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Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds

Title: Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds

Seminar Paper , 2012 , 35 Pages , Grade: 12

Autor:in: Matthias Weisbrich (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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„Regulierung von Hedgefonds“ – damit scheint der Untersuchungsgegenstand schnell abgesteckt, denn die maßgeblichen Probleme einer Untersuchung zu diesem Thema stecken im Begriff „Regulierung“ selbst. Die Inhalte, mit denen man diese Begrifflichkeit auszufüllen gedenkt, stellen eine Grenze dar. Und am Ende wird diese Grenze bestimmen, wie weit man reguliert und damit das Ergebnis ausmachen.

Regulierung kann man als Auftrag verstehen, der grenzenlos sein kann. Alles was notwendig zu regulieren ist, wird auch reguliert. Das kann ein Verbot von Hedgefonds bedeuten, oder die Einsicht, dass es nicht vernünftig wäre ein solches Gebilde unter bestimmte Normen zu zwingen. Diese Meinung scheint sich als das zu empfehlen, was man gemeinhin als „Extremposition“ im Spektrum der Ansichten bezeichnet. Interessant ist sie aus zweierlei Gründen:

Zum einen, weil mit ihr keine Entscheidung darüber getroffen ist, wann eine Regulierung notwendig sein soll. Das ist zugleich Ihre größte Schwäche – denn trotz der normalerweise gegebenen „Griffigkeit“ solcher Positionen ist diese hier unscharf.

Der zweite Grund ist, sie wird überwiegend vertreten. Unter die Extremposition fällt sowohl die Ansicht, dass der Markt Regelung genug ist und jede weitere Regelung der Marktwirtschaft Opposition ist; als auch die Ansicht, dass der „Raubtierkapitalismus“ gar nicht genug gebändigt werden kann, weil man es nicht zulassen will, dass Heuschrecken Löcher ins mühsam erkämpfte soziale System fressen.

Damit deckt die „Extremposition“ den überwiegenden Teil der Ansichten ab. Es wäre daher ratsam, sie zum Ausgangspunkt unserer Untersuchungen zu machen, gibt doch die Praxis den Untersuchungsgegenstand vor - Jellinek sprach von „der normativen Kraft des Faktischen“.

Dennoch entscheiden wir uns für eine andere Form der Bearbeitung und wählen eine zweite Position als Ausgangspunkt, weil wir wissen, dass nur „die Ungerechtigkeit die Extreme hervorbringt.“ Es ist die theoretisch-wissenschaftlichere (man kann auch sagen liberalere) Position. Trotzdem wollen wir sie aus dem so maßgebenden wirtschaftlichen Alltag herleiten:
„Erst wenn die Ebbe kommt, weiß man, wer nackt geschwommen ist.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A - Einleitung: Methode und Gang der Darstellung

B - Die alternative Anlageform Hedgefonds im Überblick

I. Begriffsbestimmung und Merkmale von Hedgefonds

II. Beteiligte der Hedgefonds-Struktur

1. Die Fondsgesellschaft

2. Der Fondsmanager

3. Der Adviser

4. Der Prime Broker

5. Der Administrator

6. Die Depotbank

7. Der Executing Broker

III. Hedgefonds-Strategien im Überblick

1. Marktneutrale Strategien

a) Fixed Income Arbitrage

b) Convertible Arbitrage

c) Equity Market Neutral

2. Ereignisgetriebene Strategien

a) Merger Arbitrage

b) Distressed Securities

3. Opportunistische Strategien

a) Global Macro

b) Long/Short Equity

c) Short Selling

d) Emerging Markets

4. Managed Futures

C - Zentrale Auswirkungen der AIFM-Richtlinie auf Hedgefonds

I. Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds-Strategien

1. Transparenz der angewandten Strategie

2. Beschränkung des Leverage-Effekts

II. Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds-Manager

1. Zulassungspflicht

2. Bedingungen für die Ausübung der Tätigkeit

3. Transparenzanforderungen

4. Regelungen speziell für Hedgefonds

5. Regulierung der Vergütung

6. Zwischenergebnis

III. Auswirkungen der AIFMD auf Anleger

1. Der Grundsatz von der Ambivalenz der Anlegerinteressen

a) Zuwachsinteresse

Transparenzregeln 1

Transparenzregeln 2

Transparenzregeln 3

b) Sicherheitsinteresse

Transparenzregeln 4

Transparenzregeln 5

2. Der Grundsatz von der Dichotomie der Anleger

D – Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der AIFM-Richtlinie (AIFMD) auf Hedgefonds mit einem besonderen Fokus auf das Spannungsfeld zwischen regulatorischer Kontrolle und der Notwendigkeit für Investoren, Renditen zu erzielen. Dabei wird untersucht, wie die Regulierung Manager, Anlegerstrategien und die Struktur der Hedgefonds-Branche verändert und ob die gewählten Maßnahmen ihr Ziel der Risikominimierung erreichen, ohne dabei die Funktionsfähigkeit der Märkte oder die berechtigten Interessen der Anleger zu beeinträchtigen.

