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Der Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit

Die Rolle der Gesundheitsversorgung bei dem Zusammenhang zwischen Einkommen und Gesundheit

Titre: Der Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit

Dossier / Travail , 2011 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anja Catharina Jirjahlke (Auteur)

Economie politique - Economie du marché du travail
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Viele Studien haben bisher den Einfluss des sozioökonomischen Status‘ auf die Sterblichkeit untersucht und einen signifikanten Zusammenhang festgestellt (Adler 1994 et al.; Feinstein 1993; Kitagawa und Hauser 1973). In dieser Arbeit wird überprüft, welchen Einfluss das Einkommen auf die Sterblichkeit ausübt und welche Rolle insbesondere dabei der Aspekt der Gesundheitsversorgung spielt. Die Untersuchung dieses Zusammenhangs soll aufzeigen, ob eine nicht frei zugängliche Gesundheitsversorgung, wie sie in den USA anzutreffen ist, Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung hat. Da ein eingeschränkter Zugang zu einer ärztlichen Versorgung aufgrund eines nicht ausreichenden Einkommens womöglich dazu führt, dass Erkrankungen nicht oder nur eingeschränkt behandelt werden, wird geprüft, inwieweit die Gesundheit und damit die Sterbewahrscheinlichkeit u.a. durch ein Gesundheitssystem beeinträchtigt wird. Als Basisliteratur dient bei dieser Untersuchung eine Studie von Sullivan und von Wachter (2009) aus den USA, mit welcher in Kapitel 2 der Zusammenhang zwischen einer Entlassung und der Sterblichkeit analysiert wird. Die Autoren gehen der Frage nach, ob die entlassenen Personen im Vergleich zu den nicht entlassenen in den Jahren direkt nach der Kündigung eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit aufweisen (Sullivan, von Wachter 2009: 1287). Dabei betrachten sie den Einkommensverlust, der aus der Entlassung resultiert, als möglichen Auslöser eines Effektes (Sullivan, von Wachter 2009: 1294). Allerdings besteht die Möglichkeit, dass durch eine Selektion bei der Entlassung eine erhöhte Sterblichkeit nicht als Folge, sondern als Ursache der Entlassung zu interpretieren ist (Sullivan und von Wachter 2009: 1277). Dieser zentrale Aspekt wird daher anschließend in Kapitel 3 umfassend überprüft, um eine Scheinkausalität auszuschließen. Dies erfolgt mithilfe einer logistischen Regressionsanalyse von Sullivan und von Wachter (2009) und einer Langzeitanalyse von Elkeles und Seifert (1993). Anschließend findet in Kapitel 4 eine ausführliche Untersuchung des Einflusses vom Einkommen auf die Sterblichkeit statt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Einfluss der Entlassung auf die Sterblichkeit

3 Prüfung der Selektions-Hypothese

3.1 Die logistische Regressionsanalyse

3.2 Die Langzeitanalyse

3.3 Ergebnisse der Prüfung auf Selektion

3.4 Kritische Beurteilung

4 Kausalität zwischen Einkommen und Gesundheit

4.1 Der negative Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit

4.2 Der positive Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit

4.3 Einkommen und Gesundheitsversorgung

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Sterblichkeit unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Gesundheitsversorgung. Dabei wird analysiert, inwieweit ein eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung aufgrund finanzieller Restriktionen, wie etwa in den USA, das Mortalitätsrisiko negativ beeinflusst.

  • Analyse des Einflusses von Arbeitslosigkeit und Einkommensverlust auf die Sterblichkeit.
  • Überprüfung der Selektions-Hypothese mittels logistischer Regressions- und Langzeitanalysen.
  • Untersuchung sowohl negativer als auch positiver Effekte des Einkommens auf die Gesundheit.
  • Vergleichende Betrachtung unterschiedlicher Gesundheitssysteme (Deutschland vs. USA).
  • Evaluierung der Bedeutung der Gesundheitsversorgung als intervenierende Variable bei der Mortalität.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die logistische Regressionsanalyse

