Die Ökonomie des Wassersektors ist seit Jahrzehnten ein problematisches und
kontroverses Thema in England. Aufgrund steigender Kosten, langsamer
Produktivität und unzureichender Versorgungsqualität setzte sich ab 1979, auf
Initiative von Margret Thatcher, die Debatte um eine mögliche Privatisierung
fort. Der Staat erhoffte durch die Privatisierung eine Schuldendeckung und
eine Wohlfahrtssteigerung zu erzielen. Was passierte nun mit der Wasserindustrie nach dem Privatisierungsakt im Jahr
1989? Aus Sicht der Konsumenten, die schon am Anfang mit großer Skepsis
das Thema „Privatisierung“ betrachteten, entlarvte sich der ganze Vorgang
nach einigen Jahren angeblich als „the greatest act of licensed robbery“ (Tory
Daily Mail, 1994). Sozialistische Partei von Großbritannien wirft der
Wasserregulierung vor, sie erfülle ihre Aufgaben ungenügend: Die Industrie sei
monopolisierter geworden, Firmeninvestitionen seien auf einem weit
niedrigeren Niveau, als es erforderlich wäre, Qualität des Wassers und der
Versorgungsleistungen seien unzureichend, obwohl die Preise, Gewinne und
Managerlöhne immer weiter anstiegen. Die Partei ist fest davon überzeugt,
dass die englischen und walisischen Wasserunternehmen reine
Gewinninteressen auf Kosten der gesellschaftlichen Wohlfahrt verfolgen. Die
Wasserversorgung sei zu einem sehr profitablen Geschäft geworden.
Die Hauptaufgabe dieser Arbeit ist es, Schritt für Schritt zu überprüfen, wie
erfolgreich die englische und walisische Regulierung der privaten
Wasserindustrie für die Wohlfahrtssteigerung sorgt, über welchen Einfluss die
privaten Wasserunternehmen verfügen und ob die öffentliche Vorwürfe
gegenüber der Marktakteuren sich als gerechtfertigt erweisen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Trinkwasserwirtschaft in England und Wales

2.1 Disaggregierte Untersuchung der Wertschöpfungskette von leitungsgebundenen Trinkwasser in England und Wales

2.2 Gutseigenschaften der Trinkwasserversorgung

2.3 Die Privatisierung der Wasserwirtschaft in England und Wales

2.4 Ziele der Regulierung der Wasserwirtschaft in England und Wales

3. Theoretische Grundlagen der Marktmachtregulierung in Netzsektoren

3.1 Natürliche Monopole

3.1.1 Definition eines natürlichen Monopols

3.1.2 Charakterisierung eines natürlichen Monopols

3.2 Das Konzept der angreifbaren Märkte

3.3 Lokalisierung netzspezifischer Marktmacht

3.3.1 Theorie monopolistischer Bottlenecks

3.3.2 Das Konzept der wesentlichen Einrichtung

3.3.3 Disaggregierte Identifikation monopolistischer Bottlenecks

3.3.4 Vermeidung von Überregulierungen

3.4 Anreizorientierte Regulierungsinstrumente

3.4.1 Rate-of-return-Regulierung

3.4.2 Price-cap-Regulierung

3.4.3 Yardstick Competition

4. Anwendung des disaggregierten Regulierungsansatzes auf die Trinkwasserwirtschaft

4.1 Disaggregierte Untersuchung der Wertschöpfungskette auf die netzspezifische Marktmacht

4.2 Konsequenzen für die Regulierung

5. Preis- und Qualitätsregulierung des Wassersektors in England und Wales

5.1 Wettbewerb in der Wasserwirtschaft in England und Wales

5.2 Anwendung von Price-Cap-Regulierung und Yardstick Competition

5.2.1 Beschreibung des Regulierungsansatzes

5.2.2 Kritische Betrachtung der ökonomischen Regulierung

5.2.3 Auswirkungen der ökonomischen Regulierung auf Preise, Gewinne und Investitionen

5.3 Einhaltung von Qualitätskriterien

5.3.1 Regeln des Trinkwasserschutzes und vorgeschriebene Qualitätsstandards

5.3.2 Kontrolle der Trinkwasserqualität

5.3.3 Die Entwicklung der Trinkwasserqualität über die Zeit

5.3.4 Die Entwicklung der Wasserverluste

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Effektivität der englischen und walisischen Regulierung der privatisierten Wasserindustrie im Hinblick auf Wohlfahrtssteigerung und Marktmachtdisziplinierung zu evaluieren.

  • Historische Entwicklung und Privatisierung der Wasserwirtschaft
  • Theoretische Grundlagen zur Regulierung natürlicher Monopole
  • Analyse der Wertschöpfungskette und Identifikation monopolistischer Bottlenecks
  • Einsatz von Preiskontrollinstrumenten (Price-Cap-Regulierung, Yardstick Competition)
  • Evaluation der Qualitätsregulierung und Trinkwasserstandards

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Das Trinkwasser ist ein notwendiges, aber auch ein knappes Gut. Die Wasserressourcen sind charakterlich für ihre ungleiche Verteilung. Darüber hinaus, erfordert der Zugang zu diesen Ressourcen ein technisches Know-how und beträchtliche finanzielle Kosten. Diese Tatsachen dienen als eine Grundlage für die Monopolbildung in der Wasserindustrie. Durch den Missbrauch ihrer Marktmacht können die Wassermonopolisten sich zur Geldmagnaten entwickeln, in dem sie Wasserversorgung als ein kommerzielles Geschäft gestalten (vgl. Thaler, 2010, S. 1f.).