  • Regulierung und Aufsicht von Hedgefonds durch die AIFM-Richtlinie
  • Strukturmerkmale und Anlagestrategien von Hedgefonds
  • Auswirkungen der Transparenzvorschriften auf die Performance
  • Regulierung der Vergütungsmodelle (Performance Fees/Carried Interest)
  • Anlegerschutz und die Dichotomie zwischen professionellen Anlegern und Kleinanlegern

Auszug aus dem Buch

A - Einleitung: Methode und Gang der Darstellung

„Regulierung von Hedgefonds“ – damit scheint der Untersuchungsgegenstand schnell abgesteckt, denn die maßgeblichen Probleme einer Untersuchung zu diesem Thema stecken im Begriff „Regulierung“ selbst. Die Inhalte, mit denen man diese Begrifflichkeit auszufüllen gedenkt, stellen eine Grenze dar. Und am Ende wird diese Grenze bestimmen, wie weit man reguliert und damit das Ergebnis ausmachen.

Regulierung kann man als Auftrag verstehen, der grenzenlos sein kann. Alles was notwendig zu regulieren ist, wird auch reguliert. Das kann ein Verbot von Hedgefonds bedeuten, oder die Einsicht, dass es nicht vernünftig wäre ein solches Gebilde unter bestimmte Normen zu zwingen. Diese Meinung scheint sich als das zu empfehlen, was man gemeinhin als „Extremposition“ im Spektrum der Ansichten bezeichnet. Interessant ist sie aus zweierlei Gründen:

Zum einen, weil mit ihr keine Entscheidung darüber getroffen ist, wann eine Regulierung notwendig sein soll. Das ist zugleich Ihre größte Schwäche – denn trotz der normalerweise gegebenen „Griffigkeit“ solcher Positionen ist diese hier unscharf.

Der zweite Grund ist, sie wird überwiegend vertreten. Unter die Extremposition fällt sowohl die Ansicht, dass der Markt Regelung genug ist und jede weitere Regelung der Marktwirtschaft Opposition ist; als auch die Ansicht, dass der „Raubtierkapitalismus“ gar nicht genug gebändigt werden kann, weil man es nicht zulassen will, dass Heuschrecken Löcher ins mühsam erkämpfte soziale System fressen.

Zusammenfassung der Kapitel

A - Einleitung: Methode und Gang der Darstellung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit des Begriffs der Regulierung im Kontext von Hedgefonds und definiert den Untersuchungsansatz der Arbeit.

B - Die alternative Anlageform Hedgefonds im Überblick: Dieses Kapitel definiert Hedgefonds, beschreibt deren Struktur und erläutert die verschiedenen Anlagestrategien wie marktneutrale, ereignisgetriebene und opportunistische Ansätze.

C - Zentrale Auswirkungen der AIFM-Richtlinie auf Hedgefonds: Hier werden die spezifischen regulatorischen Einflüsse der AIFMD auf die Strategien, die Manager und die Interessen der Anleger detailliert kritisch analysiert.

D – Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die AIFMD als einen europäischen Regulierungsversuch, der teilweise über das Ziel hinausschießt.

Schlüsselwörter

AIFMD, Hedgefonds, Regulierung, Anlegerschutz, Leverage, Transparenz, Risikomanagement, Performance Fee, Marktintegrität, Investmentstrategien, Finanzmarktstabilität, Sondervermögen, Professioneller Anleger, Kapitalmarkteffizienz, Vergütungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die regulatorischen Auswirkungen der EU-AIFM-Richtlinie auf die Hedgefonds-Branche und deren Akteure.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur von Hedgefonds, den verschiedenen Anlagestrategien, den neuen Transparenz- und Zulassungsanforderungen sowie der Regulierung von Vergütungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Regulierung auf die Interessen von Managern und Anlegern zu analysieren und zu prüfen, ob die Maßnahmen zur Risikobegrenzung adäquat sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kritische juristische und ökonomische Auseinandersetzung mit der AIFM-Richtlinie sowie mit einschlägiger Literatur und Rechtspraxis vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen der AIFMD, ihre Auswirkungen auf das Risikomanagement der Fonds sowie die Konfliktlinien bei der Definition von Anlegerschutz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie AIFMD, Regulierung, Hedgefonds, Anlegerschutz und Transparenz definieren.

Wie bewertet der Autor das Spannungsfeld zwischen Anlegerinteressen und Regulierung?

Der Autor sieht ein Dilemma: Während regulatorische Transparenz Sicherheit schaffen soll, können zu strenge Anforderungen die Rendite mindern und Anlagestrategien durch das Risiko des „Kopierens“ gefährden.

Was kritisiert der Autor speziell an der Definition des "professionellen Anlegers"?

Der Autor bemängelt, dass durch eine zu enge Definition viele institutionelle Anleger von Spezialfonds ausgeschlossen werden, was er als unbeabsichtigtes Redaktionsversehen des Gesetzgebers einstuft.

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Details

Title
Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds
College
Martin Luther University  (Institut für Wirtschaftsrecht)
Course
Praktikerseminar zur Regulierung von alternativen Anlagefonds
Grade
12
Author
Matthias Weisbrich (Author)
Publication Year
2012
Pages
35
Catalog Number
V209048
ISBN (eBook)
9783656367789
ISBN (Book)
9783656369400
Language
German
Tags
Praktikerseminar Regulierung von alternativen Anlagefonds AIFMD Wirtschaftsrecht Jura Hedgefonds Hedge-Fonds Auswirkungen Hedge-Fonds Strategien Anlagefonds Transparenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Weisbrich (Author), 2012, Auswirkungen der AIFMD auf Hedgefonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209048
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