Sullivan und von Wachter (2009) verwenden eine logistische Regressionsanalyse, auch Logit Modell genannt, mit welchem sie zur Prüfung der Selektions-Hypothese verschiedene Spezifikationen durchführen. Dafür nutzen sie das in Kapitel 2 beschriebene Datenmaterial aus Pennsylvania. Mit dieser Analyse versuchen sie einen möglichen Scheinzusammenhang zu bestimmen: Kontrollvariablen werden im Modell kontrolliert um herauszufinden, ob die Korrelation zwischen Entlassung und Sterblichkeit auf andere Variablen zurückzuführen ist, als die der Entlassung und ob letztere durch intervenierende Variablen beeinflusst wurde. Den Fall des Scheinzusammenhangs beschreibt Hübler (2005: 17-18). Als Kontrollvariablen dienen solche, die die Produktivitätsunterschiede in der Periode vor der Entlassung am besten erfassen (Sullivan, von Wachter 2009: 1277) und letztere beeinflusst haben könnten, wie z.B. das Alter: Ältere Menschen sind möglicherweise unproduktiver als jüngere und von einer Entlassung aufgrund von Firmenschließungen häufiger betroffen (Winkelmann, Winkelmann 1998: 6). Der Einfluss der unabhängigen Variablen „Entlassung“ auf die abhängige Variable soll in diesem Abschnitt geprüft und quantifiziert werden. Die abhängige Variable ist im Falle der Prüfung des Einflusses der Entlassung auf die Sterblichkeit eine qualitative Größe und hat nur zwei Realisierungsmöglichkeiten: 1 für „Tod“ und 0 für „nicht Tod“. Werte größer als 1 wie bei der klassischen linearen Regression können daher nicht erreicht werden: Somit wäre die Anwendung eines klassischen linearen Regressionsmodells hier nicht zielführend, da die Verteilung der Werte der zu erklärenden Größe nicht linear ist, denn sie nimmt nur die eben beschriebenen zwei Werte an.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Einflusses des sozioökonomischen Status auf die Sterblichkeit ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle der Gesundheitsversorgung.

2 Der Einfluss der Entlassung auf die Sterblichkeit: Dieses Kapitel erläutert die Studie von Sullivan und von Wachter, die den Zusammenhang zwischen Massenentlassungen und der Sterblichkeit erwerbsloser Personen analysiert.

3 Prüfung der Selektions-Hypothese: Es wird untersucht, ob nicht die Entlassung, sondern eine bereits vorliegende schlechtere gesundheitliche Verfassung der Betroffenen ursächlich für das erhöhte Sterberisiko ist.

4 Kausalität zwischen Einkommen und Gesundheit: Das Kapitel analysiert detailliert die negativen und positiven Einflüsse des Einkommens auf die Gesundheit und stellt die Bedeutung des Gesundheitssystems heraus.

5 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die den signifikanten Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit unterstreicht und die Relevanz des Gesundheitssystems bestätigt.

Schlüsselwörter

Einkommen, Sterblichkeit, Gesundheitsversorgung, Selektions-Hypothese, Arbeitslosigkeit, Mortalitätsrisiko, Logistische Regressionsanalyse, Sozioökonomischer Status, Kausalität, Gesundheitssystem, Einkommensverlust, Lebenserwartung, Robustheitsprüfung, Datenanalyse, Erwerbsstatus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem persönlichen Einkommen und der Sterblichkeit sowie die moderierende Rolle, die unterschiedliche Gesundheitssysteme dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Einfluss von Entlassungen auf die Sterblichkeit, die Prüfung der sogenannten Selektions-Hypothese und der Vergleich von gesundheitlichen Risiken in verschiedenen Ländern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, inwieweit ein eingeschränkter Zugang zu ärztlicher Versorgung bei geringem Einkommen kausal für eine höhere Sterblichkeit verantwortlich ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung von Primärstudien, die insbesondere logistische Regressionsanalysen (Logit-Modelle) und Langzeitanalysen zur Prüfung von Kausalzusammenhängen nutzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Überprüfung einer möglichen Scheinkausalität zwischen Entlassung und Sterblichkeit sowie der detaillierten Analyse des Einkommenseinflusses auf die Gesundheit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Einkommen, Sterblichkeit, Selektions-Hypothese, Gesundheitssystem und Arbeitslosigkeit.

Warum wird die Selektions-Hypothese in Kapitel 3 kritisch hinterfragt?

Sie wird hinterfragt, weil sie unterstellt, dass kränkere Personen selektiv entlassen werden; die Arbeit prüft, ob dieser Effekt tatsächlich vorliegt oder ob das Einkommen selbst die entscheidende Variable ist.

Welche Rolle spielt das Gesundheitssystem nach Ansicht der Autorin?

Das Gesundheitssystem fungiert als entscheidender Puffer: In Systemen mit freiem Zugang zu medizinischer Versorgung ist das Sterblichkeitsrisiko bei Einkommensverlusten deutlich geringer als in einkommensabhängigen Systemen wie in den USA.

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Résumé des informations

Titre
Der Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit
Sous-titre
Die Rolle der Gesundheitsversorgung bei dem Zusammenhang zwischen Einkommen und Gesundheit
Université
University of Hannover  (Arbeitsökonomik)
Note
1,3
Auteur
Anja Catharina Jirjahlke (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
20
N° de catalogue
V209783
ISBN (ebook)
9783656375272
ISBN (Livre)
9783656376781
Langue
allemand
mots-clé
einfluss einkommens sterblichkeit rolle gesundheitsversorgung zusammenhang einkommen gesundheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anja Catharina Jirjahlke (Auteur), 2011, Der Einfluss des Einkommens auf die Sterblichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209783
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Extrait de  20  pages
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