Die Ökonomie des Wassersektors ist seit Jahrzehnten ein problematisches und kontroverses Thema in England. Aufgrund steigender Kosten, langsamer Produktivität und unzureichender Versorgungsqualität setzte sich ab 1979, auf Initiative von Margret Thatcher, die Debatte um eine mögliche Privatisierung fort. Der Staat erhoffte durch die Privatisierung eine Schuldendeckung und eine Wohlfahrtssteigerung zu erzielen (vgl. Spelhahn, 1994, S. 21). Was passierte nun mit der Wasserindustrie nach dem Privatisierungsakt im Jahr 1989? Aus Sicht der Konsumenten, die schon am Anfang mit großer Skepsis das Thema „Privatisierung“ betrachteten, entlarvte sich der ganze Vorgang nach einigen Jahren angeblich als „the greatest act of licensed robbery“ (Tory Daily Mail, 1994). Sozialistische Partei von Großbritanniens wirft der Wasserregulierung vor, sie erfülle ihre Aufgaben ungenügend: Die Industrie sei monopolisierter geworden, Firmeninvestitionen seien auf einem weit niedrigeren Niveau, als es erforderlich wäre, Qualität des Wassers und der Versorgungsleistungen seien unzureichend, obwohl die Preise, Gewinne und Managerlöhne immer weiter anstiegen. Die Partei ist fest davon überzeugt, dass die englischen und walisischen Wasserunternehmen reine Gewinninteressen auf Kosten der gesellschaftlichen Wohlfahrt verfolgen. Die Wasserversorgung sei zu einem sehr profitablen Geschäft geworden (vgl. Socialist Democracy, 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Wasserversorgung als knappes Gut ein und skizziert die kontroverse Geschichte der Privatisierung in England und Wales.

2. Die Geschichte der Trinkwasserwirtschaft in England und Wales: Das Kapitel behandelt die Struktur der Wasserversorgung, die Privatisierungsgründe in den 80er Jahren und die damit verbundenen Regulierungsziele.

3. Theoretische Grundlagen der Marktmachtregulierung in Netzsektoren: Hier werden ökonomische Konzepte wie natürliche Monopole, angreifbare Märkte und Instrumente wie Rate-of-return- oder Price-cap-Regulierung theoretisch erörtert.

4. Anwendung des disaggregierten Regulierungsansatzes auf die Trinkwasserwirtschaft: Dieses Kapitel prüft, welche Stufen der Wertschöpfungskette durch netzspezifische Marktmacht gekennzeichnet sind und somit eine Regulierung rechtfertigen.

5. Preis- und Qualitätsregulierung des Wassersektors in England und Wales: Eine praxisorientierte Analyse der angewandten Regulierungsmethoden sowie deren Auswirkungen auf Investitionen, Preise und Wasserqualität.

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet den Erfolg der Regulierungsbemühungen unter den gegebenen theoretischen und praktischen Bedingungen.

Schlüsselwörter

Wasserwirtschaft, Privatisierung, natürliche Monopole, Marktmacht, Regulierung, Price-Cap, Yardstick Competition, Trinkwasserqualität, England und Wales, Netzsektoren, Wertschöpfungskette, Wohlfahrtsökonomie, Infrastrukturinvestitionen, OFWAT, Wasserverluste

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht die ökonomische Regulierung des Trinkwassersektors in England und Wales nach dessen Privatisierung und bewertet deren Erfolg anhand verschiedener Wohlfahrtskriterien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Theorie der Marktmacht in Netzsektoren, die historische Entwicklung der Wasserwirtschaft in England und Wales sowie die praktische Anwendung von Regulierungsinstrumenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Schritt für Schritt zu überprüfen, wie erfolgreich die englische und walisische Regulierung der privaten Wasserindustrie bei der Wohlfahrtssteigerung und der Disziplinierung von Marktmacht agiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine netzökonomische Analyse durchgeführt, die die Wertschöpfungskette disaggregiert, um zu identifizieren, wo natürliche Monopole bestehen und wo Wettbewerb theoretisch oder praktisch möglich ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Netzregulierung und deren praktische Anwendung auf den Wassersektor, inklusive der kritischen Würdigung von Preis- und Qualitätsregulierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie netzspezifische Marktmacht, Price-Cap-Regulierung, natürliche Monopole, Wasserqualität und die Regulierungsbehörde OFWAT sind zentral für die Charakterisierung.

Wie effektiv war die Privatisierung laut der Arbeit?

Die Arbeit stellt fest, dass die Privatisierung ökonomische Herausforderungen schuf und trotz Regulierungsbemühungen durch die OFWAT der Wettbewerb in der Wasserwirtschaft bisher nur begrenzt funktioniert.

Wie ist die Situation in Bezug auf die Wasserqualität?

Die Arbeit analysiert, dass die Wasserqualität zwar durch Investitionen verbessert wurde, dies jedoch mit steigenden Preisen für die Konsumenten einherging und die Überwachung der Qualität kritisch diskutiert wird.

Fin de l'extrait de 83 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Regulierung des Wassersektors in England und Wales - Eine netzökonomische Analyse
Université
University of Freiburg
Cours
Volkswirtschaft, Institut für Verkehrswissenschaft und Regionalpolitik
Note
1,7
Auteur
Maria Zayonchkovskaya (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
83
N° de catalogue
V208699
ISBN (ebook)
9783656374480
ISBN (Livre)
9783656376996
Langue
allemand
mots-clé
regulierung wassersektors england wales eine analyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maria Zayonchkovskaya (Auteur), 2011, Die Regulierung des Wassersektors in England und Wales - Eine netzökonomische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208699
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