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Entwicklung der Realschullehrpläne in Baden-Württemberg ab Mitte des 20. Jahrhunderts und ihre schultheoretischen und didaktischen Implikationen

Titre: Entwicklung der Realschullehrpläne in Baden-Württemberg ab Mitte des 20. Jahrhunderts und ihre schultheoretischen und didaktischen Implikationen

Epreuve d'examen , 2012 , 202 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Misterek (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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"Planen wir die Bildung oder bilden wir nur nach Plan?" - dies soll als Leitgedanke die Arbeit begleiten, in welcher der Autor in historischer Aufarbeitung eine Entwicklung der Lehr- und Bildungspläne nach dem Zweiten Weltkrieg an Mittel- bzw. Realschulen in Baden-Württemberg aufzuzeigen versucht.

Die jeweiligen Lehr- bzw. Bildungspläne werden in ihrem bildungspolitischem Kontext betrachtet, unter konzeptionellen Aspekten analysiert und fachspezifisch sowie fachdidaktisch untersucht. Besonders interessant ist wohl die sukzessive Entwicklung fort von einem omnipotenten Lehr-Plan hin zu einem kompetenzorientierten Bildungsplan, der seit 2004 mehr eine Rahmung als explizite Vorgaben offenbart.
Jedoch beleuchtet die Arbeit auch schultheoretische Implikationen der Realschule, erläutert den Bildungs- und Erziehungsauftrag und versucht, die Kompetenzorientierung, die heute für alle Schularten in Baden-Württemberg maßgeblich ist, in aller Ausführlichkeit darzustellen.
Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Ausblick unter Einbezug gegenwärtiger Problemstellungen der Bildungspolitik. Hier wird auch versucht, Vor- und Nachteile der Gemeinschaftsschulidee rsp. der Kooperation von Haupt- und Realschule aufzuzeigen.

Die Arbeit des Autors wurde im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen (RPO 2003) von den Prüfern für "sehr gut befunden".

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Forschungsziel

1 Curriculum, Lehrplan, Bildungsplan, Bildungsstandards - Wandel von Begriffen und Lehrplanentwicklung

2 Inhalte und Ziele von Lehrplänen

3 Der "Nachkriegs-Lehrplan" von 1952

3.1 Zur Entwicklung des Lehrplans (Politikfeldanalyse)

3.2 Aufbau, Struktur und Stundentafel

3.3 Fächer und fachliche Inhalte

3.4 Schultheoretische und didaktische Implikationen

4 Neue Ideen, neue Konzepte - Bildungsplan 1963 und Lehrpläne ab 1976

4.1 Zur Entwicklung der Lehrpläne (Politikfeldanalyse)

4.2 Aufbau, Struktur und Stundentafel

4.3 Fächer und fachliche Inhalte

4.4 Schultheoretische und didaktische Implikationen

5 Lehrplan 1984 - Leben und Lernen in Westdeutschland

5.1 Zur Entwicklung des Lehrplans (Politikfeldanalyse)

5.2 Aufbau, Struktur und Stundentafel

5.3 Fächer und fachliche Inhalte

5.4 Schultheoretische und didaktische Implikationen

6 "Wind of Change" - Lehrplan 1994

6.1 Zur Entwicklung des Lehrplans (Politikfeldanalyse)

6.2 Aufbau, Struktur und Stundentafel

6.3 Fächer und fachliche Inhalte

6.4 Schultheoretische und didaktische Implikationen

7 Bildungsplan 2004 - vom Lehren zum Lernen durch Kompetenzen

7.1 Zur Entwicklung des Lehrplans (Politikfeldanalyse)

7.2 Aufbau, Struktur und Stundentafel

7.3 Fächer und fachliche Inhalte

7.4 Schultheoretische und didaktische Implikationen

8 Aktuelle Entwicklungen

9 Forschungsfazit

10 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Hausarbeit verfolgt das Ziel, den inhaltlichen, formalen und strukturellen Wandel der Realschullehrpläne in Baden-Württemberg ab Mitte des 20. Jahrhunderts zu analysieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich didaktische Ansätze und schultheoretische Konzepte an den historischen Kontext angepasst haben und welche neuen Anforderungen sich daraus für die Lehr- und Schülerschaft ergaben.

