In dieser Arbeit möchte ich mich genauer mit der Fragestellung über die Bewältigung von Angst, insbesondere der Höhenangst, in ungewohnten Situationen auseinander setzen. Dies geschieht im Rahmen der Erlebnispädagogik und ihre Methoden in einem Hochseilgarten.
Es hat während meines Praktikums häufig Situationen gegeben, in denen Kunden sich mit ihrer Aufgabe überfordert gefühlt haben. Ich persönlich habe mich während meines Praktikums im besonderen Maße dazu aufgefordert gefühlt, die in der Theorie vorhanden Methoden zur Angstbewältigung in der Praxis individuell anzuwenden und gleichzeitig ihre Nützlichkeit zu überprüfen. Des Weiteren habe ich mich mit den unterschiedlichen Verhaltensmustern der Teilnehmer bei der Konfrontation mit ungewohnten Situationen, die für manche Besucher des Hochseilgartens Angst auslösend waren, auseinandergesetzt.
Dabei habe ich mein Augenmerk insbesondere auf den Vergleich zwischen den in der Theorie vorhandenen Erkenntnissen über Methoden der Angstbewältigung und der von mir in der Praxis beobachteten und zum Teil selbst angewendeten Methoden gerichtet.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Beschreibung der Praktikumsinstitution und der eigenen Tätigkeiten
2.1Praktikumsinstitution
2.2 Praktikumstätigkeit
3. Bewältigung von Höhenangst
3.1 Darstellungen der Fragestellung
3.2 Einordnen in wissenschaftliche Fachliteratur
3.3 Erläuterung des methodischen Vorgehens
3.4 Durchführung der Untersuchung
3.5 Auswertung
Reflexion
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht im Rahmen eines erlebnispädagogischen Praktikums, inwieweit Methoden der Angstbewältigung – insbesondere bei Höhenangst – in ungewohnten, physisch fordernden Situationen in der Praxis erfolgreich angewendet werden können.
- Grundlagen der Erlebnispädagogik als junge Teildisziplin der Erziehungswissenschaft.
- Konfrontation mit Ängsten in erlebnispädagogischen Settings (z.B. Hochseilgarten).
- Vergleich von theoretischen verhaltenstherapeutischen Ansätzen mit der praktischen Umsetzung.
- Herausforderungen bei der pädagogischen Betreuung von Personen mit Angstzuständen.
- Reflexion über notwendige pädagogische Kompetenzen in der beruflichen Praxis.
Auszug aus dem Buch
3.4 Durchführung der Untersuchung
Die Fähigkeit mit der eigenen Angst umzugehen und Stress bewältigen zu können, ist heutzutage immer gefragter.
Das amerikanische National Institute of Mental Health stuft „Angstzustände als die häufigste psychische Erkrankung in den Vereinigten Staaten ein (…) durch diese Zahlen wird deutlich, daß Angstprobleme stark verbreitet sind.“ Beim Angstbewältigungstraining wird der Klient darauf trainiert, Angst- und Anspannungsgefühle frühzeitig wahrzunehmen und bei auftretender Angst die vorher gelernten Entspannungstechniken einzusetzen. Die Erlebnispädagogik kann hierbei ideal sowohl präventiv gegen die Entstehung von Angstproblemen wirken als auch diese durch Konfrontationstherapien durch geschultes Personal entgegenwirken. Um meine Fragestellung, welche Methoden es zur Bewältigung von Angst im Bereich der Erlebnispädagogik gibt und angewendet werden, möchte ich mit dem Begriff „Angst“ erst genauer befassen.
Die Angst, wie sie uns in unserem Leben begegnet, rührt an unseren tiefsten Empfindungen. Dabei zwingt sie uns, sich die Frage zu stellen, was wir können und was wir müssen, nach Macht und Ohnmacht. Dies ist oft kein angenehmer Zustand, jedoch wird dadurch auch das Dahinleben unterbrochen und wir müssen uns über uns selbst und unser Tun auseinandersetzten. Dies zwingt uns manchmal zum Innehalten und zum Nachdenken über uns selbst. Deshalb sehe ich die Angst durchaus als Selbsterfahrung. Hier setzt der pädagogische Gedanke an. Die Erlebnispädagogik kann die Möglichkeit ergreifen und diese Selbsterkenntnis in einem sicheren Umfeld anbieten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Vorstellung des Praktikums im Bereich der Erlebnispädagogik und Formulierung der Fragestellung zur Bewältigung von Höhenangst in der Praxis.
2. Beschreibung der Praktikumsinstitution und der eigenen Tätigkeiten: Detaillierte Darstellung des Unternehmens „Sport-Arena“, seiner Struktur sowie der Aufgaben als „Guide“ im Hochseilgarten.
3. Bewältigung von Höhenangst: Theoretische Einordnung der Angstbewältigung sowie methodische Reflexion der Untersuchung und Durchführung der Konfrontationstherapie in der Praxis.
Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit den gesammelten Lernerfahrungen, den Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis sowie der eigenen beruflichen Entwicklung.
Schlüsselwörter
Erlebnispädagogik, Höhenangst, Angstbewältigung, Konfrontationstherapie, Verhaltenstherapie, Sport-Arena, Hochseilgarten, Psychologie, Selbsterfahrung, Angst, Stressbewältigung, Pädagogik, Reflexion, Praktikum, Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der praktischen Anwendung von Methoden zur Angstbewältigung – speziell bei Höhenangst – im Kontext der Erlebnispädagogik.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Erlebnispädagogik, Angstforschung, Verhaltenstherapie sowie die praktische Durchführung von Konfrontationsübungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erforschung, inwieweit theoretisches Wissen über Angstbewältigung im erlebnispädagogischen Alltag erfolgreich umgesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine teilnehmende Beobachtung durchgeführt sowie eine qualitative Reflexion der Praxiserfahrungen vorgenommen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Konfrontation mit Höhenangst im Hochseilgarten, vergleicht Beobachtungen mit der Fachliteratur und bewertet die pädagogische Umsetzung.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Angstbewältigung, Konfrontationstherapie, Höhenangst und pädagogische Reflexion charakterisiert.
Warum spielt die „Sport-Arena“ eine zentrale Rolle?
Sie dient als konkreter Praxisort, um die Anwendung pädagogischer Ansätze und die Diskrepanz zur fehlenden formalen Ausbildung der Mitarbeiter zu beleuchten.
Welche Rolle spielt der „Teammanager“ im Hochseilgarten?
Er ist weisungsbefugt, organisiert den Tagesablauf und trägt die Verantwortung für die Sicherheit, inklusive der Zuweisung der Mitarbeiter auf ihre Posten.
Warum ist laut Autor die Reflexion wichtig?
Die Reflexion dient der Verarbeitung von Erfolgserlebnissen und der Identifikation von Optimierungspotenzialen bei der Bewältigung von Angstsituationen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Qualifikation?
Der Autor stellt fest, dass es im Unternehmen an einer fundierten pädagogischen Ausbildung mangelt, was den Handlungsbedarf für eine professionellere erlebnispädagogische Einrichtung unterstreicht.
- Citation du texte
- Christian Adams (Auteur), 2010, Die Bewältigung von Höhenangst im Klettergarten. Praktikumsbericht im Rahmen der Erlebnispädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210419