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Doing Gender in der Schule. Die soziale Konstruktion von Geschlecht in der Schule anhand zweier Studien

Titre: Doing Gender in der Schule. Die soziale Konstruktion von Geschlecht in der Schule anhand zweier Studien

Dossier / Travail , 2012 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Michael Mühlbauer (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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In Schweden sorgte vor einiger Zeit eine Vorschule mit einem ganz besonderen
Konzept für ein enormes Medieninteresse, welches sich auch bis nach Deutschland
ausbreitete. So titelte die Zeit in ihrem Onlineauftritt „Sei, was du willst“ und
beschreibt in einem Artikel die umstrittene Idee: „Egalia ist die umstrittenste
Vorschule Schwedens. Ihr Ziel: Eine geschlechtsneutrale Erziehung. [...] Jedes Kind
soll sich so entwickeln, wie es möchte, und sich nicht durch geschlechtsspezifische
Stereotypisierungen in der Erziehung und die Erwartungen der Gesellschaft in eine
bestimmte Rolle gedrängt fühlen.“ (Zeit Online GmbH (Hrsg.)).
Das Konzept führte zu einem ausgedehnten Diskurs über die Möglichkeiten einer
geschlechtsneutralen Erziehung, stieß jedoch ebenso auf große Ablehnung. Es stellt
sich die Frage, ob und in welchem Umfang Kindern eine Geschlechtsidentität
aufgezeigt werden soll. Dazu ist es interessant, einen Blick in die Schulen zu werfen
und zu untersuchen, wie dort mit Geschlecht umgegangen wird. Dabei ist vor allem
das Konzept des Doing Gender von besonderer Bedeutung und in vielerlei Hinsicht
einer genaueren Forschung wert.
Die zwei in dieser Arbeit dargestellten empirischen Studien behandeln genau dieses
Konzept des Doing Gender und untersuchen, wie und ich welchem Ausmaß das
Geschlecht in der Schule sozial konstruiert wird. Dazu dienen die Vorstellung von
Doing Gender und dessen Bedeutung in der Jugend sowie eine kurze historische
Rekonstruktion von Gleichstellung in der Bildung als Überblick, bevor im Hauptteil
auf die Studien mit ausgewählten Beispielen eingegangen wird. Nach einem
Vergleich der unterschiedlichen Forschungsarbeiten wird ein bündiges Fazit
gezogen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Das Konzept des Doing Gender und dessen Bedeutung in der Jugend

3. Historische Betrachtung von Gleichstellung in der Bildung

4. Doing Gender in der Schule

4.1 Geschlechteralltag in der Schulklasse (Breidenstein/Kelle)

4.1.1 Die Studie und ihre Rahmenbedingungen

4.1.2 „Mädchen“ und „Jungen“ - die Bedeutung der Zweigeschlechtlichkeit

4.1.3 Geschlechterdifferenzierende Inszenierungen

4.2 Geschlechtergerechtigkeit in der Schule (Budde/Schuland/Faulstich-Wieland)

4.2.1 Vorstellung der Studie

4.2.2 Der Sportunterricht als Differenzierungspraktik

4.2.3 Mögliche Unterschiede in der Bewertung von Leistungsnachweisen

4.3 Vergleich der Studien

5. Fazit und Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des "Doing Gender" in der Schule angewendet wird und in welchem Ausmaß Geschlecht im schulischen Alltag sozial konstruiert wird. Dabei steht die Analyse zweier empirischer Studien im Mittelpunkt, um die interaktiven Praktiken der Geschlechterdifferenzierung und deren Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler zu beleuchten.

  • Theoretische Grundlagen des Doing Gender-Konzepts
  • Historische Einordnung von Gleichstellung in der Bildung
  • Analyse von Interaktionspraktiken im Schulalltag
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Notenvergabe
  • Vergleichende Betrachtung verschiedener empirischer Forschungsansätze

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Geschlechterdifferenzierende Inszenierungen

Dieser Auszug aus der vorliegenden Studie beschäftigt sich mit der Frage nach der interaktiven Inszenierung der Unterschiedlichkeit der Geschlechter: „In welcher Form (welchen Formen) findet sich die Thematisierung von Geschlechtsunterschieden bei den Kindern selbst?“ (Breidenstein, Kelle, S.203).

Dazu werden drei verschiedene interaktive Praktiken untersucht, in welchen neun bis zwölfjährige Kinder auf die Unterschiedlichkeit der Geschlechter Bezug nehmen. Die interaktiven Praktiken gliedern sich in Necken und Ärgern, geschlechtsinternes Lästern sowie das Spiel mit dem Tausch der Geschlechter (vgl. Breidenstein, Kelle, S.203). Da eine genaue Beschreibung der jeweiligen Praktik den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, werden lediglich die Auswertungen zur Darstellung geschlechterdifferenzierender Inszenierungen herangezogen.