  • Historische Entwicklung der Lehrpläne von 1952 bis 2004
  • Wandel didaktischer Paradigmen (von inhaltlicher Steuerung zu Kompetenzorientierung)
  • Politikfeldanalyse der Lehrplanreformprozesse
  • Schultheoretische Implikationen und gesellschaftliche Kontexte
  • Rolle von Lehrerinnen und Lehrern sowie Anforderungen an die Schülerschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Entwicklung des Lehrplans (Politikfeldanalyse)

Mit dem Ende des Dritten Reiches und des Naziregimes in Deutschland stellte sich nicht nur für die gesamte Welt eine neue Ära ein, auch das deutsche Schulsystem wurde grundlegend überdacht und neu konzipiert. Unter Hitler wurde 1938 endgültig der radikale deutsche Schulzwang eingeführt, der in den darauffolgenden Jahren bis heute als "Schulpflicht" bezeichnet wird. Vor 1938 war die Unterrichtung zu Hause als Ausnahme noch genehmigt, es bestand lediglich eine "Unterrichtspflicht", keine Schulpflicht. Nach 1945 stand die Schulpolitik in den Westzonen und der Bundesrepublik vor diversen Problemen, wobei zu den vergleichsweise kleineren Problemen "die 'Säuberung' der Schulen von nationalsozialistischen Inhalten" gehörte. Dies gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht, da partiell die tiefen und weitreichenden Einflüsse der nationalsozialistischen Prägung der deutschen Bevölkerung auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch zu spüren waren.

Es galt somit neue Verwaltungsinstitutionen und Behörden zu schaffen, deren Aufgabe es fortan sein sollte, die Homogenität des Bildungswesens und der Schulfragen zu gewährleisten und sich mit Bildungsfragen und -reformen zu beschäftigen. Des Weiteren sollte ein struktureller und inhaltlicher Umbruch des Schulwesens respektive der Bildungsinhalte erfolgen. Es tauchte erstmals der Begriff der "Reeducation" als "gesellschaftliche Restauration und schulische Konsolidierung nach 1945" auf. Den größten Einfluss von den westlichen Besatzungsmächten auf den Lehrplan ab 1952 sowie die Änderung und Neustrukturierung des deutschen Schulsystems weg von einer "vertikalen Zweiteilung des deutschen Schulwesens in eine niedere und eine höhere Schullaufbahn" hin zu einem zweigestuften Gesamtschulsystem übten die Amerikaner aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Curriculum, Lehrplan, Bildungsplan, Bildungsstandards - Wandel von Begriffen und Lehrplanentwicklung: Erläutert den begrifflichen Wandel und die Bedeutung von Lehrplänen als Spiegel der politischen und gesellschaftlichen Zeitumstände.

2 Inhalte und Ziele von Lehrplänen: Analysiert, wie sich die Zielsetzungen von Lehrplänen in Baden-Württemberg durch Bildungsplanreformen, insbesondere 2004, signifikant gewandelt haben.

3 Der "Nachkriegs-Lehrplan" von 1952: Untersucht die Anfänge der Schulpolitik nach 1945 und die politische sowie strukturelle Ausrichtung des Lehrplans von 1952.

4 Neue Ideen, neue Konzepte - Bildungsplan 1963 und Lehrpläne ab 1976: Beschreibt die Aufbauphase und die darauffolgenden bildungspolitischen Reformbestrebungen, die zu neuen Lehrplanstrukturen führten.

5 Lehrplan 1984 - Leben und Lernen in Westdeutschland: Beleuchtet die bildungspolitischen Entwicklungen Anfang der 80er Jahre und die Rolle des Lehrplans 1984.

6 "Wind of Change" - Lehrplan 1994: Analysiert die Reformen nach der Wiedervereinigung und die Einführung des Bildungsplans 1994.

7 Bildungsplan 2004 - vom Lehren zum Lernen durch Kompetenzen: Erörtert den Paradigmenwechsel hin zur Kompetenzorientierung und das neue Strukturraster des aktuellen Bildungsplans.

