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Die Strukturen der Herkunftsfamilien weiblicher Transsexueller

Titre: Die Strukturen der Herkunftsfamilien weiblicher Transsexueller

Mémoire (de fin d'études) , 1998 , 143 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Manfred Söder (Auteur)

Psychologie - Psychologie Clinique, Psychopathologie, Prévention
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Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wird über eine empirische Untersuchung berichtet, in der die Strukturen der Herkunftsfamilien von transsexuellen Frauen mit denen einer weiblichen Vergleichsgruppe anhand von zwei in der systemischen Familiendiagnostik entwickelten
Methoden, dem Familienskulptur-Test (FST) und dem Fragebogen zur Herkunftsfamilie (HER-FAM), verglichen werden. Mit einer deutschen Fassung des Bem Sex-Role-Inventory wird außerdem versucht, Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen bei der Selbstzuschreibung von männlichen und weiblichen sozial erwünschten Eigenschaften aufzuzeigen und aus diesen Skalen Aussagen zum Konzept der Androgynie zu generieren.
Zusätzlich wird versucht, mit einem eigenen Fragebogen (Düsseldorfer Fragebogen zur Transidentität - DFTI) ein Instrument zu erproben, welches Erstinterview und diagnostische Anamnese strukturieren soll und auch im Bereich empirischer Forschung standardisiert einsetzbar ist. Eine Stichprobe aus zwanzig weiblichen Transsexuellen, die im
Untersuchungszeitraum im Düsseldorfer Gesundheitsamt zwecks Beratung, psychosozialer Betreuung oder Begutachtung vorsprachen, wurden auf freiwilliger Basis in die Untersuchung einbezogen. Eine gleich große weibliche Vergleichsgruppe wurde aus dem
Bekanntenkreis des Untersuchers rekrutiert.
Transsexelle Frauen verfügen über ein geschlechtsstereotypes Selbstkonzept, das sich von dem nicht-transsexueller Frauen dadurch unterscheidet, daß sie sich in einem größeren Umfang stereotype männliche Eigenschaften und in einem geringeren Umfang stereotype
weibliche Eigenschaften zuschreiben. Es entspricht damit eher dem für das männliche Geschlecht typischem Selbstkonzept. Trotzdem sind transsexuelle Frauen genau so in der Lage, auch stereotype weibliche Eigenschaften in ihr Selbstkonzept zu integrieren, so wie
nicht-transsexuelle Frauen auch Stereotype Eigenschaften beider Geschlechter nebeneinander vereinbaren können. Transsexuelle Frauen sind somit ähnlich androgyn im Sinne Bems (1974) wie nicht transsexuelle Frauen.
Bezüglich der Familienstrukturen weiblicher Transsexueller zeigten sich die folgenden signifikanten Unterschiede: Die elterliche Paarbeziehung in den Herkunftsfamilien wurde im Mittel von den transsexuellen Frauen gespaltener erlebt als von der weiblichen
Vergleichsgruppe.
[...]

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Résumé des informations

Titre
Die Strukturen der Herkunftsfamilien weiblicher Transsexueller
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Institut für Experimentelle Psychologie)
Note
1,0
Auteur
Manfred Söder (Auteur)
Année de publication
1998
Pages
143
N° de catalogue
V209
ISBN (ebook)
9783638101554
Langue
allemand
mots-clé
Sexualität Transsexualismus Homosexualität Familie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Manfred Söder (Auteur), 1998, Die Strukturen der Herkunftsfamilien weiblicher Transsexueller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209
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