So stellen die Autoren nach der Beobachtung der Inszenierung des Geschlechtergegensatzes innerhalb verschiedener interaktiver Formate fest, dass die alltagskulturelle Praxis der Mädchen und Jungen ein hohes Maß an Reflexivität in Bezug auf Geschlechterunterschiede und Geschlechterrollen enthält. Damit ist keine bewusste Reflexion gemeint, sondern das Wissen der Darstellungen um ihren eigenen Status als Darstellungen (vgl. Breidenstein, Kelle, S.220). Dabei werden in den unterschiedlichen geschlechterdifferenzierenden Inszenierungen keine neuen Repertoires der Geschlechtsdarstellung entwickelt, sondern es werden die bekanntesten, gängigsten und stereotypen Elemente von Geschlechtsdarstellungen verwendet Dadurch wird gewährleistet, dass die Inszenierung als eine solche verstanden wird (vgl. Breidenstein, Kelle, S.221).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der geschlechtsneutralen Erziehung ein und erläutert die Relevanz des Doing-Gender-Konzepts für den schulischen Kontext.

2. Das Konzept des Doing Gender und dessen Bedeutung in der Jugend: Es werden die theoretischen Grundlagen des Doing-Gender-Ansatzes dargelegt und dessen Bedeutung für die Identitätsbildung während der Jugend beschrieben.

3. Historische Betrachtung von Gleichstellung in der Bildung: Dieser Abschnitt bietet einen bildungshistorischen Abriss, der verdeutlicht, wie institutionalisiertes Doing Gender bereits in der frühen Mädchenbildung wirkte.

4. Doing Gender in der Schule: Das Hauptkapitel analysiert zwei empirische Studien zum Schulalltag, untersucht geschlechtsspezifische Inszenierungen und Bewertungsunterschiede und vergleicht die Ergebnisse.

5. Fazit und Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Doing Gender ein zentrales Element im Schulalltag darstellt und kritisiert die oft nur eingeschränkt funktionierende Geschlechtsneutralität.

Schlüsselwörter

Doing Gender, soziale Konstruktion, Geschlecht, Schule, Gleichstellung, Geschlechterdifferenzierung, pädagogische Prozesse, Schülerinnen und Schüler, Geschlechterrollen, Leistungsbewertung, Mädchenbonus, Interaktionspraktiken, Bildungsforschung, Identitätsbildung, Geschlechtergerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sozialen Konstruktion von Geschlecht in Schulen, basierend auf dem theoretischen Konzept des Doing Gender.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Untersuchung von Geschlechterinteraktionen, die historische Entwicklung der Gleichstellung in der Bildung sowie die Auswirkungen von Geschlechterstereotypen im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch den Vergleich zweier empirischer Studien zu zeigen, wie Schülerinnen und Schüler ihre Geschlechtszugehörigkeit in sozialen Interaktionen aktiv herstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem vergleichenden Studium zweier ethnographischer Feldforschungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Studien zum Geschlechteralltag, zum Sportunterricht und zur Benotungspraxis an Schulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Doing Gender, soziale Konstruktion, Geschlechterdifferenzierung, Leistungsbewertung und Schulkultur.

Warum wird gerade der Sportunterricht für die Analyse herangezogen?

Der Sportunterricht wird als besonders geeignetes Feld betrachtet, um geschlechtsspezifische Differenzierungspraktiken und die Reproduktion traditioneller Rollenbilder zu verdeutlichen.

Was bedeutet der Begriff "Mädchenbonus" im Kontext der Arbeit?

Der Begriff beschreibt die Beobachtung, dass Mädchen aufgrund von als positiv bewerteten Verhaltensweisen und Arbeitshaltungen tendenziell bessere Noten als ihre männlichen Mitschüler erhalten.

Wie unterscheidet sich die methodische Herangehensweise der beiden analysierten Studien?

Studie A behandelt die Geschlechterunterscheidung als offene empirische Frage, während Studie B eine geschlechtergerechte Schule voraussetzt und deren Umsetzung untersucht.

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Résumé des informations

Titre
Doing Gender in der Schule. Die soziale Konstruktion von Geschlecht in der Schule anhand zweier Studien
Université
LMU Munich
Note
1,7
Auteur
Michael Mühlbauer (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
17
N° de catalogue
V210432
ISBN (ebook)
9783656386117
ISBN (Livre)
9783656386728
Langue
allemand
mots-clé
doing gender schule konstruktion geschlecht studien
Sécurité des produits
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Citation du texte
Michael Mühlbauer (Auteur), 2012, Doing Gender in der Schule. Die soziale Konstruktion von Geschlecht in der Schule anhand zweier Studien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210432
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Extrait de  17  pages
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