8 Aktuelle Entwicklungen: Gibt einen Ausblick auf bildungspolitische Trends, wie die Einführung der Gemeinschaftsschule und die verstärkte Kooperation zwischen den Schularten.

9 Forschungsfazit: Fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert den Wandel der Lehrpläne im historischen Kontext.

10 Schlusswort: Reflektiert kritisch über die Bedeutung von Lehrplänen als Orientierungsraster und die Rolle der Lehrkräfte bei deren Umsetzung.

Schlüsselwörter

Lehrplanentwicklung, Realschule, Baden-Württemberg, Bildungspolitik, Bildungsplan, Didaktik, Methodik, Kompetenzorientierung, Schulreform, Politikfeldanalyse, Curriculum, Unterrichtsentwicklung, Schulgeschichte, Lehrerrolle, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Realschullehrpläne in Baden-Württemberg ab der Mitte des 20. Jahrhunderts hinsichtlich ihrer inhaltlichen, strukturellen und didaktischen Ausgestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Entwicklung der Bildungspläne, der Einfluss politischer Rahmenbedingungen sowie die schultheoretischen Ansätze, die den Unterrichtsalltag in verschiedenen Epochen prägten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den inhaltlichen Wandel der Lehrpläne zu verfolgen und zu analysieren, wie sich Ansprüche an die Lehr- und Schülerschaft durch den Wandel didaktischer und schultheoretischer Konzepte verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-empirische Analyse sowie den instrumentellen Forschungsansatz der Politikfeldanalyse, um Lehrplanrevisionsprozesse zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch nach den verschiedenen Lehrplan-Meilensteinen von 1952 bis 2004, wobei jeweils Politikfeldanalyse, Struktur, fachliche Inhalte und didaktische Implikationen untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Lehrplanentwicklung, Realschule, Bildungsplan, Kompetenzorientierung, Schulentwicklung und Didaktik.

Welche Bedeutung hatte die "Reeducation"-Politik für den Lehrplan 1952?

Sie initiierte erste Ansätze zur Demokratisierung des Bildungswesens nach dem Zweiten Weltkrieg, stieß jedoch in der deutschen Schulverwaltung auf erheblichen Widerstand und konservative Beharrungskräfte.

Wie unterscheidet sich der Bildungsplan 2004 von den Vorgängern?

Der Bildungsplan 2004 zeichnet sich durch eine konsequente Abkehr von der reinen Stoffvermittlung hin zu einem kompetenzorientierten Modell aus, das weniger detaillierte Vorgaben macht und den Lehrkräften mehr Spielraum lässt.

Warum wird im Schlusswort eine Kombination der Konzepte von 1994 und 2004 gefordert?

Der Autor argumentiert, dass die detaillierte tabellarische Struktur von 1994 eine wertvolle Arbeitshilfe für Lehrkräfte darstellte, während die 2004er Struktur zwar innovativ, aber durch ihre vagen Kompetenzformulierungen teils zu einer Überforderung der Lehrkräfte führt.

Fin de l'extrait de 202 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Entwicklung der Realschullehrpläne in Baden-Württemberg ab Mitte des 20. Jahrhunderts und ihre schultheoretischen und didaktischen Implikationen
Université
University of Education Ludwigsburg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Cours
Wissenschaftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen nach der RPO I v. 24.08.2003
Note
1,0
Auteur
Marcel Misterek (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
202
N° de catalogue
V209078
ISBN (ebook)
9783656365457
ISBN (Livre)
9783656366133
Langue
allemand
mots-clé
Lehrplan Bildungsplan Bildungsplan 2004 Realschule Baden-Württemberg RS RS BW Bildungsplan Realschule 2004 Lehrpläne Realschule Baden-Württemberg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcel Misterek (Auteur), 2012, Entwicklung der Realschullehrpläne in Baden-Württemberg ab Mitte des 20. Jahrhunderts und ihre schultheoretischen und didaktischen Implikationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209078
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Extrait de  202  pages
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